Die linke Hand - Tinti, Hannah

Hannah Tinti 

Die linke Hand

Roman

Aus d. Amerikan. v. Rumler, Irene
Broschiertes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Die linke Hand

Ein spannender historischer Abenteurroman voller unglaublicher Geschichten und dunkler GeheimnisseNew England im 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Ren ist als Säugling im Heim der Franziskanermönche abgegeben worden, und schon damals fehlte ihm die linke Hand. So gern möchte er wissen, was mit ihm passiert ist, woher er kommt, wer seine Eltern sind. Als plötzlich ein junger Mann auftaucht, der behauptet, sein Bruder zu sein, ist er überglücklich. Doch der Fremde entführt ihn in eine abenteuerliche Welt von Gaunern, Trickdieben und Grabräubern, und Ren muss einige Bewährungsproben überstehen, bis er die Wahrheit über sich und seine Vergangenheit herausfindet ...

"Die abenteuerliche und manchmal recht düstere Vagabundenreise im 19. Jahrhundert erinnert wohltuend an Geschichten von Charles Dickens und Robert Louis Stevenson und wartet mit überraschenden Wendungen auf." -- NordWest-Zeitung (Oldenburg)

"Spannende Verfolgungsjagden, witzige Dialoge, Schreckmomente, das alles findet der Leser beim begierigen Umblättern in dieser Mixtur aus Schelmenroman, Bildungsroman und düsterer 'gothic novel'." -- NDR-Kultur

"Dieser übermütige, temporeiche und gelungene Roman ist ein pikareskes Abenteuer - damit sichert sich Hanna Tinti ihren Rang als eine der raffiniertesten und pfiffigsten jungen Schriftstellerinnen Amerikas." -- Entertainment Weekly


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 368 S.
  • Seitenzahl: 366
  • btb Bd.74164
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 119mm x 28mm
  • Gewicht: 298g
  • ISBN-13: 9783442741649
  • ISBN-10: 3442741645
  • Best.Nr.: 29727586
"Die abenteuerliche und manchmal recht düstere Vagabundenreise im 19. Jahrhundert erinnert wohltuend an Geschichten von Charles Dickens und Robert Louis Stevenson und wartet mit überraschenden Wendungen auf." NordWest-Zeitung (Oldenburg)

"Dieser übermütige, temporeiche und gelungene Roman ist ein pikareskes Abenteuer - damit sichert sich Hanna Tinti ihren Rang als eine der raffiniertesten und pfiffigsten jungen Schriftstellerinnen Amerikas."

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht erwärmen kann sich Rezensent Martin Halter für Hannah Tintis Waisenkinderroman "Die linke Hand". Er sieht in der an skurrilen Figuren reichen Geschichte um den Leidensweg des Waisen Ren den Versuch, die großen Sozial- und Abenteuerromane des 19. Jahrhunderts von Charles Dickens über Robert Louis Stevensons bis Mark Twain zu reanimieren. Ein Versuch, der nach Ansicht Halters allerdings misslungen ist. Zwar fühlt er sich immer wieder an die genannten Autoren erinnert. Auch bescheinigt er Tinti, den "Grusel- und Märchenton" der Vorbilder "perfekt" nachzuahmen. Aber dem Roman fehlt in seinen Augen die "Seele" oder wenigstens ein "Muster", das dem Ganzen eine Struktur geben könnte.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.08.2009

Oliver Twist in der Falle

Barmherzige Schwestern und bigotte Patres: Hannah Tintis Waisenkindgeschichte "Die linke Hand" versucht vergeblich, an die Sozial- und Abenteuerromane des neunzehnten Jahrhunderts anzuknüpfen.

Ren wurde als Kind durch die Säuglingsklappe des katholischen Waisenhauses St. Anthony geschoben. Der heilige Antonius ist der Schutzpatron der verlorenen Sachen, und dazu gehört auch die linke Hand, die dem Bastard gleich nach der Geburt ruchlos abgetrennt und in einem Zauberwürfel konserviert wurde. Bevor der verlorene Sohn seine verlorene Hand und seinen Vater wiederfindet, muss er den mit guten Vorsätzen und grotesken Figuren gepflasterten Leidensweg eines Dickens-Waisenkindes bis zum bitteren Ende abschreiten: Prügel, Lieblosigkeit, Hunger, Elend, Amputationen ohne Narkose. Dunkle Kaschemmen, Krankenhäuser und Fabriken sind seine Schulzimmer, Gauner, Diebe und Säufer seine Erzieher: Ren glaubt unbeirrt an das Wunder, aber er bekommt von seinem Wohltäter, einem herumziehenden Quacksalber, nur die "Opiumtinktur für unartige Kinder" oder bestenfalls "Doktor Fausts medizinisches Salz für angenehme Träume".

