Die Mittwochsbriefe - Wright, Jason F.

Jason F. Wright 

Die Mittwochsbriefe

Roman

Aus d. Amerikan v. Marie Rahn
Gebundenes Buch
 
7 Kundenbewertungen
**** sehr gut
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Die Mittwochsbriefe

Wenn Liebesbriefe das Leben ändern

Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen - und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.

Innerhalb einer einzigen schicksalsschweren Nacht sterben Jack und Laurel, die seit fast vierzig Jahren glücklich verheiratet waren. Schweren Herzens finden sich ihre drei Kinder zusammen, um die Begräbnisfeierlichkeiten zu organisieren. Jeder hat sein eigenes Problem im Gepäck: Matthews Ehe ist ungewollt kinderlos und entsprechend angespannt. Samantha wiederum ist bereits geschieden und muss sich als alleinerziehende Mutter durchkämpfen. Und Malcolm ist um seiner Jugendliebe willen mit dem Gesetz in Konflikt geraten und bereits vor Jahren in Brasilien untergetaucht. Im Keller ihres Elternhauses stoßen die drei unvermutet auf einen Schatz: kistenweise Briefe des Vaters an die Mutter, die er ihr jahrzehntelang jeden Mittwoch geschrieben hat. Sie bieten wunderbar romantische Liebeserklärungen an seine Frau und zugleich eine rührende Geschichte der Familie. Die Lektüre ist zunächst enorm tröstlich. Doch dann taucht ein Brief auf, der die Familie in ihren Grundfesten erschüttert und eines der Kinder in den Abgrund zu stoßen droht.

"Eine großartige Geschichte: herzerwärmend, ermutigend, humorvoll, spannend - und mit einem wunderbaren Ende." Publishers Weekly


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 285 S., Beil.. 1 Brief.
  • Seitenzahl: 285
  • Deutsch
  • Abmessung: 20, 5 cm
  • Gewicht: 440g
  • ISBN-13: 9783453266094
  • ISBN-10: 3453266099
  • Best.Nr.: 23820842
"Eine großartige Geschichte: herzerwärmend, ermutigend, humorvoll, spannend - und mit einem wunderbaren Ende." Publishers Weekly

"Eine großartige Geschichte: herzerwärmend, ermutigend, humorvoll, spannend - und mit einem wunderbaren Ende."

"Der gefühlvolle Roman 'Die Mittwochsbriefe' von Jason F. Wright ist eine Geschichte voller Emotionen über die große Liebe, menschliche Abgründe und den starken Zusammenhalt einer Familie."
Jason F. Wright arbeitet als freier Journalist, Redner und politischer Berater. Bereits sein erster Roman, 'Christmas Jars', war ein Bestseller in Amerika. Auch 'Die Mittwochsbriefe' gelangten auf die Bestsellerlisten von 'New York Times' und 'Publishers Weekly'. Jason F.Wright lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen vier Kindern in Virginia.

Leseprobe zu "Die Mittwochsbriefe"

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Leseprobe zu "Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright

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Leseprobe zu "Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright

13. April 1988

Mittwochabend

Kurz nach elf glitt Laurel unter den kastanienbraunen Quilt zu ihrem Mann ins Bett. Sie umschlang Jack mit ihren kräftigen Armen und registrierte besorgt, wie deutlich sie seine Rippen fühlen konnte. Sie erinnerte sich noch gut an die Zeit, da er erheblich mehr als sie gewogen hatte.

Weil sie annahm, Jack schlafe schon, begann sie mit ihrem Einschlafritual. Sie atmete tief ein und ließ dann die Luft mit zusammengepressten Lippen aus ihrer Nase entweichen. Das beruhigte sie.

Sie schloss die Augen und betete: für ihre Kinder Matthew, Malcolm und Samantha, für ihr Enkelkind Angela und ihre Schwester Allyson. Dann bat sie Gott inbrünstig, dass er ihnen noch etwas mehr Zeit schenkte, und schalt sich gleichzeitig wegen ihrer Schwäche. Am Ende des stummen Gebets vergoss sie ihre ersten und einzigen Tränen des Tages.

