Die Namen der Nummern - Lang, Hans-Joachim

Hans-Joachim Lang 

Die Namen der Nummern

Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Ausgezeichnet mit dem Preis Fondation Auschwitz 2004

Gebundenes Buch
 
Führen wir nicht mehr
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,90
Nicht lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Die Namen der Nummern

Mehr als fünf Jahre recherchierte Hans-Joachim Lang das Schicksal der im Auftrag der SS-Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe" ausgewählten und im KZ Natzweiler (Elsass) getöteten Juden. Die Skelette der Opfer sollten im Anatomischen Institut der "Reichsuniversität Straßburg" ausgestellt werden und in künftigen "judenfreien" Zeiten Forschungszwecken dienen.

"Mir war der Gedanke unerträglich, dass die Opfer dieser Tat - mit einer Ausnahme - namenlos geblieben waren", schreibt Hans-Joachim Lang. Nach umfangreichen Recherchen, die ihn in zahlreiche Archive im In- und Ausland führte, hatte er den Ablauf des Verbrechens präzise rekonstruiert und insbesondere auch alle 86 Ermordeten identifiziert und ihre Herkunft ergründet. Wie Lang herausfand, stammten sie aus acht europäischen Ländern, nämlich aus Norwegen, Polen, Griechenland, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland. In vielen Fällen konnte er sogar Angehörige ausfindig machen und sie befragen.

Produktinformation


  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 303 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 303
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 133mm x 28mm
  • Gewicht: 442g
  • ISBN-13: 9783455094640
  • ISBN-10: 3455094643
  • Best.Nr.: 12750081

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Erschüttert zeigt sich Rezensent Christoph Studt von Hans-Joachim Langs Buch "Die Namen der Nummern", das die Schicksale von 86 "Ahnenerbe"-Opfern rekonstruiert. Wie Studt berichtet, handelte es sich bei den Opfern um Juden des KZ Auschwitz, die auf Anordnung des an der Straßburger Universität lehrenden Anatom August Hirt mit Billigung Himmlers vergast, konserviert und in Hirts anatomischem Museum ausgestellt wurden. Aufgrund des weiteren Kriegsverlaufs sollte die Sammlung beseitigt werden, was aber nicht mehr gelang, und so konnten am 23. Oktober 1945 die Überreste von 86 Leichen bestattet werden, hält Studt fest. Wer diese Männer und Frauen gewesen sind, habe man bislang nicht gewusst. Mittels akribischer Recherchen, deren Ausgangspunkt eine Liste der eintätowierten KZ-Nummern war, sei es Lang gelungen, den Toten ihren Namen und ihre Identität wiederzugeben und sie als Menschen in ihre Lebenszusammenhänge zurückzuführen. Das Resümee des Rezensenten: "Es ist ein Puzzle des Grauens, das er zusammengesetzt hat, denn die Schicksale dieser 86 "Ahnenerbe"-Opfer spiegeln die europäische Dimension der Verfolgung und Ermordung der Juden."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.12.2004

Puzzle des Grauens
Die Schicksale von 86 "Ahnenerbe"-Opfern

Hans-Joachim Lang: Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, 303 Seiten, 19,90 [Euro].

Über den verbrecherischen Charakter des "Dritten Reiches" gibt es längst keinen Zweifel mehr. Und doch ist man immer wieder von neuem über den Zynismus, die unmenschliche Brutalität und grausame Mitleidlosigkeit der kleinen und großen Machthaber erschüttert. Am 3. Januar 1945 brachte die Londoner "Daily Mail" einen Bericht über den Fund von 86 in Alkohol konservierten Leichen im Anatomischen Institut der Straßburger Universität. Ein technischer Assistent am Institut habe freimütig erklärt, diese Personen seien "zum Schlafen gebracht" worden. Ein anderer Mitarbeiter konnte den ermittelnden alliierten Behörden mitteilen, daß die getöteten Männer und Frauen noch körperwarm in der Straßburger Anatomie abgeliefert worden seien. Alle hätten sie am Unterarm eintätowierte Nummern getragen, die er - der von vornherein ein Verbrechen vermutete - heimlich notiert habe. Erst im Laufe der Zeit stellte sich …

Weiter lesen
Hans-Joachim Lange, 1951 geboren, studierte in Tübingen Germanistik, Kultur- und Politikwissenschaft. 1980 Promotion (Germanistik). Seit 1982 Wissenschaftsredakteur beim Schwäbischen Tagblatt in Tübingen. 1989 Wächterpreis der deutschen Tagespresse. Lehraufträge an der Geschichtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.

