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Die letzte Partie
Roman
Aus d. Italien. v. Monika Köpfer
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Kein & Aber
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 234 S.
- Seitenzahl: 234
- Deutsch
- Abmessung: 185mm x 116mm x 18mm
- Gewicht: 274g
- ISBN-13: 9783036955353
- ISBN-10: 3036955356
- Best.Nr.: 25647533
Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Die letzte Partie"
Kurzbeschreibung
Fabio Stassis Roman über den Mozart des Schachs, José Capablanca,
erzählt auf wunderschön melancholische Weise von Leidenschaft,
Obsessionen und der ewigen Angst vor der Niederlage.
José Raúl Capablanca ist ein Gewinner. Als Schachweltmeister
bejubelt, von seinen Gegnern respektiert und von den Frauen
verehrt, scheint ihm das Schicksal wohlgesinnt. Doch dann kommt das
Jahr 1927, und die Dinge verändern sich schlagartig. Capablanca
verliert den Titel ausgerechnet an den Russen Alexander Aljechin,
und die ehemaligen Freunde stehen sich plötzlich als Rivalen
gegenüber. Capablancas Versuch, eine Revanche zu erzwingen,
verwandelt sich nach und nach in einen Kampf auf Leben und
Tod.
Mit unbändiger Phantasie erzählt Stassi die Geschichte vom Leben
und Untergang des legendären Capablanca. Mit dem Schachspiel macht
er sich dabei eine Metapher für das Leben zu eigen, wie sie
perfekter nicht sein könnte, und lässt scheinbar ganz nebenbei das
frühe 20. Jahrhundert an uns vorüberziehen.
29.01.2009
Schachmatt
Ganz ans Ende seines Romans hat der italienische Autor Fabio Stassi
eine Art Gebrauchsanweisung angefügt, die eine interessante
Auskunft enthält. Stassi schreibt, für ihn hätten Romane "mehr
mit der Geometrie und der Mathematik des Schachs zu tun als mit
jener undefinierbaren und ungreifbaren Sache, die wir Literatur
nennen". Deshalb hat er "Die letzte Partie" über den
kubanischen Schachmeister José Capablanca in vierundsechzig Kapitel
aufgeteilt, so viele, wie ein Schachbrett Felder hat. Darin
erfahren wir, wie José Capablanca aufsteigt, wie er spielt, wie er
liebt und wie er leidet. Wir lernen seinen ärgsten Widersacher
kennen und erleben, wie Capablanca einen einzigen, aber
entscheidenden Wettkampf verliert. Der Kubaner muss den Titel des
Weltmeisters abgeben und wartet jahrelang auf die Gelegenheit zur
Revanche. Dieser Wahn, der langsam von Capablanca Besitz ergreift,
ließe sich in einem einfachen Spannungsbogen wunderbar erzählen.
Wenn nicht, und darin liegt eine gewisse Ironie, die Aufteilung in
vierundsechzig Kapitel wäre. Jedem einzelnen der kurzen Texte spürt
man den Willen zur Bedeutsamkeit an; das Buch wird langsam und
schwer. Nur selten ist es so originell und klug, wie es sein
möchte. (Fabio Stassi: "Die letzte Partie". Roman. Aus
dem Italienischen von Monika Köpfer. Kein und Aber Verlag 2009. 236
S., geb., 19,90 [Euro].) lbo.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
30.06.2009
Einen Roman für Schachspieler empfiehlt uns Maike Albath. Fabio
Stassis Orientierung an der historischen Figur des Schachmeisters
Jose Raul Capablanca und dessen lebenslanger Rivalität mit
Alexander Aljechin ist jedoch nicht der einzige Grund dafür. Albath
nämlich erkennt in der Konstruktion des Textes den Aufbau und den
Nachvollzug einer Schachpartie wieder. So entspreche die
Kapitelzahl der Anzahl der Felder auf dem Brett, erklärt sie.
Allerdings geht es dem Autor neben dem Spiel mit der Form auch um
die Erforschung der Psyche einer tragischen Spielerfigur. Die
neutrale Erzählerstimme und die distanzierte Perspektive erscheinen
Albath zu diesem Zweck gut gewählt und sorgen für "sehr schöne
Momente". Wenn die Figuren dennoch "ein wenig
leblos" blieben, liegt das am Gestaltungsprimat des Romans,
seiner "mechanischen Eleganz".
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Schach ist irre langweilig. Schach ist die spannendste Sache der Welt. Entweder man hasst oder liebt das Spiel. Oder man guckt sich an, was das für Menschen sind, die mit ihren Läufern reihenweise Bauern umsäbeln und Könige so in die Ecke drängen, dass es kein Entrinnen mehr gibt. Fabio Stassi nimmt sich in "Die letzte Partie" den ehemaligen Schachweltmeister José Raúl Capablanca vor. Keine Biografie sollte es sein, denn davon gibt es schon eine stattliche Anzahl, sondern ein Roman. Und die erzählerische Freiheit, die ihm diese Form bietet, nutzt Stassi aus. Zunächst hangelt er sich genussvoll und durchaus unterhaltsam an den wichtigen Stationen im Leben Capablancas entlang: Die früh entdeckte Leidenschaft fürs Schachspielen, der erste Weltmeistertitel, der Verlust desselben an seinen Rivalen Alexander Aljechin und sein jahrelanges Hoffen auf eine Revanche, die es nie geben sollte. Diese Fakten verstrickt Stassi jedoch mit einer Geschichte um einen kleinen Jungen, der nach Capablancas Tod die letzte, entscheidende Partie gegen Aljechin zu Ende bringen soll. Und das ist dann leider doch ein wenig zu dick aufgetragen. (es)
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