Die Behandlung - Hayder, Mo
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Mo Hayder 

Die Behandlung

Roman

Aus d. Engl. v. Christian Quatmann
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Die Behandlung

Ein schockierendes Verbrechen stellt die Londoner Polizei vor ein Rätsel: Im Haus der Familie Peach muss sich Unaussprechliches zugetragen haben, bevor die Polizei die Wohnung stürmte, und bevor Rory, der kleine Sohn der Peaches, entführt wurde. Doch die Eltern können oder wollen keine Angaben zu den Geschehnissen machen. Schon bald macht in der Gegend das Wort von einem unheimlichen "Troll" die Runde, der kleine Kinder töten soll - und der vielleicht bereits sein nächstes Opfer ausgesucht hat ...

"Selten ist ein Thriller tiefer in das Reich der Finsternis hinabgestiegen." -- Cosmopolitan

"Kein Stoff für zarte Seelen. Mo Hayder webt ihr Netz um ein Tabu. Beklemmend realistisch." -- Amica

"Das Genre des Schock-Thrillers beherrscht My Hayder so meisterhaft, dass ihr Tableau überzeugend gezeichneter Figuren Existenzielles berührt. Der Roman lässt den Genre-Ruch vom Schockierenden als Selbstzweck in Gestalt wirklicher Literatur hinter sich." -- Saarbrücker Zeitung

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 497 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Goldmann Taschenbücher Bd.45626
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 116mm x 40mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783442456260
  • ISBN-10: 3442456266
  • Best.Nr.: 12044956
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Unvorbereitet ist Mo Hayder nur schwer zu ertragen. Kaum eine andere Autorin versteht es, menschliche Abgründe in einer derart schockierenden Weise zu offenbaren, wobei "offenbaren" nicht zwingend mit Gewalt einhergeht. In "Die Behandlung" ermittelt der aus ihrem ersten Roman "Der Vogelmann" bereits bekannte Inspector Caffery zunächst im Fall eines verschwundenen achtjährigen Jungen. Doch bereits das soziale Umfeld lässt eine Entführung unwahrscheinlich erscheinen ... Caffery, durch seine eigene Vergangenheit in den Fall verstrickt, ermittelt im Dschungel der Pädophilie. Mo Hayder gönnt ihren Lesern keine Schonung. Gerade in besonders harschen Szenen verwendet sie eine überaus sachliche, analytische Sprache, was das Beschriebene nur noch grausamer erscheinen lässt. Ein ganz großer Roman für jene, die das ertragen. (rs)

»Ein grauenhaft spannendes Buch. Wertung: atemberaubend.« Frankfurter Rundschau Magazin

»Das Genre des Schock-Thrillers beherrscht My Hayder so meisterhaft, dass ihr Tableau überzeugend gezeichneter Figuren Existenzielles berührt. Der Roman lässt den Genre-Ruch vom Schockierenden als Selbstzweck in Gestalt wirklicher Literatur hinter sich.«

"... von Dietmar Bär virtuos gelesen und schrecklich spannend. Für fünf Stunden hat die Stop-Taste ihre Darseinsberechtigung verloren."
(Hamburger Morgenpost)

»'Die Behandlung' ist eine spannende Lektüre, hat aber auch ein hohes Alptraum-Potenzial.«
Mo Hayder, 1962 in Essex geboren, verließ mit fünfzehn ihr Zuhause, um in London das Abenteuer zu suchen. Sie hat später viele Jahre im Ausland verbracht, unter anderem auch in Tokio, wo sie eine Zeit lang in einem Nachtclub arbeitete und für eine englische Zeitung schrieb. Sie studierte Filmwissenschaften an der American University in Washington D.C. und später Creative Writing an der Bath Spa University. Mit ihrem Debüt, dem Psychothriller »Der Vogelmann«, wurde sie über Nacht zur international gefeierten Bestsellerautorin. Seither hat sie ihren Ruf als brillante Spannungsautorin mit den Romanen »Die Behandlung«, »Tokio«, »Ritualmord« und »Haut« weiter gefestigt. Die Autorin lebt heute mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in der Nähe von Bath.

