Die Erfindung von Paris - Hazan, Eric

Eric Hazan 

Die Erfindung von Paris

Kein Schritt ist vergebens

Gebundenes Buch
 
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Die Erfindung von Paris

Quartier Latin, Jardin de Luxembourg und Place Vendome... Namen, die dem Neuankömmling alles verheißen und dem Eingeweihten Bilder, Gerüche und Töne ins Gedächtnis bringen. Jeder kann sich verzaubern lassen von Eric Hazans Streifzug durch Paris. Er erforscht die Quartiers, jedes für sich, bis ins kleinste Detail, und ruft auch die Figuren hinzu, die sonst nur zwischen Buchdeckeln die Stadt bevölkern oder vor Jahrhunderten die Straßen durchwanderten. Folgt man ihm, stellt sich die Frage, wie viele verschiedene Städte es eigentlich sind, die unter dem einen Namen Paris einhergehen. Das Paris Doisneaus, das von Degas, von Proust, Balzac, Haussmann und Eiffel? Das"Rote Paris"des Mai 1968 und das Paris der Französischen Revolution? Eric Hazan kennt sie alle. Schicht für Schicht legt er sie frei und zeigt, wie Paris gewachsen ist, wie es zerstört wurde und sich auch heute noch Tag um Tag verändert, nicht nur dort, wo sich die multikulturelle Metropole über die beschaulichen Dörfer am Rande wälzt - die Stadt als lebender Organismus und Schauplatz menschlichen Lebens zugleich. Hazans Erfindung von Paris ist eine ebenso kluge wie unterhaltsame Kultur- und Sozialgeschichte, das Porträt einer Stadt in Bewegung und ein expliziter Kontrapunkt zu allen Versuchen ihrer Musealisierung.


Produktinformation

  • Verlag: Ammann
  • 2006
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: o.J.. 631 S., Ktn.-Skizz.
  • Seitenzahl: 631
  • Deutsch
  • Abmessung: 21, 5 cm
  • Gewicht: 820g
  • ISBN-13: 9783250104858
  • ISBN-10: 325010485X
  • Best.Nr.: 20755365
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.06.2006

Sachbücher des Monats Juli
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. ERIC HAZAN: Die Erfindung von Paris. Kein Schritt ist vergebens. Aus dem Französischen von Karin Uttendörfer und Michael Müller. Ammann Verlag, 640 Seiten, 39,90 Euro.
2. EDGAR WOLFRUM: Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Klett Cotta Verlag, 694 Seiten, 29,50 Euro.
3. MICHAEL BORGOLTE: Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes 300 bis 1400 n. Chr. Siedler Verlag, 608 Seiten, 74,00 Euro.
4. DETLEV CLAUSSEN: Béla Guttmann. Weltgeschichte des Fußballs in einer Person. Berenberg Verlag, 140 Seiten, 19,00 Euro.
5. DAGMAR HERZOG: Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Aus dem Amerikanischen von Ursel Schäfer und Anne Emmert. Siedler Verlag, 432 Seiten, 24,90 Euro.
6. PAUL NOLTE: Riskante Moderne. Die Deutschen und der neue Kapitalismus. C. H. Beck Verlag, 313 Seiten, 19,90 Euro.
7.-9. VOLKER PERTHES: …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.07.2006

Geben Sie Ihrem Herzen einen Schwung, stürzen Sie sich übers Endspiel-Wochenende nach Paris
Einzigartig in der reichen Literatur über die französische Metropole: Eric Hazans Buch ist ein vorzüglicher Reisebegleiter durch eine Stadt, die an jeder Ecke auf Literatur und Kunst gegründet ist

Nehmen wir an, die ganze Stadt, von der hier die Rede ist, sei eine freie Erfindung nachträglich. Die Bastille: ein Gefängnis, speziell erbaut, um geschleift zu werden. Der Jardin du Luxembourg: nicht Schloßgarten, sondern Kulisse für Godards Schwarzweißfilme. Der ferne Montmartre: eine längst eingemeindete Künstler-, dann Touristenkolonie. So lesen wir oft Städte, heute. Wir meinen Geschichte und sprechen von Gegenwart - eine Gegenwart, in der die Orte endgültig ein Etikett ihrer Identität tragen. Es gab große Lehrmeister dieser Städtebetrachtung. Nie mehr werden wir durch die Pariser Geschäftspassagen der Baudelaire-Zeit spazieren können, ohne Walter Benjamins grandiose Theorie dazu im Kopf zu haben.

Das vorliegende Buch bietet einen anderen Zugang. Die Stadt ist nicht Etikettträger ihrer Vergangenheit, sondern ein Prozeß der permanenten …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die Erfindung nicht nur von Paris, sondern einer neuen Art literarischer Reisebegleitung scheint Joseph Hanimann in Eric Hazans Buch zu wittern. Hazan erforscht Quartier um Quartier und reichert die geografischen Gegenheiten mit Bezügen auf Geschichte, Architektur und Literatur an. Einzigartig findet der Rezensent den Ansatz einer Stadtgeschichte als eines permanenten Prozesses, gesehen vor allem aus kunst- und literaturhistorischer Perspektive. Der stark subjektive Charakter des Buches stört Hanimann kaum, der Autor, gibt er uns zu verstehen, verfällt zwar mitunter auf "eigenwillige Schlüsse", vermeidet dafür aber Fachsimpelei ebenso wie "landläufige Nostalgie". Dankbar zeigt sich Hanimann auch für die durch die Lektüre vermittelte Erkenntnis, dass ein ansprechender Stil nicht zu Lasten von Faktentreue gehen muss, sowie für die "elegante" Übersetzung aus dem Französischen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Eric Hazan wurde 1936 in Paris geboren. Nach einer Karriere als Chirurg übernahm er den elterlichen Verlag Hazan und baute ihn zu einem der führenden Kunstverlage aus. 1998 gründete er den kleinen Verlag La Fabrique, in welchem er besondere Bücher zu Fragen der Gesellschaft, der Politik, Zeitgeschichte und Philosophie veröffentlicht. Die Erfindung von Paris ist seine erste Buchpublikation als Autor und hat in Frankreich für Furore gesorgt.

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