Die dritte Ebene - Hefner, Ulrich

Ulrich Hefner 

Die dritte Ebene

Thriller

Broschiertes Buch
 
4 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Die dritte Ebene

Naturkatastrophen und seltsame Phänomene bedrohen die gesamte Menschheit
USA, Frühjahr 2004: Monsterhurrikans und Flutwellen biblischen Ausmaßes verwüsten die Küsten, Millionen Menschen fürchten um ihr Leben. Ist eine weltweite Klimakatastrophe die Ursache? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Während die Wissenschaftler Brian und Suzannah dies herauszufinden versuchen, ahnen sie nicht, dass sie dabei auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Denn sie sind einem hoch geheimen Experiment auf der Spur, das die ganze Menschheit bedroht ...Brillant erzählt, erschreckend real - ein mitreißender Öko-Thriller.

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 732 S.
  • Seitenzahl: 736
  • Goldmann Taschenbücher Bd.47054
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 118mm x 53mm
  • Gewicht: 587g
  • ISBN-13: 9783442470549
  • ISBN-10: 3442470544
  • Best.Nr.: 25547924
"Der Leser ist von der ersten Seite an gefesselt, und die Frage nach der Auflösung treibt ihn im Rekordtempo durch die 656 Seiten."
Ulrich Hefner, geboren 1961 in Bad Mergentheim, hat neben seiner Laufbahn als Polizeibeamter bereits vier Romane veröffentlicht. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Lauda, Baden-Württemberg. Er ist u.a. Mitglied in den Autorenvereinigungen »Das Syndikat« und »Die Polizei-Poeten« und Gewinner des eScript Literaturpreises des ZDF

Leseprobe zu "Die dritte Ebene" von Ulrich Hefner

Oktober 2003

Socorro County, New Mexico

Die Frau hetzte durch den beginnenden Morgen, ihre Füße waren von blutigen Schrammen übersät, und Schweißtropfen rannen ihr über die Stirn. Ihr Brustkorb hob und senkte sich im rasenden Takt der Angst und der Erschöpfung. Ihre Lunge schmerzte, und Tränen liefen ihr über die alabasterfarbenen Wangen. Alles Blut war aus ihrem Gesicht gewichen.

Sie war auf der Flucht und wusste weder aus noch ein. Nur mit einem Nachthemd und einem Morgenmantel bekleidet, ohne Schuhe und Strümpfe hastete sie durch das Wäldchen. Mit jedem Schritt entfernte sie sich weiter von dem Ort des Grauens. Die Kälte des Oktobertags spürte sie nicht, sie hatte nur ein Ziel: Entkommen!

Bestimmt waren die Kerle in den schwarzen Anzügen längst hinter ihr her. Sie wusste, dass in der Nähe eine Straße durch das sandige Tal führen musste, nur wo genau sie verlief, das wusste sie nicht. Sosehr sie sich auch zu konzentrieren versuchte, immer wieder wurden ihre Gedanken durch grellfarbene Explosionen in ihrem Kopf durchbrochen. Vielleicht wäre es das Beste, sich einfach auf den Boden zu legen und auf den Tod zu warten. Den Tod, der einer Erlösung für sie gleichkommen würde. Doch sie lehnte sich mit aller Macht gegen die innere Müdigkeit auf. Sie musste es einfach schaffen, nur so würde die Welt von den Grausamkeiten erfahren, die man ihr angetan hatte.

Sie verharrte eine Weile und schaute hinunter ins Tal. Insgeheim hoffte sie, dass ein Scheinwerferlicht den wabernden Nebel durchdringen und ihr den weiteren Weg weisen würde. Doch

sie hoffte vergebens. Allein die Nebelschwaden zogen an ihr vorüber, und durch den jungen Tag hallte das Gezwitscher der Vögel, das bald durch ein anderes Geräusch überlagert wurde - ein bedrohliches Brummen, das unaufhaltsam näher kam.

Eine Woge des Schmerzes überflutete ihren Kopf. Sie presste die Hände gegen die Schläfen. Der Schmerz verzog sich so plötzlich, wie er gekommen war. Sie tastete über ihre kurz geschorenen Haare. Tränen liefen ihr über die Lippen. Sie hätte am liebsten geschrien, aber der Laut blieb ihr im Hals stecken. Wallende Locken hatten ihr bis über die Schultern gereicht, und sie war immer stolz auf ihre Haarpracht gewesen, doch nun waren nicht viel mehr als einen Zentimeter lange Stoppeln übrig geblieben. Lange Haare seien unpraktisch, hatten die Männer gesagt, bevor sie ihr die Locken kurzerhand abgeschnitten hatten. Seither hatte sie keinen Blick mehr in einen Spiegel geworfen.

