Die ungarische Geschichte erlebte durch die Jahre der
sozialistischen Herrschaft eine Zäsur, die zu tiefschürfenden
Veränderungen in der natürlichen Entwicklung der Kultur des Landes
führte. Das kulturelle Leben war, gleich den übrigen Sphären des
gesellschaftlichen Lebens, bis zur politischen Wende im Jahr 1989,
aber insbesondere in den ersten Jahren des Sozialismus unter Mátyás
Rákosi, von Terror gegen Andersdenkende geprägt. "Die
Federführer" beschäftigt sich mit den Grundstrukturen des
Literaturbetriebs im sozialistischen Ungarn und der Entwicklung der
ideologischen Basis für die sozialistische Literaturpolitik sowie
ihr tatsächliches Eingreifen in die verschiedenen Sphären der
Literatur vom Verlagssystem bis hin zum einzelnen Schriftsteller.
Zu diesem Zweck wird die Geschichte des ungarischen
Literaturbetriebs von seiner Entstehung ab der Machtübernahme der
Kommunisten an bis zu seiner ersten schwerwiegenden Krise
unmittelbar vor und während der Revolution von 1956 nachgezeichnet,
um die wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg der
kommunistischen Literaturpolitik unter József Révai, dem führenden
Kulturpolitiker der Rákosi-Ära, darzulegen.
Mag. Erika Regner wurde 1983 in Österreich geboren. Sie studierte Deutsche Philologie, Hungarologie und Ungarische Literaturwissenschaft an der Universität Wien und der Université de la Sorbonne Nouvelle in Paris. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf der Literatur des 20. Jahrhunderts. Seit 2006 ist sie beruflich im Kultur - und Medienbereich tätig.
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