Der Trakt - Strobel, Arno
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Arno Strobel 

Der Trakt

Psychothriller. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Der Trakt

»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Produktinformation


  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 359 S.
  • Seitenzahl: 359
  • Fischer Taschenbücher Bd.18631
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9783596186310
  • ISBN-10: 3596186315
  • Best.Nr.: 27980130
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Während sich Sebastian Fitzek mit einem hanebüchenen Thriller nach dem anderen langsam ins Spannungsaus manövriert, beweist Arno Strobel, wie man einen unwahrscheinlichen Plot samt saftiger Auflösung auf Hochspannung hält. Sybille Aurich erwacht im Krankenhaus, aber alles dort kommt ihr falsch vor. Sie flieht zu ihrem Mann - der sie nicht erkennt und Fotos einer anderen Frau an der Wand hängen hat. Ein Komplott? Ist sie verrückt geworden? Wieso kann sich niemand an ihren Sohn erinnern, und wem von den Fremden, die wie aus dem Nichts auftauchen und ihr helfen wollen, kann sie trauen? Strobels Psychothriller ist eine atemlose Jagd, die sich zwar sprachlich nicht mit Ruhm bekleckert und zahllose Klischees abfeiert, aber gerade in der Hörbuchversion durch Tanja Gekes Vortrag fesselt und deutlich überm Mittelmaß liegt. (kab)
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

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Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 40 Bewertungen **** sehr gut
(aus 40 Bewertungen)
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Bewertung von maxibiene aus Erfurt am 06.01.2012 ***** ausgezeichnet
Es gibt tatsächlich noch Autoren, die es schaffen, in ihren Psychothrillern ohne blutrünstiges Gemetzel auszukommen. Arno Strobel ist so einer. Und das Fantastische an seinem Werk „Der Trakt“ ist auch noch, dass es gut ist. Arno Strobel hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Er baut seine Geschichte ganz allmählich auf und hält den Spannungsbogen über den gesamten Plot hinweg aufrecht. Er erzählt die Geschichte von Sibylle Aurich, die vor 2 Monaten entführt worden ist damit an ihr Experimente durchgeführt werden können. So scheint es zumindest. Zudem bildet sich Sibylle ein, einen Sohn zu haben, der Lukas heißt. Doch sowohl ihr Mann, ihre Freunde und auch ihr Arbeitgeber können sie, nachdem sie sich befreien konnte, nicht erkennen. Welche Qualen Sibylle bei ihrer Odyssee nach ihrer Identität durchmachen muss, schildert Arno Strobel auf beeindruckende und spannende Weise.
Arno Strobel erzählt seine Handlung sowohl aus der Perspektive von Sibylle als auch aus der Sicht von Hans. Hans ist eine Person, die sich nur hin und wieder zu erkennen gibt und Sibylle stets auf der Spur ist. Stück für Stück entlarvt der Autor die Peiniger von Sibylle. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Verwirrung recht groß und man ist sich nicht sicher, wer zu den „Guten“ und wer zu „Bösen“ gehört. Auch wenn der Plot zur Auflösung hin etwas sciencefictionmäßiges an sich hat, ist er trotzdem in sich schlüssig.

Fazit: Wer „Splitter“ von Sebastian Fitzek mag, wird auch „Der Trakt“ von Arno Strobel mögen. Ein durch und durch gelungenes Werk, das Freude und Hoffnung auf weitere Thriller von ihm machen wird.

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 02.10.2011 ***** sehr gut
Eine Frau wacht in einem scheinbaren Krankenhauszimmer auf. Doch warum ist es im Keller ohne Fenster und ohne Türgriff? Und warum benimmt sich der Arzt so komisch? Sie kann nur noch an ihren Sohn und ihre letzte Erinnerung denken, in der er von einer tätowierten Männerhand weggezerrt wurde. Sie flieht. Zu ihrem Mann, der sie seit 2 Monaten vermisst glaubt. Doch er behauptet sie nicht zu kennen und keinen Sohn zu haben. Ihre beste Freundin reagiert genauso, ebenso ihr Arbeitgeber und die Polizei. Sie flieht wieder und versucht abwechselnd mit einer alten Dame und einem jungen Mann der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Doch alle halten sich gegenseitig für Komplizen einer bösen Machenschaft. Wem kann sie überhaupt noch trauen?
Ein solider deutscher Thriller mit viel Tempo, der sich in nur 2 Tagen abspielt. Die Einblicke in Sibylles Gedanken in der Ichform steigern die Spannung und machen die Zwiespälte, in denen sie sich befindet deutlich. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Kapitel sind recht kurz gehalten.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 13.09.2011 ***** sehr gut
Kurzbeschreibung:
»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen

Obige Kurzbeschreibung veranlasste mich, diesen Thriler zu kaufen. Ich hatte vorher schon einige Thriller gelesen (oder auch gehört) die mit Gedächtnisverlust zu tun hatten. Um so faszinierender fand ich es, dass jemand sein Gedächtnis nicht verloren hat, sich dafür aber ihre Umgebung (Ehemann, Freunde usw.) nicht an sie erinnern kann.
Die Story hat es in sich. "Aber hallo", "Wow", "Der absolute Oberhammer" sind die Ausdrücke die mir dazu als erstes einfallen.
Die Spannung wird fast unerträglich und die Auflösung der Geschichte ist schon mehr als gruselig.
Man fragt sich während und auch nach Beendigung der Lektüre unweigerlich ob so etwas heute schon möglich ist.

Für mich war es die erste Story aus der Feder von Arno Strobel. Ich bin allerdings derart fasziniert, das ich mir mit Sicherheit noch mehr von ihm zulegen werde.

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Bewertung von Themistokeles am 02.09.2011 ***** ausgezeichnet
Inhalt: Eine Frau wacht nach einem Traum in einem dunklen Raum auf. Sie ist an medizinische Geräte angeschlossen und kann sich nacht daran erinnern wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie kann sich nur an eins ganz sicher erinnern: Sie heißt Sybille Aurich und ihr Sohn Lukas wurde entführt. Nachdem ein Arzt bei ihr war, der ihr nichts über ihren Sohn sagen wollte, aber sie dazu zwingen will in dem Raum zu bleiben, überwältigt sie ihn und flieht aus dem Krankenhaus.
Nur in einem Op-Hemdchen bekleidet kann sie entkommen und trifft unerwartet auf eine Frau, Rosie, die sie zu ihrer gemeinsamen Wohnung mit ihrem Mann bringt. Dort angekommen, muss Sybille erkennen, dass ihr Mann behauptet sie nicht zu kennen. Auch ihren gemeinsamen Sohn verleugnet er. Sybille wundert sein gesamtes Verhalten und zu allem Überfluss ruft ihr Mann auch noch die Polizei. Sie versucht den Beamten ihre Situation klar zu machen und will sie zu dem Raum führen in dem sie festgehalten wurde. Jedoch sieht der Raum aus wie eine Abstellkammer und Sybille schafft es mir Müh und Not den Polizisten, die sie für verrückt halten zu entkommen.
Sybille hat nur noch eine Person an die sie sich wenden kann, die Frau die ihr zu Beginn geholfen hat, Rosie, denn sie muss herausfinden, welches Spiel mit ihr gespielt wird und vor allem was mit ihrem Sohn passiert ist.

Meinung: Die ganzen Gefühle von Sybille waren echt gut rüber gebracht und insbesondere auch ihre Erinnerungen, Erinnerungsfetzen und Erinnerungslücken waren richtig gut beschrieben und dargestellt. Zudem konnte man auch richtig gut mit ihr mitfühlen was ihre immer stärker werdende Verzweifelung anbelangt.
Auch ich hatte zwischendurch echt Zweifel, wer von den ganzen Leuten jetzt zu denen gehörte, denen sie wohl wirklich vertrauen könnte und welche genau die sind, denen man besser nicht vertraut und die zu den Bösen gehören.
Es war zwar ein wenig leicht zu erkennen, ob sie nun wirklich Sybille ist oder nicht, wie manche behaupteten. Da einfach gewisse Dinge zu offensichtlich waren, als das es anders sein könnte, aber durch die gute Arbeit des Autors in Bezug auf die Gefühlswelt des Opfers waren diese leichten Mankos gut zu übersehen. Außerdem war es so, dass ich den Roman einfach durch die Art, wie er geschrieben war ziemlich fesselnd fand und es mir echt schwer fiel zwischendurch kurz das Lesen zu unterbrechen.
Ein ehrlich ziemlich guter Psychothriller, da er sehr stark auf der Ebene der Gefühle und Psyche operiert und da eindeutig seine große Stärke liegt, die ihn verdammt spannend macht.

