Die Liebe im Exil - Domin, Hilde

Hilde Domin 

Die Liebe im Exil

Briefe an Erwin Walter Palm aus den Jahren 1931-1959

Hrsg. v. Jan Bürger u. Frank Druffner
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Die Liebe im Exil

In Hilde Domins Nachlaß finden sich weit über tausend Briefe, die sie mit ihrem Mann gewechselt hat: leidenschaftliche Liebesbotschaften ebenso wie anrührende Zeugnisse der Heimatlosigkeit und der Verlassenheit. 1933 wird Italien, der ersehnte Süden, zum ersten Exil. Bis Hitlers Rassegesetze auch hier wirksam werden. Die unfreiwillige Reise des jungen Paares führt beide 1939 zunächst nach England und dann in die Karibik, nach Santo Domingo. Dort richten sie sich ein, gerettet und gefangen zugleich, bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1954.
Hilde Domins Briefe werfen ein neues Licht auf ihr bewegtes Leben. Als Dichterin ist sie berühmt, als großartige Briefautorin kann sie nun anlässlich ihres hundertsten Geburtstags am 27. Juli 2009 entdeckt werden.


Produktinformation

  • Abmessung: 213mm x 136mm x 35mm
  • Gewicht: 495g
  • ISBN-13: 9783100153425
  • ISBN-10: 3100153421
  • Best.Nr.: 25576755

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die aus den Beständen des Marbacher Literaturarchivs veröffentlichten Briefe Hilde Domins an ihren Ehemann Erwin Walter Palm zeigen Manfred Koch, wie vielschichtig der traumatische Komplex am Anfang von Domins Dichterinnenkarriere sich tatsächlich gestaltete. Nicht nur der Tod der Mutter, auch Domins Fehlgeburt, über die Koch in den "furiosen" Briefen erfährt, und die selbstlose Aufopferung für den "egomanen Gatten" im dominikanischen Exil erkennt Koch jetzt als "Movens ihres Schreibens".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.07.2009

Eine großartige Sekretärin
Erwin Walter Palm wollte ein berühmter Dichter sein, seine Frau Hilde Domin ist es geworden - jetzt erscheinen ihre Briefe an ihn

"Von jetzt an, Sternlein, die eigne Bahn", schreibt Palm, als Domin ihm ihr erstes Gedicht schickt.

So froh und optimistisch haben wohl selten zuvor Emigranten ihr Land verlassen. "Während sie sich hier Sorgen machen und zwischen Politik und Wirtschaft, unserer deutschen Scylla & Charibdis, ein ängstliches Dasein führen, werden wir leben wie die Götter. Es ist eigentlich eine Gemeinheit. Womit haben wir verdient, daß es uns so gut gehen soll?", schrieb die Studentin der Nationalökonomie Hilde Löwenstein an ihren Freund Erwin Walter Palm im September 1932. Ihr gemeinsames Ziel war Italien. Doch die gute Laune beim Verlassen des Landes hatte weniger mit dem Zielort oder einer weltmännischen Lässigkeit als mit der Verkennung der politischen Lage zu tun. Denn anders als Hilde Löwenstein, die nach ihrer Heirat Palm hieß und sich als Dichterin Domin nannte, es später gern darstellte, war es nicht visionäre Früherkennung der politischen Lage, sondern vielmehr deren Verkennung, die …

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Hilde Domin, geboren am 27. 07. 1909 in Köln, gestorben im Februar 2006 in Heidelberg, wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sie studierte Jura, Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Philosophie. 1932 sah die Jüdin die NS-Machtergreifung voraus. Sie wanderte mit ihrem Mann, dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm, nach Rom aus. Sie verzichtete auf eine Universitätslaufbahn, unterstützte ihren Mann und verdiente mit Sprachunterricht und Übersetzungen den Lebensunterhalt. England wurde bald ihr zweites Asylland. Hier lehrte sie an einem College Sprachen. Erst als das Ehepaar in die Dominikanische Republik flüchtete, trat die Autorin aus dem Schatten ihres Mannes und begann unter dem Pseudonym Domin zu dichten. Dieser Wandel stand in engem Zusammenhang mit dem Tod ihrer Mutter, die meisten Gedichte sind aus Leid und Kummer heraus geschrieben. Hilde Domin empfindet diese Zeit als eine Art "zweite Geburt". Sie selbst schreibt: "Ich kam erst 1951 auf die Welt", dem Jahr, in dem erste literarisches Werke entstanden. In den Folgejahren veröffentlichte sie ihre Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften. Mehrere Auszeichnungen wie z. B. der Rainer- Maria-Rilke-Preis (1968), der Droste-Preis der Stadt Meersburg (1971) oder der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad H

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