Die Entdeckung der Currywurst - Timm, Uwe

Uwe Timm 

Die Entdeckung der Currywurst

Novelle

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Die Entdeckung der Currywurst

Lena Brück, über 80, lebt im Altersheim. Von ihr heißt es, sie habe die Currywurst erfunden. Der Erzähler dieser Novelle besucht sie, um Näheres zu erfahren. Lena Brück berichtet, zuerst von ganz alltägliche Dingen und dann von einer unerhörten Begebenheit: Kurz vor Kriegsende hat sie einen jungen Marinesoldaten in ihrer Hamburger Wohnung versteckt und ein Liebesverhältnis mit ihm angefangen. Da der Deserteur Frau und Kind besitzt, die er wiedersehen möchte, verschweigt sie ihm, daß die Stadt kapituliert hat. Sie hält ihn in ihrer Wohnung fest, versorgt ihn mit Geschichten und Gerichten, bereitet Wildgemüse, Eichelkaffee, falsche Krebssuppe - bis er den Geschmackssinn verliert.


Produktinformation

  • Verlag: DTV
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: 186 S.
  • Seitenzahl: 192
  • dtv Taschenbücher Bd.12839
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 122mm x 12mm
  • Gewicht: 160g
  • ISBN-13: 9783423128391
  • ISBN-10: 3423128399
  • Best.Nr.: 08970182
»Uwe Timm gestaltet eine ebenso groteske wie rührende, phantastische wie im konkreten Alltag verwurzelte Liebesgeschichte ... Er schafft auf geradezu artistische Weise ein weitverzweigtes, raffiniert montiertes und außerordentlich vergnüglich zu lesendes literarisches Kunststück.« (Detlef Grumbach in der <em>Woche</em>)<br/><br/>»Uwe Timms Novelle ist ein gelungenes, würziges und mit großer Sorgfalt erzähltes Stück Prosa von menschlichem Glück und Leid und der <em>Entdeckung der Currywurst</em>.« (Gerda Wurzenberger in der <em>Neuen Zürcher Zeitung</em>)<br/><br/>

"Hier erfährt der Leser schließlich auch, was es mit der Entdeckung der Currywurst auf sich hat. Aber auch ohne eine solche Episode wäre diese Liebesgeschichte ein grandioses, fesselndes Leseerlebnis." <em>'Freie Presse'</em><br/><br/>"Uwe Timms Novelle ist ein gelungenes, würziges und mit großer Sorgfalt erzähltes Stück Prosa von menschlichem Glück und Leid und der 'Entdeckung der Currywurst'." <em>Gerda Wurzenberger in der 'Neuen Zürcher Zeitung'</em><br/><br/>"Timms Novelle ist die Würdigung eines schweren, aber mutigen Frauenlebens und zugleich das späte Denkmal für einen Deserteur ... eine lebensnahe Chronik." <em>Peter Jokostra in der 'Rheinischen Post'</em>

»Timms Novelle ist die Würdigung eines schweren, aber mutigen Frauenlebens und zugleich das späte Denkmal für einen Deserteur ... eine lebensnahe Chronik.« Peter Jokostra in der >Rheinischen Post<
Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Er war der Nachzügler in der Familie und stand bei seinem autoritären Vater im Schatten des 16 Jahre älteren Bruders Karl-Heinz, der sich freiwillig zur SS-Totenkopfdivision meldete und 1943 in einem Lazarett in der Ukraine starb. Geschichten faszinierten Uwe Timm von klein auf. Nach dem Tod des Vaters leitete er 3 Jahre lang das Kürschnergeschäft, machte dann am Braunschweig-Kolleg sein Abitur und studierte in München und Paris Philosophie und Germanistik. Er promovierte mit einer Arbeit über Albert Camus. Anschließend studierte er Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Uwe Timm gehört zu den wichtigsten Vertretern der 68er-Generation, die Aufarbeitung dieser Zeit zieht sich durch sein gesamtes Werk. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen reizen den Autor auch fremde Kulturen: Seine Recherche- und Entdeckungsreisen führten ihn unter anderem bis nach Namibia, Peru und auf die Osterinseln. Heute lebt er in München und Berlin.
Der Vater von vier Kindern verfasste auch vier Kinder- und Jugendbücher und machte in den letzten Jahren als Drehbuchautor auf sich aufmerksam. Für seine zahlreichen Romane und Erzählungen erhielt Uwe Timm verschiedene Auszeichnungen und Preise, zuletzt den Großen Literaturpreis der Bayerischen