"Hi."

Sie schrak auf, als sie Jacks Stimme hörte. "Hey, ich dachte, du schläfst schon." Laurel wischte die Tränen an dem blauen Kopfkissen ab.

"Ich habe nur gedöst. Geht es dir jetzt besser?"

"Ja, aber ich habe den Abwasch stehen lassen. Rain soll sich morgen früh darum kümmern. Ich habe immer noch Sodbrennen. Könnte es vielleicht sein, dass ich langsam zu alt für meine eigenen Quesadillas werde?" Laurel fuhr mit der Hand durch Jacks schütteres, silbergraues Haar und rieb sich mit der linken Hand die Brust. "Aber was ist mit dir? Ist dir schwindelig?"

"Nein, mein Liebling."

"Du bist ein erbärmlicher Lügner, Jack Cooper." Laurel ließ ihre Hand auf seine Stirn gleiten.

"Da hast du recht. Muss wohl an dem Knoten in meinem Kopf liegen." Achtzehn Monate kämpfte Laurels einundsiebzigjähriger Mann nun schon gegen einen aggressiven, inoperablen Hirntumor, der bei seiner Entdeckung nur murmelgroß gewesen war, inzwischen aber das Ausmaß eines Pingpongballs angenommen hatte. Die Kopfschmerzen kamen und gingen: Manchmal hatte Jack zwei oder gar drei Tage überhaupt keine Schmerzen. Doch wenn sie wiederkehrten, wurde ihm gleichzeitig so übel und schwindelig, dass er praktisch ans Bett gefesselt war. Außerdem hatte er immer einen Eimer in Reichweite.

Obwohl die Ärzte ihm versicherten, dass ständig neue Medikamente und Therapien entwickelt und getestet wurden, war sich Jack doch sicher, dass nur Gott ihn noch retten konnte. Und der hatte gewiss Besseres zu tun, als einen Bed-and-Breakfast-Besitzer in irgendeiner Kleinstadt zu heilen. "Zum Beispiel, Frieden im Nahen Osten zu schaffen oder die Chicago Cubs wieder in die World Series zu bringen", pflegte Jack nach jedem Arzttermin zu seiner Frau zu sagen. Diesen Scherz hatte Laurel seit Jacks Erstdiagnose schon in mindestens fünfzig Variationen gehört.

Ihre Frühstückspension, die die Vorbesitzer Domus Jefferson - Jeffersons Heim - getauft hatten, lag im Herzen des Shenandoah Valley, genau zwischen den Allegheny Mountains und den Blue Ridge Mountains. Jack hatte schon oft gesagt, wenn er das Jüngste Gericht überstünde und sein Schöpfer ihm die Wahl zwischen dem Himmel und diesem Fleckchen Erde ließe, würde er nicht lange überlegen müssen.

In dieser Frühlingsnacht war ihr geliebtes B & B nahezu leer. Ihr einziger Gast war Anna Belle Prestwich, eine reiche Erbin, deren Mann ein Vermögen mit Tierfutter gemacht hatte. Sicher war sie noch wach und las einen Liebesroman - in ihrem Zimmer, das eigentlich 190 Dollar pro Nacht kostete, für das sie aber unbeirrbar 300 Dollar bezahlte. Das Zimmer war mit teuren Replikaten aus Thomas Jeffersons Haus in Monticello möbliert und gab den Blick auf die ausgedehnte Wiesenfläche frei, die von der Rückseite des Gebäudes sanft bis zu einem kleinen Bach am Waldrand abfiel. Wenn Anna Belle drei, vier Kapitel gelesen hatte, würde sie sich mit der Taschenlampe ihres Mannes aufmachen, um ihre Katze Castro auszuführen. Ihr war klar, dass die meisten Menschen ihre Katzen nicht ausführten, aber Anna Belle war eben nicht wie die meisten Menschen. Und die meisten Katzen hatten auch nicht solche Gewichtsprobleme wie Castro.

