Die Gefahren der Ehe - Muhlstein, Anka

Anka Muhlstein 

Die Gefahren der Ehe

Elisabeth von England und Maria Stuart

Gebundenes Buch
 
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Die Gefahren der Ehe

Elisabeth I. herrscht als Königin über England, Maria Stuart über Schottland. Sie sind Cousinen, aber alles trennt diese Frauen: ihre Religion – die eine ist Protestantin, die andere katholisch –, ihre Vergangenheit, ihre Ambitionen, ihre politischen Ansichten und besonders ihr privates Leben. Trotzdem sind beide mit demselben Problem konfrontiert: sich zu verheiraten und ihrem Land einen Erben zu hinterlassen. Elisabeth, die Frau der politischen Macht, zieht es vor, sich keinem Mann unterzuordnen, und heiratet nicht. Maria Stuart hingegen geht drei Ehen ein. Ihr Leben wird zu einem düsteren Kapitel der Weltgeschichte, bestimmt von Liebe, Haß und Intrigen. Ihre verzweifelte Flucht nach England endet auf dem Schafott. Anka Muhlstein erzählt auf der Grundlage genauer Recherchen detailliert und spannend das Leben dieser außergewöhnlichen Frauen mit ihren entgegengesetzten und dennoch untrennbar verbundenen Schicksalen, das Leben zweier Frauen an der Macht, die gefordert sind, zwischen Liebe und Pflicht zu wählen.

Liebe und Pflicht zu wählen.


Produktinformation

  • Verlag: INSEL, FRANKFURT
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 352 S., 16 meist farb. Bildtaf.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 204mm x 130mm x 26mm
  • Gewicht: 448g
  • ISBN-13: 9783458172734
  • ISBN-10: 3458172734
  • Best.Nr.: 14120453
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2005

Angst vor der Einkerkerung
Im Doppel: Elisabeth von England trifft auf Maria Stuart

Der Vergleich zweier Lebensläufe läßt Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Personen hervortreten und macht das Eigene der beiden sichtbar. Solch eine vergleichende Darstellung ist nur angebracht, wenn eine ausreichende Schnittmenge von Merkmalen der Porträtierten vorhanden ist: Hitler und Gandhi in einer Doppelbiographie zusammenzubringen, wäre unsinnig. Elisabeth I. und Maria Stuart in einer vergleichenden Lebensbeschreibung darzustellen, ist sinnvoll - ja naheliegend. Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere sind beiden Herrscherinnen wichtige Züge gemeinsam. Machtstreben und Kultiviertheit zeichnen die Rivalinnen im Kampf um den englischen Thron aus - und ihre Schicksale sind in dieser Auseinandersetzung auf unselige Weise miteinander verknüpft.

Wir werden sehen, welchen Gebrauch Anka Muhlstein, angesehene Historikerin, Schriftstellerin und Preisträgerin des Prix Goncourt, in ihrem Buch von den Möglichkeiten einer Doppelbiographie macht. Das strukturelle Konzept der Autorin überzeugt. Die Chancen, die eine Doppelbiographie bietet, nutzt sie besser als …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Stefan Zweig noch nahm Partei für die romantisch-verwegene Maria Stuart, aber die französische Historikerin Anka Muhlstein erwählt als Heldin für ihre Studie "Die Gefahren der Ehe" deren Gegenspielerin, die "kühle Taktiererin" Elisabeth I. So recht kann diese Entscheidung Rezensent Manfred Schwarz nicht nachvollziehen. Immerhin schillert farbenprächtiger auf der "Bühne des großen Welttheaters" die Schottin. Gleichwohl stellt er fest, dass es Muhlstein gelinge, anschaulich zu machen, inwiefern Elisabeths Verzicht auf die Ehe ein wesentlicher Faktor war für die Stabilität ihrer anfangs noch erschütterbaren Herrschaft. Jeder Mann, noch der beste, hätte ihre Souveränität schmälern müssen. Maria Stuart gelang es ja sogar, sich durch ihre Partnerwahl direkt ins Unheil zu stürzen. Muhlsteins Darstellung nennt Schwarz "überaus lesbar", "konzentriert" und "kenntnisreich"; allerdings sei sie frei von "neuen Erkenntnissen oder Deutungen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.10.2005

Zickenkrieg im großen Welttheater
Zwei Herzen und zwei Kronen - und nur eine Insel: Anka Muhlstein über Elisabeth I. und Maria Stuart
„Ihr solltet nie vergessen, dass die Bühne des Welttheaters viel größer ist als die Länder Eures Reiches.” Von Maria Stuart, der allzu leichtsinnigen Königin von Schottland, die sich wohl im wahrsten Sinne um Kopf und Kragen geredet und geschrieben hat, sind diese klugen Worte überliefert. Angeklagt wegen der Verschwörung gegen die englische Königin Elisabeth I., eine macht- und wehrlose, heillos verstrickte Gefangene, mahnt sie ihre Richter daran, dass über ihr Schicksal nicht allein im Gerichtssaal verhandelt wird, sondern vor den Augen der ganzen Welt. Dies sollte ihr zwar nicht aus der Bredouille helfen, auch ihre Hinrichtung nicht verhindern. Aber sie hat sie damit Recht behalten. Bis heute beschäftigt ihr Fall die Historiker, und aus ihrem Schicksal ist folgerichtig auch ein Schauspiel für die Theaterbühne geworden.
Spätestens im Gerichtssaal, vor den schmallippigen und humorlosen englischen Puritanern, muss Maria Stuart eingesehen haben, dass ihr auf jener großen Bühne, auf der sie schon als …

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"Anka Muhlsteins Buch bietet historisch interessierten Laien eine lesenswerte Lektüre. Sie erfahren viele Details und lernen eine seriöse Untersuchung zur gesellschaftlichen Position von Frauen im England des sechzehnten Jahrhunderts kennen." Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Wer sich [...] von dieser fantastischen Lektüre schon nicht bekehren lassen will, der möge sie zumindest genießen - oder für immer schweigen."<br />Johanna Schmeller Die Welt

»Wer sich [...] von dieser fantastischen Lektüre schon nicht bekehren lassen will, der möge sie zumindest genießen - oder für immer schweigen.«
Anka Muhlstein, geb. 1935 in Paris, Historikerin und Autorin, lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Romancier und Anwalt Louis Begley, seit 1974 in New York. 1996 wurde sie mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

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