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Bewertung von sabatayn76 am 21.08.2011 ***** sehr gut
'Was ist das für ein Albtraum'

Inhalt:
Eine Frau erwacht verkabelt und orientierungslos in einem Krankenhauszimmer. Zwei Monate lag Sibylle im Koma, nachdem sie bei einem nächtlichen Spaziergang im Park niedergeschlagen und ausgeraubt wurde. Ihr gelingt die Flucht aus dem Krankenhaus, und sie macht sich (mit Hilfe der ihr bis dahin unbekannten Rosemarie Wengler) auf den Weg nach Hause. Doch ihr Ehemann erkennt sie nicht, das Hochzeitsfoto zeigt ihn mit einer anderen Frau. Den Sohn, an dessen Existenz sie bedingungslos festhält, scheint es nicht zu geben. Was ist die Realität, was ist Fiktion? Wer steht auf ihrer Seite und wer nicht? Kann sie überhaupt jemandem trauen?

Mein Eindruck:
Arno Strobel schreibt in einfacher, leicht verständlicher Sprache, die ein schnelles Lesen ermöglicht. 'Der Trakt' ist meiner Meinung nach sowohl sprachlich als auch inhaltlich deutlich anspruchsvoller als die Bücher von Sebastian Fitzek, mit dem der Autor gern verglichen wird, was ich keineswegs nachvollziehen kann. Die Geschichte, die Strobel erzählt, ist komplex, aber glaubwürdig erzählt und gut ausgearbeitet. Arno Strobel gelingt ein Versteckspiel, bei dem auch der Leser lange im Dunkeln tappt und nicht weiß, wer gut und wer böse ist, wem man trauen darf und wem nicht. Trotz des dramatischen Inhalts und der Verzweiflung von Sibylle habe ich mich allerdings emotional nicht mit ihr oder den anderen Protagonisten identifizieren können und Strobels Charaktere blieben mir eher fremd.

Mein Resümee:
Unterhaltsam, spannend und in sich konsistent.

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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011 ***** sehr gut
WEm kann sie noch trauen?
Sybille Aurich erwacht in einem Krankenzimmer und will zu ihrem Sohn. Doch angeblich hat sie keinen...

Eine dramatische Jagd beginnt. Der Plot ist relativ schnell klar wenn man viele Thriller liest, aber Herrn Strobel ist es gelungen, einen rasanten Thriller hinzulegen, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist.

Ein paar kleinere Längen und ein klein bisschen Übertriebenheit stören nicht weiter, man will einfach wissen, wie es ausgeht. Das Ende ist ein bisschen schnell, das hätte man ein bisschen mehr in die Länge ziehen können



Alles in allem ein sehr gelungenes Buch!

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Bewertung von Bücherwurmolli aus Nürnberg am 12.05.2011 ***** sehr gut
Chronisch schizophren

Schweißgebadet wact Sybille in einem Krankenhaus auf. Scho n nach ein paar Gedanken wird ihr klar, dass ihr Sohn entführt wurde und sie überfallen wurde. Als ein mysteriöser Arzt versucht sie festzuhalten, indem er die Polizei ruft, kann Sybille fliehen. Eine ältere Dame namens Rosie liest sie auf der Straße aufund wird zu ihrer Verbündeten. Gemeinsam versuchen sie das Verschwinden ihres Sohnes und die Tatsache, dass sie von ihrem Mann und besten Freunden nicht erkannt wird, zu erklären. Jedoch ahnen die beiden nicht, dass "Der Doktor" ihnen auf den Fersen ist. Eine spannende und dramatische Verfolgungsjagt durch Regensburg und München beginnt und endet da, wo alles begann. Im Trakt.