Das Brummen entfernte sich, nahm eine andere Richtung. Sie atmete auf. Dann hetzte sie den Abhang hinunter, rannte über sandigen Boden, bevor sie erneut in ein Wäldchen eintauchte und eins mit den dichten Nebelschwaden wurde.

Kennedy Space Center, Florida

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen. Die dampfende Trägerrakete vom Typ Delta IV im Startgerüst des Kennedy Space Center war startbereit. Die große Digitaluhr über der Videoleinwand im Kontrollzentrum zeigte noch drei Minuten bis zum Start, und die Augen der Mitarbeiter waren gebannt auf ihre Terminals gerichtet. Der Flightcommander hatte die grüne Lampe aktiviert. Alle Systeme arbeiteten innerhalb der Norm.

Commander Nicolas Leach beobachtete argwöhnisch das Kontrollpaneel und schickte leise ein letztes Stoßgebet gen Himmel. Die Auslastung des Startgewichts lag im Grenzbereich, aber der verantwortliche Ingenieur hatte seine Bedenken mit einem Wink beiseitegeschoben.

"Wenn wir wollen, dann schießen wir Ihnen ein ganzes Hochhaus in den Himmel", hatte er gesagt, bevor er hinter seinem Kontrollpult Platz genommen hatte.

Im gesicherten und abgeschirmten Nutzlastcontainer der ersten Delta-Stufe befand sich eine wertvolle Fracht. Mit knapp 2,7 Tonnen war der Satellit mit dem geheimnisvollen Namen Prophet 1 um knapp 400 Kilogramm schwerer geworden als ursprünglich geplant. Dies lag an der extrem leistungsfähigen Stromquelle, die nachträglich in den Flugkörper eingebaut worden war. Der Satellit, der zu einer Reihe von künstlichen Himmelskörpern gehörte, die in den nächsten Wochen der Nummer 1 folgen sollten, war Bestandteil eines Navy-Projekts, das zur Verbesserung der Überwachung der südöstlichen Pazifikregion diente.

Nördlich des zwanzigsten Breitengrades sollte Prophet 1 etwas mehr als 200 Kilometer vor der Küste des Kontinents in geosta-tionärer Position verankert werden. Für die erfahrenen und routinierten Techniker auf Cape Canaveral stellte dieser Raketenstart nicht viel mehr dar als eine weitere Mission in ihrem prall gefüllten Terminkalender, doch für Commander Nicolas Leach war er die Krönung seines Lebenswerks. Knapp eine Milliarde US-Dollar und zwanzig Jahre intensiver Forschung standen auf dem Spiel, und angesichts des Sparkurses, der ihnen verordnet worden war, konnte jeder Fehler das plötzliche und jähe Ende seiner Bemühungen bedeuten. Nicht allein deshalb kribbelten Nicolas Leach die Finger. Ihm standen dicke Schweißperlen auf der Stirn.

Highway 60, Socorro County, New Mexico

Gene Morgan hatte ein gutes Gefühl, als er mit seinem Laster über den Highway 60 von Magdalena nach Socorro donnerte. Er hatte die Interstate 40 bei Chambers verlassen, weil es kurz vor Gallup einen schweren Unfall gegeben hatte, und war über Saint Johns nach Quernado hinuntergefahren. Damit hatte er sich einen großen Umweg erspart, denn die Polizei leitete den

Verkehr über die nördlichen Nebenstraßen an der Unfallstelle vorbei, was zu kilometerlangen Staus führte.

Der Dieselmotor seines Peterbilt Freewheelers schnurrte vor sich hin, und aus dem Radio erklang gedämpft Countrymusik. Gene war mit Leib und Seele Fernfahrer. Den Truck hatte er sich auf Pump gekauft, doch in den letzten Monaten hatte es nicht an Aufträgen gemangelt. Der Auflieger seines Trucks war randvoll gefüllt mit Fernsehern, DVD-Playern und Digitalrecordern für einen Elektronik-Großmarkt, der in Kürze seine Pforten öffnen würde. Der Auftrag war gut bezahlt, und für den Rückweg nach Houston war bereits die nächste Ladung gebucht. Er wusste, dass er seinen Erfolg im Frachtgeschäft seiner Frau verdankte, denn seit sie die Disposition übernommen hatte, fuhr er immer weiter in die Gewinnzone. Ihm war es egal, was er hinter sich auf der Ladefläche transportierte, Hauptsache, es stank nicht und brachte reichlich Bucks auf sein Bankkonto.

