Die fünfte Kirche / Merrily-Watkins-Krimi Bd.3 - Rickman, Phil

Phil Rickman 

Die fünfte Kirche / Merrily-Watkins-Krimi Bd.3

Ein Merrily-Watkins-Mystery. Deutsche Erstausgabe

Dtsch. v. Seifert, Nicole
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Produktbeschreibung zu Die fünfte Kirche / Merrily-Watkins-Krimi Bd.3

Christen, Heiden, Serienmörder.

Kaum hat der Bischof Merrily Watkins zur Exorzistin ernannt, muss sie schon in eine Krawall-Talkshow zum Thema Satanismus. So richtig ist der Teufel aber erst los, als Hippies in einer Ruine einen heidnischen Tempel errichten wollen: ausgerechnet in einer der fünf Sankt-Michaels-Kirchen, die nach alter Überlieferung das Land vor dem Bösen bewahren. Und das Böse ist da, in Gestalt eines Serienmörders.
Dann macht Merrily eine Entdeckung, die sie daran zweifeln lässt, auf der richtigen Seite zu stehen.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 558 S.
  • Seitenzahl: 560
  • rororo Taschenbücher Nr.24907
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 33mm
  • Gewicht: 416g
  • ISBN-13: 9783499249075
  • ISBN-10: 3499249073
  • Best.Nr.: 27960687
Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kult-Status genießt. "Erstklassige Thriller mit dem besonderen Etwas", heißt es im "Guardian", und der "Spectator" urteilt knapp: "Eine der besten Krimiserien überhaupt".

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Durchschnittliche Kundenbewertung 3 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen ***** gut
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Bewertung von Nazena aus Göttingen am 01.11.2011 ***** gut
Merrily Watkins konnte sich bislang kaum an ihren Job als "Exorzistin" gewöhnen, als sie schon gleich in den nächsten Brandherd geworfen wird: in einer späten Nachtshow soll sie zwischen überzeugten Heiden und Wicca-Anhängern den christlichen Glauben verteidigen. Darüber hinaus hat sie ganz eigene Probleme: der Pfarrer Nick Ellis hat eine neue christliche Strömung namens Meer des Lichts ins Leben gerufen, die die Leute aufhetzt. Zwei Heiden haben ein Grundstück mit einer alten aufgegebenen Kirche gekauft und Vater Ellis ist überzeugt davon, dass sie mit ihren Praktiken den Teufel rufen.
"Die fünfte Kirche" ist der dritte Band der Serie und voraussichtlich auch der letzte, den ich gelesen habe. Das Prinzip ist im Grunde genommen interessant: eine weibliche Pfarrerin im Grenzbereich zwischen Christentum und Übernatürlichem. Allerdings konnte ich mit keinem der Charaktere wirklich warm werden. Mir sind die Hauptpersonen zu normal. In Kritiken wird die Authentizität zwar immer wieder lobend erwähnt, aber ich persönlich finde die Charaktere einfach nicht interessant, besonders und ansprechend genug, um die Bände weiterhin zu lesen. Außerdem stört mich, dass die Romane sich selbst nicht so ganz entscheiden können, in welche Sparte sie gehören: Belletristik oder Phantastik? Einerseits werden die Ereignisse als real und echt dargestellt, andererseits werden immer wieder klar übernatürliche Phänomene eingeflochten und ebenfalls als "echt" bezeichnet. Gerade in diesem Band hat mich die stereotypische Beschreibung der Dorfbewohner verärgert. Ein Priester spricht einige aufrührerische Worte, und sofort verwandelt sich das ganze Kaff in einen gewalttätigen Mob. Kleinere Gemeinden und Dörfer regeln ihre Angelegenheiten zwar wirklich häufig unter sich, aber wenn es so extrem wie geschildert zugehen würde, hätten sie schon längst keine Einwohner mehr. Mord, Inzest, Gotteswahn- in diesem Buch ist in der Beziehung wirklich für jeden was dabei. Anscheinend tickt der alte Gomer als einziger noch halbwegs normal. Mir hat das Buch zusammenfassend jedenfalls nicht so gut gefallen, daher gibt es nur 3 von 5 Sternen.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 04.02.2011 ***** gut
Die bekennenden Wicca Robin und Betty Thorogood ziehen nach Radnor Valley. Ein Bauernhaus mit einem von der Kirche stillgelegten Gotteshaus, das jetzt aber nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, schmückt ihr neues Grundstück. Für Robin ein Zeichen, war dies doch vor vielen jahrhunderten eine heidnische Weihestätte. Nur für Betty scheint der Umzug in die ländliche Umgebung Unbehagen auszulösen. Sie empfängt negative Schwingungen. Die Lage ändert sich für das Ehepaar dramatisch, als der dorfeigene Hassprediger ein Auge auf die „Heiden“ wirft und unbedingt die alte Kirche erneut weihen will. Eine Hetzjagd wie im Mittelalter bricht auf einmal in der Dorfgemeinschaft aus, so dass auch die Expertin für religiöse Grenzfälle hinzugezogen wird. Die Exorzistin Merrily Watkins steht zwischen beiden Seiten und versucht sich einen Überblick zu verschaffen und auch zu vermitteln. Für mein Empfinden schafft sie das nicht, sie beobachtet den aus Amerika zurückgekommenen Sensationsprediger, der eine depressive statt zum Arzt zu schicken mit Hilfe eines Kreuzes vergewaltigt, unter dem Deckmantel des Exorzismus, ohne einzuschreiten. Die Hexen und ihre Anhänger bleiben solche für sie, sie bringt kaum Verständnis für sie auf, obwohl sich das ganze Dorf schon seit Jahren beider Kulturen bedient.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011 ***** gut
Merrily Watkins gerät zwischen zwei ziemlich verhärtete Fronten. Auf der einen Seite stehen Betty und Robin, ein Heidenpaar, welches eine ehemalige Kirchenruine gekauft haben und diese in einer heiligen Zeremonie auf die alten Riten zurückführen möchten. Auf der anderen Seite steht Vater Ellis, ein sehr radikaler Kirchenmann, der die Dorfgemeinschaft gegen das Heidenpaar aufstachelt und sie exorzieren will. Wie auch in der vorhergehenden Romanen, stolpern Merrily und ihre Tochter Jane eher zufällig in die ganze Sache hinein und bilden ein kleines Ermittlerteam, unterstützt von Gomer, der sich mitlerweile zu einem sehr guten Freund entwickelt hat.