Leseprobe zu "Die Behandlung" von Mo Hayder

Als alles vorbei war, musste sich Detective Inspector Jack Caffery von der Mordkommission Südlondon eingestehen, dass ihn an jenem wolkenverhangenen Juliabend in Brixton am meisten die Krähen aus der Fassung gebracht hatten.

Sie waren schon da, als er aus dem Haus der Familie Peach trat - gut zwanzig Vögel, die ihn vom Rasen des Nachbargartens aus zu beobachten schienen und sich weder um die Polizeiabsperrung scherten noch um die Neugierigen oder die Beamten von der Spurensicherung. Einige der Krähen hatten den Schnabel geöffnet, während andere nach Luft zu schnappen schienen. Sie starrten ihn an, als wüssten sie, was in dem Haus passiert war. Als machten sie sich insgeheim darüber lustig, wie sehr ihn der Anblick schockiert hatte, der sich ihm am Tatort geboten hatte, und als spotteten sie über seine unprofessionelle Reaktion, darüber, dass er die ganze Geschichte viel zu persönlich nahm.

Erst später gestand er sich ein, dass das Verhalten der Krähen völlig normal gewesen war, dass sie keinesfalls seine Gedanken gelesen oder gewusst haben konnten, was der Familie Peach Schreckliches zugestoßen war. Doch in diesem Moment ließ ihn bereits der Anblick der schwarzen Vögel erschaudern. Am Ende des Gartenweges blieb er stehen, streifte den Schutzanzug ab und reichte ihn einem Kriminaltechniker. Dann schlüpfte er in die Schuhe, die er jenseits des Absperrbands aus Plastik hatte stehen lassen, und ging auf die Vögel zu. Sie schlugen mit ihren blauschwarzen Flügeln, flatterten hoch und setzten sich ein Stück entfernt in einen Baum.

Der Brockwell Park im Süden Londons ist ein aus Baumgruppen und Wiesenflächen bestehendes, riesiges Dreieck, dessen Spitze bis zum Bahnhof Herne Hill reicht. Wie ein Riegel schiebt sich die knapp zwei Kilometer lange Grünfläche durch die Stadtlandschaft. Westlich des Parks liegt Brixton, wo die Gemeindearbeiter am frühen Morgen manchmal Sand auf die Straße streuen, um das nachts vergossene Blut zu bedecken. Im Osten grenzt der Park an den Stadtteil Dulwich mit seinen blumengeschmückten Altenresidenzen und neoklassizistischen gläsernen Kuppeldächern. Donegal Crescent, wie die Adresse des Tatorts lautete, lag umittelbar am Rand dieses Parks. Am Anfang der ruhigen, kleinen Straße lag eine mit Brettern vernagelte Kneipe, an ihrem Ende ein indischer Lebensmittelladen. Ansonsten war sie von Reihenhäusern des sozialen Wohnungsbaus aus den Fünfzigerjahren gesäumt. In den Vorgärten wuchsen weder Bäume noch Blumen, und die Fenster und Türen waren braun gestrichen. Nach vorne gingen die Häuser auf eine ungepflegte, hufeisenförmige Grasfläche hinaus, wo sich gegen Abend Kinder auf ihren Fahrrädern austobten. Caffery konnte sich gut vorstellen, dass sich die Peaches hier ziemlich sicher gefühlt hatten.

Er stand mit hochgekrempelten Ärmeln vor dem Haus und war froh, endlich wieder an der frischen Luft zu sein. Er drehte sich eine Zigarette und schlenderte dann zu einigen Beamten hinüber, die neben dem Einsatzwagen der Spurensicherung standen. Als er näher kam, brachen die Männer ihr Gespräch ab. Er wusste genau, was sie dachten. Obwohl Caffery erst Mitte dreißig und durchaus kein hohes Tier war, eilte ihm in Südlondon ein gewisser Ruf voraus. Ja, die Police Review hatte ihn sogar einmal als einen "unserer jung-dynamischen Aufsteiger" bezeichnet. Er wusste also, dass er in Polizeikreisen hohes Ansehen genoss, und fand diese Vorstellung eher komisch. Wenn die wüssten, dachte er nur und hoffte, dass keiner der Beamten seine zitternden Hände bemerken würde.

