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Der wunde Punkt
Roman
Dtsch. v. Anke C. Burger
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Heyne
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 447 S.
- Seitenzahl: 447
- Heyne Bücher Nr.43316
- Deutsch
- Abmessung: 186mm x 119mm x 33mm
- Gewicht: 360g
- ISBN-13: 9783453433168
- ISBN-10: 3453433165
- Best.Nr.: 23329177
Leseprobe zu "Der wunde Punkt"
Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Der wunde Punkt" von "Haddon, Mark" zu blättern!
Produktbeschreibung zu "Der wunde Punkt"
Beschreibung
Als George Hall in der Kabine eines Kaufhauses einen schwarzen Anzug anprobiert, entdeckt er einen dunklen Fleck an seiner Hüfte. Sein erster Gedanke: Krebs. Sein zweiter: Wie bringe ich mich am besten um? Er erleidet einen Blackout, den er vor seiner Familie geheim zu halten versucht.
Seine Tochter Katie hat da ein ganz anderes Naturell: Mit immer neuen Lebensentwürfen hält sie die Familie in Atem. Jetzt kündigt sie an, dass sie ein zweites Mal heiraten wird. Als das misstrauisch beäugte Paar bei George und seiner Frau seine Aufwartung macht, erwischt es den Familienvater zum zweiten Mal: Mitten in einer Unterhaltung bekommt er keine Luft mehr, und die Worte zerfallen ihm zu sinnlosen Geräuschkaskaden. Wenig später erwischt er auch noch seine Frau beim Seitensprung.
Aber George ist nicht der einzige Hall, der leidet. Sohn Jamie hat endlich mal einen festen Freund, weiß aber nicht, ob er diesen auf die Hochzeit seiner Schwester mitnehmen soll. Er zögert so lange, bis der Geliebte Reißaus nimmt. Was umso absurder ist, als jetzt auch noch Katies Trauung ins Wasser zu fallen droht ...
Aus der Perspektive seiner vier schillernden Hauptfiguren entfaltet Mark Haddon ein ebenso komisches wie abgründiges Drama über jene menschliche Institution, die am verlässlichsten Katastrophen produziert und daher für den Fortbestand unserer Gattung unentbehrlich ist: die Zwei-Kinder-Standardfamilie mit Vorstadthaus und Garten. 'Meisterhaft' (The Independent) lauscht Haddon dem ganz gewöhnlichen Familienwahnsinn ungewöhnliche Töne ab und schürt die Spannung seiner Geschichte wie in einem Kriminalroman.
"Warmherzig und witzig." Für Sie
"Ein wunderbares Buch über die kleinen und großen Dramen des Familienlebens." Cosmopolitan
"Haddon beschreibt seine Charaktere so witzig und einfühlsam, dass sie einem ans Herz wachsen." Brigitte
Leseprobe zu "Der wunde Punkt" von Mark Haddon
Alles fing damit an, dass George eine Woche vor Bob Greens
Beerdigung einen schwarzen Anzug bei Alders anprobierte.
Es war nicht die Aussicht auf die Beerdigung, die ihn aus der Bahn
geworfen hatte. Auch nicht Bobs Tod. Wenn er ganz ehrlich sein
wollte, hatte er Bobs schulterklopfende Jovialität immer etwas
ermüdend gefunden und war insgeheim erleichtert, dass er nicht mehr
mit ihm zusammen Squash spielen musste. Auch die Art, wie Bob
gestorben war (ein Herzinfarkt, während er sich ein Bootsrennen im
Fernsehen ansah), war merkwürdig beruhigend. Als Susan vom Besuch
bei ihrer Schwester nach Hause gekommen war, hatte sie ihn in der
Zimmermitte gefunden, wo er mit einer Hand über den Augen dalag und
so friedlich aussah, dass sie zuerst dachte, er schliefe.
