Die Kinder der Elefantenhüter - Høeg, Peter
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Peter Høeg 

Die Kinder der Elefantenhüter

Roman

Aus d. Dän. v. Peter Urban-Halle
Gebundenes Buch
 
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Die Kinder der Elefantenhüter

Auf den ersten Blick sind die Finos aus Dänemark eine ganz normale Familie: Der Vater ist Pastor, die Mutter spielt Orgel, Peters großer Bruder studiert Astronomie. Doch an einem Karfreitag sind plötzlich die Eltern verschwunden, die schon einmal durch zweifelhafte Wundertaten mit der Justiz in Konflikt geraten waren. Um Vater und Mutter vor weiteren Torheiten zu bewahren, beginnen Peter und seine Schwester Tilte eine großangelegte Suchaktion. Inmitten falscher Heiliger und fanatischer Sinnsucher finden sie ihre eigene Tür zur Freiheit und zum Glück. Peter Hoegs spannender und temporeicher Roman ist ein Abenteuer voller filmreifer Szenen, aktueller Anspielungen und verrückter Einfälle. Der Autor von "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" zeigt erneut seine mitreißende Fabulierkunst.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2010
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 482 S.
  • Seitenzahl: 482
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23552
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 126mm x 39mm
  • Gewicht: 599g
  • ISBN-13: 9783446235526
  • ISBN-10: 3446235523
  • Best.Nr.: 29504427
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2010

Da wackeln in den Kirchen die Altäre

Widerstand zwecklos: Peter Høeg erweist sich mit seinem neuen Roman als Meister einer Scharlatanerie, die glücklich macht.

Von Wiebke Porombka

Der erste Satz ist eine Katastrophe: "Ich habe eine Tür aus dem Gefängnis gefunden, die sich zur Freiheit öffnet", lautet er, "ich schreibe dies, um dir die Tür zu zeigen." Aber es ist eben nur der erste Satz. Spätestens auf Seite fünf hat es einem die Tränen in die Augen getrieben (vor Wut) oder rote Flecken ins Gesicht - vom hektischen Nachdenken darüber, wie um alles in der Welt man die noch folgenden vierhundertsiebenundsiebzig Seiten von Peter Høegs neuem Roman überstehen soll: Vierzehn Jahre alt ist der Erzähler, was allein schon heikel ist. Noch dazu tischt er pausenlos - halb fraternisierend, halb altklug - esoterische Selbstfindungsfloskeln auf. Als dann noch das Thema Kindsmissbrauch gestreut wird - "unterschwellig" wäre in diesem Fall ein Euphemismus -, ist man derart zermürbt, dass man nah daran ist, sich hilf- und ratlos all jenem zu fügen, was Peter Høeg noch an Seelenzauberei bereithält.

Dass Høeg nicht nur einen Hang zum …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.01.2011

Mystik aus Bullerbü
Freundlich, hell und angenehm unernst: Neues von Peter Høeg
Die ziemlich einhellige Mäkelei der skandinavischen, deutschen und wahrscheinlich weltweiten Literaturkritik an seinem letzten Roman „Das stille Mädchen“ hat Peter Høeg offenbar zu denken gegeben. Der Däne, den sein Neunziger-Coup mit „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ so berühmt machte, dass er sich danach ein paar weniger lukrative Bücher und sogar zehn Jahre Funkstille leisten konnte, hatte 2006 auf ein spektakuläres Comeback gesetzt. Doch was er dann aus dem Hut zog, ein reißerisches Gebräu aus Fantasy, Action, Esoterik und Bildungsbrocken, wurde fast durchweg ungnädig aufgenommen – wohl auch deshalb, weil es einerseits leicht infantil daherkam, andererseits zu übellaunig und katastrophenlüstern, um jung gebliebene Gemüter zu begeistern.
Jetzt hat Høeg, der hagere Asket, den entgegengesetzten Weg eingeschlagen, der im kategorienversessenen Deutschland erst einmal in die Sackgasse führt. Sein neues Werk „Die Kinder der Elefantenhüter“ müsste nämlich entweder als Jugendbuch für Erwachsene oder als etwas erwachsenerer Roman für …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Nach dem allseits bemäkelten literarischen Comeback des dänischen Erfolgsautors Peter Hoeg von 2006 zeigt sich Kristina Maidt-Zinke von seinem jüngsten Werk eher angenehm überrascht. Natürlich begibt sich der Autor auch diesmal auf eine "spirituelle Sinnsuche", indem er drei Pfarrerskinder auf der Suche nach ihren verschwundenen Eltern den Weltfrieden retten lässt. All dies geschieht aber mit einem 14-jährigen, wunderbar unterhaltsamen Erzähler, der witzig, altklug und ironisch so manche Astrid-Lindgren-Figur ins Gedächtnis ruft, wie die Rezensentin amüsiert bemerkt. Zugegeben, die Spannung der Handlung hält sich streckenweise in Grenzen, und die große Frage nach Möglichkeiten der Freiheit, die Hoeg hier verfolgt, wird natürlich trotz Happy End nicht abschließend geklärt, räumt Maidt-Zinke ein. Trotzdem klappt sie das Buch mit einem guten Gefühl zu, wenn sie dem Buch auch Schwierigkeiten dafür prophezeit, dass es seine Zielgruppe - jugendliche oder erwachsene Leser - nicht eindeutiger definiert.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Er kann das. Eine Geschichte spinnen, dass einem schwindlig wird. Einen Wortteppich weben, auf dem man davonschwebt. Bilder erzeugen, eines opulenter als das andere. Der Däne Peter Høeg ist ein Zaubermeister in der Alchemistenküche der schönen Literatur." (Uwe Stolzmann, Neue Zürcher Zeitung, 20.01.11)