Leseprobe zu "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm

I

Vor gut zwölf Jahren habe ich zum letzten Mal eine Currywurst an der Bude von Frau Brücker gegessen. Die Imbißbude stand auf dem Großneumarkt - ein Platz im Hafenviertel: windig, schmutzig, kopfsteingepflastert. Ein paar borstige Bäume stehen auf dem Platz, ein Pissoir und drei Verkaufsbuden, an denen sich die Penner treffen und aus Plastikkanistern algerischen Rotwein trinken. Im Westen graugrün die verglaste Fassade einer Versicherungsgesellschaft und dahinter die Michaeliskirche; deren Turm nachmittags einen Schatten auf den Platz wirft: Das Viertel war während des Krieges durch Bomben stark zerstört worden. Nur einige Straßen blieben verschont, und in einer, der Brüderstraße, wohnte eine Tante von mir, die ich als Kind oft besuchte, allerdings heimlich. Mein Vater hatte es mir verboten. Klein-Moskau wurde die Gegend genannt, und der Kiez war nicht weit.

Später, wenn ich auf Besuch nach Hamburg kam, bin ich jedesmal in dieses Viertel gefahren; durch die Straßen , gegangen, vorbei an dem Haus meiner Tante, die schon vor Jahren gestorben war, um schließlich - und das war der eigentliche Grund - an der Imbißbude von Frau Brücker eine Currywurst zu essen.

Hallo, sagte Frau Brücker, als sei ich erst gestern dagewesen. Einmal wie immer?

Sie hantierte an einer großen gußeisernen Pfanne.Hin und wieder drückte eine Bö den Sprühregen unter das schmale Vordach: eine Feldplane, graugrün gesprenkelt, aber derartig löchrig, daß sie nochmals mit einer Plastikbahn abgedeckt worden war.

Hier geht nix mehr, sagte Frau Brücker, während sie das Sieb mit den Pommes frites aus dem siedenden Öl nahm, und sie erzählte, wer inzwischen alles aus dem Viertel weggezogen und wer gestorben sei. Namen, die mir nichts sagten, hatten Schlaganfälle, Gürtelrosen, Alterszucker bekommen oder lagen jetzt auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Frau Brücker wohnte noch immer in demselben Haus, in dem früher auch meine Tante gewohnt hatte.

Da! Sie streckte mir die Hände entgegen, drehte sie langsam um. Die Fingergelenke waren dick verknotet. Is die Gicht. Die Augen wollen auch nicht mehr. Nächstes Jahr, sagte sie, wie jedes Jahr, geb ich den Stand auf, endgültig. Sie nahm die Holzzange und griff damit eine der selbst eingelegten Gurken aus dem Glas. Die haste schon als Kind gern gemocht: Die Gurke bekam ich jedesmal gratis. Wie hältste das nur in München aus?

Imbißstände gibts dort auch.Darauf wartete sie. Denn dann, und das gehörte mit zu unserem Ritual, sagte sie: Jaa, aber gibts da auch Currywurst?

Nein, jedenfalls keine gute.Siehste, sagte sie, schüttete etwas Curry in die heiße Pfanne, schnitt dann mit dem Messer eine Kalbswurst in Scheiben hinein, sagte Weißwurst, grausam, und dann noch süßer Senf. Das veddelt einen doch. Sie schüttelte sich demonstrativ: Brrr, klackste Ketchup in die Pfanne; rührte; gab noch etwas schwarzen Pfeffer darüber und schob dann die Wurstscheiben auf den gefältelten Pappteller: Das is reell. Hat was mitm Wind zu tun. Glaub mir Scharfer Wind braucht scharfe Sachen.

