Die Heimkehr - Schlink, Bernhard

Bernhard Schlink 

Die Heimkehr

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Die Heimkehr

Im Fragment eines Heftchenromans über die Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien entdeckt Peter Debauer Details aus seiner eigenen Wirklichkeit. Die Suche nach dem Ende der Geschichte und nach deren Autor wird zur Irrfahrt durch die deutsche Vergangenheit und offenbart auch Peter Debauers Geheimnisse.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 374 S.
  • Seitenzahl: 384
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.23722
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 115mm x 22mm
  • Gewicht: 283g
  • ISBN-13: 9783257237221
  • ISBN-10: 3257237227
  • Best.Nr.: 23322180
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.03.2006

Schund ist gefährlich für kleine Seelen
Odyssee des Bösen: Bernhard Schlink auf Irrfahrt durch den Dschungel der Geschichte / Von Volker Weidermann

Es war einer der überraschendsten und sonderbarsten Bucherfolge der deutschen Nachkriegsliteratur, diese Liebesgeschichte zwischen der ehemaligen KZ-Wärterin Hannah Schmitz und dem fünfzehnjährigen Jungen Michael Berg, die in Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" im Mittelpunkt stand. Zehn Jahre ist das her, und der Erfolg, den das Buch in Deutschland hatte, war nichts im Vergleich zu dem überwältigenden Triumph, den es in Amerika feierte. Platz eins der Bestsellerliste, binnen kurzer Zeit war die Geschichte der reumütigen KZ-Wärterin, die nicht lesen kann und später, nach ihrer Verurteilung in Westdeutschland, das Lesen lernt, Bücher von Primo Levi, Elie Wiesel und Hannah Arendt geradezu verschlingt und sich nach der Entlassung das Leben nimmt, mehr als eine Million Mal verkauft. Ein deutscher Roman über Nazi-Schuld und Nazi-Reue - was für ein Schlager!

Kritische Stimmen gab es kaum. Bis - fünf Jahre später - ein harmloser Erzählungsband Schlinks erschien und sich plötzlich …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Bernhard Schlinks "Heimkehr" ist für den Rezensenten Alexander Leopold eindeutig "der Versuch eines großen Wurfs". Und es bleibt leider auch beim Versuch, meint der Rezensent, denn Schlink wolle schlichtweg "alles" und habe seinen Roman so "pickpacke voll" geschrieben, dass dieser letztlich zu vielfältig geraten und ihm daher misslungen sei. In der Tat entwickle sich aus der anfänglichen "Kindheitsgeschichte" des kleinen Peter Debauer ein "Rätselroman" um die unklare und lückenhafte Familienvergangenheit, über die Peter Nachforschungen anstellt, bis ihn die Liebe abfängt, womit der Roman zur Liebesgeschichte werde, bis sich schließlich die etwas verabredet wirkende Vater-Sohn-Geschichte einstelle. Doch nicht genug damit, so der Rezensent, es "muss noch die Wiedervereinigung in den Roman, muss immer wieder Homers Odyssee in Stellung gebracht und mit Bildung nur so gehubert werden", so dass Schlinks Romanpersonal mitunter wie eine Ansammlung von "Pappkameraden" wirkt. Schade, meint der Rezensent, denn jeder der genannten Erzählstränge hätte einen "hübsch kompakten" Erzähltext ergeben können. So aber stehe der Leser "mitten in einem öden, träge vor sich hin dämmernden Roman".

© Perlentaucher Medien GmbH
"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'."

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