Die Abschaffung der Arten - Dath, Dietmar

Dietmar Dath 

Die Abschaffung der Arten

Roman

Illustration: Burger, Daniela
Broschiertes Buch
 
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Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 552 S.
  • Suhrkamp Taschenbücher Bd.4145
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783518461457
  • ISBN-10: 3518461451
  • Best.Nr.: 29425115

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

In helles Licht hat Rezensentin Iris Radisch geschaut. Zwar findet sie Dietmar Daths "Abschaffung der Arten" immer wieder unausstehlich, "verlabert" und "arrogant" - kurz, nicht unbedingt das, was man gemeinhin ein Lesevergnügen nennt. Trotzdem findet sie die Blickrichtung des Buchs faszinierend, denn die Mischung aus "futuristischer Seminar- und Cybersprache", und Hochspannung ist aus ihrer Sicht paradigmatisch - und deswegen als erstes Buch im neuen Literaturmagazin besprochen. Dabei spiele Dietmar Dath auch immer wieder in seinem "biotechno-literarischen Baukastenspiel" mit "schöner Unbekümmertheit und heiterer Rechthaberei" die Rolle eines "Über-Darwin im Schnelldurchlauf" und zeige bei seinen Untergangsszenarien oft die gleiche Unzimperlichkeit wie weiland Oswald Spengler. Natürlich ist hier auch eine Menge pseudomilitärischer und männlicher Imponierstil am Werk, merkt die Rezensentin milde an, die Dath in seiner Technikbegeisterung manchmal an einen rotbäckigen Knaben erinnert, der entzückt vor der Carrera-Bahn kniet. Trotzdem schätzt sie das Buch auch als "enthusiastisches Plädoyer für ein besseres und gerechteres Leben".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.09.2008

Fantasy auf Amphetaminen
Hui wei packel, hoppi pah: Dietmar Daths delirierender Zukunftsroman „Die Abschaffung der Arten”
Nein, drunter tut es der Waschzettel nicht: „Wenn Charles Darwin ‚Krieg der Welten‘ geschrieben hätte, wäre vielleicht ein Buch wie dieses herausgekommen: ein abenteuerliches Liebeslied, eine epische Meditation über die Evolutionstheorie und der waghalsige Versuch, Fossilien von Geschöpfen freizulegen, die noch gar nicht gelebt haben.” So viel wird dem Leser schon aus diesen paar Zeilen klar: Der Autor Dietmar Dath wird von einem ungeheuren Ehrgeiz angestachelt, und der betätigt sich vor allem in der Hybridisierung der Form um jeden Preis.
„Die Abschaffung der Arten” spielt in einer weit entfernten Zukunft, in der die Finsternis der menschlichen Geschichte an ihr Ende gelangt ist und an die Stelle der Menschen (die sich als „Minderlinge” weiterhin an den Rändern herumtreiben) die „Gente” getreten sind, sprach- und vernunftbegabte Wesen, die sich die Erbmasse aller Spezies plastisch verfügbar gemacht haben. Es steht ihnen frei, sich mit Fremdartigsten zu paaren und darüber hinaus die eigene Gestalt nach Belieben …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.12.2008

Ein neuer Himmel auf einer neuen Erde

Große Erzählungen von Liebe und Tod: Dietmar Daths Roman "Die Abschaffung der Arten" kämpft mit Darwin, Marx und Lenin um das gute Überleben.

Von Thomas Anz

Am Anfang und am Ende steht Darwin - in Dietmar Daths sozialpolitischer Streitschrift "Maschinenwinter", erschienen im Frühjahr dieses Jahres, geschrieben parallel zu dem Roman "Die Abschaffung der Arten". Eine befreundete Biologin erklärt dem in ungelöste Probleme der Physik verstrickten Autor gleich auf der ersten Seite, was die Theorie Darwins zu leisten vermag. Sie sei eine "Theorie fürs Ganze". Denn: "Alles, was in der Wirklichkeit über längere Zeitspannen hin stattfindet, belehrt sie mich, lässt sich erklären, wenn man weiß, wie Vervielfältigung, Variation und Auslese ineinandergreifen."

Die Freundin ist Sozialistin. Ist das mit dem Glauben an Konzepte der Evolutionsbiologie vereinbar? Der skeptische Autor stellt ihr auf den letzten Seiten die Frage, inwieweit sich ihr darwinistisches Modell von den Berufungen "rechter Soziobiologen" auf den "Kampf ums Dasein" unterscheide. Die Frage ist symptomatisch - für Daths Streitschrift, …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die gute Nachricht ist, dass Dietmar Dath "Die Abschaffung der Arten" im Gegensatz zum Vorgänger "Waffenwetter" in ganzen Sätzen geschrieben hat. Die schlechte, dass diese Sätze so aussehen: "Sdhütz Arroyo saß vor prachtaltarbreiten Fenstern im Aussichtsrestaurant an Bord eines großen Lenkluftschiffs aus ionisierter Glamourfolie." 552 Seiten lang, mein Gott! Dath zoomt 500 Jahre in die Zukunft, die Menschheit ist so gut wie ausgestorben, Mischwesen namens "Gente" bevölkern ein verwildertes Europa, kommunizieren mittels Düften und haben eine Zivilisation errichtet, an deren Spitze ein "Löwe" steht. So weit, so nachvollziehbar. Dann aber bricht Krieg aus, der Löwe wird gestürzt, und die Gente fliehen ins All. Wo sie mutieren, irgendwann werden Schwärme zu handelnden Individuen, später dann gar ein "Feuer" und ein "Vasch". Es gibt eine originelle Liebesgeschichte, es gibt einen "Herr der Ringe"-ähnlichen Fantasystrang ohne den genretypischen Konservatismus, zeitweise geistert auch die Komponistin Cordula Späth (Menschen? Hier?) aus früheren Romanen Daths durch die Handlung. Es wird nach Herzenslust fabuliert, wahrscheinlich gibt es zurzeit keinen weiteren Roman, der …

