Was ist Mimesis? Seit der Antike wird diese Frage kontrovers
diskutiert. Der Mensch ist nach Aristoteles das mimetischste aller
Lebewesen: Durch Nachahmung lernt er, sich in der Welt zurecht zu
finden; er freut sich daran, im Nachgeahmten Bekanntes
wiederzuentdecken.
Welche Techniken nutzt die Mimesis in den Künsten? Wie verhält sie
sich zu ihren Nachfolge- und Konkurrenzkonzepten (Realismus,
Fiktion, Darstellung und Autonomie)? Wo liegen die Grenzen der
Mimesis? Wie begründet sich die seit Platon vorgetragene Kritik und
Polemik? Diese Fragen werden in den Beiträgen dieses Bandes
aufgenommen und diskutiert.
Gertrud Koch, geb. 1949, ist Professorin für Filmwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist an mehreren internationalen Zeitschriftenprojekten beteiligt und war vor 1999 am KWI Leiterin der Studiengruppen 'Demokratie, Öffentlichkeit, Medien' und 'Politische Theorie der Massenkultur'.
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