Die Liebe und das wilde Vieh - Dixon, Nell

Nell Dixon 

Die Liebe und das wilde Vieh

Roman. Deutsche Erstausgabe

Übersetzung: Hellmann, Diana B.
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Die Liebe und das wilde Vieh

Für ihre Lieblinge würde Clo alles tun. Der riesige Irische Wolfshund Nigel, die eigenwillige Katze Clive und der freche Papagei Dave sind nur einige der Tiere, denen sie ein neues Zuhause gibt. Doch ihr privates Tierheim steht vor dem Ruin, und ein Saboteur treibt sein Unwesen, schreckt nicht einmal vor Brandstiftung zurück. Clo ist verzweifelt - bis der charmante Jack in ihr Leben tritt. Ist er ihre Rettung? Humorvoll, romantisch und spannend - ausgezeichnet als RNA Love Story of the Year

Hund Nigel, Katze Clive und Papagei Dave sind nur einige der Tiere, denen Clo ein neues Zuhause gibt. Doch das Tierheim steht vor dem Ruin, und ein Saboteur treibt sein Unwesen. Clo ist verzweifelt bis der charmante Jack in ihr Leben tritt. Ist er ihre Rettung?


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 347 S.
  • Seitenzahl: 347
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Bd.16084
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 126mm x 32mm
  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783404160846
  • ISBN-10: 3404160843
  • Best.Nr.: 32296647

Leseprobe zu "Die Liebe und das wilde Vieh" von Nell Dixon

"28 (S. 246-247)

Ich weiß nicht, was ich erwartete. Insgeheim hoffte ich, Jack würde meine Nachricht lesen und auf der Stelle zu mir eilen, um mich zu küssen und Frieden zu schließen. Stattdessen - nichts. Ich blieb auf und spielte auf dem Computer Spider Solitaire, kontrollierte zwischendurch alle paar Minuten mein Mobiltelefon für den Fall, dass ich nicht gehört hatte, dass eine SMS oder ein Anruf gekommen war, aber nichts, nada, null. Irgendwann gab ich auf, ging ins Bett und gönnte mir eine selbstmitleidige Runde Tränen in Gesellschaft von Kater Clive.

Als ich mich am nächsten Morgen aus dem Bett hievte, dem Tag der offenen Tür, waren meine Augen vom Weinen geschwollen und vom Schlafmangel übernächtigt. Es war noch dunkel, als ich Nigel aus seinem Schlummer weckte, weil ich auf Zehenspitzen in die Küche schlich, um meine Gummistiefel zu holen. Ich blickte kurz aus dem Fenster und sah, dass das Wetter versprach, sich anständig zu benehmen. Der dunkelblaue Himmel war wolkenlos, und mit lautem Chorgezwitscher begrüßten die Vögel den neuen Morgen.

Um auch nur ja keine sinnlose Handlung auszulassen, kontrollierte ich neuerlich mein Handy, obwohl ich wusste, wie unwahrscheinlich es war, dass Jack mir zu nachtschlafender Zeit an einem Samstagmorgen eine SMS schicken würde. Die Besitzer der Verkaufsbuden und die Leute, die für das Unterhaltungsprogramm zuständig waren, würden im Verlauf der nächsten paar Stunden eintreffen, und so zog ich meine Jacke über und flitzte nach draußen, um mich meinen morgendlichen Routinepflichten zu widmen. Tom kam, als auch der Mann mit der Miniatur-Eisenbahn und die Leute mit dem Karussell eintrafen.

Als Marcus und Immi sich um neun Uhr endlich blicken ließen, hatten Susie und Val bereits über eine Stunde hart gearbeitet, Leute herumdirigiert, potenzielle Geldgeber an mich weitergeleitet und grundsätzlich dafür gesorgt, dass jeder glücklich war. Immi kehrte ganz den Fernsehstar heraus, indem sie Autogramme gab und vor dem großen Moment, da wir öffneten, mit sämtlichen Budenbesitzern für Fotos posierte und dabei jeden bezirzte, der in Sichtweite war. Jade glänzte mit Abwesenheit. Schon hoffte ich, sie würde überhaupt nicht auftauchen, denn dann brauchte ich mir keine Sorgen über das zu machen, was sie andernfalls vielleicht anstellen würde.

Ich fragte mich, ob Marcus sich etwas hatte einfallen lassen, wie er versprochen hatte. Ich wollte nicht, dass es wegen meiner Verdächtigungen zwischen Jade und mir zu einer Konfrontation kam, zumindest nicht heute, während hier so viel los war. Eine große Szene mit Anschuldigungen sorgte nicht gerade für gute Publicity und konnte die ganze Veranstaltung vermiesen. Der feige Vogel Strauß in mir hoffte, das Problem mit Jade würde sich ganz von alleine lösen, ohne dass ich irgendetwas tun musste.

Marty kam und sah blendend aus in ihrem smaragdgrünen Seidenkostüm und mit den üblichen Accessoires, die aus Schuhen mit himmelhohen Absätzen und einer Zigarette bestanden; den Rauchen-verboten-Schildern schenkte sie keinerlei Beachtung. Sie ließ die Presse am Eingang antreten (vornehmlich Lokalpresse, manche waren aber auch landesweit vertreten), und Immi posierte mit einem der Meerschweinchen für Fotos. Margaret und Doreen hatten im Kiosk Stellung bezogen und bereiteten sich darauf vor, die Besucher einzulassen, die bereits in einer Schlange vor dem Tor warteten."

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