"Und?" Er zündete die Zigarette an und starrte auf eine versiegelte Plastiktüte, die ein junger Kriminaltechniker in der Hand hielt. "Was gefunden?"

"Wir haben das hier drüben im Park entdeckt, vielleicht zwanzig Meter hinter dem Haus der Familie Peach."

Caffery betrachtete den Inhalt der Tüte, einen Kinderturnschuh von Nike, der kaum größer war als seine Handfläche. "Wer hat den gefunden?"

"Die Hunde, Sir."

"Und?"

"Kurz darauf haben sie leider die Spur verloren. Zuerst waren sie ganz wild, kaum zu halten." Ein Sergeant, der das blaue Hemd der Hundeführerstaffel trug, stand auf den Zehenspitzen und wies über die Dächer zu der Stelle, wo in der Ferne die Bäume des Parks dunkel in den Himmel ragten. "Zuerst sind sie die ganze Zeit dem Weg am westlichen Rand des Parks gefolgt, aber nach ungefähr einem Kilometer war plötzlich Schluss." Er blickte skeptisch zum Abendhimmel auf. "Und jetzt wird es auch noch dunkel."

"Ja, leider. Am besten, wir fordern Suchhubschrauber an." Caffery gab dem jungen Mann den Turnschuh zurück. "Verwahren Sie das Ding in einer luftdichten, sterilen Tüte."

"Wie bitte?"

"Haben Sie etwa nicht gesehen, dass Blut daran klebt?"

Die Scheinwerfer des Helikopters flammten auf und tauchten das Haus der Familie Peach und die Bäume unten im Park in gleißendes Licht. Im Vorgarten untersuchten Beamte der Spurensicherung in blauen Gummianzügen Zentimeter für Zentimeter den Rasen auf Spuren. Und jenseits des Absperrbandes standen die schockierten Nachbarn in kleinen Gruppen rauchend und flüsternd beisammen und umdrängten sogleich neugierig jeden Kripobeamten, der ihnen zu nahe kam. Auch die Presse war schon da und wartete ungeduldig auf Neuigkeiten.

Caffery stand neben dem Wagen der Einsatzleitung und blickte nachdenklich auf das Haus, ein zweistöckiges Reihenhaus mit grobem Kieselputz. Die Fensterrahmen waren aus Aluminium, über der Haustür sah man einen feuchten Fleck, und oben auf dem Dach war eine Satellitenschüssel installiert. In den Fenstern hingen weiße Gardinen, dahinter zugezogene dunkle Vorhänge.

Caffery hatte die Familie Peach - beziehungsweise das, was von ihr noch übrig war - zwar erst hinterher zu Gesicht bekommen, aber die Leute kamen ihm dennoch bekannt vor. Beziehungsweise nicht sie selbst, sondern der Typ, den sie verkörperten. Die Eltern, Alek und Carmel, gehörten nicht unbedingt zu jenen Opfern, die automatisch das Mitgefühl der Ermittler weckten: Beide waren Alkoholiker, beide waren arbeitslos, und Carmel Peach hatte sogar die Sanitäter beschimpft, als man sie zum Rettungswagen gebracht hatte. Den neunjährigen Rory, den einzigen Sohn des Paares, hatte Caffery allerdings nicht gesehen. Als er am Tatort eingetroffen war, hatten die Beamten des zuständigen Reviers schon das halbe Haus auseinander genommen und bereits in sämtlichen Schränken, auf dem Dachboden, ja sogar hinter der Wandvertäfelung nach dem Jungen gesucht. In der Küche hatte man einen Blutspritzer auf der Fußleiste entdeckt und in der Tür, die nach hinten in den Garten hinausführte, eine zertrümmerte Scheibe. Gemeinsam mit einem anderen Beamten war Caffery zu einem mit Brettern vernagelten Nachbarhaus gegangen, hatte sich die Taschenlampe zwischen die Zähne geklemmt und war dann auf dem Bauch durch ein Loch in der Hintertür in das Haus hineingekrochen.