Anna Belle war seit ein paar Jahren ein regelmäßiger Gast in der Frühstückspension mit den sieben Zimmern. Normalerweise kam sie ein-, zweimal pro Monat und blieb manchmal bis zu zehn Tage. Ihr eigenes Haus, eine prachtvolle, verwinkelte Südstaatenvilla mit vier Gästehäusern - die Gerüchten zufolge von einer halben bis zu einhundertzehn Millionen Dollar wert sein konnte - lag nur eine knappe Meile entfernt. An einem klaren Wintermorgen, wenn die Bäume schon längst ihre Blätter abgeworfen hatten, konnte man im Osten durch die nackten Äste hindurch das hohe Silo einer ihrer unbenutzten Scheunen und das Dach des weißen Haupthauses erkennen.

Anna Belle war eine kleine, rundliche Frau. Sie stammte ursprünglich aus Florida und war schon nicht mehr die Jüngste gewesen, als sie eines frühen Herbstmorgens am Strand von Miami Beach Alan Prestwich kennengelernt hatte. Er suchte damals gerade Muscheln für die Tochter seiner Sekretärin, und Anna Belle brachte Castro bei, sich nicht vor dem Meer zu fürchten.

Ihre Begegnung an jenem Morgen führte rasch zu einer höchst ungewöhnlichen Eheschließung - und für beide war es das erste Mal. Alan Prestwich erklärte, er liebe seine frisch Angetraute wegen ihrer unverfälschten Art, wegen ihrer breiten, kühn geschwungenen Hüften, die eine eigene Persönlichkeit zu besitzen schienen, und wegen ihrer cremeweißen, butterweichen Haut. Vor allem aber liebe er sie wegen ihres dunkelroten, fast kastanienbraunen Haars, das sie in Würde ergrauen lasse. "Die Frauen, mit denen ich liiert war", sagte er, als sie an jenem ersten Morgen gemeinsam über den Pier schlenderten, "hätten niemals mit grauen Strähnen das Haus verlassen. Aber du, Anna Belle - du bist etwas ganz Besonderes."

"Wenn ich etwas so Besonderes bin", antwortete sie, "warum hat sich dann bisher kein Mann für mich interessiert?"

"So war es nicht. Es war bis jetzt nur keiner gut genug für dich."

Sechs Wochen später waren sie verheiratet.

Im dritten Jahr ihrer glücklichen Ehe stürzte Alan, der abenteuerlustige und unverwüstliche Selfmade-Millionär, bei seinem ersten Soloflug mit seiner brandneuen 1984er Gulfstream III in die Everglades. Man fand von ihm nur noch die große Maglite, die zweihundert Meter von der Absturzstelle entfernt ihren Lichtkegel durch das trübe Wasser in den Himmel warf. Seitdem trug Anna Belle diese Taschenlampe ständig bei sich, denn sie war überzeugt, sie würde sie eines Tages benötigen, um Castro nach einem Donut-Gelage im Wald aufzuspüren, einen Schwarzbären abzuschrecken oder sie bei einem anderen edlen Unterfangen einzusetzen.

Schon seit jeher war bei Anna Belle vieles anders als bei anderen gewesen. Als sie in ihrer Heimatstadt einen Job im A & P-Supermarkt annahm, hatte eine Schar lästernder Klassenkameradinnen sie prompt A & P getauft. Nur um ihnen zu trotzen, hatte Anna Belle diesen Spitznamen bereitwillig übernommen. Spitznamen zeigen, dass man beachtet wird, hatte sie zu sich gesagt. Inzwischen fragte sich A & P hin und wieder, wie diese Lästermäuler sie wohl nennen würden, wenn sie wüssten, dass sie von ihrem Mann ein Vermögen geerbt hatte und Multimillionärin war.

