Der Virtuose - Moor, Margriet de

Margriet de Moor 

Der Virtuose

Roman

Aus d. Niederländ. v. Helga van Breuningen
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Produktbeschreibung zu Der Virtuose

Der Roman einer rauschhaften Liebe und eine leidenschaftliche Huldigung an die Lust am Leben, an die Schönheit, die Musik und den Eros.

Produktinformation


  • Verlag: Wagenbach
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 153 S.
  • Seitenzahl: 153
  • Wagenbachs andere Taschenbücher (WAT) Bd.512
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 120mm x 13mm
  • Gewicht: 200g
  • ISBN-13: 9783803125125
  • ISBN-10: 380312512X
  • Best.Nr.: 13363208
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.05.2007

Arabeske und Ornament
Margriet de Moor: Der Virtuose
In den frühen neunziger Jahren war der Kastraten-Mythos plötzlich en vogue. Während die historische Aufführungspraxis ein immer breiteres Publikum an den Klang hoher Männerstimmen gewöhnte, munkelte man in Kennerkreisen über den mutmaßlich noch exquisiteren Sound der entmannten Wundersänger des 17. und 18. Jahrhunderts. Barockes hatte Konjunktur, nachdem Kinoerfolge wie „Gefährliche Liebschaften” einer Ästhetik gehuldigt hatten, die mit anmutiger Ausschweifung, lustvoller Lüge und schillerndem Schein postmodernen Sehnsüchten entgegenkam. 1993, als Margriet de Moors Roman „Der Virtuose” in Holland erschien, nahm sich hierzulande Helmut Kraussers Monumental-schmöker „Melodien” des Kastraten-Themas an, und in Belgien drehte Gérard Corbiau seinen Film über Farinelli, den berühmtesten Vertreter jener ausgestorbenen Spezies.
Die ehemalige Sängerin de Moor, die kurz zuvor mit „Erst grau dann weiß dann blau” erfolgreich als Autorin debütiert hatte, schwamm also im Mainstream, als sie die Liebesaffäre zwischen einer verheirateten jungen Adligen und einem „primo uomo” …

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"Ich bewundere die Holländerin Margriet de Moor. Der Virtuose ist ein Preislied auf die Lust und die Wollust." (Marcel Reich-Ranicki, Stern)
Margriet de Moor, geb. 1941, studierte in Den Haag Gesang und Klavier. Nach einer Karriere als Sängerin, vor allem mit Liedern des 20. Jahrhunderts, studierte sie in Amsterdam Kunstgeschichte und Architektur.

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Kundenbewertungen zu "Der Virtuose" von "Margriet de Moor"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Polar aus Aachen am 16.04.2008 ***** sehr gut
Nicht ganz so geheimnisvoll wie in Erst grau dann weiß dann blau vermag Margriet de Moor in diesem Roman doch zu verstören. Es ist die völlige Auflösung ins Gefühl, die grenzenlose Liebe zur Musik, die Schimären in dieser Geschichte hervorrufen. Wer geliebt wird, muß zurücklieben. Muss. Anders kann es nicht sein. Contessa Carlotta flieht aus einer unglücklichen Ehe erst in die Welt der Oper, wo die Leidenschaft grenzenlos, die Liebe rein, der Gesang betörend ist. Dann verfällt sie dem Kastraten Gasparo und läßt sich durch nichts aufhalten, selbst sein Phlegma überwindet sie. Margriet de Moor hat einen Roman über die Kunst der Verführung geschrieben und spielt kunstfertig mit der Vergänglichkeit. Ist die Oper erst einmal zu Ende, bleibt einem nur die Erinnerung, verweht der Moment der Liebe, bleibt einem, in sich aufzuspüren, wie es sich angefühlt hat. Margriet de Moor versucht für uns die Musik einzufangen und sie in Worte zu verwandeln. Auch wenn wir Gasparo nicht zu hören vermögen, bezaubert er uns doch. De Moor gelingt es, für uns jene Scheinwelt der Offenbarung, die große Oper in ihre Geschichte zu übersetzen, obwohl bei ihr die Liebe nicht ganz so rein erscheint, mehr dem Selbstzweck als der Leidenschaft dient, jedoch verzweifelt genug erscheint, um tragisch oder beseligt zu enden.