Leseprobe zu "Die Behandlung" von Mo Hayder

Herbst 2001 (S. 9-10)

Inga von Butendorf, geborene Helmstroem, sechsundfünfzig, Gattin des Werbekaufmanns Harald von Butendorf, trug ihr leicht blondiertes Haar schulterlang. Ihr ernstes, schlankes Gesicht hatte eine tiefe Inselbräune. Sie saß auf der Terrasse der Ferienwohnung auf Spiekeroog, genoss die Strahlen der Herbstsonne und schaute den Möwen zu, die im aufgebristen Südwestwind hingen. Das Handy riss sie aus ihrer Verträumtheit. Ihr Bruder Nils rief an. Ihr Vater hatte sich nach dem Tode der Mutter zur Ruhe gesetzt und ihm die Leitung des Fisch verarbeitenden Betriebes in Visby auf Gotland übertragen. Nils hatte die Firma zu einem gesunden mittelständischen Betrieb ausgebaut. »Schwesterchen, wie sieht es aus? Kommt ihr zu Opas Geburtstag?«, fragte er.

»Nils, ich komme auf alle Fälle«, antwortete sie. »Ich hoffe, Harald und Björn haben Zeit, dich zu begleiten«, antwortete ihr Bruder. »Harald ist nicht bei mir. Er ist mit dem Schiff unterwegs.« Inga seufzte auf. »Und Björn turtelt mit einer hübschen Diplom-Kauffrau herum, statt endlich selbst mit einem Examen in der Tasche Harald beizustehen.« »Opa lässt grüßen, er würde sich freuen, wenn ihr kommen würdet«, sagte Nils. »Ich rufe zurück. Grüße Sarah, die Kinder und Opa! Bis dann!«, sagte Inga, drückte die Taste, legte das Handy auf den Tisch und erhob sich. Die Sonne stand bereits tief.

Es wurde frisch im aufgebristen Wind. Inga ging zum Schlafzimmer, zog den Badeanzug aus, schlüpfte in Jeans, streifte den schweren Troyer über und brühte sich in der Küche einen Tee auf. Dann trug sie das Teegeschirr samt Stövchen, Kluntjebecher und Sahnetopf zum Terrassentisch, setze sich in den Sessel, trank Tee und rauchte eine Zigarette. Sie sah den jungen, kräftigen Mann, der sich langsam durch Disteln und Sanddornsträucher über den Kamm der Düne dem gegenüberliegenden weißen Ferienhaus näherte. Er griff zum Fernglas und betrachtete aufmerksam das weite, sandige Gelände. Er trug Jeans und eine olivfarbene Weste und darunter, wie Inga von Butendorf wusste, das Schulterholster mit einer Pistole.

Er gehörte zur Mannschaft, die das Anwesen des Bundespräsidenten auf der mit Gras und Krüppelkiefern bewachsenen Düne vor dem Zutritt ungebetener Gäste schützte. Er winkte ihr zu. Er war im Alter ihres Sohnes. »Und Björn?«, fragte sie sich. Inga nahm das Handy vom Tisch, gab die Telefonnummer ihres Sohnes ein und hielt es an ihr Ohr. »Ich bin nicht zu Hause und bitte um Geduld. Ich reagiere später auf die hinterlassene Nachricht! Danke!« Inga schwitzte nervös. »Hier ist Mama! Wo treibst du dich herum? Opa hat Geburtstag! Er wird achtzig! Ich hoffe, du begleitest mich nach Gotland!«, sprach sie fordernd auf das Band und schaltete das Handy ab. Sie drückte die Kippe in den Aschenbecher und nahm einen Schluck Tee zu sich.

