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Des Glückes Schein
Roman. Aus d. Engl. v. Christa Seibecke
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Beck
- 2002
- Seitenzahl: 365
- Deutsch
- Gewicht: 494g
- ISBN-13: 9783406493270
- ISBN-10: 3406493270
- Best.Nr.: 10864502
Produktbeschreibung zu "Des Glückes Schein"
Beschreibung
15.12.2003
Die lustige Witwe
Das ist die Reklamation: Keith Ovenden sucht das wahre
Glück
Bücher über Selbstmörder sind selten witzig. Anders Keith Ovendens
Roman "Des Glückes Schein". Das Auffallendste daran ist
der Gegensatz zwischen seinem wenig erbaulichen Inhalt - dem Weg
eines an sich selbst und der Welt Verzweifelnden in den Tod - und
dem abgeklärt-heiteren Erzählton. Noch merkwürdiger erscheint der
Hang zur Heiterkeit aufgrund der Tatsache, daß weitgehend aus der
Perspektive der Witwe erzählt wird, die, wie sie mehrfach bekundet,
den Toten aufrichtig liebte. Auch im Rückblick, kurz nach seinem
Tod erinnert sie sich an die exzentrischen Wesenszüge ihres Mannes
nicht nur mit milder Nachsicht, sondern durchaus spöttisch. Ganz
erklärlich ist diese sonderbare Spannung zwischen Tatsachen und
Timbre zunächst nicht. Vielleicht, so denkt man zu Beginn,
resultiert sie aus der englischen Maxime, daß nichts, worüber man
keinen Witz machen kann, es verdiene, ernst genommen zu
werden.
"Des Glückes Schein" ist der zweite Teil einer Trilogie,
deren erster, "Eine Art Vermächtnis", ebenfalls die
Erinnerung an einen Verstorbenen enthält. In einer …
15.12.2003
Etwas befremdet ist Marion Löhndorf zunächst schon, dass der
britische Autor Keith Ovenden in seinem Roman derart
"witzig" über einen Selbstmörder schreibt. Der Band ist
der zweite Teil einer Trilogie und auch hier lässt der Autor seinem
"Hang zu makaberem Spaß und Spiel" unverdrossen Lauf, so
die verwunderte aber zunehmend amüsierte Rezensentin. Die Witwe
eines Philosophieprofessors, der sich das Leben genommen hat,
ordnet dessen Nachlass und macht sich derweil Gedanken, ob man
einen anderen Menschen wirklich kennen kann, fasst Löhndorf
zusammen. Aus dieser Frage, so die Rezensentin angetan,
"entsteht die fast krimihafte Spannung" des Buches und
macht es trotz des düsteren Themas Selbstmord zu einer sehr
"unterhaltsamen" Lektüre.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Keith Ovenden"
Keith Ovenden wuchs in London auf, studierte Englische Literatur
und Politik und promovierte in Oxford, war zunächst Dozent an der
University of Essex und arbeitete später als freier Journalist beim
Rundfunk. Nach Aufenthalten in den USA, Neuseeland und Frankreich
lebt er heute in Warschau. Er hat neben wissenschaftlichen Arbeiten
mehrere Romane veröffentlicht. "Eine Art Vermächtnis",
2000 bei C.H.Beck erschienen, und "Des Glückes Schein"
sind die ersten beiden Bände einer Trilogie, deren dritten Teil
Ovenden vor kurzem beendet hat.
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