Benjamin Nab, …

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Hannah Tinti wuchs in Salem, Massachusetts, auf. Sie studierte Literatur an der New York University, bekam zwei Stipendien und veröffentlichte u. a. in 'Best American Mystery Stories', 'Story Quarterly' und 'Epoch'. Im Augenblick gibt sie das Magazin One Story heraus und schreibt an ihrem ersten Roman.

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Kundenbewertungen zu "Die linke Hand" von "Hannah Tinti"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Eva aus Köln am 09.09.2009 ***** sehr gut
Neuengland, Mitte des 19. Jahrhunderts: Wie viele andere Jungen lebt Ren im kirchlichen Waisenhaus St. Anthony's, seit er als Säugling anonym abgegeben wurde. Schon damals fehlte ihm die linke Hand und niemand weiß, wo er herkommt und wo er seine Hand verloren hat. Als Ren zwölf Jahre alt ist, nimmt ihn ein Mann mit sich, der sich zunächst als sein älterer Bruder ausgibt.

Schon bald erfährt Ren, dass Benjamin nicht wirklich sein Bruder ist. Stattdessen ist er ein gerissener Trickdieb, der einen Jungen als Gehilfen suchte. Auf ihren Streifzügen werden die beiden von Benjamins Komplizen Tom begleitet, einem ehemaligen Lehrer, der inzwischen sehr heruntergekommen ist. Eine ihrer lukrativsten Aufgaben ist Leichenräuberei. Sie stehlen nachts frisch beerdigte Leichen vom Friedhof und liefern sie für Forschungszwecke an Mediziner aus. Anfangs ist Ren verstört über diese Tätigkleiten, ganz allmählich findet er aber auch Gefallen am Vagabundenleben. Er schließt neue Freundschaften, darunter mit einem Auftragsmörder und einem Zwerg und gewöhnt sich an die Abenteuer. Aber langsam ahnt er, dass Benjamin wohl einiges über sein Vergangenheit weiß und ihn nicht zufällig ausgewählt hat ...

Ein bisschen Charles Dickens und ein bisschen Robert Louis Stevenson erkennt man unschwer in diesem Debütroman, der neben einer spannenden Handlung vor allem ein düsteres Portät des 19. Jahrhunderts zu bieten hat. Hannah Tinti gelingt eine wunderbar unbeschönigende Darstellung des 19. Jahrhunderts, wie es sich unter den armen Leuten abgespielt haben mag. Der Roman kominiert Elemente der Gothic Novel mit Historik und Krimi. Zum einen dreht sich die Handlung unterschwellig immer die Frage um Rens Herkunft, zum anderen erlebt Ren spannende Abenteuer als Trickdieb und Leichenräuber.

Benjamin Nab ist ein undurchschaubarer Charakter, der dem Leser Rätsel aufgibt, auch Toms Vergangenheit ist interessant und schön skurril sind der hünenhafte Dolly und der barsche Zwerg. Im Verhältnis zu den restlichen Figuren ist gerade Hauptperson Ren etwas blass geraten in der Schilderung und verhält sich teilweise zu abgeklärt für sein Alter, aber das fällt kaum ins Gewicht.

Ein spannender Abenteuerroman über einen Waisenjungen aus dem 19. Jahrhundert, der vor allem durch eine düstere Atmosphäre und ungeschönigte Schilderungen überzeugt.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 22.03.2009 ***** ausgezeichnet
In ihrem Erstlingsroman „Die linke Hand“ erzählt Hannah Tinti die Geschichte des kleinen Waisenjungen Ren, voller Inbrunst und Sympathie für jene, die am Rande der Gesellschaft stehen. Sie bettet ihre Story in das New England des 19. Jahrhunderts, geprägt von brodelnder Aufbruchsstimmung und vielen armen Immigranten, die im Nordosten Amerikas ihr Glück suchen. So erinnert ihre Handlung auch ein wenig an die Romane des großen Charles Dickens. Wenn auch ein wenig kitschig, erzählt sie die Geschichte mit viel Humor und hohem Tempo, manchmal etwas makaber, aber mit einem Ende, das amerikanischer nicht sein kann. Für alle, die sich gern in eine schöne Geschichte verlieben wollen.

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