Nach Kräuterrezepten angefertigte Rauschdrogen, deren toxische
Inhaltsstoffe halluzinogene und visionäre Bewusstseinszustände
erzeugen und den Kontakt zu Welten außerhalb der alltäglichen
Wirklichkeit herstellen, wurden zu allen Zeiten von
Zauberpriestern, Medizinmännern, und Hexen bei ihren kultischen
Ritualen und Praktiken verwendet.
Kräuterrezepte lieferten den Stoff für Liebesmittel und
Vergessenstränke, Für Träume vom Fliegen und von orgiastischen
Festen, das Schauen von Göttern und Teufeln sowie den Kontakt zur
Welt der Verstorbenen; uns die befreiten den Geist von den Fesseln
des Körpers. Dies waren die psychedelischen Erlebnisse der
"Käuterhexen" vergangener Zeit ... und
heutzutage!?!
Anhand der wenigen alten Quellen und auf dem Boden des historischen
Hexenbildes sucht der Autor die Wirkkräfte und Inhaltsstoffe dieser
pflanzlichen "Phantastika" zu ergründen und stellt ihre
Bedeutung auch im Rahmen der modernen Arzneimittelkunde heraus.
Beschreibungen von einschlägigen Selbstversuchen heutiger
Wissenschaftler auf der Grundlage der überlieferten Rezepte stellen
den Bezug zur Realität her.