Die 13. Stunde - Doetsch, Richard

Richard Doetsch 

Die 13. Stunde

Der Countdown hat begonnen . . .

Übersetzung: Schmidt, Dietmar
Broschiertes Buch
 
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Die 13. Stunde

Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit dem Schicksal von 212 Menschen verbunden, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind - denn eigentlich sollte Nicholas' Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen. Dieser Grund ist für den Absturz verantwortlich. Und für ihren Tod. Ein Fremder betritt das Verhörzimmer. 'Ihre Frau lebt noch', sagt er. 'Sie können sie retten und die 212 Passagiere des Flugzeugs.' Er überreicht Nicholas eine goldene Uhr, auf der die Zeit rückwärts zu laufen scheint. ""Sie haben dreizehn Stunden.""  Der Countdown läuft."

11:00 Uhr. Ein Passagierflugzeug stürzt ab. 212 Menschen sterben 18:00 Uhr. Deine Frau wird ermordet. Sie kannte die Absturzursache 20:00 Uhr. Man hält dich für ihren Mörder. Du bist unschuldig Was wäre,
wenn du alles ungeschehen machen könntest? 21:00 Uhr. Du machst dich auf den Weg Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist
unschuldig. Ihr Tod ist mit einem Flugzeugabsturz verbunden denn eigentlich sollte Nicholas Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen.
Dann betritt ein Fremder das Verhörzimmer und überreicht Nicholas eine goldene Uhr. Ihre Frau ist nicht tot. Sie lebt noch. Und mit dieser Uhr können Sie sie retten.


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 409 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Altersempfehlung: 20 bis 60 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 135mm x 36mm
  • Gewicht: 574g
  • ISBN-13: 9783785760369
  • ISBN-10: 3785760361
  • Best.Nr.: 28256705
Richard Doetsch ist Inhaber einer Immobilien- und Investmentfirma. Während andere Autoren nur aufregende Thriller schreiben, führt er auch ein aufregendes Leben: Er ist Extremsportler und springt mit Fallschirmen und Gummibändern von Brücken, Klippen und Hochhäusern. In ruhigen Stunden spielt er Gitarre und Klavier. Er ist seit über zwanzig Jahren mit seiner Jugendliebe verheiratet und hat drei Kinder.

Leseprobe zu "Die 13. Stunde" von Richard Doetsch

Der dunkelhaarige Mann schob die exotische Sonderanfertigung des Colt Peacemaker über den Tisch. Mit seinem Rahmen aus polierter, goldverzierter Bronze und den edelsteinbesetzten Griffschalen aus Elfenbein hatte der Revolver nichts mit den anderen Waffen gemein, die im neunzehnten Jahrhundert produziert worden waren: ein Sechsschüsser aus dem Jahr 1876, in der Zeit verloren, von der Geschichte vergessen, eine Legende nicht nur in Sammlerkreisen.
Wie bei den edelsten Waffen jener Zeit üblich, bedeckten verschlungene Gravuren den Rahmen und den siebeneinhalbzölligen Lauf. Die Gravuren auf dieser Waffe waren allerdings einzigartig: Zitate aus der Bibel, dem Koran und der Thora, fachmännisch in eleganter Kalligraphie ausgeführt:

Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt … Dass ihr versammelt werdet als Gefangene in der Grube … Und ihr machtet des Zorns noch mehr … Dann wird kommen eine Finsternis über Ägypten … Und kämpft mit denen auf dem Wege Allahs, die mit euch kämpfen …