Ihr Schnellimbiß stand wirklich an einer windigen Ecke. Die Plastikbahne war dort, wo sie am Stand festgezurrt war, eingerissen, und hin und wieder, bei stärkeren Böen, kippte eine der großen Plastik-Eistüten um. Das waren Reklametische, auf deren abgeplattetem Eis man die Frikadellen und, wie gesagt, diese ganz einmalige Currywurst essen konnte.

Ich mach die Bude dicht, endgültig.Das sagte sie jedesmal, und ich war sicher, sie im nächsten Jahr wiederzusehen. Aber in dem darauffolgenden Jahr war ihr Stand verschwunden.Daraufhin bin ich nicht mehr in das Viertel gegangen, habe kaum noch an Frau Brücker gedacht, nur gelegentlich an einem Imbißstand in Berlin, Kassel oder sonstwo, und dann natürlich immer, wenn es unter Kennern zu einem Streit über den Entstehungsort und das Entstehungsdatum der Currywurst kam: Die meisten, nein, fast alle reklamierten dafür das Berlin der späten fünfziger Jahre. Ich brachte dann immer Hamburg, Frau Brücker und ein früheres Datum ins Gespräch.

Die meisten bezweifelten, daß die Currywurst erfunden worden ist. Und dann noch von einer bestimmten Person? Ist das nicht wie mit Mythen, Märchen, Wandersagen, den Legenden, an denen nicht nur einer, sondern viele gearbeitet haben? Gibt es den Entdecker der Frikadelle? Sind solche Speisen nicht kollektive Leistungen? Speisen, die sich langsam herausbilden, nach der Logik ihrer materiellen Bedingungen, so wie es beispielsweise bei der Frikadelle gewesen sein mag: Man hatte Brotreste und nur wenig Fleisch, wollte aber den Magen füllen, da bot sich der Griff zu beiden an und war noch dazu voller Lust, man mußte das Fleisch und das Brot ja zusammenmanschen. Viele werden es getan haben, gleichzeitig, an verschiedenen Orten, und die unterschiedlichen Namen bezeugen es ja auch: Fleischbengelchen, Boulette, Fleischpflanzerl; Hasenohr, Fleischplätzchen.

Schon möglich; sagte ich, aber bei der Currywurst ist es anders, schon der Name verrät es, er verbindet das Fernste mit dem Nächsten, den Curry mit der Wurst. Und diese Verbindung, die einer Entdeckung gleichkam, stammt von Frau Brücker und wurde irgendwann Mitte der vierziger Jahre gemacht.

Das ist meine Erinnerung: Ich sitze in der Küche meiner Tante, in der Brüderstraße, und in dieser dunklen Küche, deren Wände bis zur Lämperie mit einem elfenbeinfarbenen Lack gestrichen sind, sitzt auch Frau Brücker, die im Haus ganz oben, unter dem Dach, wohnt. Sie erzählt von den Schwarzmarkthändlern, Schauerleuten, Seeleuten, den kleinen und großen Ganoven, den Nutten und Zuhältern, die zu ihrem Imbißstand kommen. Was gab es da für Geschichten: Nichts, was es nicht gab. Frau Brücker behauptete, das läge an ihrer Currywurst, die löse die Zunge, die schärfe den Blick.

So hatte ich es in Erinnerung und begann nachzuforschen: Ich befragte Verwandte und Bekannte. Frau Brücker? An die konnten sich einige noch gut erinnern. Auch an den Imbißstand. Aber ob sie die Currywurst erfunden habe? Und wie? Das konnte mir niemand sagen.

