Die Deutschen - Knopp, Guido; Brauburger, Stefan; Arens, Peter

Guido Knopp Stefan Brauburger Peter Arens 

Die Deutschen

Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert

In Zus.-Arb. m. Friederike Dreykluft, Peter Hartl, Friedrich Scherer u. a
Broschiertes Buch
 
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Die Deutschen

1.000 Jahre Deutsche Geschichte im Überblick
Tausend Jahre deutsche Geschichte und drei zentrale Fragen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Guido Knopp, Stefan Brauburger und Peter Arens zeichnen die Entwicklung einer verspäteten Nation nach. Anhand von zehn Epochen entwerfen die Autoren ein faszinierendes Kaleidoskop deutscher Geschichte von Otto dem Großen bis zur Ausrufung der Republik 1918. Sie geben einen Überblick über die zentralen Wendepunkte und lassen die sie prägenden historischen Persönlichkeiten für den Leser lebendig werden.

Das große Standardwerk zur deutschen Geschichte durchgehend vierfarbig illustriert.


Produktinformation

  • Bd.1
  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 448 S. m. 340 Farb- u. SW-Abb. u. 10 Ktn.
  • Seitenzahl: 448
  • Goldmann Taschenbücher Bd.15580
  • Deutsch
  • Abmessung: 238mm x 172mm x 33mm
  • Gewicht: 1108g
  • ISBN-13: 9783442155804
  • ISBN-10: 3442155800
  • Best.Nr.: 26256438
"Die ZDF-Serie war bereits ein Erfolg und das Buch zur Serie hat es verdient, in jedem Bücherschrank zu stehen. [Die Autoren haben es geschafft], rund 1000 Jahre deutscher Geschichte sachlich fundiert und zugleich fesselnd darzustellen, dass das Schmökern in diesem außergewöhnlichen Geschichtsbuch eine wahre Freude ist. [...] Absolut empfehlenswert!" Ruhr Zeitung

"Die ZDF-Serie war bereits ein Erfolg und das Buch zur Serie hat es verdient, in jedem Bücherschrank zu stehen. [Die Autoren haben es geschafft], rund 1000 Jahre deutscher Geschichte sachlich fundiert und zugleich fesselnd darzustellen, dass das Schmökern in diesem außergewöhnlichen Geschichtsbuch eine wahre Freude ist. [...] Absolut empfehlenswert!"
Prof. Dr. Guido Knopp war nach seinem Studium der Geschichte, Politik und Publizistik zunächst Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und anschließend Auslandschef der Welt am Sonntag . Seit 1984 leitet er die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, mit der er vielbeachtete Fernsehserien wie Hitlers Helfer, Hitlers Krieger und die Serie History produziert; auf Phoenix erschien die Reihe 100 Jahre über die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Durch eine gelungene Verknüpfung von exakt recherchierter und gleichzeitig unterhaltender Information gelingt es ihm immer wieder, ein großes Publikum für seine Fernseh- und Buch-Dokumentationen zu begeistern. Guido Knopp hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis, das Bundesverdienstkreuz und den Internationalen Emmy.

Leseprobe zu "Die Deutschen"

"Von wo bist du?", "Wer bist du?" Diese Sätze zählen zu den ältesten überlieferten der deutschen Sprache. Sie sind bezeichnend. Denn Fragen wie "Wer sind die Deutschen? Woher kommen sie? Wohin führt ihr Weg?" waren ständige Begleiter unserer wechselvollen Geschichte. Sie stehen für die Suche nach sich selbst, für helle Epochen und schlimmste Irrwege, für lange unerfüllte Hoffnungen: Einheit, Freiheit und Frieden. Sie spiegeln aber auch die Sorgen und Erwartungen der Nachbarn. Ihnen konnte nie egal sein, wie es um die Machtverhältnisse in der Mitte Europas bestellt war, was die Deutschen aus ihrer Lage zwischen Nord und Süd, Ost und West machen.