Nicht lange nach Alans tödlichem Absturz hatte Anna Belle Woodstock in Virginia zu ihrer neuen Wahlheimat erklärt. Aufgefallen war ihr dieser Ort, weil er auf einer Broschüre, die sie in einem der Aktenschränke ihres Mannes gefunden hatte, mit Kugelschreiber umkringelt gewesen war. Knapp einen Monat später wohnte sie schon dort, und es dauerte nicht lange, da waren sie und die Coopers Freunde. Insgeheim hegten Jack und Laurel allerdings den

Verdacht, dass das Lebensziel ihrer neuen schrulligen Nachbarin darin bestand, jeden einzelnen Penny ihres Vermögens in ihr B & B zu stecken.

"Rate mal, wie viel Trinkgeld mir A & P für ihre Abendmilch gegeben hat", flüsterte Laurel.

"Hundert."

"Mehr."

"Zweihundertfünfzig?"

"Mehr", wiederholte Laurel.

"Fünfhundert Dollar?", fragte Jack, nun lauter."Fünfhundertneunzehn Dollar und zweiundfünfzig Cent. Alles, was sie in ihrem Portemonnaie hatte."

Kundenbewertungen zu "Die Mittwochsbriefe" von "Jason F. Wright"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Kleeblatt aus Berlin am 31.07.2011 ***** sehr gut
Nach einer fast 40jährigen Ehe sterben Jack und Laurel in einer Nacht. Zurück lassen sie 3 erwachsene Kinder, Samantha, Matthew und Malcolm, die sich nun gemeinsam um den Nachlass kümmern. Bei den Vorbereitungen zur Beerdigung finden sie Kisten mit Briefen. Ihr Vater hatte, beginnend in seiner Hochzeitsnacht, jeden Mittwoch einen Brief an seine Frau geschrieben. Alle diese Briefe haben sie über die Jahre aufgehoben und in Kisten verstaut, wohl wissend, dass eines Tages diese Briefe auch von ihren Kindern gelesen werden.
Die drei greifen sich wahllos einige Briefe und beginnen diese zu lesen.
Sie erfahren viel von ihren Eltern, über ihr Leben, ihre Liebe zueinander, der Liebe zu den Kindern und auch ihren Ängsten.
Dann finden sie einen Brief, der das Leben von Malcolm völlig auf den Kopf stellt, nichts ist mehr so, wie es eben noch gewesen ist. Die Eltern und ganz besonders die Mutter, werden nun aus einer völlig neuen Sicht gesehen. Malcolm beginnt seine Mutter zu hassen, bis noch andere Briefe auftauchen, die ein schreckliches Geheimnis offenbaren.

Anhand der gefundenen Briefe gelingt es dem Leser, Anteil an das Leben von Jack und Laurel zu nehmen, wobei ich mir gewünscht hätte, dass es ein paar Briefe mehr hätten sein können.
Ein rührend geschriebener Roman, der eine Liebe über Jahrzehnte offenbart, die auch in stürmischen Zeiten Bestand hatte.
Der Leser erhält auch Einblicke in das Leben der 3 Geschwister, die sich nach dem Tod der Eltern wieder gefunden hatten. Jeder lebte sein eigenes Leben, auch wenn die familiären Bande ziemlich stark sind. Sie stehen füreinander ein und sind füreinander da, besonders jetzt, wo Malcolm der Boden unter den Füßen weggerissen wurde.
Ein sehr einfühlsam geschriebener Roman, der mir ab und an sogar die Tränen in die Augen trieb.