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Der Virtuose

Der Virtuose - Moor, Margriet de

Roman

Aus d. Niederländ. v. Helga van Breuningen

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
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  • Ausstattung/Bilder: 2005. 153 S.
  • Seitenzahl: 153
  • Wagenbachs andere Taschenbücher (WAT) Bd.512
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  • Abmessung: 191mm x 120mm x 13mm
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  • ISBN-13: 9783803125125
  • ISBN-10: 380312512X
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Der Roman einer rauschhaften Liebe und eine leidenschaftliche Huldigung an die Lust am Leben, an die Schönheit, die Musik und den Eros.

05.05.2007

Arabeske und Ornament
Margriet de Moor: Der Virtuose
In den frühen neunziger Jahren war der Kastraten-Mythos plötzlich en vogue. Während die historische Aufführungspraxis ein immer breiteres Publikum an den Klang hoher Männerstimmen gewöhnte, munkelte man in Kennerkreisen über den mutmaßlich noch exquisiteren Sound der entmannten Wundersänger des 17. und 18. Jahrhunderts. Barockes hatte Konjunktur, nachdem Kinoerfolge wie „Gefährliche Liebschaften” einer Ästhetik gehuldigt hatten, die mit anmutiger Ausschweifung, lustvoller Lüge und schillerndem Schein postmodernen Sehnsüchten entgegenkam. 1993, als Margriet de Moors Roman „Der Virtuose” in Holland erschien, nahm sich hierzulande Helmut Kraussers Monumental-schmöker „Melodien” des Kastraten-Themas an, und in Belgien drehte Gérard Corbiau seinen Film über Farinelli, den berühmtesten Vertreter jener ausgestorbenen Spezies.
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4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen *****
sehr gut
Bewertung von Polar aus Aachen am 16.04.2008
*****
sehr gut
Nicht ganz so geheimnisvoll wie in Erst grau dann weiß dann blau vermag Margriet de Moor in diesem Roman doch zu verstören. Es ist die völlige Auflösung ins Gefühl, die grenzenlose Liebe zur Musik, die Schimären in dieser Geschichte hervorrufen. Wer geliebt wird, muß zurücklieben. Muss. Anders kann es nicht sein. Contessa Carlotta flieht aus einer unglücklichen Ehe erst in die Welt der Oper, wo die Leidenschaft grenzenlos, die Liebe rein, der Gesang betörend ist. Dann verfällt sie dem Kastraten Gasparo und läßt sich durch nichts aufhalten, selbst sein Phlegma überwindet sie. Margriet de Moor hat einen Roman über die Kunst der Verführung geschrieben und spielt kunstfertig mit der Vergänglichkeit. Ist die Oper erst einmal zu Ende, bleibt einem nur die Erinnerung, verweht der Moment der Liebe, bleibt einem, in sich aufzuspüren, wie es sich angefühlt hat. Margriet de Moor versucht für uns die Musik einzufangen und sie in Worte zu verwandeln. Auch wenn wir Gasparo nicht zu hören vermögen, bezaubert er uns doch. De Moor gelingt es, für uns jene Scheinwelt der Offenbarung, die große Oper in ihre Geschichte zu übersetzen, obwohl bei ihr die Liebe nicht ganz so rein erscheint, mehr dem Selbstzweck als der Leidenschaft dient, jedoch verzweifelt genug erscheint, um tragisch oder beseligt zu enden.
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"Ich bewundere die Holländerin Margriet de Moor. Der Virtuose ist ein Preislied auf die Lust und die Wollust." (Marcel Reich-Ranicki, Stern)

Autorenporträt zu "Margriet de Moor"

Margriet de Moor, geb. 1941, studierte in Den Haag Gesang und Klavier. Nach einer Karriere als Sängerin, vor allem mit Liedern des 20. Jahrhunderts, studierte sie in Amsterdam Kunstgeschichte und Architektur.

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