Deutschland - Der Abstieg eines Superstars - Steingart, Gabor

Gabor Steingart 

Deutschland - Der Abstieg eines Superstars

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
Statt EUR 13,00*
EUR 8,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
* Preisreduzierungen für Sonderausgaben,
teils in anderer Ausstattung
-31 %
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Deutschland - Der Abstieg eines Superstars

Gabor Steingarts intelligente und pointierte Analyse über Aufstieg und Absturz des Wohlfahrtsstaates Deutschland hat eine Debatte über die Zukunft unseres Landes ausgelöst. Und er weiß, wovon er spricht: Als Chef des Berliner Spiegel-Büros arbeitet er im Zentrum des politischen Geschehens. Er zieht eine überraschende Schlussbilanz, denn unsere Art zu arbeiten, zu leben und Politik zu machen, ist längst überholt. Die Summe der Neuerungen kommt einer Neugründung des Staates gleich.


Produktinformation

  • Verlag: PIPER
  • 2005
  • Aktualis. Ausg.
  • Ausstattung/Bilder: Aktualis. Ausg. 2005. 303 S. m. graph. Darst.
  • Seitenzahl: 320
  • Serie Piper Bd.4391
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 123mm x 16mm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9783492243919
  • ISBN-10: 3492243916
  • Best.Nr.: 13267887
»Ein Buch wie ein Gewittervogel, der eine neue Wetterlage ankündigt. Die scharfsichtige Analyse der Fehlentwicklungen ist in dieser Klarheit und Konsequenz neu in Deutschland.« (Die Zeit)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.03.2004

Rezepte für den kranken Mann
Die Politik macht Reformpause. Aber die Reformbücher haben Konjunktur

VON RAINER HANK

Vor zwanzig Jahren zählte Deutschland zu den reichsten Ländern Europas. Im Jahr 2003 fiel das Prokopfeinkommen hierzulande zum erstenmal um ein Prozent unter den europäischen Durchschnitt. Gerade vier der 15 EU-Mitgliedsländer sind ärmer als die Deutschen.

Wir steigen ab. Und keiner merkt es. Denn Deutschland ist nach wie vor ein reiches Land. Und der Abstieg vollzieht sich schleichend. Aber unsere Nachbarn konnten in den vergangenen Jahren ihren Wohlstand deutlicher mehren. Erst haben die Briten uns überholt, dann die Franzosen. "Wenn das so weitergeht, wird die Bundesrepublik in zehn Jahren auf dem Stand von Portugal angekommen sein", prophezeit Klaus F. Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Gar nicht so übel, entgegnen Spötter, wenn es dazu auch die Sonne der Algarve gibt. Doch der Spott bleibt im Halse stecken beim Gedanken an wachsende Lasten zur Vorsorge für Krankheit und Alter, die zusätzlich das verfügbare Einkommen der Menschen schrumpfen lassen.

Die Politik hat …

Weiter lesen

Ein Buch wie ein Gewittervogel, der eine neue Wetterlage ankündigt. Die scharfsichtige Analyse der Fehlentwicklungen ist in dieser Klarheit und Konsequenz neu in Deutschland. (Die Zeit)

»Ein Buch wie ein Gewittervogel, der eine neue Wetterlage ankündigt. Die scharfsichtige Analyse der Fehlentwicklungen ist in dieser Klarheit und Konsequenz neu in Deutschland.« Die Zeit

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

So klar hat noch niemand gesagt, was Deutschland in den Ruin treiben wird, stellt Warnfried Dettling fest. "Gut geschrieben" werfe das neue Buch von Gabor Steingart die zentralen Fragen der Zeit auf: Was schief gelaufen ist in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Bundesrepublik, und was man tun könnte, um die "Chronologie des Niedergangs" zu unterbrechen. Das Buch ist damit mehr als ein "gelungenes Beispiel des anschwellenden Mainstreams" politischer Literatur, betont der Rezensent. Es sei wie ein "Gewittervogel", der den Wetterwechsel ankündigt. Steingarts "scharfsichtige" Analyse in "neuer Tonart" sei ein wichtiges Dokument für gegenwärtige Entwicklungen. Aber, hier kommt Dettlings Einwand, das Buch bahnt auch einen Weg "hin zu einem Primat der Ökonomie, der keinerlei Rücksichten mehr nimmt auf kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge". Vertrauen in die Zukunft schaffe es so leider nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Gabor Steingart, geb. 1962, studierte Volkswirtschaft und Politikwissenschaft in Marburg und Berlin und absolvierte die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalismus. Seit 1990 arbeitet er beim Spiegel und übernahm 2001 die Leitung des Hauptstadtbüros in Berlin. Im Juli 2007 wechselt er als Autor und Korrespondent in das Büro in Washington. Sein Bestseller »Deutschland. Der Abstieg eines Superstars« entfachte eine leidenschaftliche Diskussion um die deutsche Dauerkrise und ihre Ursachen. Angeregt durch Steingarts Analyse entstanden die große ZDF-Dokumentation 'Der Fall Deutschland' und das Buch 'Der Fall Deutschland. Abstieg eines Superstars' (Stefan Aust, Claus Richter, Gabor Steingart unter Mitarbeit von Matthias Ziemann). 2004 wurde Steingart zum Wirtschaftsjournalisten des Jahres gewählt, 2007 erhielt er den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.