Bewertung: Note 2

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Bewertung von Dina1606 aus Halle am 02.05.2011 ***** ausgezeichnet
Nach 40 Jahren Ehe sterben Jack und Laurel in einer Nacht Arm in Arm.
Ihre 3 Kinder versammeln sich daraufhin in dem Trauerhaus und entdecken durch Zufall im Keller Kisten mit 1000 den von Briefen. Es waren die Mittwochsbriefe, die ihr Vater an ihre Mutter jeden Mittwoch geschrieben hat.
Briefe voller Gefühle und Liebe und man merkt sofort wie sehr Jack seine Laurel geliebt hat.
Aber ein Brief birgt ein schreckliches Geheimniss und für eines der Cooper Kinder wird nichts mehr so sein, wie es mal war...

Das Buch fesselt einen von der ersten Seite an und man wird unwarscheinlich schnell mitgerissen und fühlt und leidet praktisch mit den Protas.

Der Autor trifft mit diesem Buch seine Leser mitten ins Herz und ich auch wurde getroffen...

Wir begleiten die 3 Cooper Geschwister in eine erschütternde Vergangenheit, die erst durch den Tod ihrer Eltern ans Licht kam. Nichts wird mehr sein wie es mal war und der Familienzusammenhalt auf eine harte Probe gestellt.

Auch werden wir Zeugen einer unglaublich rührenden, aber dennoch verzwifelten Liebe zweier Menschen die von Anfang an für einander bestimmt waren, aber durch die Intrigen eines Dritten auseinander gerissen wurden.


Das Buch hat mich berührt wie kein anders und ich habe wirklich Tränen vergossen. Man kann dem Autor nur Danken für ein solches Meisterwerk.

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Bewertung von Petri aus Gelsenkirchen am 30.10.2010 ***** ausgezeichnet
Nachdem ich letzter Zeit ausschl. Psychothriller gelesen habe, war es eine Wohltat, dieses wundervolle Buch zu lesen. Emotionen, Spannung, Liebe, eine phantastische Mischung aller Gefühle.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 26.10.2010 ***** sehr gut
Jack und Laurel hatten gemeinsam ein langes, erfülltes Leben. Nachdem sie vierzig Jahre verheiratet waren, sterben die beiden in der gleichen Nacht. Die drei erwachsenen Kinder des Ehepaares trauern um ihre Eltern und kümmern sich um deren Nachlass. Dabei kommen Berge von Briefe ans Tageslicht.
Jack hat Laurel jeden Mittwoch, seit anbeginn ihrer Liebe einen Brief geschrieben, um Laurel immer wieder aufs Neue zu zeigen, wie sehr er sie liebt. Die Kinder wussten davon nichts. Natürlich lesen sie eben diese Briefe ganz wissbegierig und dabei kommt das eine oder andere Geheimnis ans Tageslicht. Doch ein Familiengeheimnis droht den Kindern den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Werden sie mit dieser furchtbaren Geschichte zurechtkommen?

Jason F. Wright geht mit einer großen Sensibilität an ein heikles Thema heran. Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Meinung Erwachsener ändern kann, wenn man die Eltern plötzlich nicht mehr mit großen Kinderaugen sieht. Man lernt verschiedene Aspekte in dieser tragischen Geschichte kennen. Den drei erwachsenen Kindern wird nochmal vor Augen gehalten, wie sehr sich ihre Eltern wirklich geliebt haben und durch welche Höhen und Tiefen Jack und Laurel miteinander gegangen sind. Sie sehen wie sehr das Paar ihre Kinder geliebt haben. Nebenbei trauert der Leser die ganze Zeit mit den Protagonisten mit. Schließlich sind gerade die eigenen Eltern verstorben. Außerdem erfährt man viel aus dem Leben der jeweiligen Personen.

Die Geschichte die beim Lesen der Mittwochsbriefe ans Tageslicht kommt und die Reaktionen der Protagonisten in diesem Buch regen einerseits zum Nachdenken an und rührt andererseits zu Tränen.

