Deutsche Wirtschaftsgeschichte - Abelshauser, Werner

Werner Abelshauser 

Deutsche Wirtschaftsgeschichte

Von 1945 bis zur Gegenwart

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Deutsche Wirtschaftsgeschichte

Wohl kaum etwas hat die beiden deutschen Staaten stärker geprägt als ihre jeweilige wirtschaftliche Entwicklung. Sie schuf nicht nur Wohlstand und eine materielle Grundlage für die Entfaltung stabiler Formen der Demokratie im Westen, ihre "Magnetwirkung" hat auch die Wiedervereinigung wesentlich gefördert. Diese Wirtschaftsgeschichte bietet einen profunden Überblick über die ökonomische Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausgangslage, Entwicklung und gegenwärtige Situation der deutschen Wirtschaft werden ebenso behandelt wie die Herausforderungen, die der europäische Binnenmarkt und die wachsende globale Vernetzung der Märkte an sie stellen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik, doch diskutiert Werner Abelshauser auch eingehend die Startbedingungen der DDR-Wirtschaft nach dem Krieg und die Gründe für den Niedergang der ostdeutschen Planwirtschaft. Wie die vereinigte deutsche Wirtschaft die Probleme der Gegenwart meistern kann, wird aus historischer Perspektive untersucht.

Wer heute den Standort der deutschen Wirtschaft bestimmen will, sollte ihre Geschichte kennen. Werner Abelshauser schildert in diesem Klassiker der Wirtschaftsgeschichte die ökonomische Entwicklung Deutschlands vom Wiederaufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur aktuellen Finanz- und Schuldenkrise. Dabei wird deutlich, wie sehr der wirtschaftliche Erfolg des Landes durch ein spezifisches Produktionsregime geprägt wird, das seit den 1990er Jahren immer mehr in Frage gestellt wurde. Die Abkehr von der 'Deutschland AG' und die Öffnung gegenüber dem angloamerikanischen Wirtschaftsmodell bedeuten auch den Verlust spezifischer Wettbewerbsvorteile der deutschen Variante der Marktwirtschaft. Jeder, der sich an der Debatte um die Zukunft der deutschen Wirtschaft beteiligen will, sollte dieses Buch gelesen haben.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2011
  • 2., überarb. u. erw. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 619 S. m. 17 Abb. u. 22 Tab.
  • Seitenzahl: 619
  • Beck'sche Reihe Bd.1587
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 500g
  • ISBN-13: 9783406510946
  • ISBN-10: 3406510949
  • Best.Nr.: 12867597
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.11.2011

Warnung: Schuldenfalle
Werner Abelshausers deutsche Wirtschaftsgeschichte

Nun liegt sie also vor: Werner Abelshausers Neuauflage der "Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Von 1945 bis zur Gegenwart". Der Kraftakt des 66 Jahre alten Wirtschaftshistorikers verdient Respekt, ist es doch kein Leichtes, 65 Jahre Wirtschaftsgeschichte so fortzuschreiben, dass der Leser 620 Seiten lang bei der Stange bleibt. Die Auflage zuvor (2004) war noch mit rund 100 Seiten weniger ausgekommen. Aber Abelshauser sah beträchtlichen Handlungsbedarf - für neue Fragen wie nach den Möglichkeiten und Grenzen nationalstaatlicher Wirtschaftspolitik, nach den komparativen Vorteilen der deutschen Wirtschaft und ihrer Position im Wettbewerb der Wirtschaftsstrukturen, nach dem wachsenden Einfluss der Finanzbranche auf die Gesamtwirtschaft und den Konsequenzen, die dieser Einfluss für die Stabilität der nationalen wie internationalen Entwicklung haben wird.

In der Erweiterung der Themenpalette wählt der Autor nicht den Weg über ein zusätzliches Kapitel, sondern er erweitert die betroffenen Kapitel. Diese elegante Methode hat allerdings ihre Tücken: Sie führt zuweilen zu …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Von der Neuauflage von Werner Abelshausers Deutscher Wirtschaftsgeschichte hätte sich Horst Dohm bei allem grundsätzlichen Respekt gegenüber der Leistung des Autors doch etwas mehr erwartet. Zwar lobt er das Aufgreifen neuer Fragen betreffend das Walten nationalstaatlicher Wirtschaftspolitik durch den Autor. Auch gefällt ihm die Einarbeitung neuer Erkenntnisse in die bereits bestehenden Kapitel besser, als die Erweiterung durch zusätzliche Kapitel. Gerade hierdurch jedoch kommt es laut Dohm zu Überschneidungen beziehungsweise Aufsplitterungen verwandter Themen. Zur Finanzmarktkrise vermag ihm der Autor ferner zu wenige Bezüge zur Wirklichkeit herzustellen und bleibt zu sehr im Abstrakten. Dass Abelshauser im Übrigen weitgehend seinen alten Standpunkten treu bleibt, scheint der Rezensent hingegen gutzuheißen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Werner Abelshauser ist Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bielefeld.

Leseprobe zu "Deutsche Wirtschaftsgeschichte"

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