Leseprobe zu "Deutschland - Der Abstieg eines Superstars"

Gabor Steingart

Deutschland - Abstieg eines Superstars

Einleitung

Deutschland steigt ab, seit vielen Jahren schon, erst schleppend und mittlerweile mit doch deutlich erhöhtem Tempo. Wie von Roboterhand gesteuert, verlässt das einstige Wirtschaftswunderland die Spitzengruppe der Volkswirtschaften. Ausgerechnet in dem Moment, in dem das wiedervereinte Deutschland sich auch international in einer neuen Normalität einfindet, ist diese schon wieder bedroht. Das "Modell Deutschland" - unsere Art, fleißig zu arbeiten und die Früchte dieser Arbeit gerecht zu verteilen - verschwindet im Nebel der Geschichte. Dabei hatten es die Deutschen mit ihm, nach allem, was die Vergangenheit für das Land sonst noch im Angebot hatte - den Militärstaat der Preußen und das expansive Kaiserreich, das formlose Gebilde von Weimar, die Hitlerdiktatur -, nicht so schlecht getroffen.

Die Bewunderung, die uns weltweit zuteil wurde, ist dem Erstaunen und vielerorts bereits dem Entsetzen gewichen: Der Superstar a.D. wirkt nervös bis gereizt, mit den mangelnden Wachstumserfolgen ging ihm auch die Selbstgewissheit verloren. Der Politik, obwohl sie mit einer Vielzahl von Kabinettsbeschlüssen versucht gegenzusteuern, gelingt es kaum noch, die ökonomische Realität zu berühren. Auch Gerhard Schröder ist bisher ein Kanzler der permanenten Nachbesserungen, ohne dass damit schon erkennbare Verbesserungen der ökonomischen Lage verbunden waren.

Die deutsche Volkswirtschaft sendet in immer kürzeren Abständen ihre Notsignale. Die offiziellen Wachstumszahlen vermitteln kein realistisches Bild der Lage. Statt, wie offiziell behauptet, Miniwachstum und Stagnation erleben wir im produktiven Kern unserer Volkswirtschaft, dem eigentlichen Energiekern, seit einem Jahrzehnt schon einen Schrumpfungsprozess. Größer wird nur die Zahl derer, die sich von seiner Energie ernähren; bald jeder zweite Ostbürger lebt maßgeblich von Transfergeldern und 20 Millionen Rentner sind aus der laufenden Produktion mitzufinanzieren, da die Rentenkasse über keine nennenswerten Rücklagen verfügt. 4,5 Millionen Arbeitslose in diesem Winter und 2,7 Millionen Sozialhilfeempfänger kommen hinzu, die Fabrik und Großraumbüro für immer verlassen haben. Noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat es zwischen Leistungsempfängern und Leistungserbringern ein derart ungünstiges Verhältnis gegeben.

Genau genommen sind wir Zeitzeugen eines in seiner Dramatik nicht zu unterschätzenden Vorgangs: Eine Kernschmelze im Innern des Produktionsprozesses hat begonnen, deren Tempo sich mit der Deutschen Einheit enorm beschleunigte. Die Annäherung der Wirtschaft-Ost an die Wirtschaft-West findet nur noch in Politikerreden statt, in der Wirklichkeit driften die beiden Teile Deutschlands seit mehreren Jahren auseinander. Zweifellos dominiert der Westen den Osten, politisch und kulturell. Ökonomisch allerdings ist Westdeutschland zur Kolonie des Ostens geworden. Aus der Substanz des Westens wurden seit dem Einheitsjahr unvermindert rund 1250 Milliarden Euro in die fünf neuen Bundesländer hinübergeleitet, das Geld dient dort ganz überwiegend dem Konsum unserer Landsleute, ist Hilfe fast ohne Selbsthilfe. Dieser Transferstaat scheint für die Ewigkeit gebaut.

Es geht hier um die präzise Analyse der Vorgänge, im politischen Ruheraum, ohne die Begleitmusik der Nationalhymne: Wann begann jene Kettenreaktion, deren Zerfallsprozesse wir heute erleben? Was waren die ersten Notsignale? Wer hat, und warum, falsch reagiert? Denn eine Wirtschaftsnation dieser Größe trudelt nicht von allein und nicht aufgrund fremder Einflüsse nach unten, weshalb hier auch nach den politisch Verantwortlichen gefragt werden soll.

