Die akademische Elite - Münch, Richard

Richard Münch 

Die akademische Elite

Zur sozialen Konstruktion wissenschaftlicher Exzellenz

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 15,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Die akademische Elite

Als im Oktober 2006 die Eliteuniversitäten in München und Karlsruhe gekürt wurden, sagte Annette Schavan, Deutschland könne nun mithalten im internationalen Wettbewerb. Doch wer entscheidet überhaupt darüber, wer sich zur Elite zählen darf? Ist die Errichtung universitärer "Leuchttürme" ein wirksames Mittel gegen die Hochschulmisere?
Diesen Fragen widmet Richard Münch seine brisante Studie. Das Ergebnis: Viele Reformen sind kontraproduktiv, sie führen zu einer Verringerung der theoretischen Vielfalt. "Eine Forschungspolitik, die solche Strukturen stärkt, ist nicht auf der Höhe der Zeit und verpaßt die dynamisch voranschreitende internationale Entwicklung."


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 474 S.
  • Seitenzahl: 474
  • Edition Suhrkamp Nr.2510
  • Best.Nr. des Verlages: 12510
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 111mm x 28mm
  • Gewicht: 284g
  • ISBN-13: 9783518125106
  • ISBN-10: 3518125109
  • Best.Nr.: 20948534

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Kritisch geht Rezensent Jürgen Kaube mit Richard Münchs Polemik gegen das deutsche Forschungssystem ins Gericht. Dabei hält er viele Kritikpunkte des Bamberger Soziologen für berechtigt, etwa wenn es um die Verteilung von Forschungsgeldern, das Rankingwesen, den permanenten Zwang zum Schreiben von Drittmittelanträgen geht. Zu Kaubes Bedauern mischt der Autor allerdings berechtigte Kritik all zu oft mit hanebüchenen Vorwürfen. Der Rezensent hält Münch vor, immer wieder zu dick aufzutragen, sich in Widersprüche zu verwickeln und sich in ermüdenden Wiederholungen zu ergehen. Ausführlich setzt er sich mit Münchs These auseinander, nicht wissenschaftliche Leistungen, sondern Kartelle und politisches Gemauschel befänden darüber, wer den Löwenanteil der Forschungsförderung einsteckt. Dabei lässt Kaube erkennen, dass er durchaus bereit wäre, der Kritik des Autors "freudig" zuzustimmen, wenn dieser sie nicht so "verwirrend instrumentieren" würde. So aber kommt er nicht umhin, das Buch insgesamt als unausgegoren und "undurchdacht" zu tadeln.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.08.2007

Abrechnung ohne Strom
Richard Münchs Polemik gegen unser Forschungssystem

Wissenschaftler werden durch den ständigen Zwang zum Schreiben von Drittmittelanträgen von der Wissenschaft abgehalten. Was diese und andere Perversionen für Forschung und Lehre bedeuten, schreibt sich der Soziologe Richard Münch vom Leib.

Im Oktober fallen die Entscheidungen in der zweiten Runde des sogenannten "Exzellenzwettbewerbs" deutscher Universitäten. Der Bamberger Soziologe Richard Münch weiß schon jetzt, wie es ausgehen wird: ungerecht, weil zugunsten derjenigen Hochschulen, die sowieso immer begünstigt werden, wenn es um die Verteilung von Forschungsgeldern geht, ohne dass an ihnen tatsächlich besser geforscht würde als andernorts. Diese Spinnen im Netzwerk der Forschungsfinanzierung sind für ihn die Traditionsuniversitäten - er denkt etwa an Heidelberg, München, Bonn oder Freiburg - sowie jene, in deren Fächerspektrum die Technik- und Naturwissenschaften im Vordergrund stehen.

In fast jeder Aussage dieser erregt vorgetragenen - "die Gesellschaft wird ihrer diskursiv-reflektierenden Seite (!) der Vernunft beraubt" -, aber mit vielen Zahlen …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.07.2007

Reformwalze der Evaluationsgesellschaft
Kann man wissenschaftliche Leistung messen? – Richard Münch attackiert die gegenwärtige Hochschulpolitik
Die Franken sind, wenn man es genau betrachtet, die Palästinenser Deutschlands. Ein Volk, das nicht ein Staatsgebiet sein Eigen nennt wie die Sachsen und es sich auch nicht mit einem anderen teilen darf wie die Württemberger und die Badener, respektive Schwaben und Alemannen. Die Mittel der fränkischen Intifada sind zum Glück andere und erfolgreicher als die ihrer Genossen im Nahen Osten – siehe zuletzt den Aufstand der Fürther Landrätin Pauli. Oder jetzt Richard Münch und sein Buch „Die akademische Elite”, von dem wir annehmen, dass es zur Grundausrüstung aller in Forschung und Lehre engagierten Kräfte gehören wird, die sich von der Reformwalze noch nicht haben plattmachen lassen. Erkennen wird man sie an dem gefürchteten Schlachtruf: „Münch aber hat eine ganz andere Rechnung aufgemacht ...”
Münch ist Soziologie-Professor in Bamberg, also an einer jener fränkischen Hochschulen, die in den sechziger, siebziger Jahren neu gegründet wurden, und die allesamt einen guten Ruf haben, ja auf einigen …

Weiter lesen

""An die Stelle eines offenen Marktes ist ein zentral verwaltetes System der Forschung, eine Art totalitäres Überwachungssystem nach dem Muster der Sowjetunion getreten." Solche Töne hört man von deutschen Lehrkanzeln selten! Das ist ein Buch, für das wir höchst dankbar sein müssen." Süddeutsche Zeitung

»Münchs Studie ist so faszinierend wie bedrückend zugleich … Eines hat seine Untersuchung vielen anderen, nicht minder scharfsinnigen und analytischen Kritiken des gegenwärtigen Forschungsförderungssystems an möglicher Durchschlagskraft voraus: Sie ist ein unbedingtes Bekenntnis zur Wissenschaft als Markt.«
Richard Münch ist Professor für Soziologie an der Universität Bamberg.

3 Marktplatz-Angebote für "Die akademische Elite" ab EUR 7,95

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; sehr gut 7,95 2,30 PayPal, Banküberweisung Brungs und Hönicke Medienversand 99,5% ansehen
gebraucht; sehr gut 8,22 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung Bücherdackel 99,9% ansehen
wie neu 14,50 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von