Viele Kulturen verehren Bäume - etwa als Heilpflanze oder als
Symbol für die spirituelle Seite des Lebens. So liefert die Rinde
von Weiden bereits seit langer Zeit Mittel gegen Erkältungen und
Rheuma und die Esche galt in der nordischen Mythologie symbolisch
als Weltenbaum, der für den gesamten Kosmos und die Verbindung zu
den Göttern steht. Bei den Kelten war die Nähe zu Bäumen besonders
groß: Sie waren die engen Begleiter durch den gesamten
Jahreszyklus. Die Verbindung zu ganz bestimmten Bäumen spiegelt
sich sogar in der Schrift der Kelten wider, im so genannten
Ogham-Alphabet. Der erste Buchstabe des Alphabetes ist Beth, was
Birke bedeutet. Mit diesem Baum beginnt auch am 24. Dezember der
keltische Baumkalender. Der letzte Buchstabe ist Alim, der sich von
der Kiefer ableitet, die auch den Jahreskreis beendet. Die
Reihenfolge der zwanzig heimischen, hier vorgestellten Bäume folgt
diesem Baumalphabet. Ob Erle und Holunder oder Eibe und Buche:
Jedes Porträt stellt die botanischen Grundlagen, die Heilkräfte und
die mythologische Bedeutung des jeweiligen Baumes vor. So lernen
Sie diese Bäume in all ihren Facetten kennen und können am heute
oft vergessenen Wissen und der tiefen Verbindung der Kelten zu
diesen besonderen Bäumen teilhaben.