Sie dachte an Harald. Er wird meine Bitte, mit mir zum Geburtstag nach Visby zu reisen, wie eine alltägliche Wetternachricht hinnehmen, dachte sie ironisch. Zwischen ihr und Harald war es in der letzten Zeit wegen Björn öfter zu unangenehmen Auseinandersetzungen gekommen. Björn hatte sich mit ihrer Unterstützung in Altona ein teures Apartment gekauft. Opa hatte mit einem erklecklichen Zuschuss für die glatte Finanzierung beigetragen. Björn hatte Harald enttäuscht. Er war sechsundzwanzig Jahre alt, hatte sie viel Geld gekostet, und ein Ende seines Studiums war nicht abzusehen. Er hatte die Fakultäten an der Uni mehrmals gewechselt, ohne Erfolge vorweisen zu können. Das ständige Gezanke um den Sohn trug nicht zum Ehefrieden bei. Sie und Harald hatten die Agentur aus dem Nichts, abgesehen von einem Darlehen ihres Vaters, aufgebaut. In jungen Jahren war Inga viel mit Harald gesegelt. Doch davon hatte sie Abstand genommen. Nur hin und wieder war sie an Bord des neuen Schiffes geklettert.

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Bewertung von Teer25 aus Ebelsbach am 19.02.2009 ***** ausgezeichnet
Ein Thriller, der dem Leser den Atem nimmt - von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur!!!! Spitzenklasse!!!

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Bewertung von Polar aus Aachen am 19.09.2007 ***** sehr gut
Das Schreckensgespenst überhaupt: Jemand bemächtigt sich der Kinder, und man erfährt nichts über ihr Schicksal, hofft auf einen Entführungsfall, aus dem die Kinder unbescholten nach Hause finden. Schnell zeichnet sich jedoch in Die Behandlung ab, daß man es mit einem krankhaft Perversen zu tun hat, der genau nach Plan vorgeht, den es zu entschlüsseln gilt, um seiner habhaft zu werden. Mo Hayder steigt Stufe um Stufe höher, sie zeichnet einen Mann, der sich einnistet, eine Familie von innen heraus zerstört. Sie versteht die Spannung zu steigern, indem sie die Geschichte wie eine Schleife zu einer Schlinge verknotet und dabei auf Inspector Caffery zurückgreift, dessen privater Wahnsinn bereits den Roman Der Vogelmann prägte. Obwohl die Geschichte beklemmend realistisch in der Beschreibung des Schreckens bleibt, besitzt sie nichts aufgesetzt Sensationslüsternes. Mo Hayder führt uns in den Abgrund, aus dem wir froh sind, wieder auftauchen zu dürfen.

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Bewertung von jen am 14.04.2007 ***** ausgezeichnet
Mal abgesehen davon, dass "Der Vogelmann" auch ein super spannendes Buch ist und idealer Weise vor "Die Behandlung" gelesen werden sollte, kann ich "Die Behandlung" uneingeschränkt empfehlen. Habe das Buch angefangen und erst als ich fertig war wieder aus der Hand gelegt! Meiner Meinung nach NOCH fesselnder als "Der Vogelmann".

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Bewertung von Claudia am 02.01.2007 ***** sehr gut
Fesselnd, spannend und aufregend dieses Buch.
Einmal angefangen, kann man es gar nicht mehr aus den Händen legen.
Erschreckend zu wissen, das solche Dinge wirklich geschehen und das es diese kranken und verrückten Menschen gibt.Oprimales Buch zur Verfilmung!

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Bewertung von Steffi am 01.03.2006 ***** ausgezeichnet
sehr spannendes Buch, man kann garnicht mehr aufhören weiter zu lesen.

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Bewertung von k.m. aus essen am 20.07.2005 ***** ausgezeichnet
Dies Buch legt man nicht mehr aus der Hand,es ist einfach genial geschrieben und macht süchtig!
Man sollte aber unbedingt den Vogelmann vorher gelesen haben.
K:M.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 18.02.2005 ***** ausgezeichnet
Mein erstes Buch von Mo Hayder. Sehr spannend, es kommt keine Langeweile auf beim lesen. Hatte es in 3 Tagen durchgelesen.

