Die Identitätsfalle - Sen, Amartya

Amartya Sen 

Die Identitätsfalle

Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt

Übersetzung: Griese, Friedrich
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Die Identitätsfalle

- Ein brillanter Gegenentwurf zu Huntingtons »Kampf der Kulturen - »Das Denken kommt selten so elegant, so menschenfreundlich und einnehmend des Wegs wie hier.« Die Zeit

Amartya Sen ist geprägt von den Ereignissen seiner Kindheit in den 1940er Jahren, als in Indien aus Nachbarn plötzlich "Hindus" und "Muslime" wurden, die einander gewaltsam gegenübertraten. Die Reduzierung von Menschen auf ihre religiöse Identität fördert Konflikte. Daher plädiert Sen dafür, zu erkennen, dass Menschen nicht nur eine, die religiös geprägte, Identität besitzen, sondern mehrere, denn jeder Mensch ist Mitglied in einer Vielzahl von Gruppen: Geschlecht, Klassenzugehörigkeit, Beruf, Essgewohnheiten, sportliche Interessen, Musikgeschmack.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 207 S.
  • Seitenzahl: 207
  • dtv Taschenbücher Bd.34601
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 136mm x 15mm
  • Gewicht: 218g
  • ISBN-13: 9783423346016
  • ISBN-10: 3423346019
  • Best.Nr.: 28016581
"Amartya Sens Essay mit Überlegungen zu Politik, Philosophie, Kulturgeschichte, Wirtschaftstheorie und Globalisierung ist im besten Sinne radikal (...) doch lässt sein Buch genug Raum für neue Hoffnung." -- Financial Times Deutschland<br/><br/>"<em>Die Identitätsfalle</em>, im Original <em>Identity and Violence</em>, ist eine subtil komische, politisch tief besorgte Kampfschrift gegen die eindeutige Festlegung des Menschen auf nur einen Teil seiner Eigenarten, auf die religiös verstandene Kultur nämlich, der er jeweils angehöre, ob nun dem Islam, dem Hinduismus, dem Westen. Zugleich ist <em>Die Identitätsfalle</em> ein leichtfüßiger intellektueller Spaziergang durch die Landschaften der Wirtschafttheorie und der Poesie, der Philosophie, der Politik und des Alltagslebens. Das Denken kommt selten so elegant, so menschenfreundlich und einnehmend des Wegs wie hier." -- Elisabeth von Thadden, Die Zeit<br/><br/>"Im Koordinatensystem von Terror und Antiterror jedoch dürfte "Die Identitätsfalle" eines der interessantesten Bücher der letzten Jahre sein." -- Ralf Hanselle, Das Parlament<br/><br/>""Die Identitätsfalle" ist ein origineller Essay mit lehrreichen Abschweifungen vor allem in die indische Geschichte, gewürzt mit gelegentlich aufblitzender, kühler britischer Ironie. (...) Sein Buch ist jedenfalls geeignet, das Feld, auf dem sich westliche Kulturfundis und Multikulti-Ideologen so oft und routiniert bekämpft haben, gründlich umzupflügen." -- Stefan Reinecke, die tageszeitung

»>Die Identitätsfalle< wendet sich gegen das scheinbar kohärente Bild  des »fortschrittlichen Westens« als konstruiertem Gegensatz für die Demokratie angeblich ungeeigneten arabischislamischen Ländern und zeigt auf, wie sehr beide Räume und deren politische Philosophien seit der Antike wissenschaftlich und kulturell verbunden waren.« A Journal Februar 2011