"Spannend, voller unerwarteter Wendungen und temporeich ist die Hörbuchadaption des tollen Fabulierkünstlers Peter Hoeg." LIFESTYLE TRIER

"Spannend, voller unerwarteter Wendungen und temporeich ist die Hörbuchadaption des tollen Fabulierkünstlers Peter Hoeg."

"Spannend, voller unerwarteter Wendungen und temporeich ist die Hörbuchadaption des tollen Fabulierkünstlers Peter Hoeg."
Peter Høeg, 1957 in Kopenhagen geboren, studierte Schauspiel, Tanz und Literaturwissenschaften. Nach zahlreichen Reisen, vor allem in die Karibik und nach Afrika, gründete er eine Stiftung zugunsten von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern. Peter Høeg lebt heute als freier Schriftsteller in der Nähe von Kopenhagen.

Leseprobe zu "Die Kinder der Elefantenhüter"

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Leseprobe zu "Die Kinder der Elefantenhüter" von Peter Høeg

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Ich habe eine Tür aus dem Gefängnis gefunden, die sich zur Freiheit öffnet, ich schreibe dies, um dir die Tür zu zeigen.Nun wirst du vielleicht sagen, wie viel Freiheit glaubt man eigentlich verlangen zu können, wenn man wie ich auf Finø geboren wurde, das Dänemarks Gran Canaria genannt wird, überdies in einem Pfarrhaus mit zwölf Zimmern und einem Garten, groß wie ein Park. Und umgeben von Vater und Mutter und großer Schwester und großem Bruder und Großeltern und Urgroßmutter und einem Hund, die allesamt von einem Reklamefoto für ein Produkt herunterlächeln könnten, das teuer, aber gut ist, gut für die ganze Familie.

Und obwohl es natürlich nicht so viel zu sehen gibt, wenn ich in den Spiegel gucke, weil ich nämlich der Zweitkleinste in der Klasse bin, der siebten in der Städtischen Schule in Finø, gibt’s doch einen ganzen Haufen älterer und auch schwererer Spieler, die mich im Stadion wie einen Surfer im Wind an sich vorüberschweben sehen und hinterher merken, wie ihnen die Haare zu Berge stehen, wenn ich die gnadenlose rechte Klebe abfeuere.

Also worüber beklagt der sich eigentlich, wirst du vielleicht sagen, was glaubt der denn, wie es anderen Burschen mit vierzehn geht? Darauf gibt es zwei Antworten.

Die erste ist: Du hast recht, ich sollte mich nicht beklagen. Aber als Vater und Mutter plötzlich weg waren und alles richtig schwierig und unerklärlich wurde, entdeckte ich, dass ich etwas vergessen hatte. Ich hatte, als alles noch hell war, vergessen herauszufinden, was eigentlich von Dauer ist, worauf man sich wirklich verlassen kann, wenn es anfängt, dunkel zu werden.Die zweite Antwort ist bitter: Schau dich doch mal um – wie viele Menschen sind eigentlich richtig froh? Auch wenn man einen Vater mit Maserati hat und eine Mutter mit echtem Mink, was eine Weile bei uns auf dem Pfarrhof der Fall war, ist das wirklich ein Grund, hurra zu schreien? Oder ist die Frage, was einen Menschen frei machen kann, nicht doch erlaubt?Wahrscheinlich wirst du jetzt einwenden, dass, soweit das Auge reicht, die Welt voller Leute ist, die einem erzählen wollen, wie man sich verhalten soll, und ich sei jetzt also der Tausendste. Na ja, einerseits stimmt das natürlich, andererseits ist es doch ein bisschen anders.