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Bewertung von kruemelchen am 03.02.2004 ***** ausgezeichnet
Bevor man die Behandlung liest, sollte man erst den Vogelmann lesen da dieser sich auf ihn aufbaut. aber von der Spannung her steht er ihrem ersten Buch in nichts nach. nur der Schluss hat mich ein wenig gestört. er bleibt offen und man muss gespannt auf das nächste Buch warten.

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Bewertung von rainmanreffel am 07.01.2004 ***** sehr gut
Diese Geschichte baut auf dem ersten Teil "Der Vogelmann" auf. Man sollte vorab das vorangegangene Buch gelesen haben, um das Seelenleben des Inspectors zu verstehen. Auch in "Die Behandlung" wird dem Leser ein erschreckender Einblick gewährt, in wie weit manche Menschen gehen würden, nur um ihren Drang der Perversion zu befriedigen. Leider hat Mo Hayder das Ende absolut offen gelassen, so daß man nicht weiß, ob es noch einen weiteren Teil geben wird.

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Mo Hayder 

Die Behandlung

Die Behandlung - Hayder, Mo

Roman

Aus d. Engl. v. Christian Quatmann

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Produktinformation
  • Verlag: Goldmann
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 497 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Goldmann Taschenbücher Bd.45626
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 116mm x 40mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783442456260
  • ISBN-10: 3442456266
  • Best.Nr.: 12044956

Leseprobe zu "Die Behandlung"

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Produktbeschreibung zu "Die Behandlung"

Kurzbeschreibung

Ein schockierendes Verbrechen stellt die Londoner Polizei vor ein Rätsel: Im Haus der Familie Peach muss sich Unaussprechliches zugetragen haben, bevor die Polizei die Wohnung stürmte, und bevor Rory, der kleine Sohn der Peaches, entführt wurde. Doch die Eltern können oder wollen keine Angaben zu den Geschehnissen machen. Schon bald macht in der Gegend das Wort von einem unheimlichen "Troll" die Runde, der kleine Kinder töten soll - und der vielleicht bereits sein nächstes Opfer ausgesucht hat ...

Beschreibung

"Selten ist ein Thriller tiefer in das Reich der Finsternis hinabgestiegen." -- Cosmopolitan

"Kein Stoff für zarte Seelen. Mo Hayder webt ihr Netz um ein Tabu. Beklemmend realistisch." -- Amica

"Das Genre des Schock-Thrillers beherrscht My Hayder so meisterhaft, dass ihr Tableau überzeugend gezeichneter Figuren Existenzielles berührt. Der Roman lässt den Genre-Ruch vom Schockierenden als Selbstzweck in Gestalt wirklicher Literatur hinter sich." -- Saarbrücker Zeitung

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Als alles vorbei war, musste sich Detective Inspector Jack Caffery von der Mordkommission Südlondon eingestehen, dass ihn an jenem wolkenverhangenen Juliabend in Brixton am meisten die Krähen aus der Fassung gebracht hatten.

Sie waren schon da, als er aus dem Haus der Familie Peach trat - gut zwanzig Vögel, die ihn vom Rasen des Nachbargartens aus zu beobachten schienen und sich weder um die Polizeiabsperrung scherten noch um die Neugierigen oder die Beamten von der Spurensicherung. Einige der Krähen hatten den Schnabel geöffnet, während andere nach Luft zu schnappen schienen. Sie starrten ihn an, als wüssten sie, was in dem Haus passiert war. Als machten sie sich insgeheim darüber lustig, wie sehr ihn der Anblick schockiert hatte, der sich ihm am Tatort geboten hatte, und als spotteten sie über seine unprofessionelle Reaktion, darüber, dass er die ganze Geschichte viel zu persönlich nahm.