"Der Trakt" von Arno Strobel ist ein sehr gelungener Psychothriller, obwohl man ihn nicht mit anderen Psychothrillern vergleichen kann, da in diesem Buch zwar eine gewisse Grundspannung vorhanden ist, jedoch aber zu wenige richtig atemberaubende Szenen. Jedoch muss ich gestehen, dass auch ich manchmal äußerst unnatürlich angespannt im Bett lag :D. Dafür, dass dies das erste Buch des Autors ist, welches in die Richtung Psychothriller geht war es doch ein gelungener Einstieg in die Welt der Spannung und Kriminalistik.

Desshalb habe ich mir auch gleich danach den Nachfolger von "Der Trakt" gekauft. Der neue Psychothriller "Das "Wesen" sagt mir noch mehr zu als der Trakt. Es ist eine deutliche Steigerung zu erkennen .

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Bewertung von TheSilencer aus Berlin-Tempelhof am 25.04.2011 ***** gut
Völlig orientierungslos wacht Sybille Aurich in einem Krankenhauszimmer auf. In ihren Erinnerungen fehlen viele Tage.
Der behandelnde Arzt ist nicht wirklich zuvorkommend und so beschließt Sybille sich selbst auf die Suche nach ihrer fehlenden Zeit zu machen.
Panik erfasst sie, als sie zu Hause ankommt und ihr Ehemann es abstreitet, sie zu kennen. Auch ihr Sohn Lukas würde nicht existieren.
Für Sybille beginnt eine Odyssee. Während dieser ist Sybille sich nicht sicher, ob sie nicht schon dem Wahnsinn verfallen ist.

Leichte Krimikost a la Sebastian Fitzek. Einige Figuren überraschen, das war's dann aber schon. Der Schreibstil bleibt blass.
Einzig und allein die Rahmenhandlung zieht einen mit.

Etwas überstürzt wanderte auch "Das Wesen" von Strobel in meinen Bücherschrank. Würde mir jetzt nicht mehr passieren. Dann bleibe ich lieber bei Fitzek, dem Original des banalen Krimis.

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Bewertung von R.E.R. am 02.03.2011 ***** weniger gut
Sibylle Aurich erwacht in einem fensterlosen Krankenhauszimmer. Sie ist ans Bett fixiert, neben ihr diverse Monitore. Kopf und Brust sind verkabelt, ihre Hand zückt eine Infusion. Sie kann sich weder an einen Unfall noch an sonst ein Ereignis erinnern, das den Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig macht. Als sie den zuständigen Arzt bittet ihren Mann und ihren Sohn von ihrem Aufwachen zu benachrichtigen, trifft sie ein Schock. Der Doktor teilt ihr mit, das sie nie einen Sohn hatte. Sibylle gelingt es aus dem Krankenhaus zu fliehen. Nur mit Slip und Klinikhemd bekleidet, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Arno Strobels Trakt liest sich flüssig und schnell. Für das ganze Buch habe ich ca. fünf Stunden gebraucht. Also in etwa die Länge einer Zugfahrt von Hamburg nach München. Genau zu diesem Zweck eignet sich das Buch auch. Es ist eine belanglose Lektüre die man en passant konsumieren kann um sie gleich darauf wieder zu vergessen. Was vom Verlag großmundig als Psychothriller bezeichnet wird, ist allenfalls ein Thrillerchen. Von übermäßiger Spannung kann keine Rede sein. Es sei denn man findet es spannend mit Bösewichten zu tun zu haben, die sich dann als gut herausstellen um sich am Ende doch wieder als Schurken zu entpuppen. Oder umgekehrt. Man hat den Eindruck, dass Strobel es da nicht so genau nimmt.

