Die Beste zum Schluss - Birbæk, Michel

Michel Birbæk 

Die Beste zum Schluss

Roman

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Die Beste zum Schluss

Als Mads mal wieder unfreiwillig Single wird, beschließt er, sich nie mehr zu verlieben. Das sei ein überschätztes Konzept. Stattdessen zieht er lieber mit seiner besten Freundin und ihren Kindern zusammen. Endlich hat er den schönen Beziehungsalltag, den er immer wollte, auch wenn die Beziehung platonisch ist, aber das werden die meisten ja eh irgendwann. Mads ist glücklich. Alles läuft bestens. Und dann trifft er Eva. Und Eva trifft ihn. Voll. Und er muss sich entscheiden: Soll er sein Leben noch mal komplett verändern? Und das auch noch in dem Moment, in dem seine beste Freundin dringend seine Hilfe braucht? Was ist wichtiger? Freundschaft oder Liebe? Oder geht gar beides? Es gibt keinen
perfekten Augenblick für Liebe - außer man macht ihn perfekt!


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 349 S.
  • Seitenzahl: 349
  • Deutsch
  • Abmessung: 207mm x 135mm x 35mm
  • Gewicht: 482g
  • ISBN-13: 9783785723975
  • ISBN-10: 3785723970
  • Best.Nr.: 27884398

Leseprobe zu "Die Beste zum Schluss" von Michel Birbæk

"Die Beste zum Schluss (S. 3-4)

Wenn ich bedenke, wie anstrengend es ist, einen Seitensprung zu verheimlichen, wie mühsam muss das erst bei einer Affäre sein? Das Lügen, die Terminkoordination, die sms, der Geruch, und allem voran: das Verbergen des Glücks. Damit dem Partner nichts auffällt, muss man täuschen, verschweigen und schauspielern können.

Man muss den Menschen, dem man noch Ich liebe dich sagt, gleichzeitig an der Nase herumführen und akzeptieren, dass er sich anschließend wie ein Idiot fühlen wird. Schließlich gilt immer noch der als Trottel, der die ganze Zeit nichts gemerkt hat. Ich. Manche Menschen spüren, wenn ihr Partner sie vielleicht verlässt, und kommen dem zuvor, um sich die Qualen des Verlassenwerdens zu ersparen. Manchmal liegen sie allerdings falsch, dann ersparen sie sich bloß eine großartige Beziehung, aber immerhin treffen sie selber ihre Wahl. Ich hatte keine. Es gibt Rauchmelder, Warnblinker und Tsunami-Frühwarnsysteme, aber was ich bräuchte, ist ein Beziehungsende-Frühwarnmeldesystem.

Vor vier Wochen kam ich von der Arbeit nach Hause und fand eine leere Wohnung vor. Meine bessere Hälfte fehlte. Auch die bessere Hälfte der Möbel. Meine Therapeutin sagt, das sei eine Chance. Allerdings meint sie auch, Krankheit sei eine Chance. Vielleicht hat sie recht, vielleicht sollte ich froh sein, dass Isabella weg ist, denn wir passten nicht zueinander, und ich wusste das vom ersten Moment an. Ich wollte Wirtschaftsverbrechen aufdecken, Isa wollte die Innenstadt leer shoppen, und selbst in meiner wildesten Verliebtheitsphase war mir klar, dass auch Sex nicht unser Motor sein würde − dennoch konnte ich plötzlich nicht mehr ohne sie leben.

Nach sechs Monaten zogen wir schon zusammen, und keiner meiner Freunde warnte mich. Wir passten überhaupt nicht zusammen, aber alle fanden es toll, dass wir so verliebt waren. Wenn ich in dieser Zeit eins gelernt habe, dann das: Es ist den meisten Leuten schnurzegal, in wen man verliebt ist, Boris, Paris, Adolf – egal. Hauptsache verknallt.

Wie konnte Verliebtheit bloß eine solche Ikone werden? Sie ist der Grund für die idiotischsten Handlungen meines Lebens. Wäre sie verpackt, müsste eine Warnung draufstehen: Achtung! Diese Hormonstörung verursacht Beziehungen, die zu gesundheitlichen Schäden führen können! Daneben ein Foto von einem Typen, der sich die Pulsadern öffnet. Gut, von solchen Aktionen bin ich zwar so weit entfernt wie Lothar Matthäus von einer funktionierenden Ehe, dennoch müsste Verliebtheit langsam als Krankheit klassifiziert werden. In meinen dreiunddreißig Lebensjahren war ich achtzehn Jahre sexuell aktiv und habe mich währenddessen siebenmal verliebt."

Kundenbewertungen zu "Die Beste zum Schluss" von "Michel Birbæk"

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Bewertung von Coco aus Bremen am 11.09.2010 ***** ausgezeichnet
Nachdem seine Freundin ihn betrogen hat, ist Mads von der Liebe enttäuscht. Er zieht mit seiner besten Freundin zusammen und erzieht mit ihr gemeinsam ihre Kinder. Dieses Familienmodell klappt auch wunderbar, bis er Eva trifft und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Eva allerdings ist gerade dabei auszuwandern und sitzt am nächsten Tag im Flieger. Als Mads sich entscheidet, ihr nachzureisen, erfährt er, dass Rene dringend seine Unterstützung braucht. Er ringt mit sich, in so dieser Situation eine Entscheidung zu treffen, die allen gerecht wird und sucht nach dem richtigen Zeitpunkt für den perfekten Augenblick.

Eine Beziehungskomödie, wie sie nicht besser sein könnte. Es gelingt M. Birbaek, den Leser zu faszinieren, mit ihm zu lachen, zu weinen, dabei zu sein. Humorvoll geschrieben, mit viel Gefühl, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

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