Erst später gestand er sich ein, dass das Verhalten der Krähen völlig normal gewesen war, dass sie keinesfalls seine Gedanken gelesen oder gewusst haben konnten, was der Familie Peach Schreckliches zugestoßen war. Doch in diesem Moment ließ ihn bereits der …

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Herbst 2001 (S. 9-10)

Inga von Butendorf, geborene Helmstroem, sechsundfünfzig, Gattin des Werbekaufmanns Harald von Butendorf, trug ihr leicht blondiertes Haar schulterlang. Ihr ernstes, schlankes Gesicht hatte eine tiefe Inselbräune. Sie saß auf der Terrasse der Ferienwohnung auf Spiekeroog, genoss die Strahlen der Herbstsonne und schaute den Möwen zu, die im aufgebristen Südwestwind hingen. Das Handy riss sie aus ihrer Verträumtheit. Ihr Bruder Nils rief an. Ihr Vater hatte sich nach dem Tode der Mutter zur Ruhe gesetzt und ihm die Leitung des Fisch verarbeitenden Betriebes in Visby auf Gotland übertragen. Nils hatte die Firma zu einem gesunden mittelständischen Betrieb ausgebaut. »Schwesterchen, wie sieht es aus? Kommt ihr zu Opas Geburtstag?«, fragte er.

»Nils, ich komme auf alle Fälle«, antwortete sie. »Ich hoffe, Harald und Björn haben Zeit, dich zu begleiten«, antwortete ihr Bruder. »Harald ist nicht bei mir. Er ist mit dem Schiff unterwegs.« Inga seufzte auf. »Und Björn turtelt mit einer hübschen Diplom-Kauffrau herum, statt endlich selbst mit einem Examen in der Tasche Harald beizustehen.« »Opa lässt grüßen, er …

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Bewertung von Teer25 aus Ebelsbach am 19.02.2009
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Ein Thriller, der dem Leser den Atem nimmt - von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur!!!! Spitzenklasse!!!
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook
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Bewertung von Polar aus Aachen am 19.09.2007
*****
sehr gut
Das Schreckensgespenst überhaupt: Jemand bemächtigt sich der Kinder, und man erfährt nichts über ihr Schicksal, hofft auf einen Entführungsfall, aus dem die Kinder unbescholten nach Hause finden. Schnell zeichnet sich jedoch in Die Behandlung ab, daß man es mit einem krankhaft Perversen zu tun hat, der genau nach Plan vorgeht, den es zu entschlüsseln gilt, um seiner habhaft zu werden. Mo Hayder steigt Stufe um Stufe höher, sie zeichnet einen Mann, der sich einnistet, eine Familie von innen heraus zerstört. Sie versteht die Spannung zu steigern, indem sie die Geschichte wie eine Schleife zu einer Schlinge verknotet und dabei auf Inspector Caffery zurückgreift, dessen privater Wahnsinn bereits den Roman Der Vogelmann prägte. Obwohl die Geschichte beklemmend realistisch in der Beschreibung des Schreckens bleibt, besitzt sie nichts aufgesetzt Sensationslüsternes. Mo Hayder führt uns in den Abgrund, aus dem wir froh sind, wieder auftauchen zu dürfen.
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Bewertung von jen am 14.04.2007
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ausgezeichnet
Mal abgesehen davon, dass "Der Vogelmann" auch ein super spannendes Buch ist und idealer Weise vor "Die Behandlung" gelesen werden sollte, kann ich "Die Behandlung" uneingeschränkt empfehlen. Habe das Buch angefangen und erst als ich fertig war wieder aus der Hand gelegt! Meiner Meinung nach NOCH fesselnder als "Der Vogelmann".
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Bewertung von Claudia am 02.01.2007
*****
sehr gut
Fesselnd, spannend und aufregend dieses Buch.
Einmal angefangen, kann man es gar nicht mehr aus den Händen legen.
Erschreckend zu wissen, das solche Dinge wirklich geschehen und das es diese kranken und verrückten Menschen gibt.Oprimales Buch zur Verfilmung!
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Bewertung von Steffi am 01.03.2006
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ausgezeichnet
sehr spannendes Buch, man kann garnicht mehr aufhören weiter zu lesen.
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Bewertung von k.m. aus essen am 20.07.2005
*****
ausgezeichnet
Dies Buch legt man nicht mehr aus der Hand,es ist einfach genial geschrieben und macht süchtig!
Man sollte aber unbedingt den Vogelmann vorher gelesen haben.
K:M.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 18.02.2005
*****
ausgezeichnet
Mein erstes Buch von Mo Hayder. Sehr spannend, es kommt keine Langeweile auf beim lesen. Hatte es in 3 Tagen durchgelesen.
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Bewertung von kruemelchen am 03.02.2004
*****
ausgezeichnet
Bevor man die Behandlung liest, sollte man erst den Vogelmann lesen da dieser sich auf ihn aufbaut. aber von der Spannung her steht er ihrem ersten Buch in nichts nach. nur der Schluss hat mich ein wenig gestört. er bleibt offen und man muss gespannt auf das nächste Buch warten.
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Bewertung von rainmanreffel am 07.01.2004
*****
sehr gut
Diese Geschichte baut auf dem ersten Teil "Der Vogelmann" auf. Man sollte vorab das vorangegangene Buch gelesen haben, um das Seelenleben des Inspectors zu verstehen. Auch in "Die Behandlung" wird dem Leser ein erschreckender Einblick gewährt, in wie weit manche Menschen gehen würden, nur um ihren Drang der Perversion zu befriedigen. Leider hat Mo Hayder das Ende absolut offen gelassen, so daß man nicht weiß, ob es noch einen weiteren Teil geben wird.
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(c) bunkverlag

