Die 52 - Reading, Mario
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Mario Reading 

Die 52

Thriller. Mit e. Glossar im Anh. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Engl. v. Fred Kinzel
Broschiertes Buch
 
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Die 52

Der amerikanische Schriftsteller Adam Sabir trifft sich in Paris mit dem jungen Zigeuner Babel Samana, der die 52 verlorenen Prophezeiungen des Nostradamus verkaufen will. In diesen Versen soll das bevorstehende Ende der Welt geweissagt sein. Kurz darauf wird Babel Samana ermordet aufgefunden! Und damit beginnt für Adam die atemlose Flucht sowohl vor dem Gesetz als auch vor einem fanatischen Killer, der sich ebenso wie Adam auf der fieberhaften Suche nach den 52 Prophezeiungen befindet - dem einzigen Beweis für Adams Unschuld ... Nichts für schwache Nerven: "Die 52" ist von der ersten Seite an eine wahre Tour de Force für alle Thrillerfans!

Ein unglaublich rasanter Hochspannungsthriller in allerbester Hitchcock-Tradition!

Der amerikanische Schriftsteller Adam Sabir trifft sich in Paris mit dem jungen Zigeuner Babel Samana, der die 52 verlorenen Prophezeiungen des Nostradamus verkaufen will. In diesen Versen soll das bevorstehende Ende der Welt geweissagt sein. Kurz darauf wird Babel Samana ermordet aufgefunden! Und damit beginnt für Adam die atemlose Flucht sowohl vor dem Gesetz als auch vor einem fanatischen Killer, der sich ebenso wie Adam auf der fieberhaften Suche nach den 52 Prophezeiungen befindet – dem einzigen Beweis für Adams Unschuld …


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 447 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37122
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 115mm x 33mm
  • Gewicht: 346g
  • ISBN-13: 9783442371228
  • ISBN-10: 3442371228
  • Best.Nr.: 24881477
Mario Reading hatte bereits in zahlreichen Berufen gearbeitet - darunter als Reitlehrer in Afrika und Verwalter einer Kaffeeplantage in Mexiko -, bevor er sich zunächst dem Schreiben von Sachbüchern widmete. Der große internationale Durchbruch gelang Mario Reading jedoch mit seinem Debütroman "Die 52": Die Rechte an diesem einzigartig spannenden Thriller wurden bereits in 32 Länder verkauft.

Leseprobe zu "Die 52" von Mario Reading

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Leseprobe zu "Die 52" von Mario Reading

La Place de L'Etape, Orléans, 16. Juni 1566

De Bale nickte, und der bourreau begann an der Zugvorrichtung zu kurbeln. Der Chevalier de la Roche Allié war in voller Rüstung, weshalb die Apparatur ächzte und sich bis zum Äußersten dehnte, ehe die Ratsche griff und der Chevalier vom Boden gehoben wurde. Der bourreau hatte de Bale wegen der Belastung und der möglichen Folgen gewarnt, aber der Graf wollte nichts davon hören.

"Ich kenne diesen Mann seit meiner Kindheit, Maître. Seine Familie zählt zu den ältesten Frankreichs. Wenn er in seiner Rüstung zu sterben wünscht, dann ist dies sein Recht."

Der bourreau hütete sich zu widersprechen - wer de Bale widersprach, endete für gewöhnlich auf dem Rad oder wurde mit siedendem Öl übergossen. De Bale fand Gehör beim König und besaß das Siegel der Kirche. Mit anderen Worten, der Bastard war unangreifbar. Irdischer Vollkommenheit so nahe, wie es ein Sterblicher nur sein konnte.

De Bale blickte nach oben. Aufgrund der lese majesté seiner Verbrechen hatte man de la Roche Allié dazu verurteilt, fünfzig Fuß hoch gehängt zu werden. De Bale fragte sich, ob die Bänder im Hals des Mannes der Zugkraft des Seils einerseits und den hundert Pfund Stahlplatten andererseits widerstehen

konnten, die ihm seine Knappen um den Leib gegürtet hatten. Es würde nicht gut aufgenommen werden, wenn der Mann in zwei Stücke zerbrach, ehe man ihm die Gedärme herausriss und ihn vierteilte. Konnte es sein, dass de la Roche Allié diese Möglichkeit einkalkuliert hatte, als er seine Bitte vortrug? Dass er alles geplant hatte? De Bale glaubte es nicht. Der Mann war ein Unschuldiger - einer vom alten Schlag.