"Wer sind wir?", "Woher kommen wir?" - hier geht es auch um das Thema der Gemeinsamkeit, um die bindenden Erfahrungen eines Volkes, das immer wieder gespalten war und seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten aufgerufen ist, innere Einigung zu finden. Dass dies nach den fürchterlichen Abgründen im 20. Jahrhundert - Nationalsozialismus, Krieg und Holocaust - und nach Jahrzehnten der Teilung in der bipolaren Welt in einem friedlich geeinten, freien Land geschehen kann, ist ein historischer Glücksfall.

Die Deutschen haben sich heute einer geteilten und gemeinsamen Vergangenheit zu stellen. Eine vielfältige Erinnerungskultur ist praktisch Staatsräson in einer Gesellschaft, die ihrer Geschichte schon deshalb nicht entgehen kann, weil sie überall präsent ist, herausfordert, mahnt, mitunter bedrängt, aber auch viele Angebote offeriert: zu erfahren, zu erklären, zu begreifen, zu lernen und Schlüsse für Gegenwart und Zukunft zu ziehen.

Der Befund ist scheinbar paradox. Den Klagen über schwindendes Geschichtsbewusstsein und Mängel an historischer Bildung steht eine Konjunktur des Historischen gegenüber. Nicht nur die Vielzahl aufwendiger Ausstellungen, Bestseller, Bildbände zur Geschichte überrascht. Gedenktage und Mahnmale beschäftigen die Öffentlichkeit, beleben den aktuellen Diskurs. Während der Fußball-WM 2006 hat sich das Deutschlandbild überaus erfrischend präsentiert, nach innen und nach außen. Da ist auch die Rede von neuem Patriotismus, da geht es um Geschichtsbilder und Symbole wie Fahne und Hymne. Und daneben die latenten Kontroversen: "Leitkultur" oder "Multikulti", Europa und Globalisierung, Bürger und Staat, Bund und Länder. Kaum, so scheint es, hat die "Nation" ihren Rahmen gefunden, befindet sich alles wieder im Fluss: Was ist denn heute "deutsch" zwischen Europa, globaler Herausforderung und "World Wide Web"? Was bleibt von der Identität in einem allmählich schwindenden Nationalstaat?

Der renommierte US-Historiker James J. Sheehan stellte den Deutschen in den 1980er-Jahren ein in Anbetracht damaliger Teilung tröstlich anmutendes Zeugnis aus. Sei bei ihnen doch eine territoriale oder staatliche Kontinuität immer die Ausnahme gewesen. Der "nationalen" Existenz zweier oder dreier Generationen stünden doch viele andere Angebote gegenüber, in denen die Deutschen das Gefühl von Zusammenhalt auch jenseits staatlicher Gefüge nicht verloren hätten. Im aktuellen Gespräch über die "innere Einigung" in einer sich globalisierenden Welt ist das vielleicht ein Denkanstoß, jenseits von allzu nationaler Enge auf die eigene Geschichte zu blicken.

Dieses Buch ist im Kontext der zehnteiligen ZDF-Reihe "Die Deutschen" entstanden. Es vertieft die Inhalte der historischen Dokumentarfilme, die einen Bogen über zehn wechselvolle Epochen unserer Geschichte spannen, von den Anfängen unter Otto dem Großen im 10. Jahrhundert bis zur Ausrufung der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918. Es sind tausend Jahre deutscher Vergangenheit, deren Spuren bis in unsere Gegenwart reichen.

Das Zweite Deutsche Fernsehen hat die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts immer wieder gespiegelt. Das Projekt "Die Deutschen" will nun einen vertiefenden Blick auf die Epochen werfen, die dorthin führten. Es ist nicht nur eine Vorgeschichte jener Abgründe von Menschlichkeit mitten in Europa, die sich im vergangenen Jahrhundert auftaten, die tausend Jahre geben viele Aufschlüsse: darüber, wie sich deutsche Identität im Verhältnis zu den Nachbarn, im Miteinander und Gegeneinander, unter ganz verschiedenen Voraussetzungen ausprägte, welche Herausforderungen die "föderative Nation" über die Epochen hinweg formten.

