Die Bibliothek der Schatten - Birkegaard, Mikkel

Mikkel Birkegaard 

Die Bibliothek der Schatten

Roman

Aus d. Dän. v. Günther Frauenlob u. Maike Dörries
Gebundenes Buch
 
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Die Bibliothek der Schatten

Ein magischer Spannungsroman über die Macht der Bücher
Luca Campellis Wunsch, umgeben von seinen geliebten Büchern zu sterben, ging an einem späten Oktoberabend in Erfüllung. Dass Bücher mehr vermögen, als nur Geschichten zu erzählen, war Luca Campelli schon lange bewusst. Als er an diesem Abend in seinem Antiquariat "Libri di Luca" zu lesen beginnt, spürt er einmal mehr ihre magische Kraft - doch schon wenige Minuten später ist er tot. Sein Sohn Jon will mit dem Geschäft zunächst nichts zu tun haben, aber sehr schnell kann er die mysteriösen Ereignisse nicht mehr ignorieren, die um ihn herum passieren. Und er ist fassungslos, als er die Wahrheit über seinen Vater erfährt: Luca Campelli versammelte regelmäßig Menschen um sich, die eine besondere Gabe verband. Eine Gabe, die auf wundersame Weise die Welt verändern könnte und die dazu die Macht der Bücher nutzt. Doch nun will jemand diese geheime Gesellschaft vernichten. Und Jon ahnt, dass er es mit einem Gegner zu tun hat, der ihm weit überlegen ist...

'Gepflegter Grusel über die Magie der Sprache und des Lesens mit einem sensationellen Showdown.' Petra "Furios!" -- Joy 5/10

"Vorsicht, Suchtgefahr!" -- Ruhr-Nachrichten


Produktinformation

  • Verlag: Page & Turner
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 509 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 146mm x 43mm
  • Gewicht: 706g
  • ISBN-13: 9783442203628
  • ISBN-10: 3442203627
  • Best.Nr.: 27946717
"Ein Pageturner von Anfang bis Ende. Ein Muss für jeden Bücherliebhaber." (Fantasy Book Critic)

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Der junger Karrieranwalt Jon erbt von seinem entfremdeten Vater ein Buchantiquariat in Kopenhagen - und damit einhergehend das Wissen um eine geheime Bruderschaft. Deren Mitglieder können durch Lesen in besonders machtvollen Büchern die Gedanken ihrer Mitmenschen beeinflussen, zum Guten wie zum Bösen. Leider entwickelt Birkegaard aus dieser an sich reizvollen Grundidee kein magisches Werk über die Kraft der Bücher, sondern ein recht plattes, auf Blockbusterverfilmung schielendes Mystery-Abenteuer, deren Charaktere in ihrer Naivität schon fast ärgerlich sind. (am)

"Vorsicht, Suchtgefahr!"

"Ein mysteriöser und mitreißender Pageturner."
Mikkel Birkegaards Roman "Die Bibliothek der Schatten" wurde in Dänemark gleich nach Erscheinen zum Bestseller. Die Übersetzungsrechte wurden bis jetzt in 17 Länder verkauft, und die Filmrechte erwarb die renommierte Produktionsfirma Nordisk Film. Dabei hatte der Computerprogrammierer nicht einmal einen Agenten und hat sein Manuskript unverlangt an mehrere Verlagshäuser geschickt. Schnell sicherte sich daraufhin der dänische Verlag Aschehoug die Weltrechte an dem vielversprechenden Debüt. Mikkel Birkegaard lebt in Kopenhagen.

Leseprobe zu "Die Bibliothek der Schatten" von Mikkel Birkegaard

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Leseprobe zu "Die Bibliothek der Schatten" von Mikkel Birkegaard

Luca Campellis Wunsch, umgeben von seinen geliebten Büchern zu sterben, ging an einem späten Oktoberabend in Erfüllung.

Natürlich ist das einer dieser Wünsche, die nie konkret ausgesprochen oder gedacht werden, aber jeder, der Luca in seinem Antiquariat gesehen hatte, wusste, dass es gar nicht anders sein konnte. Er bewegte sich zwischen den Bücherstapeln seines kleinen Ladens "Libri di Luca" wie in seinem Wohnzimmer und führte jeden Kunden ohne zu zögern exakt zu dem Regal oder Stapel, in dem das gewünschte Buch steckte. Lucas Liebe zur Literatur offenbarte sich jedem Kunden schon nach wenigen Sätzen, und dabei war es vollkommen unwesentlich, ob es sich um ein abgenutztes Taschenbuch oder eine seltene Erstausgabe handelte. Ein solches Wissen zeugte von einem langen Leben mit Büchern, und Lucas Autorität und Souveränität, die er zwischen den Regalen des Antiquariates an den Tag legte, machten es einem schwer, ihn sich außerhalb der vertrauten Atmosphäre aus gedämpfter Andächtigkeit vorzustellen.

