Die Kunst des Erzählens - Wood, James

James Wood 

Die Kunst des Erzählens

Übersetzung: Klemm-Ortheil, Imma
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Die Kunst des Erzählens

Eine mitreißend und elegant geschriebene Schule des Lesens.

EINE MITREISSEND UND ELEGANT GESCHRIEBENE SCHULE DES LESENS
Was unterscheidet einen guten Roman von einem schlechten? Kaum jemand könnte das besser erklären als James Wood, "einer der besten Kritiker unserer Zeit" (Newsweek) und selbst ein herausragender Stilist. Erzählperspektive oder Detailauswahl, Figurenzeichnung und Dialoge Wood zeigt, worauf zu achten lohnt. Anhand vieler Beispiele von der Bibel über Flaubert bis zu David Foster Wallace erklärt er, was manche Autoren besser machen als andere.
Doch es geht Wood nicht allein um die Elemente gelungenen Erzählens. Er beantwortet auch grundlegende Fragen: Was hat die Literatur mit der Wirklichkeit zu tun? Und vor allem: Warum bewegt sie uns so? Denn bei aller analytischen Präzision bleibt Wood ein begeisterter Leser, dessen Leidenschaft ansteckend wirkt. So gelingt ihm das Kunststück, die Geheimnisse der Literatur zu lüften, ohne ihren Zauber zu zerstören.
"Für Romanautoren, solche, die es werden wollen, und alle passionierten Leser ist dieses Buch ebenso erhellend wie begeisternd."
The Economist


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 236 S. 215 mm
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 149mm x 25mm
  • Gewicht: 405g
  • ISBN-13: 9783498073671
  • ISBN-10: 3498073672
  • Best.Nr.: 32471556

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Angela Schader kontrastiert dieses Buch mit zwei älteren literaturtheoretischen Essays berühmter angelsächsischer Kritiker, Harold Blooms "How to Read and Why" und David Lodges "The Art of Fiction". Besonders interessant stellt sie den Gegensatz zwischen Bloom und Wood dar: Bloom vertrat einen konservativen und eurozentrischen Kanon - aber er ist dennoch für Neues offener als der jüngere Wood, der durch seine Position beim "New Yorker" heute als Alphakritiker gilt. Mit Wood verfährt Schader durchaus kritisch. Er hafte an einem konventionellen Realismusbegriff und lasse postmoderne Auflösungen fiktionaler Muster von Calvino bis Pynchon einfach links liegen. Wie zeitgemäß ist das für einen heute schreibenden Kritiker? Man ahnt die Antwort, ohne dass die Rezensentin diese Frage explizit stellt. Dennoch zieht sie Gewinn aus der Lektüre Woods, etwa wenn er "mitreißend schildert, wie das 'dritte Ohr' des Lesers beschaffen sein sollte", also seine Sensibilität für Anspielungen und historische Resonanzen. Schade, dass er dieses Ohr nur an die Klassiker anlegt!

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.07.2011

In den Wunderkammern der Geschichten

Das neunzehnte Jahrhundert war das große Zeitalter des Romans - und was kam dann? In seiner "Kunst des Erzählens" erkundet James Wood den Realismus und seine Möglichkeiten. Mit Diagnosen und Rezepten hält sich der amerikanische Kritiker wohltuend zurück, aber nicht mit Leidenschaft.

Was war noch einmal ein guter Roman? Wie geht das mit dem Erzählen, wie stiftet man aus lauter Buchstaben und Papier eine Welt? Was ist eigentlich Realismus? Es sind diese Fragen nach dem Funktionieren literarischer Kunst, welche den amerikanischen Literaturwissenschaftler und -kritiker James Wood beschäftigen. "Die allgemeinen Bestimmungen, welche man abstrahierte, sollten insbesondere für Vorschriften und Regeln gelten, nach denen man hauptsächlich in den Zeiten der Verschlechterung der Poesie und Kunst Kunstwerke hervorzubringen habe", heißt es in Hegels Vorlesungen zur Ästhetik. "Doch verschrieben diese Ärzte der Kunst für die Heilung der Kunst noch weniger sichere Rezepte als die Ärzte für die Wiederherstellung der Gesundheit." James Woods Perspektive ist weniger düster: In seinem Buch zur "Kunst des Erzählens", das …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.07.2011

Pralinen für die gute Sache
In seinem Essay über „Die Kunst des Erzählens“ verteidigt der Kritiker James Woods den Realismus – und erliegt dann doch der Seuche des moralisierenden Nettseins
„Diesem Satz bin ich verfallen“, bekennt der sonst eher zurückhaltende Literaturkritiker James Wood: „Der Tag wogt gelb mit allen seinen Ähren.“ Aus Virginia Woolfs Roman „Die Wellen“ stammt der Satz („The day waves yellow with all its crops.“), über den Wood fortfährt: „Ich kann hören, sehen, wie schön und wie fremd er ist“. Eigentlich gehöre Virginia Woolf – neben Melville, D.H. Lawrence oder Henry James – zu den „üppigen Stilisten“, doch hier verzaubere gerade die Einfachheit: „Acht einfache Wörter evozieren Farbe, Hochsommer, die Lethargie der Hitze, Reife.“
Für die großen modernen Romane seit dem 19. Jahrhundert hat James Wood, geboren 1965 in Großbritannien und seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten lebend, eine Schwäche. Das zeugt von einem guten, soliden, aber nicht von einem besonders exzentrischen Geschmack, schon gar nicht für einen Menschen seiner Generation. Im Register des jetzt auf Deutsch vorliegenden …

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James Wood, 1965 geboren, wurde bereits mit 27 Jahren Chefkritiker beim Londoner "Guardian". Heute schreibt er für den "New Yorker" und arbeitet als Professor für angewandte Literaturkritik an der Harvard University.

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