Immer wieder haben sich die Deutschen mit Völkern verglichen, die ihren Nationalstaat schon früher erlangten; so war in der historischen Rückschau oft von der "verspäteten Nation" die Rede. Doch wo liegen die Anfänge?

Es gibt plausible Gründe, bei einer Betrachtung über "Die Deutschen" im 10. Jahrhundert zu beginnen. Den "Startpunkt" bei den "alten Germanen" zu setzen, etwa bei Hermann dem Cherusker (alias Arminius), der den Römern eine empfindliche Schlappe bescherte, war einst populär - er ist aber auch äußerst abenteuerlich. Das Aufeinandertreffen germanischer Stämme mit dem römischen Weltreich ist allenfalls ein europäischer Vorgang, wenngleich national oder nationalistisch gestimmte Historiker in der Vergangenheit am liebsten neben Arminius, Theoderich und Chlodwig auch noch Karl den Großen eingedeutscht hätten. Gerade eine historische Figur wie der legendäre Frankenkaiser gehört wohl eher in die Ahnenreihe der berühmten Europäer als in die einer bestimmten Nation. Bei den Nachfahren jenes "Großen", die um das kaiserliche Erbe stritten, sieht das schon anders aus. Sie teilten den Nachlass in ein Ost-und ein Westreich. Im Osten, dem späteren Kern Deutschlands, herrschte dann Ludwig, den man später "den Deutschen" nannte.

Deutsche Geschichte in engerer Auslegung beginnt mit der Ära der deutschen Könige und Kaiser. Seit dem frühen 10. Jahrhundert ist in den Annalen schon vereinzelt von einem Königreich der Deutschen die Rede. In den darauf folgenden Epochen bildete sich vor allem über die Sprache das Fundament künftiger Identität. In der Tat drehten sich Machtkämpfe auf dem mitteleuropäischen Boden immer wieder um die Frage nach Einheit oder Teilung. Mal gab es Kräfte, die spalteten, mal solche, die zur Einigung drängten. Mal wuchsen Territorien zusammen, mal wurden sie wieder getrennt. Mal gelang es, ein Machtzentrum zu bilden, dann wurde es wieder geschwächt. Immer wieder galt es, Gegensätze unter ein Dach zu bringen: dynastische, machtpolitische, religiöse. Starke föderale Traditionen prägten die deutsche Geschichte. Von Anfang an war Deutschland ein Land der Stämme und Regionen, die auf ihre Eigenständigkeit achteten - denken wir nur an die Bayern! Die Vielfalt machte aber auch stets den kulturellen Reichtum Deutschlands aus.

In der Tat gelang es den Deutschen - anders als den Briten, Franzosen und Spaniern - nicht, bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts in einem geeinten Staat zu leben.

Kundenbewertungen zu "Die Deutschen"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Bella Puglia aus Göttingen am 13.05.2010 ***** sehr gut
Jede Epoche hat ihre "hervorragenden" Persönlichkeiten. Anhand ausgewählter Persönlichkeiten der deutschen Geschichte gelingt es den Autoren, die jeweiligen Epochen anschaulich zu schildern und so einen guten Gesamtüberblick über die wichtigsten Themen deutscher Geschichte zu vermitteln. Die Zeitliste hilft bei der Einordnung in den Gesamtablauf der Geschichte. Die reichhaltigen Illustrationen, Zitate und der nicht zu trockene Schreibstil lassen den Leser teilweise vergessen, dass er sich mit einem von manchem vielleicht als "langweilig" empfundenen Thema befasst.

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Bewertung von Adolph aus 48167 Münster am 03.11.2008 ***** ausgezeichnet
über die Sendung "Die Deutschen" bin ich auf dieses Buch gekommen und finde jeder Deusche müsste es haben. Sehr gut

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

8 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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