Andere Kunden interessierten sich auch für

4 Marktplatz-Angebote für "Die Namen der Nummern" ab EUR 4,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
deutliche Gebrauchsspuren 4,90 1,10 Banküberweisung sternchen 63 100,0% ansehen
wie neu 6,00 2,00 Banküberweisung Ex-Libris 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 6,44 1,50 Banküberweisung, offene Rechnung Krull GmbH 100,0% ansehen
gebraucht; gut 12,83 2,00 PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Hagena & Schulte 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Artikelseite zu "Die Namen der Nummern" Drucken

Hans-Joachim Lang 

Die Namen der Nummern

Die Namen der Nummern - Lang, Hans-Joachim

Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Ausgezeichnet mit dem Preis Fondation Auschwitz 2004

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 19,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 20 Webmiles sammeln
  • nicht lieferbar
  • Führen wir nicht mehr

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 303 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 303
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 133mm x 28mm
  • Gewicht: 442g
  • ISBN-13: 9783455094640
  • ISBN-10: 3455094643
  • Best.Nr.: 12750081

Produktbeschreibung zu "Die Namen der Nummern"

Beschreibung

Mehr als fünf Jahre recherchierte Hans-Joachim Lang das Schicksal der im Auftrag der SS-Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe" ausgewählten und im KZ Natzweiler (Elsass) getöteten Juden. Die Skelette der Opfer sollten im Anatomischen Institut der "Reichsuniversität Straßburg" ausgestellt werden und in künftigen "judenfreien" Zeiten Forschungszwecken dienen.

"Mir war der Gedanke unerträglich, dass die Opfer dieser Tat - mit einer Ausnahme - namenlos geblieben waren", schreibt Hans-Joachim Lang. Nach umfangreichen Recherchen, die ihn in zahlreiche Archive im In- und Ausland führte, hatte er den Ablauf des Verbrechens präzise rekonstruiert und insbesondere auch alle 86 Ermordeten identifiziert und ihre Herkunft ergründet. Wie Lang herausfand, stammten sie aus acht europäischen Ländern, nämlich aus Norwegen, Polen, Griechenland, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland. In vielen Fällen konnte er sogar Angehörige ausfindig machen und sie befragen.

10.12.2004

Puzzle des Grauens
Die Schicksale von 86 "Ahnenerbe"-Opfern

Hans-Joachim Lang: Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, 303 Seiten, 19,90 [Euro].

Über den verbrecherischen Charakter des "Dritten Reiches" gibt es längst keinen Zweifel mehr. Und doch ist man immer wieder von neuem über den Zynismus, die unmenschliche Brutalität und grausame Mitleidlosigkeit der kleinen und großen Machthaber erschüttert. Am 3. Januar 1945 brachte die Londoner "Daily Mail" einen Bericht über den Fund von 86 in Alkohol konservierten Leichen im Anatomischen Institut der Straßburger Universität. Ein technischer Assistent am Institut habe freimütig erklärt, diese Personen seien "zum Schlafen gebracht" worden. Ein anderer Mitarbeiter konnte den ermittelnden alliierten Behörden mitteilen, daß die getöteten Männer und Frauen noch körperwarm in der Straßburger Anatomie abgeliefert worden seien. Alle hätten sie am Unterarm eintätowierte Nummern getragen, die er - der von vornherein ein Verbrechen vermutete - heimlich notiert habe. Erst im Laufe der Zeit stellte sich …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

10.12.2004

Erschüttert zeigt sich Rezensent Christoph Studt von Hans-Joachim Langs Buch "Die Namen der Nummern", das die Schicksale von 86 "Ahnenerbe"-Opfern rekonstruiert. Wie Studt berichtet, handelte es sich bei den Opfern um Juden des KZ Auschwitz, die auf Anordnung des an der Straßburger Universität lehrenden Anatom August Hirt mit Billigung Himmlers vergast, konserviert und in Hirts anatomischem Museum ausgestellt wurden. Aufgrund des weiteren Kriegsverlaufs sollte die Sammlung beseitigt werden, was aber nicht mehr gelang, und so konnten am 23. Oktober 1945 die Überreste von 86 Leichen bestattet werden, hält Studt fest. Wer diese Männer und Frauen gewesen sind, habe man bislang nicht gewusst. Mittels akribischer Recherchen, deren Ausgangspunkt eine Liste der eintätowierten KZ-Nummern war, sei es Lang gelungen, den Toten ihren Namen und ihre Identität wiederzugeben und sie als Menschen in ihre Lebenszusammenhänge zurückzuführen. Das Resümee des Rezensenten: "Es ist ein Puzzle des Grauens, das er zusammengesetzt hat, denn die Schicksale dieser 86 "Ahnenerbe"-Opfer spiegeln die europäische Dimension der Verfolgung und Ermordung der Juden."

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Hans-Joachim Lang"

Hans-Joachim Lange, 1951 geboren, studierte in Tübingen Germanistik, Kultur- und Politikwissenschaft. 1980 Promotion (Germanistik). Seit 1982 Wissenschaftsredakteur beim Schwäbischen Tagblatt in Tübingen. 1989 Wächterpreis der deutschen Tagespresse. Lehraufträge an der Geschichtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.

4 Marktplatz-Angebote für "Die Namen der Nummern" ab EUR 4,90
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
deutliche Gebrauchsspuren 4,90 1,10 Banküberweisung sternchen 63 100,0% ansehen
wie neu 6,00 2,00 Banküberweisung Ex-Libris 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 6,44 1,50 Banküberweisung, offene Rechnung Krull GmbH 100,0% ansehen
gebraucht; gut 12,83 2,00 PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Hagena & Schulte 100,0% ansehen

nach oben