Phil Rickman schreibt in seinem gewohnt ruhigen Schreibstil, der Zeit für eigene Überlegungen lässt. Diese ist diesmal auf von Nöten, da das Buch verworren wirkt. Für mich sind zu viele Handlungsstränge, bzw. Ermittlungswege parallel. Leider wird das Buch dadurch nicht mit Spannung erfüllt, sondern wird unübersichtlich. Der Klapptext mit Schlagworten wie Krawall-Talkshow und skrupellosen Mörder, versprechen mehr, als das Buch hält. Immerhin sind die Charaktere gut ausgearbeit, nehmen allerdings viel Bezug auf die vorherigen Bände. Diese sollte man gelesen haben, da der Roman ansonsten noch verworrenen wird. Das Mystische, welches der Dreh- und Angelpunkt der anderen Bände war, kommt leider zu kurz.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, es aber auch gerne beendet. Ich freue mich auf den nächsten Teil und verbuche diesen als kleinen Ausrutscher.

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Bewertung von Hardy aus Sonthofen am 14.11.2010 ***** gut
Vorneweg: Rickman schreibt sehr gut, man könnte sagen brilliant. Zumindest schafft er es, den Leser solange zu fesseln, bis der weiß, warum das Buch unter Krimi läuft. Denn ganz bestimmt verdient es nicht den Titel Mystery. Dazu ist einfach zu wenig gruseliges im Buch, weder glaubhafte Geister noch wirklich furchteinflößend Übersinnliches.Trotzdem schafft es Rickman, Spannung zu erzeugen. Auch wenn man nicht so genau begründen kann, warum das wirklich spannend ist. Zu lange passiert in dem Buch nicht wirklich Aufregendes. Es werden sehr treffend die Personen und die Umstände der Handlung beschrieben. Das alles sehr glaubhaft ohne die oftmals in anderen Büchern zu findenden Klischees. Rickman benötigt auch keine blutriefenden Momente (obwohl so etwas gegen Ende des Buches doch auftaucht), um das Lesevergnügen kurzweilig zu halten.

Seine Hauptdarstellerin dieses Fortsetzungsromanes, eine englische Pfarrerin (alleinstehend und attraktiv, also doch ein bischen Klischee...), muss dieses Mal gegen Heiden und fanatische Christen zugleich antreten. Dabei versucht sie, sich weder vor den einen noch den anderen Karren spannen zu lassen. Ein Todesfall und ein scheinbar von der Toten besessener Witwer führen unsere Heldin in eine komplizierte Geschichte um fünf Kirchen, ihre Geschichte und den Kampf um die Vorherrschaft in der kleinen Gemeinde. Wer wird gewinnen? Das heidnische Paar, das eine der verfallenen Kirchen gekauft hat. Oder der bigotte Dorfpfarrer, der seine Schafe eher wie ein Sektenführer gegen den Teufel in die Schlacht führt. Nebenbei wird noch exorziert und arme alte Leute um ihr Erbe gebracht. Viel Stoff, der geschickt zu einer flüssigen Geschichte verarbeitet wird. Doch wie gesagt, muss sich der Leser durch viele Seiten kämpfen, bis der Krimicharakter wirklich zum tragen kommt. Ansonsten erinnert das Buch irgendwie an den Doktor und das liebe Vieh. Nur eben mit einer Pfarrerin und verschiedenen kleinen Episoden, die sich irgendwann zu einem ganzen Fügen.

