Die neuen Leiden des jungen W. - Plenzdorf, Ulrich

Ulrich Plenzdorf 

Die neuen Leiden des jungen W.

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Die neuen Leiden des jungen W.

"Die 'neuen' Leiden des jungen W. sind die alten: Liebe, die als Eifersucht schmerzt, gestörtes Verhältnis zur Mitwelt, das als verletzter Ehrgeiz quält. Auch Werther 1972 liebt eine verlobte, später verheiratete Frau namens Charlotte, die er nicht wie sein Vorgänger Lotte, sondern 'Charlie' nennt. Die erstaunliche Meisterschaft des Autors, dessen Begabung für die Darstellung gebrochener jugendlicher Helden sich ausspricht, zeigt sich in der Leichtigkeit, mit der er die beiden Komplexe Liebe? Politik, Einzelner? Gesellschaft miteinander vernäht." Rolf Michaelis, Frankfurter Allgemeine Zeitung


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 1976
  • 1976.
  • Ausstattung/Bilder: 147 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.300
  • Best.Nr. des Verlages: 36800
  • Deutsch
  • Abmessung: 176mm x 109mm x 13mm
  • Gewicht: 102g
  • ISBN-13: 9783518368008
  • ISBN-10: 3518368001
  • Best.Nr.: 01024854
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Ulrich Plenzdorf wurde am 26. Oktober 1934 in Berlin-Kreuzberg geboren. Er starb am 9. August 2007 in Berlin. Seine Eltern wurden wegen ihrer Mitgliedschaft in der KPD während der Zeit des Nationalsozialismus mehrfach inhaftiert. Von 1949 bis 1952 besuchte er die Schulfarm Scharfenberg in Himmelpfort bei Fürstenberg (Havel). 1950 zog die Familie von West- nach Ost-Berlin um, wo Plenzdorf 1954 in Lichtenberg das Abitur bestand. In Leipzig studierte Plenzdorf anschließend Marxismus-Leninismus und Philosophie am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig, verließ die Hochschule aber ohne Abschluss. Ab 1959 besuchte er die Deutsche Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Ab 1963 arbeitete er als Szenarist und Dramaturg im DEFA-Studio Babelsberg. Parallel zu seinem Studium arbeitete Plenzdorf von 1955 bis 1958 als Bühnenarbeiter. 1958-1959 war er Soldat der Nationalen Volksarmee. Bekannt wurde der DDR-Autor auch in der Bundesrepublik Deutschland durch seinen gesellschaftskritischen Roman Die neuen Leiden des jungen W. Ursprünglich als Bühnenstück geschrieben und 1972 in Halle (Saale) uraufgeführt, erschien der Roman ein Jahr später und wurde seitdem in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Plenzdorf machte sich aber vor allem auch als Drehbuchautor zahlreicher Spielfilme (Die Legende von Paul und Paula, Der Trinker, Abgehauen) und Fernsehserien (vierte Staffel von Liebling Kreuzberg) einen Namen. Von 1992 war er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Im Jahr 2004 hatte er eine Gastdozentur am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig inne. Ulrich Plenzdorf war seit 1955 mit Helga Lieske verheiratet und hatte drei Kinder.

Kundenbewertungen zu "Die neuen Leiden des jungen W." von "Ulrich Plenzdorf"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.1 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
 
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***** sehr gut
 
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Bewertung von Ilsebilli aus Wolfenbüttel am 12.09.2011 ***** sehr gut
Man muss sehr aufpassen, das ist kein Buch für zwischendurch, aber sehr interessant.

