Die Kunst des Bücherliebens - Eco, Umberto

Umberto Eco 

Die Kunst des Bücherliebens

Aus d. Italien. v. Burkhart Kroeber
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Die Kunst des Bücherliebens

Für Umberto Eco ist Büchersammeln ein Akt ökologischer Fürsorge: "Wir haben nicht nur die Wale, die Mönchsrobben und die Bären in den Abruzzen zu retten, sondern auch die Bücher." Wirkliche Leser möchten ihre Lieblingsbücher deshalb nicht nur lesen, sondern auch besitzen und zu Hause ins Regal stellen. Für sie hat Eco "Die Kunst des Bücherliebens" geschrieben. Der Romancier, Wissenschaftler und Geschichtenerzähler aus Italien nähert sich darin der ewigen Frage "War Shakespeare zufällig Shakespeare?", und er zeigt auch, dass mit Werken wie dem "Book of Lindisfarne" oder den "Très Riches Heures", welche die Geistesgeschichte seit Jahrhunderten prägen, eine ganze Kultur auf dem Spiel steht.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 194 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 200
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23293
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 327g
  • ISBN-13: 9783446232938
  • ISBN-10: 3446232931
  • Best.Nr.: 25617239
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.03.2009

Wissen stinkt nicht
Die Leidenschaften des Buchliebhabers Umberto Eco

Im Jahr 1915 erschien in Frankreich ein offenbar mit heißer Nadel gestricktes Pamphlet. Sein Titel: "La polychrésie de la race allemande". Darin trat ein Arzt namens Bérillon den Nachweis an, dass Deutsche im Durchschnitt mehr und übelriechendere Fäkalien produzierten als Franzosen - eine mitten im Ersten Weltkrieg gewiss nicht kriegsentscheidende, aber doch für Frankreich willkommene, weil den Gegner herabsetzende Feststellung.

Trotzdem war der nur zwanzigseitigen Broschüre kein größeres Nachleben beschieden. Vor siebzehn Jahren aber stieß Umberto Eco in einem Antiquariatskatalog namens "Cabinet de curiosité" auf ein Angebot dieser vergessenen Schrift. Er erwarb sie nicht, erwähnte sie jedoch 2007 in seinem Buch "Die Geschichte der Hässlichkeit", und zwar im italienischen Original mit dem offenbar schon im Katalog falsch, weil um einen Buchstaben verkürzt zitierten Titel "La polychesie de la race allemande".

Dieser Titel wiederum trieb den spanischen Übersetzer Ecos zu einer aufwendigen Internetrecherche an, weil er seinen Lesern im Gegensatz zu Eco …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Andreas Platthaus rühmt zunächst den deutschen Übersetzer Umberto Ecos, Burkhard Kroeber, dem auch mit dem vorliegenden Buch ein "kleines Meisterstück" gelungen ist, wie er findet. Insbesondere den "rhapsodischen Ton" der überwiegend als Vorträge entstandenen Texte sieht er großartig ins Deutsche übertragen, weshalb er über kleinere Fehler auch großzügig hinwegsehen kann. Ecos Geschichten zeugen von der ausgeprägten Bibliophilie des Autors und sind insgesamt eine einzige "Liebeserklärung an Bücher", stellt Platthaus fest, der insbesondere die Publikationsgeschichte eines Buches über die Rosenkreuzer aus dem 16. Jahrhundert ausgesprochen fesselnd fand. Wenn es in den Texten aus zwei Jahrzehnten hin und wieder zu Wiederholungen kommt, sei das ihrem Ursprung als teilweise mehrfach gehaltene Vorträge geschuldet, so der Rezensent nachsichtig. Und mit seinen Forschungen sorge der Autor dafür, dass so manch obskures Buch nicht für immer vergessen werde.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.09.2009

Mit surrealen Drüsen
Der Bücher-Don-Juan Umberto Eco ist sein eigener Leporello
Der Eco der Saison ist eine dreiteilige Sammlung von verstreuten Bekenntnissen und Offenbarungen eines Bibliophilen, die dem Bologneser Schriftsteller, Romancier und Gelehrten bei verschiedenen Gelegenheiten als Vorträge, Aufsätze und Einführungen aus der Feder geflossen sind. Umberto Eco – selbst stolzer Besitzer einer großen Privatbibliothek mit rund 30 000 Bänden –, der hier über „Die Kunst des Bücherliebens” wie ein Ovid über die „Liebeskunst” räsoniert, zuweilen aber auch schwadroniert, ist ganz in seinem Metier. Dem Autor eines berühmten Romans, der buchstäblich aus der Bibliothek kam und um eine Reihe mysteriöser Bibliotheksmorde herum geschrieben ist, nehmen wir auch das nachfolgende Geständnis ab, wenn auch mit ängstlichem Blick auf unsere bescheidenen eigenen Bestände: „Ich sage es offen”, bekennt der Wiederholungstäter, „aus Liebe zu einem Buch ist man bereit zu jeder Gemeinheit”. Wenn es denn nur bei einem einzigen Buch bliebe . . .
„Man”, das ist nämlich kein gewöhnlicher Bücherwurm, auch nicht die liebliche Büchermaus oder die …

Weiter lesen

.
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Die Kunst des Bücherliebens"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Die Kunst des Bücherliebens zu blättern!



Leseprobe zu "Die Kunst des Bücherliebens" von Umberto Eco

PDF anzeigen

4 Marktplatz-Angebote für "Die Kunst des Bücherliebens" ab EUR 8,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 8,50 1,50 Banküberweisung baltasar 100,0% ansehen
wie neu 11,00 1,10 Banküberweisung obernhof 100,0% ansehen
wie neu 12,80 1,20 Banküberweisung jortho 100,0% ansehen
wie neu 17,89 1,10 Banküberweisung astorm 100,0% ansehen
Mehr von