Unterhaltsam, aber teilweise etwas in die Länge gezogen und nichts für klassische Thriller oder Mystery-Fans. Dafür herrscht zuviel englische Langeweile vor. Auf jeden Fall gefiel mir das Buch besser als sein Vorgänger und Rickman ist ein intelligenter Erzähler, der einen durch sein Buch lockt

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Bewertung von james aus kassel am 17.07.2010 ***** weniger gut
Also ich habe jetzt die bisherigen drei Bücher um die Pfarrerin und Exorzistin Merrily gelesen und muss leider sagen, dass dieser dritte Band bisher der Schlechteste ist. Und ich habe mich so auf das dritte Buch gefreut. Das Buch und die Erzählweise haben irgendwie an Dynamik verloren. Die Charaktere sind nach wie vor recht gut geschildert aber auch in diesem Buch haben wir es wieder mit sehr vielen Personen zu tun, die ich mir leider auch nicht alle einprägen kann. Ich weiß nicht, ob ich beim Lesen nicht immer so richtig aufgepasst habe, aber irgendwie sind gegen Ende des Buches immer wieder (für mich) neue Erkentnisse aufgetaucht, die aber für die Protagonisten völlig klar erschienen. Auch sind Ereigenisse einfach nur angerissen worden (Brand in der Gemeindehalle) - er ist einfach ausgebrochen völlig aus der Geschichte gerissen.

An sich haben wir es hier aber mit einer guten Grundidee zu tun. Kirche bzw. christlicher Glaube gegen Magie und andere "Glaubensrichtungen" Doch wer die vorherigen Bücher kennt, wird eine ganz andere Merrily kennenlernen. Sie scheint ein wenig passiv und zurückhaltend. Der Charakter hat ein wenig an Überzeugung eingebüßt. Ich hoffe, dass die nächste Bände wieder mehr dem alten Muster folgen werden.

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Bewertung von robberta aus NRW am 16.06.2010 ***** weniger gut
Betty und Robin haben ein altes dem Verfall preisgegebenes Gemäuer gekauft, die Einheimischen legen ihnen ein Holzkästchen vor die Tür. Die junge Ehefrau von J.W.Weal stirbt an einem Schlaganfall. Merrilyn Watkins die Pfarrerin will dem Witwer Weal seelischen Beistand leisten, wird von dem großen Mann aber brüsk abgewiesen. Ihre sechzehnjährige Tochter Jane nimmt derweil ein Telefongespräch von Tania Beauman an, die die Pfarrerin für die Sendung live-night gewinnen will. Im Verlauf des Buches wird jedoch eine andere Richtung eingeschlagen, die man auch mit Hilfe des Covertextes nicht ahnt.
Nicht nur auf den ersten Seiten (Betty und Robin und die weiteren Figuren) sehr sprunghaft. Man weiß zuerst nicht worum es genau geht. Spannung wird erst angedeutet, als die Plastiktüte vor die Tür gelegt wird. Die vielen verschiedenen Figuren sind nicht gut dargestellt bzw. voneinander abgegrenzt, man braucht lang um in das Buch herein zu finden. Die Begegnung von Merrilyn und Mr.Weal ist wiederum interessant und man möchte wissen wie es weiter geht. Dann geht schon wieder mit den beiden wirren Betty und Robin weiter. Ich finde das Buch ziemlich wirr und das Thema Sekten in Kombination mit sexuellen Ausrichtung ist nicht mein Ding, ebenso wie das Ende des Buches.

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 06.06.2010 ***** ausgezeichnet
Merrily ist gerade dabei, einem alten Freund und Nachbarn Beistand beim Sterben seiner Frau zu leisten, als ein junges Pärchen einen schon lange leerstehenden Hof mit altem Kirchturm und Friedhof bezieht. Was bereits einige Einheimische schon zu Wissen scheinen, liegt auf der Hand: Die Neuen praktizieren das Heidentum. Gleich am ersten Abend wird Ihnen ein geheimnisvolles hölzernes Kästchen auf die Türschwelle gelegt. Darin befindet sich ein alter Versreim, der sich aus verschiedenen Religionen zusammensetzt.
Merrily wird in eine Nightlife-Talkshow eingeladen und sind dort im Kreis mit Wiccas und diversen anderen Vertretern des Heidentums und ist schwer bemüht, die Fassung zu bewahren, als dort bekannt wird, das es sich bei den neuen Besitzern der stillgelegten Kirche um praktizierende Heiden handelt. Nach dieser Veröffentlichung beginnt der dort ansässige Pfarrer eine kleine Inquisition und steckt das ganze Dorf mit seiner Gesinnung an….

Gewohnt spannend und wahnsinnig gut erzählt. Ein anfangs wirrer Faden verdickt sich zu einem strammen Tau! Rickman hat mit seiner Pfarrerin für spirituelle Grenzfragen eine Romandarstellerin geschaffen, die einem nicht mal ein kurzes Bier aus dem Kühlschrank gönnt.

