Der weiße Schmerz - Bergman, Ingmar; Bergman, Ingrid; Rosen, Maria von

Ingmar Bergman Ingrid Bergman Maria von Rosen 

Der weiße Schmerz

Drei Tagebücher. Mit e. Nachw. v. Henning Mankell

Aus d. Schwed. v. Verena Reichel
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Der weiße Schmerz

Drei Tagebücher: Ingmar Bergmann und seine Tochter Maria von Rosen haben erst lange nach dem Tod Ingrid Bergmans beschlossen, die Tagebücher, die sie während ihrer Krebserkrankung geführt haben, zu veröffentlichen. Die Bücher erzählen auf ganz unterschiedliche Weise, wie jeder lernen musste, mit dem nahenden Tod umzugehen. So brechen alte Konflikte zwischen Tochter und Vater auf, die Gefühle schwanken zwischen Trauer, Wut, Liebe und Zorn über die eigene Unzulänglichkeit. Es sind Tagebücher von beeindruckender Authenzität und menschlicher Größe.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 258 S.
  • Seitenzahl: 258
  • Deutsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783446207547
  • ISBN-10: 3446207546
  • Best.Nr.: 20948072
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.10.2007

Protokoll des Ausgeliefertseins

Über das Sterben der Ingrid Bergman wurde unabhängig voneinander dreifach Tagebuch geführt: von ihr selbst sowie von Ingmar Bergman und Maria von Rosen. Dieser Bericht aus drei Perspektiven über die 1995 Verstorbene ist jetzt bei Hanser erschienen.

Nicht erst seit Celans "Todesfuge" ist die Fuge auch die Form zwanghafter Regelmäßigkeit, unaufhaltsamen Verhängnisses. Zu ihren Techniken gehört die "Engführung", die gegen Schluss immer dichtere, fast kanonhafte, mitunter jagende Folge der Themeneintritte. "Stretta" heißt analog in der italienischen Oper der herausbrechende Arien-Drive, etwa im "Troubadour" von vitalisierender Schubkraft.

Eine Art Engführung radikal anderer Art liegt nun als Buch vor, ein quasi dreistimmiger Bericht über das Sterben, Akt wie Akte förmlich der Autovivisektion. Ebendies macht die Einzigartigkeit eines wahren Dokuments aus, das kurz vor Ingmar Bergmans Tod auch auf Deutsch erschienen ist. Der epochale schwedische Regisseur lernte 1957 Ingrid von Rosen kennen. 1959 kam Maria von Rosen zur Welt. Doch erst 1971 folgte die Heirat. Maria erfuhr erst als Zweiundzwanzigjährige, dass …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Diese Chronik des Todes von Ingrid Bergman, die sich aus den Tagebüchern ihres Mannes Ingmar Bergman, ihres eigenen und dem der gemeinsamen Tochter Maria von Rosen zusammenfügt, hat Gerhard R. Koch zutiefst berührt, vielleicht gerade deshalb, weil das Buch nicht Literatur, sondern Teil der Trauerarbeit sein will. Während es die Banalitäten des Alltags und den Verfall des Körpers in der tödlichen Krankheit, den dramatischen Wechsel von optimistischem Hoffen und Einsicht in das Ende festhält, scheint in den drei Tagebüchern auch das vielschichtige Beziehungsgeflecht der Tagebuchschreiber auf, teilt der Rezensent mit. Gleichzeitig spiegele sich in der komplexen Beziehung zwischen Tochter und Mutter und im Sterben Ingrid Bergmans auch das filmerische Werk ihres Mannes, so Koch, der hier Leben und Film sich seltsam berührend sieht. Dass die Aufzeichnungen so gut wie gar nicht für die Publikation bearbeitet worden sind und so Wiederholungen aufweisen, die mitunter durchaus "gleichförmig" wirken, macht das Buch noch eindringlicher und bewegender, als es jede künstlerische Arbeit vermocht hätte, so der erschütterte Koch, der lediglich ein Glossar mit schwedischen Titeln und Namen vermisst hat, die sich dem deutschen Leser nicht ohne weiteres erschließen, wie er anmerkt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ingmar Bergman (1919 2007) war ein schwedischer Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur. Für seine Filme wurde Bergman u.a. mit drei Oscars, dem Goldenen Bären, dem Goldenen Löwen für sein Gesamtwerk sowie in Cannes mit der "Palme der Palmen" als "bester Filmregisseur aller Zeiten" ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Der weiße Schmerz"

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