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Anfangs habe ich etwas länger gebraucht um in die Geschichte reinzukommen. Nachdem ich mich aber an alle Personen gewöhnt hatte und ich richtig im Geschehen drin war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ich für meinen Teil finde, die Geschichte hätte ausgefüllter sein müssen. Das heiß mir hat etwas Inhalt gefehlt und ich hätte gern viel mehr Briefe von Jack und Laurel gelesen. Alles in allem aber eine Herzergreifende, gefühlvolle Geschichte, die ich jedem ans Herz legen kann, der mal wieder etwas zum träumen, nachdenken und fürs Herz lesen möchte.

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Bewertung von Tenna am 24.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ich kann mich meinem Vorredner(schreiber) nur anschließen. Ich musste dieses Buch fertig lesen und konnte es nicht vorher weglegen. Im Buchhandel zögerte ich es zu kaufen, obwohl mich schon der Titel und die Kurzbeschreibung total ansprachen. Dann besorgte mir eine Bibliothkarin sozusagen ein druckfrisches Exemplar, das ich als erste lesen durfte. Ich war begeistert. Mögen die Verhältnisse in amerkanischen Familien etwas anders sein als bei uns, so beschreibt der Auto doch dadurch den Zusammenhalt einer Familie, bei der Werte noch etwas zählen. Eine rührende Familiengeschichte, die selbst erlebt scheint. Ich habe viele Tränen vergossen, nicht nur aus Trauer, sondern auch Tränen des Glücks. Im übrigen: ein unbedingtes Muss ist auch das "Weihnachtsglas", das in ähnlichem Stil geschrieben ist (kann man auch außerhalb der Weihnachtszeit lesen).

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Bewertung von Nina [libromanie.de] am 02.01.2010 ***** gut
In einer einzigen Nacht verlieren die drei Cooper-Geschwister beide Elternteile und finden sich im Zuge der Beerdigung seit langer Zeit wieder in ihrem Elternhaus ein: Matthew, der Vorzeigesohn, der verzweifelt versucht, Nachwuchs zu bekommen, Samantha, eine allein erziehende Polizistin mit schauspielerischen Ambitionen, und Malcolm, das schwarze Schaf der Familie, der vor Jahren nach Brasilien geflüchtet war; zum einen, um einem drohenden Gefängnisaufenthalt zu entgehen und zum anderen, um Abstand von seiner Jugendliebe Rain zu gewinnen, die mittlerweile einen neuen Freund hat.
Im Keller der kleinen Pension, die ihre Eltern führten, finden Matthew, Samantha und Malcolm tausende an die Mutter adressierte Briefe von ihrem Vater – die Mittwochsbriefe.
Anfangs noch zurückhaltend machen die Geschwister sich daran, die Briefe zu sortieren und nach und nach zu lesen. Dabei erfahren sie nicht nur mehr über ihre Eltern und deren fast 40jährige Ehe, sondern stoßen auf ein dramatisches Familiengeheimnis, das bislang Selbstverständliches plötzlich in Frage stellt…

Anders als zu erwarten wäre, spielen die titelgebenden Briefe eine verhältnismäßig geringe Rolle. Zwar offenbaren sie besagtes Familiengeheimnis, ansonsten sind es jedoch mehr oder weniger belanglose, unchronologische Liebesbekundungen, manche rührend schön, andere fast schon kitschig, selbst geschriebene, sehr religiös angehauchte Liedtexte oder Anekdoten, etwa von einem Besuch in Graceland, die Laurel eigentlich selbst auch miterlebt hatte.
Deutlich im Vordergrund steht stattdessen das Verhältnis der Geschwister untereinander, vor allem aber Malcolm, die eigentliche Hauptfigur der Geschichte. Er steht nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt und hat immer noch sehr starke Gefühle für Rain, sondern ihn trifft ein Ereignis in der Vergangenheit seiner Eltern auch deutlich heftiger als Matthew und Samantha.