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Bewertung von Tintenherz aus Kiel am 23.05.2010 ***** weniger gut
Merrily, die mit dem Satan Tango tanzt!

"Die fünfte Kirche" von Phil Rickman
erschienen im rororo-Verlag, Seitenanzahl: 558

Inhalt:

Betty und Robin Thorogood, praktizierende weiße Hexen, beziehen ein altes Bauernhaus mit einer baufälligen Kirche in Radnorshire. Vor ihrer Tür finden sie ein rätselhaftes Holzkästchen mit Beschwörungsformeln. Betty hat ohne Vorwarnungen unheilvolle Visionen. Es ist ein alter heidnischer Ort. Beide versuchen, das Geheimnis der fünften Kirche zu entschlüsseln.
Merrily Watkins, Pfarrerin und Expertin für spirituelle Grenzfragen in der Diözese wird darauf aufmerksam und versucht zu ermitteln, welche Kräfte in der heidnischen Kultstätte tatsächlich wirken.

Autor:

Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kultstatus genießt.

Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Dies ist der 3. Band, der sich um Merrily Watkins, Pfarrerin und Expertin für spirituelle Grenzfragen dreht. Sie wird vom Autor als unkonventionelle, rauchende und dickköpfige Person sympathisch beschrieben. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die ab und zu witzige Wortwahl ist amüsant zu lesen. Der Autor hört bei den Kapiteln im spannendsten Moment auf und man fiebert dem nächsten Kapitel entgegen, um den weiteren Verlauf des Krimis zu erfahren.
Merrily ist zwar eine Vertreterin der anglikanischen Kirche und trotzdem nehmen die christlichen Ausschweifungen in diesem Buch weniger Platz als gedacht ein. Es wirken viele exzentrische Personen in diesem Krimi mit und die Handlungsorte werden bildlich beschrieben.
Das Cover fällt mit seiner düsteren Gestaltung mit einer alten Kirche und im Vordergrund ein Kreuz sofort ins Auge und stimmt den Leser auf einen Mysterykrimi ein.

Fazit:

Mir haben in diesem Buch die mystischen Einflüsse und Erscheinungen etwas gefehlt. Zum Ende hin wird der Krimi ein wenig langatmig und die Spannung verliert an Intensität. Meine Begeisterung für "Die fünfte Kirche" hält sich leider etwas in Grenzen.

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Bewertung von Clausi80 am 15.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ein wenig kam mir beim Lesen des Buches die Fernsehserie "Buffy" und die dort im Mittelpunkt stehende Stadt Sunnydale in den Sinn. Sunnydale liegt über dem Höllenschlund - und eigentlich passiert alles, was rund um Dämonen, Monster & Co. nur passieren kann, ausgerechnet dort. Einen Höllenschlund gibt es zwar in der Gegend an der englisch-walisischen Grenze nicht (wobei - wer weiß?), der eigentlich idyllische Landstrich scheint jedoch verstärkt merkwürdige Vorkommnisse, seltsame Menschen und mystische Wesen anzulocken, sowohl im zweiten Teil der Serie ""Mittwinternacht", wie auch nun im Nachfolgeband "Die fünfte Kirche". Immerhin hatte der Verlag scheinbar ein Einsehen und aus "Ein Merrily-Watkins-Krimi" auf dem Einband wurde bei diesem Buch "Ein Merrily-Watkins-Mystery" - denn dieses Buch ist alles, aber kein Krimi. So sehr der - nicht wirklich angemessene - Klappentext dieses auch suggerieren möchte.

Abgesehen vom Wechsel Krimi/Mystery weist das Buch - in mancherlei Hinsicht leider - etliche Parallelen zu "Mittwinternacht" auf. Wieder ist Lichtmess der zentrale Punkt, auf den das Buch zusteuert und wieder plätschert die Geschichte, trotz Grusel-Elementen und der sehr hübschen Grundidee mit dem Drachen, so vor sich hin - die Höhepunkte zwischendurch: die Gruselbeerdigung, die Krawalltalkshow und das massive Presseaufgebot - ehe sie wieder in ein fulminantes, mitreißendes Finale einmündet, das den Leser wieder mit dem zuvor vielleicht etwas langsam geratenen Erzähltempo versöhnt.

Die große Stärke des Romans liegt, ebenfalls erneut, in den Figuren - juchu, Merrily ist zurück! Und Jane! Gerade Jane - ich liebe sie! Aber wo wir gerade von Liebe sprechen: Ein wenig kurz kommt Jane schon, es interessiert mich ja brennend, was aus ihr und Irene denn nun wird. Aber vielleicht im nächsten Band? Ich bin gespannt! Denn trotz eines auf meiner Seite so gut wie nicht vorhandenen Interesses an Kirche, ihren Mythen und ähnlichem hat Phil Rickman es wieder geschafft, mich zu packen, so dass ich das Buch kaum noch aus den Händen legen konnte.