"Er hat die fünfzig Fuß erreicht, Herr."

"Lasst ihn herunter."

De Bale sah die gepanzerte Gestalt zu sich herabsinken. Der Mann war tot. Es war eindeutig. Die meisten seiner Opfer strampelten an diesem Punkt des Verfahrens und schlugen um sich. Sie wussten, was als Nächstes kommen würde.

"Der Chevalier ist tot, Herr. Was soll ich nun tun?"

"Zunächst einmal sprecht leise." De Bale warf einen Blick auf die Menge. Diese Leute wollten Blut sehen. Hugenottenblut. Wenn sie keines bekamen, würden sie sich auf ihn und den Scharfrichter stürzen und sie in Stücke reißen. "Reißt ihm trotzdem die Gedärme heraus."

"Verzeihung, Herr?"

"Ihr habt mich schon richtig verstanden. Reißt ihm trotzdem die Gedärme heraus. Und tut, als würde er sich winden, Mann. Kreischt durch die Nase, wenn es sein muss. Macht es wie ein Bauchredner. Veranstaltet ein großes Theater mit den Eingeweiden. Die Leute müssen glauben, dass sie ihn leiden sehen."

Die beiden jungen Knappen traten vor, um dem Chevalier die Rüstung abzunehmen.

De Bale scheuchte sie zurück. "Das wird der Maître machen. Kehrt nach Hause zurück, ihr beiden. Ihr habt eure Pflicht gegenüber eurem Herrn getan. Jetzt gehört er uns."

Die Knappen zogen sich zurück, sie waren kreidebleich im Gesicht.

"Nehmt ihm nur die Halsberge, den Brustpanzer und die Bauchplatten ab, Maitre. Lasst die Beinschienen, den Helm und die Panzerhandschuhe dran. Die Pferde werden den Rest erledigen."

Der Henker beeilte sich mit seinem Geschäft. "Wir sind fertig, Herr."

De Bale nickte, und der bourreau setzte den ersten Schnitt.

Im Haus von Michel de Nostredame, Salon-de-Provence, 17. Juni 1566

"De Bale kommt, Herr." "Ich weiß."

"Wie könnt Ihr das wissen? Das ist unmöglich. Die Nachricht traf erst vor zehn Minuten per Brieftaube ein."

Der alte Mann zuckte die Achseln und verlagerte sein von Wasser geplagtes Bein, bis es bequemer auf dem Fußschemel ruhte. "Wo ist er jetzt?"

"In Orléans. In drei Wochen wird er hier sein."

"Erst in drei Wochen?"

Der Diener trat näher. Er rang die Hände. "Was werdet Ihr tun, Herr? Der Corpus Maleficus vernimmt alle, deren Familien einst jüdischen Glaubens waren. Marranos. Conversos. Auch Zigeuner. Mauren. Hugenotten. Jeden, der kein Katholik von Geburt ist. Selbst die Königin kann Euch hier unten nicht schützen."

Der alte Mann machte eine verächtliche Handbewegung. "Das spielt wohl kaum noch eine Rolle. Ich werde tot sein, ehe das Ungeheuer eintrifft."

"Nein, Herr. Gewiss nicht."

"Und du, Ficelle? Wärst du lieber fort, wenn der Corpus zu Besuch kommt?"

"Ich werde an Eurer Seite bleiben, Herr."

Der alte Mann lächelte. "Du wirst mir besser dienen, wenn du tust, worum ich dich bitte. Du musst eine Reise für mich unternehmen. Eine lange Reise, voller Hindernisse. Wirst du tun, worum ich dich bitte?"

Der Diener senkte den Kopf. "Ich tue alles, was Ihr mir auftragt."