Leider waren sämtliche Auflösungen und Entwicklungen allerdings so vorhersehbar, dass ich an keiner Stelle auch nur ansatzweise überrascht war und auch die Charakterzeichnung wirkte besonders in Bezug auf Jack und Laurel reichlich überzogen. So werden sie nicht nur von ihren Kindern, sondern auch auf diversen Trauerveranstaltungen von sämtlichen Personen, die im Laufe ihres Lebens in irgendeiner Weise mit ihnen zu tun hatten, als perfektes Ehepaar dargestellt, dessen Liebe, Nächstenliebe und vor allem Fähigkeit, zu verzeihen, einfach grenzenlos war. Hierbei wird Laurel wird fast schon als eine Art Heilige dargestellt, was irgendwann einfach zu viel des Guten ist; ebenso wie der sehr stark ausgeprägte Glaube an Gott, der die Geschichte in eine Richtung gehen lässt, der ich persönlich wenig abgewinnen konnte.

Dennoch kann ich nicht behaupten, dass mich das Buch gar nicht berührt hätte. Alleine von der Thematik geht es jemandem, der auch schon den einen oder anderen Verlust zu beklagen hatte, einfach nahe; auch wenn die Cooper-Kinder selbst manchmal etwas ichbezogen und weniger emotional agieren, als es hier und da angebracht wäre.
Alles in allem wirkt die Geschichte aber zu pathetisch, zu unnatürlich und zu überladen, um den hohen Erwartungen, welche die Grundidee weckt, wirklich gerecht zu werden. Darüber kann leider auch der schön verpackte Epilog, der in einem separaten Briefumschlag auf der Innenseite des Buches steckt, nicht hinwegtäuschen.

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Bewertung von Daniliesing aus Leipzig am 22.02.2009 ***** ausgezeichnet
Liebe Leser,

"Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright ist ein Roman, wie er rührender und emotionaler kaum sein könnte. Lassen Sie sich vom warmherzigen und charmanten Schreibstil des Autors bezaubern! Lesen Sie diese bewegende Geschichte! Sie werden es nicht bereuen!

Laurel und Jack sind schon ziemlich alt, doch mit Begeisterung leiten sie ein Bed & Breakfast und durch ihre gewinnende Art haben sie überall viele Freunde.
Leider hat Jack einen unheilbaren Gehirntumor und weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. In einer Nacht sterben nun aber gleich Laurel und Jack und lassen ihre 3 Kinder und alle Freunde geschockt und trauernd zurück.
Doch in ihrer Trauer entdecken Malcolm, Samantha und Matthew etwas ganz Besonderes. Jeden Mittwoch hat ihr Vater Jack seiner Frau einen Brief geschrieben. Diese Mittwochsbriefe finden sie und beginnen zu lesen. Was sie da lesen, ist anrührend und dennoch auch erschütternd, denn Jack und Laurel hatten ein unfassbares Geheimnis vor ihren Kindern. Nichts scheint mehr zu sein, wie es vorher war!

Dieses Buch habe ich wirklich gelebt. Ich konnte es nicht weglegen ehe es vorbei war. Von Anfang an ist man gefesselt und liest mit einer unglaublichen Spannung. Dabei ergänzen sich Briefe und erzählender Text grandios. Der Autor versteht es perfekt, den Leser mitten ins Herz zu treffen. Mich hat er getroffen!

Sprachlich hat dieses Buch mich wirklich überzeugt. Es ging mir so nahe, wie es selten ein Buch schafft. Der Autor lässt einen von tiefer Freude in Trauer und Mitgefühl gehen, geleitet den Leser von einer Geschichte voller Liebe und Freundschaft in eine unfassbare Vergangenheit. Diese Kombination von Hoffnung und Glück im Kontrast zu Rückschlägen und Ungerechtigkeit bewirkten bei mir ein wahres Gefühlschaos. Und ich habe es geliebt, ganz klar!

Eine wunderbare Idee ist auch der eingeklebte Briefumschlag auf der letzten Seite des Buches. Dort findet sich als Epilog ein ganz besonderer Brief.

Viel Freude beim Lesen wünscht,
D.M.

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