Sprüche auf Englisch, Latein und Arabisch, als wäre der Revolver eine Waffe Gottes, eigens dazu gebaut, die Sünder niederzustrecken.
Angefertigt worden war der Colt für Murad V., den siebenunddreißigsten Sultan des Ottomanischen Reiches. Im August 1876, als Murad nach einer Regierungszeit von nur dreiundneunzig Tagen wegen Geisteskrankheit abgesetzt wurde, war die Waffe verschwunden.
»Extrem selten«, sagte Ethan Dance und nahm die Waffe mit der Hand auf, über die er einen Latexhandschuh gestreift hatte. »Ich würde sogar sagen, bei ihrem Alter ist sie ein Einzelstück.«
Er handhabte die Waffe so behutsam, als wäre sie ein Neugeborenes. Mit müden, blutunterlaufenen Augen betrachtete er die komplizierten Verzierungen und fuhr mit dem latexbedeckten Finger sanft über die Bronze und das Gold, voll ehrfürchtiger Bewunderung für die Kunstfertigkeit, mit der dieser Colt-Revolver gefertigt worden war. Schließlich legte er ihn wieder auf den Tisch und griff in die Tasche seines zerknitterten blauen Blazers.
»Wie es scheint, wurde die Munition mit dem gleichen religiösen Eifer verziert.« Dance legte eine Patrone auf den Tisch, in der ein silbernes Geschoss vom Kaliber .45 steckte, das ebenfalls mit Gravuren versehen war: Über die Hülse lief arabische Schrift. »Es waren noch fünf Patronen in der Trommel. Die Kugeln sind aus Silber. Warum, weiß ich nicht, schließlich sind im Istanbul des Jahres 1876 keine Werwölfe herumgelaufen. Auf der anderen Seite muss man berücksichtigen, dass diese Waffe für einen Verrückten angefertigt wurde.« Nicholas Quinn saß Dance am Tisch gegenüber und betrachtete schweigend den Revolver. Er roch das frische Öl des Mechanismus und einen Hauch von schwefligen Rückständen im Lauf. »Was kostet so etwas? Fünfzigtausend Dollar? Hunderttausend?« Dance nahm den Revolver wieder auf und drehte die Trommel. »Diese Waffe ist eine Art Legende. Hundertdreißig Jahre lang wusste niemand, in wessen Besitz sie sich befand. Wo kauft man so etwas? Im Antiquitätenhandel? Auf dem Schwarzmarkt? Unter der Hand?«

Nick saß schweigend da. Ihm schwirrte der Kopf.
Die Tür öffnete sich, und ein grauhaariger Mann in blauem Anzug steckte den Kopf ins Zimmer. »Ich brauche Sie mal kurz, Dance.«
Dance hob die Hand und winkte ab. »Ich habe zu tun.«
»Tut mir leid, aber wegen des Flugzeugabsturzes stehen hier nur vier Leute zur Verfügung – wir beide sowie Shannon und Manz. Wenn Sie nicht wieder auf den Todesacker wollen, um Kinder- und Frauenleichen nach Ausweisen zu durchsuchen, dann bewegen Sie Ihren Hintern zu mir.«
Dance seufzte, ließ ein letztes Mal die Trommel rotieren, hob den Revolver und visierte über den Lauf ein imaginäres Ziel an. Dann legte er die Waffe vor Nick hin und musterte ihn kurz, ehe er die einzelne Silberkugel aufnahm.

Kundenbewertungen zu "Die 13. Stunde" von "Richard Doetsch"

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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 02.08.2010 ***** ausgezeichnet
Klappentext:
Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit dem Schicksal von 212 Menschen verbunden, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind, denn eigentlich sollte Nicholas` Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie das Flugzeug in letzter Minute verlassen. Dieser Grund ist für den Absturz verantwortlich. Und für ihren Tod.
Ein Fremder betritt das Verhörzimmer. „Ihre Frau lebt noch“, sagt er. „Sie können sie retten und die 212 Passagiere des Flugzeugs.“ Er überreicht Nicholas eine goldene Uhr, auf der die Zeit rückwärts zu laufen scheint. „Sie haben dreizehn Stunden.“
Der Countdown läuft.


Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich bereits durch seinen Klappentext in seinen Bann gezogen. Die Idee hinter der Geschichte, jemanden einen Fehler, den er gemacht hat, rückgängig machen zu lassen, ist sicherlich nicht neu. Wohl jeder hat sich das schon einmal gewünscht. Das Konzept, die Story mithilfe von Zeitsprüngen rückwärts zu erzählen, war mir allerdings bisher in der Literatur noch nicht begegnet und hat mich von der ersten Seite an begeistert. Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieser Thriller von Richard Doetsch. Mit jeder gelesenen Seite gelangt man tiefer in die Handlung, in den Fall hinein, man erlebt ihn quasi mit. Die Geschichte rast mit atemberaubender Geschwindigkeit vorwärts, die Entwicklung ist atemberaubend und der Fall verändert sich mit jeder neuen Stunde.
Ein interessantes Detail stellen die rückwärts laufenden Seitenzahlen dar, die mich zu Beginn dieser Lektüre ein wenig verwirrten. Aber zu einer rückwärts laufenden Geschichte gehören eigentlich auch rückwärts laufende Seitenzahlen, die meiner Meinung nach ein Zeichen dafür sind, wie gut diese Geschichte und alles, was dazu gehört, durchdacht ist.

Für mich bietet das Buch äußerst spannenden Lesestoff, der mich zu jeder Sekunde fesselt. Kaum ein Buch habe ich in so kurzer Zeit durchgelesen. Der packende Schreibstil von Richard Doetsch und die großartige Idee den Fall von hinten aufzurollen macht den Thriller für mich absolut empfehlenswert.

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Bewertung von redfox aus Sachsen am 24.07.2010 ***** sehr gut
Eine rasante Zeitreise....

Nicholas findet seine ermordete Frau – und wird als Tatverdächtiger verhaftet. Doch dann erhält er die Möglichkeit, den Mord an seiner Frau zu verhindern…

Eine fantastische Geschichte, spannend erzählt. Ich möchte keine Einzelheiten verraten und halte mich deshalb mit Details zurück. Kleine Zeitreisen, wobei Nicholas sehr aufpassen muss, denn jede seiner Taten hat Konsequenzen für die Zukunft… Über kleine Widersprüche muss man hinwegsehen, aber es sind wirklich nur Kleinigkeiten. Ich habe das Buch verschlungen. Das Ende ist richtig gut gelungen und nicht vorhersehbar. Gibt es eine zweite Zeitreise?

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Bewertung von Solitary aus Sulzbach-Rosenberg am 30.05.2010 ***** sehr gut
· Nick sitzt im Verhörraum, alles deutet darauf hin, daß er seine Frau Julia ermordet hat. Es scheint als gebe es keinen Ausweg für ihn bis ein fremder reich aussehnder Europäer im Verhörraum auftaucht. Dieser gibt Nick eine goldene Taschenuhr, deren Zeit rückwärts läuft. Ebenso erhält Nick auch einen Brief, mit der Option, diesen erst zu öffnen, wenn es ihm gelungen ist aus dem Polizeirevier zu entkommen. Seine Frau sei noch am Leben und er könne sie retten. Zuerst zweifelt Nick an der Aussage des Fremden, schließlich hat er die Leiche seiner Frau gesehen, aber dann klammert er sich an den Strohhalm und begibt sich in die eigentlich schon vergangene Zukunft. Er durchlebt die Stunden noch einmal und versucht seine Frau zu retten.
Ein sehr spannendes Werk des Autors Richard Doetsch. Der Schreibstil des Autors, die eigebauten Zeitsprünge und Wendungen machen diesen rasanten Thriller sehr packend und fesseln seinen Leser regelrecht an das Buch.
Die Entscheidung, die Seitenzahlen als auch die Kapitel rückwärts laufen zu lassen erscheint mir durch die Handlung des Buches absolut nachvollziehbar und wirklich gelungen. Der Spannungsbogen zieht sich durch bis zum Ende des Buches und man ist geneigt, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Mit jedem gelesenen Kapitel taucht man weiter in die Geschichte ein und wird immer wieder aufs Neue mit Überraschungen beglückt.
Fazit: Ein absolut gelungener, packender und mitreißender Thriller, spannend und emotionsgeladen.
Das Buch zeigt dem Leser auf, wie wichtig bestimmte Handlungen und Taten im Leben eines jeden Menschen sein können. In der Wirklichkeit jedoch lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen und Taten/Worte können nicht ungeschehen gemacht werden, auch wenn man es sich manchmal noch so sehr wünscht.
Factum infectum fieri non potest. - Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden.

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