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Martin Bauer begrüßt dieses Buch von Amartya Sen, da es ihm "grundgescheit" und gründlich durchdacht erscheint. Den Thesen des Autors, die er ausführlich referiert, kann er nur zustimmen. Er unterstreicht vor allem dessen Warnung, die Identitäten von Individuen und Kollektiven über die Zugehörigkeit zu einer einzigen Kultur zu bestimmen, arbeitet eine solche Zuschreibung doch mit einem falschen, weil reduktionistischen Konzept von Identität. Demgegenüber macht Sen seines Erachtens zu Recht die Vielzahl an Zugehörigkeiten von Individuen geltend und zeigt auf, wie falsch alle Versuche, die Weltbevölkerung in eine Handvoll von Kulturen einzuteilen, im Kern sind. Sens Kritik an Samuel Huntigons populärer These vom Kampf der Kulturen hält Bauer für berechtigt und überzeugend, schließlich sind die Gefahren, die von entsprechenden simplifizierenden Klassifikationen ausgehen, nicht zu unterschätzen. So schließt er sich auch Sens Argumentation für eine nüchterne Differenzierung an. Kritik äußert Bauer an der Übersetzung des Werks. Diese weist seiner Ansicht nach nicht nur einige kleine Fehler auf, sie wirkt auf ihn, anders als die "jargonfreie und federnde Prosa" des Originals, auch recht "hölzern".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.05.2007

Ein Gespenst geht um
Kulturrelativismus als politische Gefahr?

Der Nobelpreisträger Amartya Sen hat ein Buch über die "Identitätsfalle" geschrieben. These: Der Westen nimmt seinen eigenen Universalismus nicht ernst, versteht Multikulturalismus falsch und geht daran zugrunde.

PEKING, im Mai

Kann es helfen, die Probleme mit Globalisierung und Integration probehalber einmal von außen anzuschauen? Was würde zum Beispiel ein Inder zur "Islamkonferenz" sagen? Kürzlich kam unter dem Titel "Die Identitätsfalle" ein Buch des Wirtschaftsnobelpreisträgers Amartya Sen auf Deutsch heraus, das eine ziemlich präzise Antwort auf diese Frage erlaubt. Professor Sen geht da zwar nicht auf die deutsche Innenpolitik ein, aber er lässt keinen Zweifel daran, dass er staatliche Religionsdialoge auf der Suche nach dem "gemäßigten Muslim" generell nicht hilfreich findet, in ihnen vielmehr eine riskante self-fulfilling prophecy sieht: Man schließe die Bürger in einer einzigen kulturellen oder religiösen Identität - hier: der islamischen - ein und fördere damit genau die integralistische Einspurigkeit, die man doch überwinden will. Sitzen neben …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.05.2007

Sachbücher des Monats Juni
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. HORST STOWASSER: Anarchie! Idee – Geschichte – Perspektiven. Edition Nautilus, 512 Seiten, 24,90 Euro.
2. SASCHA MÜLLER–KRAENNER: Energiesicherheit. Die neue Vermessung der Welt. Verlag Antje Kunstmann, 240 Seiten, 19,90 Euro.
3. DIETER RICHTER: Der Vesuv. Geschichte eines Berges. Verlag Klaus Wagenbach, 224 Seiten, 24,50 Euro.
4-5. MARIO BORTOLOTTO: Wagner der Dunkle. Übersetzt von Nikolaus de Palézieux, Verlag Matthes & Seitz, 448 Seiten, 39,80 Euro.
AMIRA HASS: Morgen wird alles schlimmer. Berichte aus Palästina und Israel. Übersetzt von Sigrid Langhaeuser, C. H. Beck Verlag, 213 Seiten, 19,90 Euro.
6. GLENN W. MOST: Der Finger in der Wunde. Die Geschichte des ungläubigen Thomas. Übersetzt von Kurt Nett und Regina Höschele. Verlag C.H. Beck, 315 Seiten, 26,90 Euro.
7. MIKE DAVIS: Planet der Slums. Übersetzt von Ingrid Scherf. Assoziation A, 248 Seiten, 20 Euro.
8. DANIEL C. DENNETT: Süße Träume. Die Erforschung des Bewußtseins und …

Weiter lesen
Amartya Sen, geb. in Santiniketan, Indien, ist Professor in Harvard und war Master des Trinity College in Cambridge. 1998 erhielt er den Nobelpreis für Ökonomie und im November 2007 den Meister-Eckhart-Preis.

Ein Marktplatz-Angebot für "Die Identitätsfalle" für EUR 9,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 9,50 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von