Die Geschichte der Schönheit - Eco, Umberto

Umberto Eco 

Die Geschichte der Schönheit

Hrsg. v. Umberto Eco
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Die Geschichte der Schönheit

Was ist schön? Umberto Eco entwirft ein grandioses Panorama von der Antike bis in die Gegenwart.

Was ist schön? Jeder glaubt das zu wissen, und dennoch hat sich die Vorstellung davon, was das Schöne sei, immer wieder verändert. Umberto Eco lässt diese Ideen im Wandel der Zeiten und der Kunst sichtbar werden. Er entwirft ein grandioses Panorama von der Antike bis in die Gegenwart und bezieht alle künstlerischen Ausdrucksformen bis hin zu Industriedesign, Film und Popkultur mit ein. Zahlreiche ausgewählte Texte aus Literatur und Philosophie sowie Zeugnisse von Künstlern begleiten Ecos Wanderung und liefern den "Originalton" aus der Zeit. So entstand eine beeindruckende und unterhaltsame Einführung in die Kunst der Menschheitsgeschichte.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 438 S. m. zahlr. Farbabb.
  • Seitenzahl: 440
  • dtv Taschenbücher Bd.34369
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 171mm x 24mm
  • Gewicht: 1164g
  • ISBN-13: 9783423343695
  • ISBN-10: 3423343699
  • Best.Nr.: 20837984
"Wer sich mit wachsendem Behagen durch diesen Almanach blättert, bekommt indes von unendlich vielen Aspekten der Ästhetik einen Eindruck."<br />Frankfurter Allgemeine Zeitung <br />

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2004

Ohne Meister
Geist im Pelz der Natur: Die neuen Sachbücher

Der Geist treibt uns an, wir rennen ihm hinterher. In der Natur steckt er drin, wir wissen nicht wo und wie er darin untergebracht ist. Natur und Geist gehören zusammen, sie bilden, wie der Anthropologe Gregory Bateson sagte, eine notwendige Einheit. Schon der alte Schelling, der vor einhundertundfünfzig Jahren starb und deswegen in diesem Herbst mit der lesenswerten Biographie "Schelling" von Xavier Tilliette (erschienen bei Klett-Cotta) beschenkt wurde, wußte das und hielt an der Naturphilosophie fest. Ihm zur Seite steht Alexander von Humboldt mit seiner großen poetischen Erkundung der Natur im "Kosmos" (Die Andere Bibliothek bei Eichborn). Schiller traute der Einheit nicht. Mit seiner Leidenschaft für den Intellekt, der den Körper nicht schont, kommen wir, nachdem wir uns im ganzheitlichen Denken geschult haben, nicht weiter.

In seinem anregenden Buch über "Das erschöpfte Selbst" (Campus) und die grassierende Depression schreibt der Soziologe Alain Ehrenberg, daß in den demokratischen Gesellschaften der Geist, weit mehr als der Körper, ein Gegenstand heftiger Diskussionen …

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"Eine gewaltige, eine luxuriöse, eine wunderbare Ausstellung, eine virtuelle Wanderung durch die Geschichte der Schönheit."<br /><em> Claudia Schmölders, Literaturen, 09/2004</em>

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eine Geschichte der Schönheit ist erst gelungen", doziert Hans Ulrich Gumbrecht, "wenn sie weniger als dieses Buch vom etablierten Kanon der Kunstwerke abhängt". Sonst könne man nur schwer zwischen einer Geschichte der Kunst und einer der Schönheit unterscheiden. Anregend sei das Buch aber allemal, vor allem durch die Dreifaltigkeit aus historischer Darstellung, Textauszügen und den "vorzüglichen" Reproduktionen von Kunstwerken. Geradezu in Verzückung gerät Gumbrecht bei der Darstellung des Mittelalters, wenn Eco das Schönheitsverständnis der Zeit als Synthese aus "Licht und Farben" erklärt. "Bewundernswert" sei auch, wie Eco die übliche Epochenabfolge durch eine mehrfach "gebrochene Erzählung" ersetzt, wenn er also direkt nach der Antike Nietzsches Erforschung des apollinischen und dionysischen Prinzips folgen lässt. Als letzte der offensichtlich zahlreichen "brillanten" Unterscheidungen des Buches preist der Rezensent die These von den zwei Schönheiten im vergangenen Jahrhundert, der Schönheit des Protests und der des Konsums. Und auch wenn Eco und sein übrigens auf gleichem Niveau schreibender Co-Autor Girolamo de Michele manchmal "fragmentarisch" bleiben, findet das Gumbrecht "eigentlich ebenso interessant" wie jene Stellen, "wo eine neue Geschichte der Schönheit schon gelungen ist".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.10.2004

Der Apfel der Schönheit? Ein Wanderpokal
Hereinspaziert, hereinspaziert, meine Damen und Herren, hier spielt die Musik, hier sind Götter, Menschen und Maschinen: Hier führt Professor Eco mit seinem Assistenten persönlich durch sein Panoptikum „Die Geschichte der Schönheit”! Werfen Sie einen Blick auf die unbekleidete Venus und auf Monica Bellucci, auf den Apoll vom Belvedere und David Beckham!
Muss man sich Umberto Eco als modernen Paris vorstellen, der als Schiedsrichter der Schönheit durch die Epochen der Kunstgeschichte gewandert ist? Seine „Geschichte der Schönheit” beginnt mit einer Abfolge von Bildergalerien. In der Kategorie „unbekleidete Venus” treten antike Statuen in Konkurrenz zu Goyas nackter Maya, zur hageren Salomé Gustav Klimts oder zu Monica Bellucci. Die Kategorie „unbekleideter Adonis” vereint den Apoll vom Belvedere, Caravaggios Heiligen Johannes und Johnny Weissmüller. Zu den angezogenen Schönlingen zählt Eco Tischbeins Goethe, Napoleon und David Beckham.
Doch der erste Eindruck täuscht. Professor Eco veranstaltet keinen ultimativen Beauty-Contest, er hat keinen Paris-Apfel zu vergeben, der hier ohnehin eher ein …

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Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.

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