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"Unlängst umriss Dietmar Dath anlässlich eines Interviews die drei Hauptgenres der fantastischen Literatur: Beim Horror gehe es um den Körper, Sex und Gewalt, im Fantasy-Genre stehe meist eine Reise, oft eine spirituelle, im Mittelpunkt, und die Science Fiction sei das Spielfeld des Spekulativen. Doch lediglich in der angelsächsischen Literatur würde all dies literarisch wertvoll beackert. Mit einem 550 Seiten starken Wälzer hat er diesem Misstand nun selbst abgeholfen: Die Abschaffung der Arten ist allerfeinste Genreliteratur ... In der deutschen Gegenwartsliteratur jedenfalls lässt sich weit und breit nichts Vergleichbares entdecken. " Tom Thelen Galore

"Unlängst umriss Dietmar Dath anlässlich eines Interviews die drei Hauptgenres der fantastischen Literatur: Beim Horror gehe es um den Körper, Sex und Gewalt, im Fantasy-Genre stehe meist eine Reise, oft eine spirituelle, im Mittelpunkt, und die Science Fiction sei das Spielfeld des Spekulativen. Doch lediglich in der angelsächsischen Literatur würde all dies literarisch wertvoll beackert. Mit einem 550 Seiten starken Wälzer hat er diesem Misstand nun selbst abgeholfen: Die Abschaffung der Arten ist allerfeinste Genreliteratur ... In der deutschen Gegenwartsliteratur jedenfalls lässt sich weit und breit nichts Vergleichbares entdecken. " Tom Thelen Galore

»... der produktivste und radikalste Schriftsteller Deutschlands«

»... der produktivste und radikalste Schriftsteller Deutschlands«
Dietmar Dath, geboren 1970, Schriftsteller und Übersetzer, lebt in Freiburg und Frankfurt am Main. Er war Chefredakteur der Spex (1998-2000) und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (2001-2007). Seine Romane, Sachbücher und Artikel unterwandern, überfliegen und durchkreuzen Gattungs- und Vorstellungsgrenzen, und zwar mit System.

Leseprobe zu "Die Abschaffung der Arten" von Dietmar Dath

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Inhaltsangabe

Rolle Sprecher/inFrau Späth Katja BürkleFeuer Paul HerwigPadma Katharina Marie SchubertIzquierda Wiebke PulsCyrus Sylvester GrothPhilomena Brigitte HobmeierForen Tobias Lelle, Julia JentschDmitri Stepanowitsch Felix KlareStorikal Michael HabeckClea Dora Nina KunzendorfDame Livienda Karin AnselmSankt Oswald Michael TregorRyuneke Steven ScharfArroyo Mogens von GadowGeorgescu/Freunde Fell Aglaia SzyszkowitzElektrizitas Hildegard SchmahlWestfahl Stefan HunsteinHébert Loskauf Oliver MallisonKatahomenleandraleal Julia LoiblAlexandra Anna SchudtHecate Jule RonstedtHuan-Ti Hans Georg PanczakAnubis Marcus CalvinBuch Rainer BockWempes Stefan WilkeningZagreus Oliver NägelePreisnitel Wolfgang PreglerLodas Christian LerchPyretta Tabea BettinStanz/Bedienter Stephan BissmeierEin Mensch Thorsten NindelKatahomenduende/Katahomencopiava/ Veloursass Votiv/Eon Philipp MoogMolch/Frosch/Carl Tamerlanski/Biber Helmut StangeMädchen/Britt/Siam/Bedienung Lisa WagnerPferd/Rolfa Patel/andere Echse/Die Fremde - Saskia MallisonEule/Norferd Walter HessBearbeitung und Regie: Ulrich LampenKomposition: mouse on marsTon: Wilfried HauerTechnik: Susanne HerzigAssistenz: Stefanie RambRedaktion: Katarina Agathos/Herbert Kapfer

Kundenbewertungen zu "Die Abschaffung der Arten" von "Dietmar Dath"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
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Bewertung von Erich Stern aus Hamburg am 18.09.2008 ***** sehr gut
Endlich mal ein intellektueller Science-Fiction Roman.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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