Die Malweiber - Behling, Katja; Manigold, Anke

Katja Behling Anke Manigold 

Die Malweiber

Unerschrockene Künstlerinnen um 1900

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Die Malweiber

Charlotte Berend-Corinth, Elisabeth Büchsel, Alma del Banco, Helene Funke, Broncia Koller, Paula Modersohn-Becker, Marie-Louise von Motesiczky, Gabriele Münter, Anita Ree, Sophie Taeuber-Arp, Marianne Werefkin u.v.a.

Frauen mit künstlerischen Ambitionen war lange Zeit die Aufnahme an Akademien verwehrt, was sie aber nicht daran hinderte, ihre Leidenschaften zu leben. Viele Malerinnen waren um 1900 künstlerisch und persönlich mit einer Künstlerkolonie verbunden, in der es leichter war, sich von traditionellen Rollenbildern zu befreien. Doch wegen ihrer schöpferischen Ambitionen und ihrer unkonventionellen Lebensweise wurden sie als "Malweiber " verspottet.

Dieses Buch stellt Leben und Werk bekannter Malweiber wie gänzlich unbekannter Malerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Dass diese zumeist aus dem Bürgertum stammenden Frauen künstlerisch und gesellschaftlich bedeutende Durchbrüche erzielt haben, als sie sich an der Schwelle zur Moderne in die Kunstwelt aufmachten, haben die Kunsthistoriker vergangener Jahrzehnte bislang oft "übersehen".


Produktinformation

  • Verlag: Sandmann, München
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 151 S. m. 150 Abb.
  • Seitenzahl: 151
  • Deutsch
  • Abmessung: 285mm x 218mm x 18mm
  • Gewicht: 906g
  • ISBN-13: 9783938045374
  • ISBN-10: 393804537X
  • Best.Nr.: 25659818
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.06.2009

Unerschrocken im Namen der Kunst
Ein Buch beschreibt Leben und Schaffen der „Malweiber”, die im späten 19. Jahrhundert Anstoß erregten
Von Anne Goebel
Der Lehrer hatte die Mutter gewarnt. „Bei Charakteren wie denen ihrer Töchter wird mein Unterricht sie zu Malerinnen machen. In der Welt der ,grande bourgeoisie‘, in der Sie sich bewegen, ist dies eine Katastrophe!” So schrieb 1860 der französische Künstler Camille Corot über seine Privatschülerinnen, die Schwestern Edma und Berthe. Letztere wurde tatsächlich eine große Künstlerin, Berthe Morisot gilt als bedeutendste Malerin des späten 19. Jahrhunderts, und sie behauptete sich als erste Frau im Männerclub der Impressionisten.
Am Anfang ihrer Karriere stand etwas, das nicht zum Karrieremachen gedacht war: Wohnzimmerunterricht für höhere Töchter. Ein wenig Klavier, Gesang, kleine Aquarelle, so etwas galt als hübsches Beiwerk für heiratsfähige Mädchen. Berthe schlug aus der Art, hatte Erfolg in Paris, fühlte sich oft einsam – und war für ihre deutschen Artgenossinnen leuchtendes Vorbild. Im Deutschen Reich ging alles viel langsamer als in Frankreich, und für Künstlerinnen aus …

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Katja Behling studierte Medizin und Germanistik in Hamburg. Promotion in Medizin. Sie absolvierte eine Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie und arbeitete einige Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Seit 1998 ist sie als Autorin sowie als Medizin- und Kulturjournalistin tätig, u.a. für das Wochenmagazin tachles und das jüdische Monatsmagazin Aufbau.

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