Er freute sich auf das Wochenende, wenn er mit Rita nach Del Rio fahren würde, um dort auf dem großen Truckertreffen alte Bekannte wiederzusehen. Das würden ein paar lange und feuchte Nächte werden. Mit den Fingern schlug er auf dem Lenkrad den Takt. Es kam ihm vor, als sei die Musik früher besser gewesen, gefühlvoller, harmonischer, ja, auch eine Spur ehrlicher als der Kram, der heutzutage die Charts rauf- und runterdudelte.

Es war kurz vor Socorro, als die Frau plötzlich wie aus dem Nichts durch die morgendlichen Nebelfetzen mitten auf seiner Fahrbahn auftauchte. Mit voller Wucht presste er den rechten Fuß auf die Bremse.

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Kundenbewertungen zu "Die dritte Ebene" von "Ulrich Hefner"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 4 Bewertungen)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 30.10.2010 ***** ausgezeichnet
Einfach nur ausgezeichnet sehr spannend,kann man nur weiter empfehlen

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 17.04.2010 ***** ausgezeichnet
Die Welt spielt verrückt: Monstertornados vernichten ganze Landstriche, Überschwemmungen und Erbeben richten Milliardenschäden an. Szenenwechsel: bei der Landung der Discovery streift diese einen solchen Monstertornado. Zwei Mann der Besatzung, die gerade in der künstlichen Schlafphase sind, fallen in ein tiefes Koma und sind beim Erwachen hochaggressiv. Der Pilot hat irgend etwas in den Wolken entdeckt. Was geht hier vor? Ein Team aus Spezialisten, Psychologen und Wetterforscher, geht der Sache auf den Grund. Und kommt der Wahrheit tödlich nahe.
Mit dem gut 730-Seiten starken Klimathriller legt Ulrich Hefner einen bärenstarken Auftritt hin. Viele Leser kennen den Autoren bereits aus diversen Regionalkrimis. Doch hier betritt Hefner neues Terrain.
Die Handlung ist sehr spannend aufgebaut. Sie spielt immer gleichzeitig auf mehreren Ebenen, wobei sich eine Ebene immer mit Forschungen der Psychologen Brian und Suzannah beschäftigt und eine andere mit den mysteriösen Vorgängen in dem kleinen Ort Socorro in New Mexico. Dabei entwicklet der Autor ein fantastisches Gespürt dafür, wann eine Handlung droht, langatmig zu werden. Er setzt kurze, fast rasante Szenenwechsel und hält so auf allen Handlungsebenen die Spannung am oberen Limit.
Die Protagonisten haben Tiefgang, bei allen wichtigen Personen lassen sich die Handlungen und Motive gut nachvollziehen.
Das die Auflösung der Geschichte etwas fantastisch anmutet, fällt nicht besonders ins Gewicht, denn, wie Brian sagen würde: es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als nur Luft.
Fazit: ein spannender Katastrophenthriller, der jede einzelne Seite wert ist!

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Bewertung von Maria Elena aus Essen am 25.05.2009 ***** ausgezeichnet
Ich habe dieses Buch gekauft, weil es mit dem Buch von Schätzings "Der Schwarm" in einem Atemzug genannt wir. Ich fand es sehr spannend, aber nicht „so“ gut wie der „Schwarm“. Trotzdem ist es sehr zu empfehlen. Die Spannung ist durchgängig vorhanden und es liest sich sehr gut. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 12.05.2009 ***** ausgezeichnet
Die dritte Ebene von Ulrich Hefner ist ein fulminanter Katastrophenthriller, der nicht kleckert sondern klotzt. Monsterwellen, Hurrikans, mysteriöse Weissagungen, militärische Verschwörungen und geheimnisvolle Wolken: Aus diesen Zutaten zaubert Hefner jenen Mix, der einen erstklassigen Thriller ausmacht. Mit kurzen, zum Teil wie Zeitungsmeldungen verfassten Abschnitten, die die parallelen Handlungen bestens darstellen, treibt er die Spannung auf hohem Niveau voran.

Und auch, wenn die Figuren bei der Darstellung all der dramatisch-düsteren Katastrophen-Szenarien ein wenig blass bleiben, hat „Die dritte Ebene“ das Zeug zu einem echten Bestseller, der den Vergleich zu „Der Schwarm“ von Frank Schätzig nicht scheuen muss. Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite.

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