Die Memoiren des Dmitri Schostakowitsch - Schostakowitsch, Dmitrij

Dmitrij Schostakowitsch 

Die Memoiren des Dmitri Schostakowitsch

Einl. v. Michael Koball

Hrsg. v. Solomon Wolkow
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Die Memoiren des Dmitri Schostakowitsch

Der große russische Komponist Dmitri Schostakowitsch erweist sich in seinen Memoiren als begnadeter Autobiograph: Selten bietet das Lebensbekenntnis eines Künstlers ein so aufrüttelndes, spannendes und zugleich amüsantes Leseabenteuer. Mit Ehrfurcht und Wärme erzählt er von seinen großen Lehrern und Vorbildern. Und mit beißender Ironie geißelt er den repressiven Kulturbetrieb der Stalin-Ära, in der er mit höchsten Ehrungen, aber auch wildesten Schmähungen bedacht wurde. Ein kulturgeschichtliches Zeugnis ersten Ranges.

Rezension:
»Ein einzigartiges Zeitdokument« BERLINER LESEZEICHEN


Produktinformation

  • Verlag: List Tb.
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 439 S., 16 Bildtaf.
  • Seitenzahl: 439
  • List Taschenbücher Nr.60335
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 125mm x 24mm
  • Gewicht: 392g
  • ISBN-13: 9783548603353
  • ISBN-10: 3548603351
  • Best.Nr.: 11326643
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2000

Die reine Seele
Schostakowitsch, Edler vom Ehrenfeld / Von Gerhard R.Koch

Der Zufall will es, dass sowohl in Paris wie in St. Petersburg Prokofjews ausladende Tolstoi-Oper "Krieg und Frieden" aufgeführt wird. Zumindest aus russischer Sicht ist sie derzeit höchst aktuell: als Hymnus auf die glorreiche Befreiung der heiligen russischen Erde von teuflischen Invasoren. Die Parallele ist klar: Galt es 1812, Napoleons Grande Armée aus Moskau zu vertreiben, so heißt es nun, den fragwürdigen Sieg über die tschetschenischen "Rebellen" zu feiern - dass die geografisch-historischen Koordinaten ganz andere sind, tut dem neuerlichen Hurra-Geschrei keinen Abbruch. Aber schon in Prokofjews Werk spürte man den Widerspruch zwischen "Lyrischen Szenen" und kompositorischem Kanonendonner im Zeichen des "Großen Vaterländischen Krieges". Zur russischen Kunst dieses Jahrhunderts gehört die unentwirrbare Verquickung von revolutionärem Elan, individuell kreativer Autonomie und politischem Druck, ja Terror. Den meisten Großen ist dieses Dilemma nicht erspart geblieben; am ehesten noch den Emigranten - um den Preis des Heimatverlustes.

Eisenstein starb schon …

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