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Bewertung von Merendina aus Bayern am 13.05.2010 ***** sehr gut
Da ich bereits den zweiten Band von Phil Rickman gelesen hatte und dieser mich gleich in seinen Bann gezogen hatte, war ich sehr neugierig auf "Die fünfte Kirche". Schon das Buchcover fand ich sehr ansprechend, man ahnt sofort, um welche Art Roman es sich handelt. Die alte Kirche und das Kreuz im Vordergrund weisen das Buch gleich in die mystische Ecke. Ich persönlich kenne diese alten Kirchen von meiner Zeit in England und konnte schon beim Betrachten des Covers die unheimlich Atmosphäre, die dort in der Dämmerung oder an trüben Tagen herrscht, sofort spüren.

Ich denke nicht, dass man als Leser die Vorgängerbände kennen muss, um sich mit Personen und Handlung zurechtzufinden. Wie Band 1 und 2 sind die Themen auch hier wieder Exorzismus, unerklärliche Phänomene und Magie. Wer sich mit diesen Themen nicht auseinandergesetzt hat oder sich dafür nicht interessiert, wird nicht unbedingt zu einem Fan Rickmans werden.

Meiner Meinung nach zog sich der Anfang diesmal etwas in die Länge, das Lesen ging etwas zäh voran. Doch dann wurde der Roman von Seite zu Seite spannender und hat mich wieder einmal regelrecht gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Wieder steht Merrily Watkins im Vordergrund, eine moderne, jugendlich wirkende Pastorin und Exorzistin, die unheimliche Phänomene und Morde aufklären soll.

Betty, die mit ihrem Mann Robin ein altes Bauernhaus gekauft hat, auf dessen Grundstück die Reste einer alten Kirche stehen, hat Visionen. So sieht sie z.B. im alten Kirchturm einen in ein langes, schwarzes, schmutziges Gewand gekleideten Mann, der am Altar betet. Sein Gesicht ist voller Angst und schweißüberströmt. Anscheinend hat er etwas gesehen, das ihm sehr zu schaffen macht.

Betty und ihr Mann Robin haben vor, die alte Kirche in eine heidnische Kultstätte umzuwandeln. Doch auch der Pfarrer Ellis hat Interesse an dieser Kirche. Plötzlich geschehen unerklärliche Dinge, Vergangenes kommt ans Licht und Menschen werden ermordet...

Insgesamt ein toller, fesselnder Roman für Fans von Rickman und Fans von mystischer Literatur.

Gibt es vielleicht irgendwann einen 4 Band????

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  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 558 S.
  • Seitenzahl: 560
  • rororo Taschenbücher Nr.24907
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 33mm
  • Gewicht: 416g
  • ISBN-13: 9783499249075
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Christen, Heiden, Serienmörder.

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Kaum hat der Bischof Merrily Watkins zur Exorzistin ernannt, muss sie schon in eine Krawall-Talkshow zum Thema Satanismus. So richtig ist der Teufel aber erst los, als Hippies in einer Ruine einen heidnischen Tempel errichten wollen: ausgerechnet in einer der fünf Sankt-Michaels-Kirchen, die nach alter Überlieferung das Land vor dem Bösen bewahren. Und das Böse ist da, in Gestalt eines Serienmörders.
Dann macht Merrily eine Entdeckung, die sie daran zweifeln lässt, auf der richtigen Seite zu stehen.

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"Die fünfte Kirche" ist der dritte Band der Serie und voraussichtlich auch der letzte, den ich gelesen habe. Das Prinzip ist im Grunde genommen interessant: eine weibliche Pfarrerin im Grenzbereich zwischen Christentum und Übernatürlichem. Allerdings konnte ich mit keinem der Charaktere wirklich warm werden. Mir sind die Hauptpersonen zu normal. In Kritiken wird die Authentizität zwar immer wieder lobend erwähnt, aber ich persönlich finde die Charaktere einfach nicht interessant, besonders und ansprechend genug, um die Bände weiterhin zu lesen. Außerdem stört mich, dass die Romane sich selbst nicht so ganz entscheiden können, in welche Sparte sie gehören: Belletristik oder Phantastik? Einerseits werden die Ereignisse als real und echt dargestellt, andererseits werden immer wieder klar übernatürliche Phänomene eingeflochten und ebenfalls als "echt" bezeichnet. Gerade in diesem Band hat mich die stereotypische Beschreibung der Dorfbewohner verärgert. Ein Priester spricht einige aufrührerische Worte, und sofort verwandelt sich das ganze Kaff in einen gewalttätigen Mob. Kleinere Gemeinden und Dörfer regeln ihre Angelegenheiten zwar wirklich häufig unter sich, aber wenn es so extrem wie geschildert zugehen würde, hätten sie schon längst keine Einwohner mehr. Mord, Inzest, Gotteswahn- in diesem Buch ist in der Beziehung wirklich für jeden was dabei. Anscheinend tickt der alte Gomer als einziger noch halbwegs normal. Mir hat das Buch zusammenfassend jedenfalls nicht so gut gefallen, daher gibt es nur 3 von 5 Sternen.
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Phil Rickman schreibt in seinem gewohnt ruhigen Schreibstil, der Zeit für eigene Überlegungen lässt. Diese ist diesmal auf von Nöten, da das Buch verworren wirkt. Für mich sind zu viele Handlungsstränge, bzw. Ermittlungswege parallel. Leider wird das Buch dadurch nicht mit Spannung erfüllt, sondern wird unübersichtlich. Der Klapptext mit Schlagworten wie Krawall-Talkshow und skrupellosen Mörder, versprechen mehr, als das Buch hält. Immerhin sind die Charaktere gut ausgearbeit, nehmen allerdings viel Bezug auf die vorherigen Bände. Diese sollte man gelesen haben, da der Roman ansonsten noch verworrenen wird. Das Mystische, welches der Dreh- und Angelpunkt der anderen Bände war, kommt leider zu kurz.