Deshalb war dieser Abend etwas Besonderes, denn abgesehen davon, dass es Lucas letzter sein sollte, war eine ganze Woche vergangen, seit er zuletzt einen Fuß in sein Antiquariat gesetzt hatte. Voller Vorfreude fuhr er mit dem Taxi direkt vom Flughafen zu seinem Laden in Vesterbro in Kopenhagen. Während der Fahrt konnte er kaum stillsitzen, und als der Wagen endlich anhielt, hatte er es so eilig, das Taxi zu verlassen, dass der Fahrer ein mehr als großzügiges Trinkgeld bekam, damit er nicht noch lange Wechselgeld heraussuchen musste. Erfreut hob der Fahrer Lucas zwei Koffer aus dem Kofferraum und ließ den alten Mann alleine auf dem Bürgersteig stehen.

Das Geschäft lag im Dunkeln und sah alles andere als einladend aus, trotzdem lächelte Luca beim Anblick der vertrauten Fassade mit den gelben Buchstaben "Libri di Luca" auf den Schaufenstern. Er schleppte seine Koffer die wenigen Meter über den Bürgersteig zum Eingang und wuchtete sie auf den Treppenabsatz. Der Herbstwind fuhr unter seinen Mantel, als er ihn aufknöpfte, und ließ die Schöße unruhig flattern, als er mit der Hand in die Innentasche fuhr, um den Schlüssel hervorzuholen.

Das Klingeln der Glocke über der Tür hieß ihn zu Hause willkommen, und er beeilte sich, die Koffer auf den dunkelroten Teppichboden zu ziehen und die Tür zu schließen. Er richtete sich auf, blieb mit geschlossenen Augen stehen, atmete tief ein und genoss den vertrauten Duft von vergilbtem Papier und altem Leder. Ein paar Sekunden blieb er so stehen, bis das Klingeln der Glocke vollends verstummt war. Erst dann schlug er die Augen wieder auf und schaltete den Kronleuchter unter der Decke ein, obgleich das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Nach 50 Jahren in den immer gleichen Räumlichkeiten hätte er sich ohne Probleme auch im Dunkeln zurechtgefunden. Trotzdem drückte er alle Schalter auf der Lichtleiste hinter der Tür, so dass auch die Regalbeleuchtungen und die Lampen in den Vitrinen auf der Galerie eingeschaltet wurden.

Er trat hinter den Kassentresen und zog den Mantel aus. Dann nahm er eine Flasche und ein Glas aus dem Schrank und goss sich etwas Cognac ein. Mit dem Glas in der Hand stellte sich Luca in die Mitte seines hell erleuchteten Ladens und sah sich zufrieden lächelnd um. Ein Schlückchen der goldenen Flüssigkeit machte den Augenblick perfekt, und er nickte vor sich hin und atmete tief durch.

Mit dem Glas in der Hand ging er langsam an den Regalen entlang und studierte die Bücherreihen. Jemand anderes hätte die Veränderungen der letzten Woche sicher nicht bemerkt, aber Luca entging nichts. Manche Bücher waren verkauft, andere anders eingeordnet worden, es waren neue Werke zwischen die alten geschoben und ganze Stapel bewegt worden. Auf seiner Inspektionsrunde stellte Luca einige Bücher um, die falsch eingeordnet waren, und richtete die Rücken so aus, dass sie wie mit dem Lineal ausgerichtet nebeneinander standen. Zwischendurch stellte er sein Glas vorsichtig ab, um ein Buch herauszunehmen, das er noch nicht kannte. Neugierig blätterte er darin, studierte den Schriftsatz und erkundete mit den Fingern die Textur des Papiers. Zu guter Letzt schloss er die Augen und hielt es sich dicht unter die Nase, um den ganz eigenen Duft der Seiten aufzunehmen, als handle es sich um einen besonderen Jahrgangswein. Nachdem er noch einmal Titelseite und Einband studiert hatte, stellte er das Werk vorsichtig wieder zurück, zuckte mit den Schultern oder nickte anerkennend. Seine Reise durch das Antiquariat wurde aber von häufigerem Nicken als Schulterzucken begleitet, also schien er die Unternehmungen seines Mitarbeiters während seiner Abwesenheit gutzuheißen.

