Dichtung und Erziehung in Platons "Politeia" - Deutung des Verhältnisses
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte -
Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, einseitig bedruckt, Note:
1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Institut für
Altertumswissenschaft), Veranstaltung: Platons politische
Philosophie, 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch,
Abstract: Platons Überlegungen im Bezug auf die Kunst, speziell auf
die musische Kunst (Dichtung und Musik) sollen im Mittelpunkt
dieser Arbeit stehen. Von Interesse ist dabei, wie Platon die Kunst
in seinem Staatsentwurf zu verankern gedachte. Er tat dies im
Zusammenhang mit der Frage nach der Erziehung: in Buch II und III
erörtert er, wie diese für die zukünftigen Krieger der Polis
auszusehen hat. Ein wichtiger Teil dieser Überlegung ist der Status
der Dichtung in dem idealen Staat. Diese Bestimmung soll aufgedeckt
werden. Formuliert man eine solche Fragestellung, stößt man in der
Philosophie Platons schnell auf einen Begriff, indem die Fragen
nach dem Verhältnis zur Kunst und der politischen, sowie
pädagogischen Dimension dieser subsumiert werden: die Mimesis.3
Dieser problematische und ambivalente Begriff wird mit seinen
Assoziationen einen wesentliche Teil der Erörtertung der zentralen
Fragestellung bestimmen. Als Thema ließe sich somit folgende
Problemstellung formulieren: Dichtung und Erziehung in Platons
Politeia Deutung des Verhältnisses. Für das Vorgehen kann man nun
einen groben Weg skizzieren. An den Anfang der Überlegungen soll
ein kurzer Abriss der Forschungsgeschichte gestellt werden, um die
Diskussionen innerhalb dieser kenntlich zu machen. Dem folgt eine
Darstellung der Intentionen Platons in der Politeia. Im Anschluss
daran wird die Erziehung der sogenannten Wächter aus Politeia
376c-398b erörtert, in deren Mittelpunkt die Bestimmung der
Dichtung und der Mimesis steht. In einem abschließenden Kapitel
soll eine Zusammenfassung der Erkenntnisse versucht werden, indem
Platons Literaturverständnis in einer Theorie verdichtet wird. Dies
folgt dem Ansatz von Stefan Büttner.4