Auch meine Mutter, die sonst alles mögliche und dasbis ins kleinste Detail im Gedächtnis hatte, wußte nichts von der Erfindung der Currywurst. Mit Eichelkaffee habe Frau Brücker lange experimentiert, damals gabs ja nichts. Eichelkaffee habe sie, als sie ihre Imbißbude nach dem Krieg eröffnete, ausgeschenkt. Meine Mutter konnte mir sogar noch das Rezept nennen: Man sammelt Eicheln, trocknet sie in der Backröhre, entfernt die Fruchtschale, zerkleinert und röstet die Fruchtkerne sodann. Danach wird noch die übliche Kaffee-Ersatz-Mischung zugesetzt. Der Kaffee war etwas herb im Geschmack. Wer den Kaffee über einen längeren Zeitraum trank; verlor, behauptete meine Mutter, langsam den Geschmack. Der Eichelkaffee hat die Zunge regelrecht gegerbt. So konnten Eichelkaffeetrinker in dem Hungerwinter 47 sogar Sägespäne in das Brot einbacken, und es mundete ihnen wie ein Brot aus bestem Weizenmehl.

Und dann gab es da noch die Geschichte mit ihrem Mann. Frau Brücker war verheiratet? Ja. Sie hat ihn eines Tages vor die Tür gesetzt. Warum? Das konnte meine Mutter mir nicht sagen.

Am nächsten Morgen fuhr ich zur Brüderstraße. Das Haus war inzwischen renoviert worden. Der Name von Frau Brücker stand - was ich erwartet hatte - nicht mehr am Klingelbrett. Die ausgetretenen hölzernen Treppenstufen waren durch neue, mit Messingstreifen beschlagene, ersetzt, das Licht im Treppenhaus war hell und ließ mir Zeit, die Treppen bis oben hochzusteigen. Früher leuchtete es nur 36 Stufen lang. Als Kinder liefen wir um die Wette gegen das Licht die Treppe hoch, bis zur obersten Etage, wo Frau Brücker wohnte.

Kundenbewertungen zu "Die Entdeckung der Currywurst" von "Uwe Timm"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von mama aus Bad Berka am 22.09.2010 ***** ausgezeichnet
Nicht in Berlin, sondern in Hamburg im Jahre 1947 wurde die Currywurst entdeckt. Davon ist der Ich -Erzähler in Uwe Timms Novelle überzeugt. Er erinnert sich genau - an die Imbissbude auf dem Großneumarkt und an Frau Brücker.
Nach 12 Jahren kehrt er nach Hamburg zurück, um die "Erfinderin" zu befragen. Er findet sie im Altersheim und hört die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe, die im Krieg begann, der Liebe zwischen Lena Brücker und Hermann Bremer. Er ist Bootsmann auf Urlaub, sie seit 5 Jahren allein. Er bleibt gern, zunächst über Nacht, dann länger. Als Fahnenflüchtiger versteckt er sich in Lenas Wohnung, voller Angst und immer in Erwartung - auf ihr Kommen, ihr leckeres Essen und natürlich auf das Kriegsende. Doch Lena "vergisst", ihm von der Kapitulation Deutschlands zu berichten, einmal im Leben ist sie egoistisch. Natürlich erfährt er davon...
Uwe Timm ist ein leiser, aber großartiger Erzähler. Er zeigt mit Lena Brücker eine Frau, die sich niemals unterkriegen lässt und immer das Beste aus dem Wenigen macht, was ihr zur Verfügung steht, vor allem in der harten Nachkriegszeit. Damit steht sie für viele Frauen, die unspektakulär das Leben nach 1945 meisterten und trotzdem wichtig für einen Neuanfang waren.
Schließlich erfährt auch der Ich-Erzähler, dass es neben Ketchup auch Curry auf dem Schwarzmarkt zu tauschen gab und dass ein Sturz zu ungeahnten leckeren "Entdeckungen" führen kann.