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Seine Hauptdarstellerin dieses Fortsetzungsromanes, eine englische Pfarrerin (alleinstehend und attraktiv, also doch ein bischen Klischee...), muss dieses Mal gegen Heiden und fanatische Christen zugleich antreten. Dabei versucht sie, sich weder vor den einen noch den anderen Karren spannen zu lassen. Ein Todesfall und ein scheinbar von der Toten besessener Witwer führen unsere Heldin in eine komplizierte Geschichte um fünf Kirchen, ihre Geschichte und den Kampf um die Vorherrschaft in der kleinen Gemeinde. Wer wird gewinnen? Das heidnische Paar, das eine der verfallenen Kirchen gekauft hat. Oder der bigotte Dorfpfarrer, der seine Schafe eher wie ein Sektenführer gegen den Teufel in die Schlacht führt. Nebenbei wird noch exorziert und arme alte Leute um ihr Erbe gebracht. Viel Stoff, der geschickt zu einer flüssigen Geschichte verarbeitet wird. Doch wie gesagt, muss sich der Leser durch viele Seiten kämpfen, bis der Krimicharakter wirklich zum tragen kommt. Ansonsten erinnert das Buch irgendwie an den Doktor und das liebe Vieh. Nur eben mit einer Pfarrerin und verschiedenen kleinen Episoden, die sich irgendwann zu einem ganzen Fügen.

Unterhaltsam, aber teilweise etwas in die Länge gezogen und nichts für klassische Thriller oder Mystery-Fans. Dafür herrscht zuviel englische Langeweile vor. Auf jeden Fall gefiel mir das Buch besser als sein Vorgänger und Rickman ist ein intelligenter Erzähler, der einen durch sein Buch lockt
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*****
weniger gut
Also ich habe jetzt die bisherigen drei Bücher um die Pfarrerin und Exorzistin Merrily gelesen und muss leider sagen, dass dieser dritte Band bisher der Schlechteste ist. Und ich habe mich so auf das dritte Buch gefreut. Das Buch und die Erzählweise haben irgendwie an Dynamik verloren. Die Charaktere sind nach wie vor recht gut geschildert aber auch in diesem Buch haben wir es wieder mit sehr vielen Personen zu tun, die ich mir leider auch nicht alle einprägen kann. Ich weiß nicht, ob ich beim Lesen nicht immer so richtig aufgepasst habe, aber irgendwie sind gegen Ende des Buches immer wieder (für mich) neue Erkentnisse aufgetaucht, die aber für die Protagonisten völlig klar erschienen. Auch sind Ereigenisse einfach nur angerissen worden (Brand in der Gemeindehalle) - er ist einfach ausgebrochen völlig aus der Geschichte gerissen.