Wahrscheinlich tat es weh. Aber mit Schmerzen konnte man fertig
werden. Dann wurden bestimmt auch ziemlich bald die Endorphine
ausgeschüttet, und dann kam das Gefühl, das gesamte Leben zöge vor
dem geistigen Auge vorbei, was George vor ein paar Jahren auch
schon einmal erlebt hatte, als er von einer Trittleiter gefallen
war, sich den Ellbogen auf der Steineinfassung gebrochen hatte und
ohnmächtig geworden …
Kundenbewertungen zu "Der wunde Punkt" von "Mark Haddon"
Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):




ausgezeichnet
Bewertung von Lisega am 20.10.2008

-




- ausgezeichnet
- Von Mark Haddons "Supergute Tage..." war ich total begeistert, deshalb hab ich kürzlich für die Lektüre im Flugzeug sein neuestes Werk ausgewählt. Der lange Flug verging mit diesem Buch auch sprichwörtlich wie im Flug: Obwohl der Plot recht simpel klingt - durchschnittliche Familie mit alltäglichen Problemen - macht Haddon daraus eine spannende, tragikomische Geschichte. Die Halls sind eigentlich eine ganz normale mittelständische Vorstadtfamilie: Vater George ist gerade in den Ruhestand getreten, Mutter Jean hat eine Affäre mit einem ehemaligen Kollegen von George, Tochter Katie möchte erneut heiraten und der schwule Sohn Jamie hat Bindungsängste. Vor Katies Hochzeit eskaliert allerdings die Situation. George entdeckt einen dunklen Fleck an seiner Hüfte, vermutet Krebs und wird fortan von Todesängsten geplagt. Sein labiler Zustand verbessert sich nicht gerade, als er Jean und ihren Lover in flagranti erwischt. Katie hat plötzlich Bedenken, ob sie ihren Freund Ray tatsächlich liebt und heiraten soll. Und Jamie zaudert so lange, seinen Freund Tony der Familie vorzustellen, bis dieser ihm den Laufpass gibt. Bis zum allgemeinen Happy End lässt Haddon die Halls in vielen kurzen Kapiteln, die das Geschehen abwechselnd aus den Perspektive aller Familienmitglieder schildern, noch einiges durchstehen. Vor allem der gute George und seine zunehmende Paranoia führen dabei immer wieder zu den haarsträubendsten Situationen. Und obwohl man mit ihm oft fast körperlich mitleidet, hat man beim Lesen immer ein Schmunzeln auf dem Gesicht - es ist einfach zu komisch. Ein tolles Buch!
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- 1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von la bouqiniste aus Düsseldorf am 03.09.2007
-




- ausgezeichnet
- Nach "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" hier nun das neue Buch von Mark Haddon, sein zweiter Roman.
Und auch dieser hier ist absolutes, amüsantes Lesevergnügen, wenn auch nicht so umwerfend originell und aussergewöhnlich wie der Vorgänger-Roman. was aber wohl der Tatsache geschuldet ist, dass hier nicht kommentarlos die Gefühlswelt und die Gedanken eines jungen Autisten aufs amüsanteste und mitreissenste wiedergegeben werden, sondern das Leben einer "fast" normalen britischen Mittelstandsfamilie.
Aber was ist schon normal?
Georg ist inzwischen 57 und frisch pensioniert. Gemeinsam mit seiner Frau Jean lebt er in seinem gemütlichen Londoner Vorstadt Haus und verbringt seine freie Zeit damit, sich im Garten eigenhändig ein kleines Studio zu bauen und sich gemeinsam mit Jean über Katies Pläne zu einer zweiten Hochzeit aufzuregen.
Denn Katies neuer Freund Ryan stösst der gesamten Familie etwas auf, wirkt er doch etwas einfach und im Vergleich zu Katie ungebildet. Doch er versteht sich grandios mit Katies kleinem Sohn Jacob und hilft Katie bei allem, auch finanziell sicher er sie ab.
Aber reicht das für eine Hochzeit? Ist nicht Liebe der man sich sicher ist die absolute Voraussetzung für einen derartigen Schritt?
Doch wann ist man sich der Liebe sicher?
