Die Poeten der Nacht - McCrea, Barry

Barry McCrea 

Die Poeten der Nacht

Roman

Dtsch. v. Bettina Stoll
Broschiertes Buch
 
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Die Poeten der Nacht

Lesensgefährlich: Barry McCrea hat einen fulminanten Roman über den geheimnisvollen Kosmos der Worte geschrieben. Sein Held wird Mitglied im rätselhaften Club der Literati und betritt eine nachtdunkle Welt der Erotik und der Weisheit - es wird ein Spiel auf Leben und Tod. Als Niall Lenihan sein Studium im altehrwürdigen Trinity College zu Dublin antritt, ändert sich sein Leben auf magische Weise. Er trifft Studenten, die des Nachts in alten Büchern lesen, als ginge es um ihre Seele. Es sind "Literati", Angehörige eines verborgenen Ordens, die einem alten Kult frönen: Mit Hilfe von"Sortes", schicksalsschweren Textstellen aus alten Büchern, sind sie der Zukunft und dem Mysterium des Lebens auf der Spur. Niall verfällt den Literati und den Sortes. Zu spät merkt er, dass sie sein Leben gefährden. Spannend und abenteuerlich, kunstvoll und verführerisch: Barry McCrea hat einen ungewöhnlichen Roman über das Lesen und die Literatur geschrieben. Mit diesem brillanten Buch reiht er sich in
die Gilde der großen irischen Autoren ein.

Das Orakel der Bücher
Im altehrwürdigen Trinity College zu Dublin wird der junge Student Niall in den geheimen Club der Literati aufgenommen. Diese haben ein jahrhundertealtes Spiel wiederentdeckt, das ebenso göttlich wie dämonisch ist. Niall eröffnet sich ein neues Leben voller Weisheit und Erotik. Bevor er die tödliche Macht der Bücher erkennt.
"Bestechend und brillant." Colm Tóibín
"Eine Verneigung vor der Welt der Literatur" NDR
Als Niall Lenihan sein Studium im Trinity College zu Dublin antritt, ändert sich sein Leben auf magische Weise. Er trifft Studenten, die des Nachts in alten Büchern lesen, als ginge es um ihre Seelen. Es sind Literati , Angehörige eines verborgenen Ordens, die einem alten Kult frönen: Mit Hilfe von sogenannten Sortes schicksalsschweren Textstellen aus alten Büchern sind sie der Zukunft und dem Mysterium des Lebens auf der Spur. Niall verfällt den Literati und den Sortes. Zu spät merkt er, dass sie sein Leben gefährden.
Mit Bonusmaterial zur Geschichte Dublins und des Buchorakels


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau Tb
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 432 S.
  • Seitenzahl: 432
  • Aufbau Taschenbücher Bd.2563
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783746625638
  • ISBN-10: 3746625637
  • Best.Nr.: 26438359
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Barry McCrea ist gerade mal 34, hat einen Professorentitel für vergleichende Literatur und unterrichtet an der amerikanischen Yale-Universität. Mit seinem Debüt ist es dem Iren jetzt auch noch gelungen, das von Dan Brown verpestete Genre zu rehabilitieren und einen Roman über Geheimbündelei und Verschwörungstheorien zu schreiben, der eben nicht oll und vorhersehbar ist. Als Hauptfigur wählt er den jungen Studienanfänger Niall, der durch Dublins Schwulenszene streift und am Trinity College auf eine merkwürdige Gruppe trifft. Die Literati machen Bücherschränke zum Orakel, stellen schicksalsschwere Fragen und beantworten sie mit intuitiv ausgewählten Textpassagen. Wenn sein Held der esoterischen Lesetechnik verfällt und damit in große Gefahr gerät, setzt McCrea natürlich auf den üblichen Thrill. Doch er baut spannende Querverbindungen, weil "Die Poeten der Nacht" gleichzeitig auch klassischer Entwicklungsroman, originelle Coming-Out-Geschichte und spannender Streifzug durch die irische Literaturgeschichte ist. Niall versucht die Geimnisse der mysteriösen Gruppen zu ergründen, doch er sucht gleichzeitig nach sich selbst, nach Liebe und nach einem Platz in der Welt. (cs)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Hinter Barry McCrea' "Poeten der Nacht" verbergen sich Mitglieder einer Sekte, die aus einer beliebigen Stelle eines Buches Antworten auf jegliche Fragen zu erhalten vermeinen, erklärt Jan Wiele. Leider parodiert der Autor hier keineswegs eine bestimmte literaturwissenschaftliche Interpretationspraxis, im Gegenteil will er ganz ernsthaft darstellen, wie ein junger Mann, der nebenbei auch noch sein Coming-Out erlebt, in die Fänge einer Sekte gerät, stellt der Rezensent klar. Im Zentrum des Erzählten aber stehe Dublin und hier lehne sich McCrea bewusst an James Joyce' mythische Stadtwanderung im "Ulysses" an, erklärt der Rezensent, der den Autor aber einem selbst verschuldeten Vergleich mit dem irischen "Altmeister" nicht im Mindesten standhalten sieht. Mehr als "Selbstzweck" sind die Wanderungen des jungen Helden durch Dublin nämlich nicht, so der Rezensent enttäuscht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.03.2008

Die Dubliners
Barry McCrea im Nachtclub mit toten Dichtern

Im Land der Dichter und Trinker gilt die Kneipe vielen als literarischer Ort. In einer Kneipe geschieht es zum Beispiel auch, dass der junge Student Niall Lenihan sich von den Trinkspielen seiner Erstsemesterkumpanen entfernt und in den Bann eines Spiels mit der Literatur gerät. Schon bald besucht er keine Vorlesungen mehr, sondern verbringt die Nächte im Kreis der sogenannten Literati, die sich folgende Ordensregel gegeben haben: "Du fragst etwas und glaubst im Voraus und ohne Vorbehalt, dass die richtige Antwort in einer willkürlich ausgewählten Textpassage eines willkürlich ausgewählten Buches steht."

Bedeutungsvoll wird dieses Ritual mit der antiken Wahrsagepraxis sogenannter Sortes in Verbindung gebracht; doch leider sind die hier an die Literatur gestellten Fragen nicht sehr tiefsinnig. Sie dienen meistens nur einer Schnitzeljagd durch Dublin, bei der, kraft des Geistes der Erzählung, die gesuchten Personen dann auch tatsächlich an den vorhergesagten Orten auftauchen.

Man könnte meinen, die im Club geübte Lesepraxis der freien Assoziation, die sich jedes …

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"Bestechend und brillant, gerissen, frisch und voller Ironie." Colm Tóibín
Barry McCrea, Jahrgang 1974, wuchs in Dalkey bei Dublin auf und studierte am Trinity College Sprachen und Literatur. Seinen Doktortitel erwarb er an der Universität Princeton. Seit 2004 ist er Professor für vergleichende Literatur an der Universität Yale.

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