Die Probleme wurzeln tief in der deutschen Geschichte, zu erzählen ist daher eine Chronologie des Niedergangs. Wir schauen auf ehrgeizige Ministerpräsidenten und westliche Alliierte, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gemeinsam den entscheidungsschwachen Anti-Führer-Staat schufen. Dank einer weltweit einmaligen Verfassungskonstruktion, die wir zu Recht einen Deutschen Defekt nennen dürfen, sind wir das wahrscheinlich langsamste Staatswesen der westlichen Welt, wenig sprunghaft, frei von Exzessen, gründlich in jeder Hinsicht - auch in der, dass wir den Weg nach unten seit Jahren unbeirrt weitergehen.

Der politischen Führung ist es bis heute nicht gelungen, angemessen, und das kann hier nur heißen wirkungsvoll, auf den deutschen Niedergang zu reagieren. Lassen wir uns nicht täuschen von dröhnenden Machtworten und kiloschweren Kabinettsbeschlüssen. In der ökonomischen Realität wurden bisher keine Siege errungen. Alle messbaren Aggregate drehten seit dem Amtsantritt der Regierung Schröder weiter in den roten Bereich: die Staatsverschuldung und die Arbeitslosigkeit pendeln auf Rekordniveau, die Innovations- und Wachstumsschwäche ist chronisch, der Sozialstaat wurde überdehnt. Das Ergebnis der Zerstörungsprozesse ist in den Vororten der Städte, in den Arbeiterquartieren, den öffentlichen Schulen und Verwaltungsgebäuden mittlerweile mit bloßem Auge zu erkennen. An eine erodierende öffentliche Infrastruktur und mehrere Millionen Arbeitslose haben wir uns gewöhnt, an Vollbeschäftigung traut sich niemand mehr zu denken.

Wider diese Verzagtheit soll hier der Versuch gemacht werden, einen anderen Entwicklungspfad zu beschreiben. Einen, der mehr Chancen für mehr Menschen verspricht, der den Energiekern des Landes vergrößert und so die anstehenden Veränderungsprozesse zumindest beherrschbar macht. Deutschland erlebt eine Wirtschaftskrise, die sich bisher noch nicht zu einer Krise der Demokratie entwickelt hat. Darin liegt eine Chance, die zu nutzen dieses Buch beitragen will. Der Wiederaufstieg des Landes ist machbar, wenn auch nur als Neubeginn, der vielen vieles abverlangen wird.

Berlin, Februar 2004

Gabor Steingart

27 Marktplatz-Angebote für "Deutschland - Der Abstieg eines Superstars" ab EUR 0,25

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 0,25 1,99 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung, Banküberweisung Coolbooks LC Ltd. 99,2% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 0,50 1,90 Banküberweisung, offene Rechnung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Tisa 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,75 0,85 Banküberweisung Kintante 100,0% ansehen
gebraucht; gut 0,80 1,95 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Antiquariat Franke 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,89 1,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Sibylles Bücherkiste 99,9% ansehen
wie neu 1,50 1,10 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) filixitas 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung kytrin 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,80 PayPal, Banküberweisung clodomir  % ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,80 1,40 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung pejbook 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,10 Banküberweisung muellerbahnisch 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,10 Banküberweisung erkunden 100,0% ansehen
gebraucht; gut 2,50 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Medienversandhandel UG (haftungsbeschrän 99,0% ansehen
wie neu 2,90 1,10 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung ajicaulfield 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 2,95 0,00 PayPal, Banküberweisung Rhein-Team Lörrach 99,8% ansehen
3,00 1,10 offene Rechnung, PayPal Versandantiquariat unter der muren 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
3,00 2,40 PayPal, offene Rechnung Antiquariat Walter Nowak 99,1% ansehen
3,40 1,35 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung antiq Versandantiquariat 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,50 1,10 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Bücherhaus Dipl.Ing.Sylvester Mayr KG 100,0% ansehen
Gut 3,50 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal Kultgut 100,0% ansehen
4,00 1,00 offene Rechnung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) ANTIQUARIAT WEBER 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,00 1,20 sofortueberweisung.de, PayPal, Banküberweisung D.Weber UG Buch-Antiquariate und Second- 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 4,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung Büchersuchdienst Theologica 100,0% ansehen
wie neu 5,35 1,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Buecherfloh 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 6,00 1,85 Banküberweisung wizzardbook 100,0% ansehen
Sehr guter Zustand 7,00 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Versandantiquariat Preis inkl. MwSt. 99,5% ansehen
wie neu 8,60 0,00 Banküberweisung gregorgille 95,2% ansehen
Mehr von