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Bewertung von Hanni-Demi aus Bad Berka am 19.07.2010 ***** sehr gut
Als ich den Titel des Buches „Die Entdeckung der Currywurst“ sah, dachte ich fälschlicherweise, dass es auch um die Currywurst geht. Tatsächlich aber fand ich mich mitten im zweiten Weltkrieg wieder. Die Geschichte handelt nur nebensächlich von der Currywurst. Es ist mehr eine Liebesgeschichte.
Als Lena Brücker, eine Frau Anfang 40, den Marinesoldaten Hermann Bremer, Mitte 20, im Kino kennenlernt, überschlagen sich die Ereignisse. Frau Brücker lädt Herrn Bremer zu sich ein. Bremer wird daraufhin zum Deserteur. Frau Bremer versteckt ihn bei sich und beide verlieben sich ineinander. Allerdings erzählt sie ihm nicht, dass der Krieg vorbei ist, um ihn noch ein bisschen bei sich zu behalten. In einem Streit kommt die Wahrheit ans Licht, Bremer geht und beide sehen sich nie wieder. Nachdem Lena Brücker, dann ihren wiederheimgekehrten Mann aus ihrem Haus schmeißt, muss sie sich einen neuen Job suchen. Sie eröffnet einen Würstchenstand und durch ein Missgeschick entdeckt sie die Currywurst.
Uwe Timm kann Emotionen sehr gut darstellen, wodurch die Personen authentisch erscheinen. Dadurch kann man die Beweggründe der handelnden Person besser verstehen. Die Novelle ist vollgepackt mit Gefühl und Realität.
Die Novelle erscheint auch durch die genauen Angaben von Ort und Zeit, beispielsweise im militärischen Werdegang von Herrn Bremer, reeller und ist auch besser nachvollziehbar. Es hat auch genaue geschichtliche Aspekte. Wie zum Beispiel die Tücken vom Staat, mit denen sich Herr Bremer und mehr noch Frau Brücker jeden Tag herumschlagen müssen.
Des weiteren hat es Uwe Timm auch gut hinbekommen Rahmen- und Haupthandlung zu verbinden. Spannung wird dadurch erzeugt, dass der Leser bis zum Ende noch nicht weiß, wie denn nun die Currywurst entstanden ist.
Die vielen Nebenhandlungen, wie zum Beispiel die Geschichte der Spionin von der Gestapo Frau Eckleben, Frau Brückers Nachbarin, die auch Berichte über Frau Brücker verfasst hat, ergänzen die Geschichte gut und bringen noch mal zusätzlich Spannung in das Ganze. Trotzdem bleibt die Liebe zwischen Bremer und Brücker im Mittelpunkt des Geschehens.
Verwirrend finde ich jedoch das Stilmittel Uwe Timms, wo er auf alle Arten der Kennzeichnung der wörtlichen Rede verzichtet. Diese Stellen unterbrechen den Lesefluss und sind extremst unverständlich. Ebenso wirr erscheinen die Vermischungen er Erzählperspektiven.
Trotzdem ist es eine empfehlenswerte Novelle, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte.

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Bewertung von Kai-Uwe Priegnitz aus 22149 Hamburg am 04.02.2003 ***** ausgezeichnet
Lena Brücker ist eine Frau mit Zivilcourage, Charakter und
Rückgrat. Dass sie anscheinend auch die Currywurst
erfunden hat, ist eher nebensächlich.
Ihre Erlebnisse aus der Zeit gegen Ende des 2. Welt-
krieges sind spannend erzählt. Mir hat das Buch
verdeutlicht, wie wertvoll es sein kann, wenn alte
Menschen von ihren Erfahrungen berichten, ohne
dabei oberlehrerhaft den Finger zu heben.

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Bewertung von Joy Backhaus aus 28239 Bremen am 19.11.2002 ***** ausgezeichnet
Ihre Inhaltsangabe zur Novelle von Uwe Timm halte ich für mangelhaft. Die Angaben zum Buch werden teilweise falsch wiedergegeben. Die Gewichtung etwaiger Geschehnisse sollte wie folgt dargestellt werden: Es heißt nicht von Lena Brücker! Sie habe die Currywurst erfunden, sondern dies ist ein peripherer Handlungsstrang. Dass das Verstecken eines Deserteurs als unerhört bezeichnet wird, halte ich für eine bedenkliche Aussage, in Zeiten wo Soldaten als Kanonenfutter benutzt wurden. Der Ausdruck hilfsbereit, gesunder Menschenverstand, trifft es dann wohl eher. Bitte verstehen sie meine Rezension nicht falsch, ich denke, es kann ihrer Seite nur behilfreich sein. Über Respons würde ich mich freuen und ich bin einer Belehrung ihrereseits nicht abgeneigt.

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