Auch Sohn Jamie, der als Immobilienmakler in London lebt erkennt zu spät dass er mehr für seinen Freund Tony empfindet als er sich lange einredete. Denn als er merkt dass er bereit wäre, die Beziehung zu Tony auf feste, offizielle und fundierte Füße zu stellen, verlässt Tony ihn mit dem Vorwurf, Jamie wäre noch nicht reif für etwas festes und bindendes.
Und auch Georges Frau Jean ist sich nicht sicher, wie sie in Zukunft zwischen ihrer vertrauten, heimeligen aber nicht besonders Aufregenden Ehe zu George und ihrer sie glücklich machenden Affäre zu Georges altem Arbeitskollegen David navigieren soll.
Jeder lebt irgendwie für sich, verbunden durch die Familie aber vollkommen unterschiedlich im Lebensstil.
Bis die geplante Hochzeit alle auch räumlich zusammen bringt und eine ganze Reihe komische oder tragische Implikationen auslöst und jeden der Charaktere am Ende zum Besseren verändert, weiser und sich näher stehender zurück lässt.
Am amüsantesten und aber gleichzeitig auch tragischsten ist für den Leser vor allem die sich immer schlimmer verstärkende Verwirrung mit zu beobachten, der der gute George ausgesetzt ist.
Alles fängt mit dem Unbehagen über die bevorstehende Hochzeit und seine Rolle als Redner an und verschlimmert sich dann eklatant mit der Entdeckung eines komisches Fleckes auf seiner Hüfte.
Entgegen den Versicherungen seines Arztes, dass es sich lediglich um ein Ekzem handelt, glaubt George immer mehr, dass er Krebs hat und bald sterben muss.
Diese Ängste steigern sich zu einer George immer stärker beherrschenden Paranoia die ihn wörtlich in den Wahnsinn treibt.
Versucht er anfangs noch angestrengt, sein mentales Abgleiten vor anderen zu verbergen, was ihn in den Leser äusserst erheiternde Situationen bringt, so wird sein Veränderung seiner Familie spätestens dann deutlich, als er heimlich versucht, sich das Ekzem mit einer Schere abzuschneiden und bei seinem Versuch die Blutung zu stoppen, das ganze Haus färbt.
Je näher die Hochzeit rückt, desto mehr Dinge passieren den vier Familienmitgliedern die sie verändert zurück lassen und die Form in der Mark Haddon von den amüsanten Episoden berichtet ist sehr angenehm, jedes der kurzen Kapitel erzählt von einem anderen Mitglied der Familie Hall und man lernt jeden einzelnen so immer besser kennen und mögen.
Denn jeder von ihnen erlebt und denkt Dinge, in denen sich der Leser wieder findet und ein Schmunzeln begleitet fast jedes der Kapitel, auch wenn die Kapitel, die die Gedanken Georges wieder geben und behandeln auch zum Nachdenken anregen und Mitgefühl für George auslösen. - Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch
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Rezension
"Warmherzig und witzig." Für Sie
"Ein wunderbares Buch über die kleinen und großen Dramen des
Familienlebens." Cosmopolitan
"Haddon beschreibt seine Charaktere so witzig und einfühlsam,
dass sie einem ans Herz wachsen." Brigitte
"Ganz große Unterhaltung." Hamburger Morgenpost
"Ein echter Volltreffer." HörZu
"Brillant ... wundervoll einfühlsam ... voller Leidenschaft
und Humor." The New York Times
"Schmerzhaft, witzig, menschlich - eine verführerische
Lektüre." The Times
Rezensionen und Kritik
"[Haddon] beschreibt seine Charaktere so witzig und einfühlsam, dass sie einem ans Herz wachsen - bis man mit Ihnen zusammen auf ein gutes Ende hofft."
Autorenporträt zu "Mark Haddon"
Mark Haddon, geboren 1963, lebt in Oxford. Er wuchs in Northhampton auf und studierte in Oxford. Anschließend arbeitete er sechs Jahre mit geistig oder körperlich behinderten Menschen zusammen. Er schrieb verschiedene Kinderbücher; für seine Drehbücher wurde er zweimal mit dem BAFTA-Preis ausgezeichnet.
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