Die Macht der Rede - Stroh, Wilfried

Wilfried Stroh 

Die Macht der Rede

Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom

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Die Macht der Rede

Ob Barack Obama, Willy Brandt oder Joschka Fischer brillante Redner gewinnen Herzen und Mehrheiten. Ihren Erfolg haben sie nicht zuletzt den alten Griechen und Römern zu verdanken: In der Antike, wo Rede eine Leidenschaft war, wurde die Rhetorik zur lernbaren Kunst entwickelt. Wilfried Stroh erzählt deren Geschichte und zeigt, was die Macht der Rede bewegen kann.

»O Rede, die du Herzen lenkst, die Welt regierst!« So schwärmt ein antiker Tragiker. Das geniale Volk der Griechen hat die Kunst der Rhetorik geradezu erfunden. Die Römer haben sie perfektioniert, und die Neuzeit hat fast nur noch ein paar neue Modewörter für längst bekannte Techniken erfunden. Wilfried Stroh erzählt die Geschichte der Redekunst in ihrer Hochzeit, der Antike. Er berichtet von berühmten Rednern wie Gorgias oder Lysias und besonders von Cicero, an dem sich alle späteren messen mussten. Er beschreibt den Streit zwischen Isokrates und Platon, den Vertretern des rhetorischen und des philosophischen Bildungsideals, und erzählt von Demosthenes, der trotz einer Sprechbehinderung Athens größter Redner wurde. Aus den Biographien dieser Männer und der Interpretation ihrer Reden entsteht ein faszinierendes Bild der antiken Lebenswelt. Nach der Lektüre dieses wunderbaren Buches wissen wir viel mehr über die alten Griechen und Römer und wir sind mit Sicherheit bessere Redner
geworden.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 607 S.
  • Seitenzahl: 607
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 149mm x 45mm
  • Gewicht: 800g
  • ISBN-13: 9783550087530
  • ISBN-10: 3550087535
  • Best.Nr.: 26359001
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.12.2009

Sachbücher des Monats Januar
Empfohlen werden nach einer monatlicherstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. MARK MAZOWER: Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus. Übersetzt von Martin Richter. C.H.Beck Verlag, 666 Seiten, 34 Euro.
2. ALEXANDER DEMANDT: Alexander der Große. Leben und Legende. C. H. Beck Verlag, 655 Seiten, 29,90 Euro.
3. MARTIN SABROW (Hrsg.): Erinnerungsorte der DDR. C. H. Beck Verlag, 619 Seiten, 29,90 Euro.
4.-5. KAI BIRD, MARTIN J. SHERWIN: J. Robert Oppenheimer. Die Biographie. Propyläen Verlag, 672 Seiten, 29,95 Euro.
AVRAHAM BURG: Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss. Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. Campus Verlag, 280 Seiten, 22,90 Euro.
6. WILFRIED STROH: Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Ullstein Verlag, 608 Seiten, 22,95 Euro.
7.-9. CLAUDIA BENTHIEN, MANUELA GERLOF (Hrsg.): Paradies. Topografien der Sehnsucht. Böhlau Verlag, 274 Seiten, 27,90 Euro.
JACOB BURCKHARDT: Geschichte des Revolutionszeitalters. Hrsg. …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.02.2010

Mit Cato und Cicero die Waffe des Wortes einsetzen
Dieses Buch ersetzt eine Redeschule: Wilfried Stroh bringt uns die antiken Meister der Rhetorik zu Gehör

Dieses Buch besteht aus vielen Paradoxien: Es ist ernst und amüsant, gelehrt und allgemeinverständlich, es ist überaus lesbar und gleichzeitig ein Nachschlagewerk; es führt in die theoretischen Grundlagen der Rhetorik ein und quillt über von praktischen Beispielen und wörtlichen Zitaten. Die gesamte Antike wird durchgemustert. Die griechische Welt lässt Wilfried Stroh schon mit den Reden beginnen, die in Homers "Ilias" gehalten werden. Erwähnt werden die Reden, die in Geschichtswerken wiedergegeben werden, berichtet wird vor allem über die schriftlich erhaltenen Reden der klassischen Zeit in ihrer ungeheuren Fülle und über die damalige Rhetoriktheorie.