Unvorbereitet ist Mo Hayder nur schwer zu ertragen. Kaum eine andere Autorin versteht es, menschliche Abgründe in einer derart schockierenden Weise zu offenbaren, wobei "offenbaren" nicht zwingend mit Gewalt einhergeht. In "Die Behandlung" ermittelt der aus ihrem ersten Roman "Der Vogelmann" bereits bekannte Inspector Caffery zunächst im Fall eines verschwundenen achtjährigen Jungen. Doch bereits das soziale Umfeld lässt eine Entführung unwahrscheinlich erscheinen ... Caffery, durch seine eigene Vergangenheit in den Fall verstrickt, ermittelt im Dschungel der Pädophilie. Mo Hayder gönnt ihren Lesern keine Schonung. Gerade in besonders harschen Szenen verwendet sie eine überaus sachliche, analytische Sprache, was das Beschriebene nur noch grausamer erscheinen lässt. Ein ganz großer Roman für jene, die das ertragen. (rs)

Rezensionen und Kritik

»Ein grauenhaft spannendes Buch. Wertung: atemberaubend.« Frankfurter Rundschau Magazin

Rezensionen und Kritik

»Das Genre des Schock-Thrillers beherrscht My Hayder so meisterhaft, dass ihr Tableau überzeugend gezeichneter Figuren Existenzielles berührt. Der Roman lässt den Genre-Ruch vom Schockierenden als Selbstzweck in Gestalt wirklicher Literatur hinter sich.«

Rezension

"... von Dietmar Bär virtuos gelesen und schrecklich spannend. Für fünf Stunden hat die Stop-Taste ihre Darseinsberechtigung verloren."
(Hamburger Morgenpost)

Rezensionen und Kritik

»'Die Behandlung' ist eine spannende Lektüre, hat aber auch ein hohes Alptraum-Potenzial.«

Autorenporträt zu "Mo Hayder"

Mo Hayder, 1962 in Essex geboren, verließ mit fünfzehn ihr Zuhause, um in London das Abenteuer zu suchen. Sie hat später viele Jahre im Ausland verbracht, unter anderem auch in Tokio, wo sie eine Zeit lang in einem Nachtclub arbeitete und für eine englische Zeitung schrieb. Sie studierte Filmwissenschaften an der American University in Washington D.C. und später Creative Writing an der Bath Spa University. Die Autorin lebt heute mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in der Nähe von Bath.

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