Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation - Ward-Perkins, Bryan

Bryan Ward-Perkins 

Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation

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Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation

Was wurde aus dem Römischen Weltreich? Neue Erkenntnisse der Archäologen sprechen für ein gewaltsames, abruptes Ende. Sie erschüttern damit die These vieler Historiker, die einen kontinuierlichen Übergang von der Römerzeit ins Mittelalter annehmen.


Produktinformation

  • Verlag: Theiss
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 240 S. m. 34 Abb. u. Ktn.
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 174mm x 20mm
  • Gewicht: 588g
  • ISBN-13: 9783806220834
  • ISBN-10: 3806220832
  • Best.Nr.: 21267512
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.06.2007

Plünderung und Vergewaltigung
Ohne Weichspüler: Bryan Ward-Perkins über die Spätantike

Wenn Debatten eingeschlafen sind, bietet sich mitunter die Chance, den lange hin und her gewendeten Gegenstand in neuem Licht zu sehen. Niemand wird mehr den Aberhunderten von Erklärungen für den "Fall Roms" im fünften Jahrhundert nach Christus weitere hinzufügen wollen, und der ebenso zutreffende wie lahme Hinweis, es handele sich dabei um ein komplexes, multifaktorelles Geschehen, taugt allenfalls fürs Oberseminar.

Originell war dagegen, der Frage schlicht ihre Berechtigung abzusprechen. Die Geschichte kenne keine Abbrüche, nur Umformungen und Neugestaltungen, so die Prämisse der neuen Richtung. Forscher wie Peter Brown und Glen Bowersock (F.A.Z vom 13. März) haben uns die Kreativität, Spiritualität und Vielfalt der Spätantike sehen gelehrt. Sie interessierten sich dabei vor allem für den Osten, wo das staatliche Gehäuse in Gestalt des Byzantinischen Reiches fortbestand und die Städte einen lebendigen Raum für die Transformationen zwischen 250 und 800 abgeben konnten.

Bryan Ward-Perkins hat dagegen jetzt eine fulminante Einrede …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nachdem es in der neueren Altertumswissenschaft Ansätze gibt, im Ende des Römischen Reiches lediglich eine Zeit des Umbruchs zu sehen, rückt Bryan Ward-Perkins das Geschichtsbild mit einem leidenschaftlichen Widerspruch wieder zurecht, konstatiert Uwe Walter. Der Rezensent ist fasziniert von den erhellenden Ausführungen, mit denen der Autor das Ende Roms und die Veränderungen nicht zuletzt im Verschwinden wichtiger Kulturtechniken, die sich durch die germanischen Eroberungen einstellten, vor Augen führt, wobei der Rezensent besonders lobt, wie genau Ward-Perkins die gegenseitigen Anpassungsleistungen von Römern und Germanen zu fassen vermag. Dieser Band wartet mit intelligenten Ausführungen auf und stellt eine überwiegend originelle Lektüre dar, so Walter begeistert, der glaubt, dass man in unserer Zeit der Globalisierung sogar einiges aus den Erfahrungen der Römer lernen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH

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