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Bewertung von die rezensionistin aus Bad Berka am 01.06.2011 ***** schlecht
Liebe, Leiden und....Werther?! Ja, Werther. Ein junger Herr, dessen Liebe bereits an einen anderen vergeben war. Alte Schnulze, alte Kamelle - denkt zumindest der Schüler im Unterricht - doch was einen Johann Wolfgang von Goethe vor knapp 200 Jahren beschäftigt hat, ist auch für unsere Jugend höchst prisant!
Der 17 jährige Edgar W. schmeißt seine Lehre, brennt durch und findet sich in einer Gartenlaube in Berlin wieder! Die Seele baumeln lassen fernab des trauten Heimes, gibt Edgar, das wonach sich ein Heranwachsender sehnt. Fehlt nur noch eine gute Lektüre. Die ist auch schnell gefunden! Die "Leiden des jungen Werther" bietet Edgar den Soundtrack, der sein junges Leben prägt. Denn genauso wie Werther trifft Edgar auf eine junge Frau, der er zu tiefst verfallen ist. Von nun an wird Goethe rauf und runter zitiert, allerdings nicht immer mit positiver Reaktion!
Wollt Ihr mehr erfahren über einen jungen Mann, der sich mit einer Literaturfigur aus dem 18. Jahrhundert identifiziert? Dann lest selbst!
Denn ich empfehle diesen Roman wärmstens. Schnell und leicht verständlich verschlang ich ihn innerhalb von 2 Tagen! Ein witziger Sprachstil, jung frisch und jugendlich. Wem Goethes Fassung zu staubtrocken war, sollte sich Ulrich Plenzdorf's "Die neuen Leiden des Jungen W." widmen. Damit kann man nichts falsch machen!

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Bewertung von Cheytuna aus Ostfriesland am 01.11.2010 ***** gut
Ich finde, dass durch den Schreibstil alles sehr durcheinander wirkt. Ich habe oft den Faden verloren und musste manche Abschnitte mehrmals lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Immer wieder schweift der Erzähler vom eigentlichen Thema ab und kehrt plötzlich wieder dahin zurück, ohne wirkliche „Vorwarnung“. Man muss sich sehr darauf konzentrieren, wann ein Thema wieder gewechselt wird und dadurch vergeht mir der Spaß am Lesen. Dazu kommt, dass die Dialoge unübersichtlich sind. Man erkennt oft nicht, wer sich da gerade unterhält.
Daher gibt es keine Empfehlung von mir!

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Herr Sondso aus Dortmund am 22.04.2011
    Das ist ja mal wirklich eine tolle Empfehlung. Leider handelt es sich bei Plenzorfs "Die neuen Leiden..." nun mal um ein Stück gute Literatur. Mit einem besonderen Gespür sind hier die Genres …mehr
     (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von tovoka aus Bad Berka am 05.09.2010 ***** ausgezeichnet
Edgar Wibeau ist 17 Jahre alt, Individualist, begehrt auf und trägt Jeans- und das in der DDR, wo doch alles auf Konformität hinausläuft. Er versteckt sich in einer alten Laube, liest den "Werther" und muss feststellen, dass er mit diesem so einiges gemeinsam hat...
Edgars Geschichte wirkt realistisch, vor allem, da sich dieser aus dem Jenseits meldet und die Geschehnisse kommentiert und Plenzdorf seiner Geschichte somit ein gewisses Augenzwinkern verleiht.
Selbst wenn die DDR nicht mehr existiert, gibt es doch viele Jugendliche wie Edgar Wibeau. Sie kämpfen für ihre Freiheit, widersetzen sich gesellschaftlichen und familiären Zwängen und fordern, dass man sie versteht. So erkennt auch heute jeder 17-Jährige, dass in ihm ein Stück Edgar Wibeau steckt.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 16.03.2009 ***** weniger gut
War bei uns Klassenlektüre und ich fand es da schon nicht gut. Es muss schließlich einen anderen Ausweg geben. Auch heute kann ich dem Buch noch nichts abgewinnen

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 03.08.2006 ***** gut
Das Buch kann man lesen, muss man aber nicht. Mcih hat die neue Version von Plenzdorf zu Goethes Werther nicht besonders vom Hocker gerissen.

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Bewertung von Stefan Kämmerer aus Hofheim (1907) am 19.07.2000 ***** sehr gut
Das Buch verbindet die klassische Literatur Gothes mit der zeitgeschichtlichen Eppoche der (damaligen) Gegenwart in der DDR. Es werden Parallelen gezogen, die dem interessierten Leser neben der zeitgenössischen Literatur auch Lust auf Klassik machen. Sehr interessant für alle, die auch Interesse an deutsche Geschichte und den Lebensgewohnheiten in der ehemaligen DDR haben.

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