Flur- und Straßennamen wie "Am Galgenberg",
"Rabensteinstraße" oder "Am Richtkamp" sind
stumme Zeugen einer grausigen Vergangenheit. Sie erinnern an eine
Zeit, als Hinrichtungen und öffentliche Körperbestrafungen an der
Tagesordnung waren. Dieses Buch begibt sich auf die Suche nach den
alten Richtstätten in Nordostniedersachsen, erzählt von ihrer
Geschichte und beschreibt ihre sozial-politische Funktion in der
damaligen Gesellschaft. Zahlreiche Karten, alte Zeichnungen und
Rekonstruktionen vergegenwärtigen die vergessenen Orte des Tötens
und Sterbens. "Der Weg zum Galgen" bietet zudem einen
Einblick in die damalige Kriminaljustiz und Gerichtspraxis, die uns
wegen ihrer Vielseitigkeit, ihrer Brutalität und des mit den
Hinrichtungsplätzen verbundenen Aberglaubens bis heute fasziniert.