Die Fremde - Gwisdek, Gabriela

Gabriela Gwisdek 

Die Fremde

Psycho-Thriller. Originalausgabe

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Die Fremde

Sag mir, wer ich bin Ein geheimnisvoller Unfall, die Jagd nach einem Mörder und die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Gabriela Gwisdek erzählt von einer Frau, die nicht weiß, wer sie ist - und der ihr eigener Mann alles zutraut: Betrug, Lüge und sogar einen Mord. Ein abgründiger Psychothriller - packend bis zur letzten Seite!

Im Leben der anderen
Wie gut kennen wir den Menschen an unserer Seite wirklich?
Eine geheimnisvolle Frau, die Jagd nach einem Mörder und die Suche nach der eigenen Vergangenheit ein abgründiger Psychothriller, packend bis zur letzten Seite.
Ein leeres Haus, eine verschwundene Ehefrau. Als Markus von einer Dienstreise zurückkehrt, glaubt er, in einen Alptraum geraten zu sein. Seine Frau Katharina hat die Wohnung offenbar fluchtartig verlassen. Als er sie wiederfindet, liegt sie nach einem mysteriösen Unfall im Krankenhaus und behauptet, eine andere zu sein. Die Nachforschungen, die Markus anstellt, werfen noch mehr Fragen auf. Katharina wuchs in einem Waisenhaus auf, und die einzige Frau, die sie wirklich kannte, ist anscheinend ermordet worden.


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau Tb
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 259 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 259
  • Aufbau Taschenbücher Bd.2624
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 115mm x 30mm
  • Gewicht: 278g
  • ISBN-13: 9783746626246
  • ISBN-10: 3746626242
  • Best.Nr.: 29728271
Gabriela Gwisdek, 1966 in Bautzen geboren, hat als Requisiteurin für Theater, Film und Fernsehen gearbeitet. Sie ist mit dem Schauspieler Michael Gwisdek verheiratet und hat für ihn eine Fernsehreihe entwickelt, die im ZDF ausgestrahlt werden wird. "Die Fremde" ist ihr erster Roman.

Leseprobe zu "Die Fremde"

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Leseprobe zu "Die Fremde" von Gabriela Gwisdek

25. (S. 186-187)

Das Klappern von Absätzen auf den Bodenfliesen der Diele ließ Sarah aufschrecken. Die Digitalanzeige der Nachttischuhr zeigte neun Uhr morgens. Sie schlüpfte in den Morgenmantel ihres Vaters, den sie seit seinem Tod immer wieder trug, öffnete leise die Schlafzimmertür und lauschte. Von unten war eine Frauenstimme zu hören. Da es von ihrem Standpunkt aus unmöglich war, die Lobby zu überblicken, schlich sie barfüßig bis zum Galeriegeländer und lehnte sich vor.

Die Frauenstimme drang nun aus der Küche, einzelne Worte konnte Sarah jedoch nicht verstehen. Da es um diese Uhrzeit höchst unwahrscheinlich war, dass es sich um Einbrecher handelte, beschloss sie, Markus schlafen zu lassen und der Sache allein auf den Grund zu gehen. Sie war auf der Hälfte der Treppe angelangt, als die Eingangstür geöffnet wurde und ein älteres Paar eintrat. Abrupt blieb Sarah stehen und schaute verdutzt auf die Leute, die geradewegs in Richtung Küche liefen. Was zum Teufel war hier los? Als sie Sekunden später die Küche betrat, sah sie, wie ein Mann kopfschüttelnd ihren Kühlschrank schloss und sich den anderen Personen, die in kleinen Gruppen um den Tresen herum standen, zuwandte.

»Darf ich fragen, was Sie hier machen?«, fragte Sarah empört und erstaunt zugleich. Eine junge Frau mit einer Mappe unter dem Arm riss den Kopf herum und schaute sie an. »Großer Gott, wer sind Sie?« Sarah, die plötzlich begriff, was das alles zu bedeuten hatte, verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust. »Ich bin die Eigentümerin des Hauses. Und wer sind Sie, wenn ich fragen darf?« Die junge Frau errötete vor Verlegenheit und begann hektisch in ihren Unterlagen zu blättern. »Sind Sie Sarah McDonnan?«, fragte sie vorsichtig. »Richtig!« Beflissen ging sie mit ausgestreckter Hand auf Sarah zu.

»Mein Name ist Shirley Hatson. Ich bin vom Büro ›Cohn & son‹. Es überrascht mich, dass Sie hier sind. Sie sagten am Telefon doch, Sie seien längere Zeit in Europa. Deutschland, wenn ich mich nicht irre?« Sarah erbleichte. Sie hatte mit ihrer Annahme recht gehabt, dass sich ein Makler des Hauses bemächtigt hatte. Aber konnte sie tatsächlich den Auftrag gegeben haben? Und woher sollte die Frau wissen, dass sie sich in Deutschland aufgehalten hatte?

Aber das würde sich schnell aufklären, wenn sie diesen ominösen Mr. Cohn endlich am Telefon hatte. Mit einem knappen »Sorry« verabschiedete sie sich und eilte im Morgenmantel ihres Vaters hinauf ins Ankleidezimmer. Als sie wenig später erneut die Küche betrat, kamen die Stimmen aus einem der hinteren Zimmer. Sarah erstarrte, atmete tief durch und lief wutentbrannt den Flur entlang zur Bibliothek ihres Vaters. Dieser Raum war ihr immer heilig gewesen! Jetzt war er voller fremder Menschen, die sogar die Dreistigkeit besaßen, es sich in dem ledernen Ohrensessel ihres Vaters bequem zu machen. Wütend sprach Sarah eine ältere Dame an. »Was erlauben Sie sich!«

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