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Der Vorhang geht auf
Das Ende der Diktaturen in Osteuropa
Dtsch. Bearb. v. Elsbeth Zylla
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Beck
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 272 S.
- Seitenzahl: 272
- Deutsch
- Abmessung: 222mm x 146mm x 23mm
- Gewicht: 475g
- ISBN-13: 9783406582455
- ISBN-10: 3406582451
- Best.Nr.: 24781414
Produktbeschreibung zu "Der Vorhang geht auf"
Beschreibung
Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Vßclav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz - diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie "Systemwechsel", "Wende" oder auch "Revolution" - in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.
11.10.2009
Blättern in Beitrittsgebieten
Zwanzig Jahre Mauerfall - wer soll das bitte alles lesen? Ein
Eilmarsch durch das Buchgebirge
Plötzlich war die Mauer wieder da. Aufgebaut aus Büchern zu zwanzig
Jahren Mauerfall, DDR-Agonie, Wiedervereinigung. Und wer sitzt
dahinter, ganz alleine, während alle anderen sich sonst wo
rumtreiben dürfen: ich natürlich. Warum interessiert das eigentlich
sonst keinen, frag' ich mich manchmal. Und dann muss ich mich
aber auch fragen: Interessiert es denn mich überhaupt?
Feministische Schriften werden im Wesentlichen auch nur von Frauen
gelesen und oft nicht mal von denen. Nennen wir es also
Pflichtbewusstsein aus Betroffenheit, gelegentlich dann aber doch
wieder übergehend in brennendes Interesse: Das alles hat
schließlich mit einem zu tun, man war dabei, es hat alles
verändert; und direkt darauf wieder dieser entsetzliche Überdruss:
Man war ja, wie gesagt, dabei, hat alles tausendmal gelesen und
noch öfter selbst erzählt, es hat einem das Leben verändert - und
das spricht ja im Zweifel schon mal gegen einen. Es ist mit diesen
Büchern, kurz gesagt, wie mit der Sache selbst.
Fangen wir mal mit dem Erfreulichen …
10.03.2009
Von Plauen bis Plovdiv
György Dalos erzählt vom Ende der osteuropäischen Dikaturen
Man kann lange darüber streiten, ob das osteuropäische Revolutionsjahr 1989, das sechs kommunistische Diktaturen beendete, in Polen oder Ungarn begann. Am 10. Januar beschloss das Zentralkomitee der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (USAP) die Zulassung politischer Parteien, wenige Tage später folgten die polnischen Genossen und akzeptierten den politischen Pluralismus. In Budapest wie Warschau sanktionierte der Beschluss Entwicklungen, die Monate vorher begonnen hatten. Die Polen aber bereiteten den Machtwechsel mit besonderem Stilgefühl vor: Bereits im Spätsommer 1988 erhielt die Möbelwerkstatt Henryków, die bis heute zu den besten Europas gehört, den Auftrag, einen runden Tisch nebst 58 Stühlen zu fabrizieren. Die private Firma hatte bereits die Kammern im wiedererstandenen Warschauer Königsschloss eingerichtet und den Papstthron für Johannes Paul II. gefertigt. Den runden Tisch lieferte sie rechtzeitig. Er war aus vierzehn Elementen zusammengesetzt und besaß einen Durchmesser von neun Metern. Nirgendwo sonst in Osteuropa blieb den Machthabern ausreichend …
18.04.2009
Angetan zeigt sich Paul Jandl von György Dalos' Buch über das
Ende des Eisernen Vorhangs 1989. Er bescheinigt dem ungarischen
Schriftsteller, die Situation in den kommunistischen Diktaturen in
Osteuropa gekonnt einzufangen. Neben der Beschreibung der
historischen Fakten gelingt es Dalos in seinen Augen auch, die
Psychologie jener Jahre verständlich zu machen, einer Zeit, in der
sich "Hoffnung mit Resignation" mischte. Das Buch
zeichnet sich für Jandl besonders durch seine gelungenen
"atmosphärischen Verdichtungen" aus.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "György Dalos"
György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1995 den 'Adelbert-von-Chamisso-Preis' und 2000 die 'Goldene Plakette der Republik Ungarn'. Bei C.H.Beck liegen von ihm vor: Ungarn in der Nußschale. Geschichte meines Landes (bsr 1638) und 1956. Der Aufstand in Ungarn (2006).




