Der alte Mann betrachtete ihn eine Weile und wog ihn augenscheinlich ab. "Wenn du scheitern solltest, Ficelle, werden die Folgen schrecklicher sein als alles, was de Bale - oder der Teufel, dem er so unwissentlich dient - je ersinnen könnte." Er zögerte, seine Hand lag auf dem grotesk aufgeblähten Bein. "Ich hatte eine Vision. Eine von solcher Klarheit, dass sie das Werk, dem ich mein Leben bisher geweiht habe, gering erscheinen lässt. Ich habe achtundfünfzig meiner Vierzeiler nicht veröffentlicht, aus Gründen, die ich nicht verraten werde - sie betreffen nur mich. Sechs dieser Vierzeiler dienen einem geheimen Zweck - ich werde dir erklären, wie man sie verwendet. Niemand darf dich sehen. Niemand darf etwas ahnen. Die übrigen zweiundfünfzig Texte müssen an einem besonderen Ort verborgen werden, von dem nur du und ich wissen dürfen. Ich habe sie in diese Bambuskapsel eingeschlossen." Der alte Mann langte neben seinen Stuhl und zog das gefüllte und zugestopfte Bambusrohr hervor. "Du wirst diese Kapsel dort hinterlegen, wo ich es dir sage, und in genau der Weise, die ich festlege. Du wirst nicht von meinen Anweisungen abweichen, sondern sie buchstabengetreu ausführen. Sind wir uns so weit einig?"

"Ja, Herr."Der alte Mann lehnte sich in seinem Sessel zurück, erschöpft von der Eindringlichkeit, mit der er sich verständlich zu machen suchte. "Wenn du hierher zurückkehrst, nach meinem Tod, wirst du meinen Freund und Liegenschaftsverwalter Palamede Marc aufsuchen.

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Kundenbewertungen zu "Die 52" von "Mario Reading"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** weniger gut)
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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.06.2011 ***** weniger gut
Der Einband klingt super spannend. Es geht um die verschollenen 52 Prophezeiungen Nostradamus. Sie sind in Besitz eines Zigeuners, der sie per Annonce verkaufen will ohne ihren wahren Wert zu kennen. Es melden sich ein Schriftsteller und ein Killer. So weit so gut. Dann jedoch driftet die Geschichte ab und es geht nur noch um die Verfolgungsjagd des Killers auf einfach alle. Die Suche nach den Prophezeiungen ist nur Nebensache, die den Plot zusammen halten soll. Ebenso gut könnten alle irgendein anderes Geheimnis jagen. Mit Nostradamus und seinen Prophezeiungen hat die Story dann nicht mehr viel zu tun. Und der ganze Plot mit den Zigeunern, deren Traditionen und Bräuchen nervt auch irgendwie. Insgesamt mittelmäßig.

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Bewertung von hoschi_s aus Pockau am 25.04.2009 ***** weniger gut
Ich habe dieses Buch spontan in einer Buchhandlung gekauft. Der Text auf dem Buchrücken war vielversprechend. Nach dem Lesen: vom Hocker gehauen hat mich das Buch nicht. Möglicherweise bin ich mit den falschen Vorstellunen rangegangen. Der Anfang war gut - mystisches Mittelalter, Nostradamus, geheime Prophezeihungen. Die Gegenwart war eher zäh. Ein Hobby-Schriftsteller und Journalist gerät per Zufall in ein mörderisches Komplott, wird als Zigeuner zwangsverpflichtet und muss nun mit seinen neuen Verwandten das Rästel lösen. Den durchgeknallten Mörder permanent im Heck. Hinzu kommen ein frustrierter und ein falschverstandener Polizist und fertig die Verfolgungsjagd. Das Ende ist dann ziemlich erstaunlich bis eigenartig und nicht wirklich klar. Vielleicht die Hintertür zu einem Fortsetzungsroman...
Der Schreibstil ist klar, gelegentlich etwas langatmig, aber nicht verwirrend. Das Buch ist nicht schlecht, aber hält nicht das, was auf dem Buchrücken eingeleitet wird.

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