Sämtliche berühmten Redner mit ihren Reden und alle Philosophen werden vorgeführt und prägnant charakterisiert - so viele sind es, dass sie an dieser Stelle unmöglich aufgeführt werden können. Das würde zu einem öden Aufzählen werden, und damit würde genau der Charakter des Buches verfehlt, das ganz und gar nicht öde ist …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit großem Gewinn hat Wolfgang Schuller Wilfried Strohs praktikables Nachschlagewerk zum Thema Rhetorik gelesen. Nicht nur interessierten Laien, auch der Fachwelt empfiehlt er den fußnotenstarken Band. Strohs theoretische Grundlegung der Rhetorik und seine praktischen Beispiele geben laut Schuller einen Eindruck von der paradoxen Verfasstheit des Buches. Ernst und auch amüsant, gelehrt und doch allgemeinverständlich führe Stroh durch die gesamte Antike, berichte von den schriftlich erhaltenen Reden der klassischen Zeit, charakterisiere sämtliche Redner und Philosophen, lobt Schuller. Und dass niemand den Band von vorn bis hinten durchzulesen braucht, sondern jeder ganz bequem mittels des "vorzüglichen Registers" nachschlagen und dabei stets durch eine wahre Schule des Redens gehen kann, bereitet dem Rezensenten Freude.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein leicht und vergnüglich zu lesendes Buch." (Fränkische Nachrichten, 05.11.09)

"Wilfried Stroh erinnert in seiner gar nicht kleinen Geschichte der Rhetorik an vergessene und wieder zu entdeckende Redner und rhetorische Techniken. Mehr noch: Die antike Rhetorik ist ein Schule des Denkens wie des Argumentierens." (Neue Zürcher Zeitung, 17.11.09)

"Es gibt wohl kaum eine Anekdote, kaum einen Witz, kaum eine Absonderlichkeit aus dem uns überlieferten Rede- und Bildungsbetrieb der Antike, die dem genüsslich erzählenden Autor entgangen wäre." (Der Tagesspiegel)

"In diesem Buch entfaltet der Münchner Latinist, dem wir schon die vorzügliche Geschichte der lateinischen Sprache mit dem Titel 'Latein ist tot, es lebe Latein!' verdanken, wiederum seine ganze Meisterschaft der 'ars narrandi': Es handelt sich nicht um die trockene Abhandlung eines Schreibstuben-Gelehrten, sondern um die mitreißende Einführung in die Welt der antiken Redekunst (auch der christlichen!) aus der Feder eines begnadeten Erzählers." (Kirchliche Umschau 13.Jg., 2010)

"Es gibt wohl kaum eine Anekdote, kaum einen Witz, kaum eine Absonderlichkeit aus dem uns überlieferten Rede - und Bildungsbetrieb der Antike, die dem genüsslich erzählenden Autor entgangen wäre." (Der Tagesspiegel, 2010)

»Das vorliegende Buch ersetzt nicht eine rhetorische Ausbildung. Es kann aber einen umfassenden Eindruck davon vermitteln, was mit unserer Sprache geschehen ist und weiter geschieht.« Libri.de, 21.10.09, Winfried Stanzick »Ein leicht und vergnüglich zu lesendes Buch« Fränkische Nachrichten, 05.11.09 »Wilfried Stroh erinnert in seiner gar nicht  kleinen Geschichte der Rhetorik an vergessene und wieder zu entdeckende Redner und rhetorische Techniken. Mehr noch: Die antike Rhetorik ist ein Schule des Denkens wie des Argumentierens.« Neue Zürcher Zeitung, 17.11.09
Professor Dr. Wilfried Stroh, geboren 1939, war bis 2005 ordentlicher Professor für Klassische Philologie in München. Seine Schwerpunkte im Bereich der antiken Literatur sind Rhetorik und Erotik. Besonders engagiert sich Wilfried Stroh für Latein als gesprochene und gesungene Sprache; er organisierte zahlreiche Theateraufführungen, Konzerte und sogar Talkshows in lateinischer Sprache. Sein Buch Latein ist tot, es lebe Latein! (List 2007) wurde ein Bestseller.

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