Wenn du meinen Vater in der Kirche von Finø hättest predigen hören, bevor er verschwand, hättest du ihn sagen hören, Jesus sei der Weg, und ich versichere dir, mein Vater kann das so schön und natürlich sagen, als spräche er von dem Fußweg zum Meer hinunter und als wären wir alle gleich da.Wenn du dem Gottesdienst auf einem Hocker neben der Orgel beigewohnt hättest, die meine Mutter spielte, und wärst dann noch einen Augenblick sitzen geblieben, hätte sie dir erzählt, die Musik sei die Zukunft, und ich sag dir, sie spielt und sagt es so überzeugend, dass du auf der Stelle die ersten Klavierstunden gebucht hättest und schon auf den Beinen wärst, um nachzugucken, ob du nicht für den Inhalt deines Sparschweins einen Flügel kaufen könntest.

Wärst du nach dem Gottesdienst zu uns zum Kirchkaffee gekommen, und zwar an einem Tag, an dem mein Lieblingsonkel Jonas zu Besuch war, ein Mann, der in der Äußeren Mongolei auf Bärenjagd geht und in seinem Entree einen ausgestopften Bären stehen hat und der irgendwann Gewerkschaftsvorsitzender wurde, dann hätte er dir einen Monolog nicht unter zwanzig Minuten gehalten und dir verklickert, das geilste Erfolgserlebnis sei, wenn man physisches Selbstvertrauen hat und sein Leben der Organisierung der Arbeiterklasse widmet, und das sagt er nicht nur, um meinen Vater aufzuziehen, nein, er meint es auch vollkommen ernst.

Meine Klassenkameraden hingegen würden dir erklären, das richtige Leben fange nach der neunten Klasse an, weil dann nämlich die meisten Kinder auf Finø zu Hause ausziehen und auf das Internat oder die Technische Schule in Grenå wechseln.Und schließlich, um mal ganz woanders hinzugehen, wenn du die Insassen vom Store Bjerg fragtest, dem Therapiezentrum westlich der Stadt Finø, die alle schon vor ihrem sechzehnten Lebensjahr drogenabhängig wurden, wenn du die ganz ehrlich und unter vier Augen fragtest, dann, auch wenn sie total clean und zutiefst dankbar für den Entzug sind und ein neues Leben anfangen wollen, würden sie dir sagen, nichts gehe über die lange, sanfte Euphorie nach einer Opiumpfeife oder den Flash nach einem Heroinschuss.

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Kundenbewertungen zu "Die Kinder der Elefantenhüter" von "Peter Høeg"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 03.11.2010 ***** sehr gut
"Die Kinder der Elefantenhüter" sind die abenteuerlichen Erlebnisse des 14-jährigen Ich-Erzählers Peter, der zusammen mit seiner Schwester Tilte auf der Suche nach den verschwundenen Eltern so manche außergewöhnliche Begegnung hat. Dabei sprüht Peter Høegs neuer Roman vor verrückten Einfällen. In seinem humorvoll-ausgelassenen Schreibstil präsentiert er uns jede Menge skurrile Leute, religiöse und philosophische Weisheiten, actionreiche Verfolgungsjagden, Entführungen und einen echten Sprengstoffanschlag. Nebenbei werden immer wieder kleine Episoden aus der Vergangenheit der Familie Finø eingestreut, so dass wir Einiges über das Leben auf einer dänischen Insel erfahren. Auch wenn Peters altkluge Art manchmal etwas aufgesetzt wirkt, ist „Die Kinder der Elefantenhüter“ ein echter Schelmenroman mit viel abenteuerlicher Fantasie und urkomischem Sprachwitz.

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Bewertung von laleh aus Xanten am 29.10.2010 ***** gut
Die Familie Fino, aus Dänemark wirkt auf den ersten Blick wie eine ganz normale Familie. Doch plötzlich am Karfreitag verschwinden die Eltern. Da die Eltern aber durch verwundernde Weise mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist,können die Kinder nicht die Polizei alamieren. Somi starten die Kinder, Peter und Tilte eine große Suchaktion. Dabei finden sie ihren eigenen Weg zur Freiheit und ihr eigenes Glück
Ich finde das Buch sehr abenteuerreich und spannend. Leider sind dort aber viele Fremdwörter drin, die für etwas jüngere Leser schwer zu verstehen sind. Seine Ideen für das Buch sind sehr verrückt und sie spiegeln seine phantasie wieder.

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