An sich haben wir es hier aber mit einer guten Grundidee zu tun. Kirche bzw. christlicher Glaube gegen Magie und andere "Glaubensrichtungen" Doch wer die vorherigen Bücher kennt, wird eine ganz andere Merrily kennenlernen. Sie scheint ein wenig passiv und zurückhaltend. Der Charakter hat ein wenig an Überzeugung eingebüßt. Ich hoffe, dass die nächste Bände wieder mehr dem alten Muster folgen werden.
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Bewertung von robberta aus NRW am 16.06.2010
*****
weniger gut
Betty und Robin haben ein altes dem Verfall preisgegebenes Gemäuer gekauft, die Einheimischen legen ihnen ein Holzkästchen vor die Tür. Die junge Ehefrau von J.W.Weal stirbt an einem Schlaganfall. Merrilyn Watkins die Pfarrerin will dem Witwer Weal seelischen Beistand leisten, wird von dem großen Mann aber brüsk abgewiesen. Ihre sechzehnjährige Tochter Jane nimmt derweil ein Telefongespräch von Tania Beauman an, die die Pfarrerin für die Sendung live-night gewinnen will. Im Verlauf des Buches wird jedoch eine andere Richtung eingeschlagen, die man auch mit Hilfe des Covertextes nicht ahnt.
Nicht nur auf den ersten Seiten (Betty und Robin und die weiteren Figuren) sehr sprunghaft. Man weiß zuerst nicht worum es genau geht. Spannung wird erst angedeutet, als die Plastiktüte vor die Tür gelegt wird. Die vielen verschiedenen Figuren sind nicht gut dargestellt bzw. voneinander abgegrenzt, man braucht lang um in das Buch herein zu finden. Die Begegnung von Merrilyn und Mr.Weal ist wiederum interessant und man möchte wissen wie es weiter geht. Dann geht schon wieder mit den beiden wirren Betty und Robin weiter. Ich finde das Buch ziemlich wirr und das Thema Sekten in Kombination mit sexuellen Ausrichtung ist nicht mein Ding, ebenso wie das Ende des Buches.
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Bewertung von tinabauer aus essingen am 06.06.2010
*****
ausgezeichnet
Merrily ist gerade dabei, einem alten Freund und Nachbarn Beistand beim Sterben seiner Frau zu leisten, als ein junges Pärchen einen schon lange leerstehenden Hof mit altem Kirchturm und Friedhof bezieht. Was bereits einige Einheimische schon zu Wissen scheinen, liegt auf der Hand: Die Neuen praktizieren das Heidentum. Gleich am ersten Abend wird Ihnen ein geheimnisvolles hölzernes Kästchen auf die Türschwelle gelegt. Darin befindet sich ein alter Versreim, der sich aus verschiedenen Religionen zusammensetzt.
Merrily wird in eine Nightlife-Talkshow eingeladen und sind dort im Kreis mit Wiccas und diversen anderen Vertretern des Heidentums und ist schwer bemüht, die Fassung zu bewahren, als dort bekannt wird, das es sich bei den neuen Besitzern der stillgelegten Kirche um praktizierende Heiden handelt. Nach dieser Veröffentlichung beginnt der dort ansässige Pfarrer eine kleine Inquisition und steckt das ganze Dorf mit seiner Gesinnung an….

Gewohnt spannend und wahnsinnig gut erzählt. Ein anfangs wirrer Faden verdickt sich zu einem strammen Tau! Rickman hat mit seiner Pfarrerin für spirituelle Grenzfragen eine Romandarstellerin geschaffen, die einem nicht mal ein kurzes Bier aus dem Kühlschrank gönnt.
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Bewertung von Tintenherz aus Kiel am 23.05.2010
*****
weniger gut
Merrily, die mit dem Satan Tango tanzt!

"Die fünfte Kirche" von Phil Rickman
erschienen im rororo-Verlag, Seitenanzahl: 558

Inhalt:

Betty und Robin Thorogood, praktizierende weiße Hexen, beziehen ein altes Bauernhaus mit einer baufälligen Kirche in Radnorshire. Vor ihrer Tür finden sie ein rätselhaftes Holzkästchen mit Beschwörungsformeln. Betty hat ohne Vorwarnungen unheilvolle Visionen. Es ist ein alter heidnischer Ort. Beide versuchen, das Geheimnis der fünften Kirche zu entschlüsseln.
Merrily Watkins, Pfarrerin und Expertin für spirituelle Grenzfragen in der Diözese wird darauf aufmerksam und versucht zu ermitteln, welche Kräfte in der heidnischen Kultstätte tatsächlich wirken.

Autor:

Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kultstatus genießt.

Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Dies ist der 3. Band, der sich um Merrily Watkins, Pfarrerin und Expertin für spirituelle Grenzfragen dreht. Sie wird vom Autor als unkonventionelle, rauchende und dickköpfige Person sympathisch beschrieben. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die ab und zu witzige Wortwahl ist amüsant zu lesen. Der Autor hört bei den Kapiteln im spannendsten Moment auf und man fiebert dem nächsten Kapitel entgegen, um den weiteren Verlauf des Krimis zu erfahren.
Merrily ist zwar eine Vertreterin der anglikanischen Kirche und trotzdem nehmen die christlichen Ausschweifungen in diesem Buch weniger Platz als gedacht ein. Es wirken viele exzentrische Personen in diesem Krimi mit und die Handlungsorte werden bildlich beschrieben.
Das Cover fällt mit seiner düsteren Gestaltung mit einer alten Kirche und im Vordergrund ein Kreuz sofort ins Auge und stimmt den Leser auf einen Mysterykrimi ein.

