Mit dem Mosaik und seinen drei Hauptfiguren Dig, Dag und Digedag
hat sich der Zeichner Johannes Hegenbart alias Hannes Hegen einen
unverrückbaren Platz in der Comic-Geschichte erobert. Obwohl die
Digedags bereits 1974 für immer Abschied von ihren Lesern nahmen,
erreichen die Nachauflagen der Hefte und Bücher mit ihren
Abenteuern bis heute ein regelmäßig nachwachsendes Publikum. Doch
immer noch umgibt ihren Erfinder ein geradezu mythischer Nimbus,
ganz zu schweigen von den vielen anderen Grafikern und Autoren, die
an der Herstellung der Comic-Hefte beteiligt waren, aber kaum
öffentliche Beachtung fanden. Gänzlich im Verbogenen blieben
schließlich die internen, oft genug erbittert ausgefochtenen Kämpfe
mit Kritikern, Kontrolleuren und Zensoren aller Art, die zwanzig
Jahre lang versuchten, das Mosaik gleichzuschalten, und zwanzig
Jahre lang am Widerstand von Johannes Hegenbart scheiterten - bis
er endlich aufgab und die Digedags ins Reich der Träume
zurückschickte.
Der Herausgeber Dr. Mark Lehmstedt ist Buchhistoriker, Vorsitzender des Leipziger Arbeitskreises zur Geschichte des Buchwesens, Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins, Vorstandsmitglied der Society for the History of Authorship, Reading and Publishing; Herausgeber des "Leipziger Jahrbuchs zur Buchgeschichte" und Autor zahlreicher buchwissenschaftlicher Publikationen.
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