Die einfach thematischen Präsentien in der dritten Konjugation des Lateinischen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vorgeschichte und
innersprachlichen Entwicklungen der Verben der lateinischen dritten
Konjugation, die kein markantes Stammbildungssuffix aufweisen.
Unter diesen Verben gibt es viele, die aus der indogermanischen
Grundsprache ererbt sind, aber auch Neubildungen und Umbildungen.
Alle etwa 180 Verben erfahren in einem wörterbuchartigen Teil eine
Besprechung hinsichtlich ihrer Wortbildung und Etymologie. Dabei
werden in strittigen Fällen auch Textbelege hinzugezogen und
philologisch ausgewertet. Übergreifende Aspekte finden sich in
zusammenfassenden Kapiteln: Themavokal, Unterklassen innerhalb der
einfach thematischen Präsentien und ihr Verhältnis zu den
urindogermanischen Präsensklassen wie z.B. d-/dh-Präsentien,
Aktionsartbildungen, Komposita, Produktivität und Neubildungen,
Onomatopoetika, Lehnwörter, Mehrfachpräsentien, Diathese und
Transitivität, das Partizip Perfekt Passiv als Teil der
Stammformreihe. Die Arbeit wendet sich an Sprachwissenschaftler,
Indogermanisten, Latinisten, Romanisten, aber auch an Germanisten,
Slawisten und andere Wissenschaftler, die sprachhistorisch und
sprachvergleichend arbeiten.
Bettina Bock studierte Klassische Philologie und Indogermanistik in Jena und Rostock. Sie ist Assistentin am Lehrstuhl für Indogermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist Mitarbeiterin derSächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig im Projekt Deutsche Wortfeldetymologie in europäischem Kontext. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Wort- und Begriffsgeschichte, Semantik und Syntax, v.a. des Deutschen, des Lateinischen, des Griechischen und des Slavischen.
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