Der Name seines Mitarbeiters lautete Iversen, und dieser Iversen arbeitete schon so lange im Geschäft, dass man eher von einer Partnerschaft als von einem Anstellungsverhältnis reden konnte. Iversen liebte das Antiquariat ebenso wie Luca, trotzdem war es nie zu einer Teilhaberschaft gekommen. Luca hatte das Antiquariat von seinem Vater Arman Campelli geerbt, und es sollte in der Familie Campelli bleiben.

Es hatte sich nur wenig verändert, seit Arman das Geschäft an Luca übergeben hatte. Die größte Neuerung war sicher die Galerie im ersten Stock: Sie war etwa anderthalb Meter breit und lief einmal ganz rundum. Eine Erweiterung, die von den Stammkunden schnell "Himmel" getauft wurde, da hier, im Schutz der gläsernen Vitrinen, die kostbarsten und seltensten Werke ausgestellt waren.

Bevor Luca sich auf die Galerie begab, ging er zurück zum Kassentresen, um sich Cognac nachzuschenken. Erst danach begab er sich in den hinteren Teil des Geschäfts, wo eine Wendeltreppe nach oben führte. Die Treppe gab beängstigend unter ihm nach, als er auf die ausgetretenen Stufen trat, aber er ging unbeeindruckt weiter und stand gleich darauf oben auf der Galerie, drehte sich um und ließ seinen Blick durch das Geschäft schweifen. Mit etwas Fantasie konnte man in den Regalen unter ihm ein Labyrinth frisch geschnittener Hecken erkennen, aber ihm war das alles so vertraut, dass er sich nicht darin verlief. Im nächsten Augenblick fiel sein Blick auf die beiden Koffer am Eingang. Ernste, tiefe Falten verfinsterten plötzlich sein runzeliges Gesicht, und seine braunen Augen schienen entferntere Gefilde als bloß die Etage unter ihm wahrzunehmen.

Kundenbewertungen zu "Die Bibliothek der Schatten" von "Mikkel Birkegaard"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von tanzfee7777 aus rösrath am 08.01.2012 ***** ausgezeichnet
Sehr gut zu lesen sehr fesselnd konnte es kaum aus der hand legen

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Bewertung von mcmanu aus Berlin am 07.03.2011 ***** ausgezeichnet
Jon Campelli, Sohn eines Buchhändlers, kehrt nach dem Tod seines Vaters Luca Campelli, in dessen Buchladen zurück. Am Anfang will Jon nichts mit dem Buchladen, dem Libri di Luca, zu tun haben, da er als Anwalt mir beiden Beinen im Leben steht und nicht vorhat, daran etwas zu ändern. Außerdem war das Verhältnis zu seinem Vater alles andere als familiär. Schon bald merkt er jedoch, das das Libri di Luca alles andere als ein gewöhnlicher Buchladen ist und er befindet sich, schneller als ihm lieb ist, in einem magischen Abenteuer,

Ein wirklich spannende Geschichte, voller Magie und Geheimnisse. Wer selber gerne Bücher liest, läßt sich hier sicher gern auf eine Reise mitnehmen, die den Leser packt und nicht mehr los läßt. Beinahe wie ein Märchen in moderner Zeit. Bücher erzählen hier nicht nur Geschichten, sondern stecken voller Magie und Energie. Personen mit besonderen Fähigkeiten sind in der Lage, diese Kräfte zu nutzen. Natürlich gibt es auch hier den Kampf "Gut gegen Böse", in dem jede Partei die Kraft der Bücher für sich selbst nutzen will.

Die Inhaltsbeschreibung mutet etwas kitschig an. Die Geschichte ist jedoch sehr gut geschrieben und zieht den Leser ganz sicher in seinen Bann. Ich bedaure, dass ich das Buch schon zu Ende gelesen habe und es keinen weiteren Teil gibt. Ich habe in letzter Zeit sehr viele Bücher gelesen und auch viele sehr gute Bücher, aber dieses ist etwas besonderes unter den sehr guten Büchern.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

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