Fazit:

Mir haben in diesem Buch die mystischen Einflüsse und Erscheinungen etwas gefehlt. Zum Ende hin wird der Krimi ein wenig langatmig und die Spannung verliert an Intensität. Meine Begeisterung für "Die fünfte Kirche" hält sich leider etwas in Grenzen.
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Bewertung von Clausi80 am 15.05.2010
*****
ausgezeichnet
Ein wenig kam mir beim Lesen des Buches die Fernsehserie "Buffy" und die dort im Mittelpunkt stehende Stadt Sunnydale in den Sinn. Sunnydale liegt über dem Höllenschlund - und eigentlich passiert alles, was rund um Dämonen, Monster & Co. nur passieren kann, ausgerechnet dort. Einen Höllenschlund gibt es zwar in der Gegend an der englisch-walisischen Grenze nicht (wobei - wer weiß?), der eigentlich idyllische Landstrich scheint jedoch verstärkt merkwürdige Vorkommnisse, seltsame Menschen und mystische Wesen anzulocken, sowohl im zweiten Teil der Serie ""Mittwinternacht", wie auch nun im Nachfolgeband "Die fünfte Kirche". Immerhin hatte der Verlag scheinbar ein Einsehen und aus "Ein Merrily-Watkins-Krimi" auf dem Einband wurde bei diesem Buch "Ein Merrily-Watkins-Mystery" - denn dieses Buch ist alles, aber kein Krimi. So sehr der - nicht wirklich angemessene - Klappentext dieses auch suggerieren möchte.

Abgesehen vom Wechsel Krimi/Mystery weist das Buch - in mancherlei Hinsicht leider - etliche Parallelen zu "Mittwinternacht" auf. Wieder ist Lichtmess der zentrale Punkt, auf den das Buch zusteuert und wieder plätschert die Geschichte, trotz Grusel-Elementen und der sehr hübschen Grundidee mit dem Drachen, so vor sich hin - die Höhepunkte zwischendurch: die Gruselbeerdigung, die Krawalltalkshow und das massive Presseaufgebot - ehe sie wieder in ein fulminantes, mitreißendes Finale einmündet, das den Leser wieder mit dem zuvor vielleicht etwas langsam geratenen Erzähltempo versöhnt.

Die große Stärke des Romans liegt, ebenfalls erneut, in den Figuren - juchu, Merrily ist zurück! Und Jane! Gerade Jane - ich liebe sie! Aber wo wir gerade von Liebe sprechen: Ein wenig kurz kommt Jane schon, es interessiert mich ja brennend, was aus ihr und Irene denn nun wird. Aber vielleicht im nächsten Band? Ich bin gespannt! Denn trotz eines auf meiner Seite so gut wie nicht vorhandenen Interesses an Kirche, ihren Mythen und ähnlichem hat Phil Rickman es wieder geschafft, mich zu packen, so dass ich das Buch kaum noch aus den Händen legen konnte.
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Bewertung von Merendina aus Bayern am 13.05.2010
*****
sehr gut
Da ich bereits den zweiten Band von Phil Rickman gelesen hatte und dieser mich gleich in seinen Bann gezogen hatte, war ich sehr neugierig auf "Die fünfte Kirche". Schon das Buchcover fand ich sehr ansprechend, man ahnt sofort, um welche Art Roman es sich handelt. Die alte Kirche und das Kreuz im Vordergrund weisen das Buch gleich in die mystische Ecke. Ich persönlich kenne diese alten Kirchen von meiner Zeit in England und konnte schon beim Betrachten des Covers die unheimlich Atmosphäre, die dort in der Dämmerung oder an trüben Tagen herrscht, sofort spüren.

Ich denke nicht, dass man als Leser die Vorgängerbände kennen muss, um sich mit Personen und Handlung zurechtzufinden. Wie Band 1 und 2 sind die Themen auch hier wieder Exorzismus, unerklärliche Phänomene und Magie. Wer sich mit diesen Themen nicht auseinandergesetzt hat oder sich dafür nicht interessiert, wird nicht unbedingt zu einem Fan Rickmans werden.

Meiner Meinung nach zog sich der Anfang diesmal etwas in die Länge, das Lesen ging etwas zäh voran. Doch dann wurde der Roman von Seite zu Seite spannender und hat mich wieder einmal regelrecht gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Wieder steht Merrily Watkins im Vordergrund, eine moderne, jugendlich wirkende Pastorin und Exorzistin, die unheimliche Phänomene und Morde aufklären soll.

Betty, die mit ihrem Mann Robin ein altes Bauernhaus gekauft hat, auf dessen Grundstück die Reste einer alten Kirche stehen, hat Visionen. So sieht sie z.B. im alten Kirchturm einen in ein langes, schwarzes, schmutziges Gewand gekleideten Mann, der am Altar betet. Sein Gesicht ist voller Angst und schweißüberströmt. Anscheinend hat er etwas gesehen, das ihm sehr zu schaffen macht.

Betty und ihr Mann Robin haben vor, die alte Kirche in eine heidnische Kultstätte umzuwandeln. Doch auch der Pfarrer Ellis hat Interesse an dieser Kirche. Plötzlich geschehen unerklärliche Dinge, Vergangenes kommt ans Licht und Menschen werden ermordet...

Insgesamt ein toller, fesselnder Roman für Fans von Rickman und Fans von mystischer Literatur.

Gibt es vielleicht irgendwann einen 4 Band????
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Autorenporträt zu "Phil Rickman"

Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kult-Status genießt. "Erstklassige Thriller mit dem besonderen Etwas", heißt es im "Guardian", und der "Spectator" urteilt knapp: "Eine der besten Krimiserien überhaupt".

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