Als die verwirrte Sibylle barfuss und im Höschen die Regensburger Klinik verlässt, wird sie an der nächsten Straßenecke sofort von einer hilfsbereiten älteren Frau aufgelesen. Diese Rosie, rothaarig, mollig und ausgeflippt hilft ohne zu Fragen weiter. Kleidet Sibylle ein und fährt sie nach Hause. Nimmt sie in ihrem eigenen Haus auf und hilft ihr bei der Suche nach ihrem Sohn, nachdem Sibylles eigener Mann Johannes sie nicht wiedererkannt und auch den Sohn abgestritten hat. Selbst als die Polizei hinter Sibylle her ist, weil sie nicht die Person sein kann, für die sie sich ausgibt, hält Rosie ihr die Stange. Ein bisschen viel Selbstlosigkeit für meinen Geschmack. Von Unglaubwürdigkeit gar nicht zu reden. Aber vielleicht meint der Autor ja, das exaltierte Frauen mit feuerroten Haaren in jeder Situation hilfsbereit und vertrauensselig sind, ohne etwas zu hinterfragen. Das war so eine der Plattheiten die mich geärgert haben.

Gestört haben mich auch die offenkundigen Fehler. Sibylle, die ohnehin schon wenig einnehmende Heldin, schafft es zum Beispiel vier Tage lang praktisch ohne Essen und Trinken auszukommen. So lange dauert die Odyssee von der Krankenhausflucht bis zum Happy End. In dieser Zeit ernährt sie sich von einer Käsesemmel und einer Portion Rührei mit Speck. Sie trinkt ein Glas Weißwein und zwei Cola Cognac. Das war’s. Mehr gibt der Text nicht her. Selbst bei den besten körperlichen Voraussetzungen hätte sie vor dem Grande Finale von ganz alleine schlapp gemacht, ohne das man sie extra noch mit einer Pistole hätte bedrohen oder niederschlagen müssen. Hier und da mal eine Flasche Wasser hätten der Handlung nicht geschadet, ihr aber sicher mehr Sinn für Realität verliehen.

Ein dicker Hund ist auch die Hotelzimmerreservierung in München. Sibylle und der gute/böse Bulle/Schurke Christian/Robert fahren nach München um dort etwas nachzuforschen. Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass es sich um die “Wiesnzeit” handelt. Also die Zeit in der in München das Oktoberfest stattfindet. Dennoch finden die beiden auf Anhieb in einem guten Hotel in Hauptbahnhofnähe! zwei freie Einzelzimmer. Ihr Verfolger bekommt auch noch eines im selben Hotel und die gute Rosie ebenfalls, wenn auch im Hotel gegenüber. Wer jemals zur Oktoberfestzeit in München war oder irgendwie damit zu tun hatte, weiß dass die Hotelzimmer für diese Zeit sämtlich ein Jahr im voraus ausgebucht sind. Wenn nicht länger. Gut, ein Autor aus Trier und ein Verlag aus Frankfurt am Main können das nicht unbedingt wissen. Aber schlampige Recherche ist es allemal.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011 ***** sehr gut
Sybille Aurich erwacht aus einem - angeblich - zwei Monate anhaltendem Koma. Sie glaubt dem Arzt diese Geschichte nicht und kann aus der Klinik fliehen. Sybille rettet sich zu ihrem Mann; nur um zu erfahren, dass er sie nicht kennt. Auch ihren Sohn scheint es in Wirklichkeit nicht zu geben. Auf ihrer Flucht und der Suche nach ihrem Leben wird sie von Rosie unterstützt, einer älteren Frau, die Sybille aus unerfindlichen Gründen helfen möchte. Ihre beste Freundin - kennt sie nicht. Ihr Arbeitgeber - kennt sie nicht. Von der Polizei gejagt, von Freunden verraten, von Fremden unterstütz beginnt eine spannende Jagd nach der Wahrheit.

Arno Strobel hat eine gut durchstrukturierten, rasanten Schreibstil. Die Handlung ist schlüssig und die Personen werden gut beschrieben, so dass man mit Sybille die ganze Zeit mit fiebert. Er erschafft ein Knotengebilde. Immer wenn man denkt, man hätte ein Rätsel gelöst, stößt man auf ein neues, bis zum Schluß alles wunderbar geklärt wird. Der Knoten wird gelöst und nicht mit einem Knall zerschlagen. Ich wurde förmlich mit in die Geschichte hineingesogen und konnte das Buch erst aus der Hand legen, als auch die letzte Seite verschlungen war!

Mein Fazit: Ein wirklich mitreißender Thriller, der unerwartete Wendungen nimmt, schlüssig ist und bis zum Finale durchweg spannend bleibt! Lesenswert!

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  • Ausstattung/Bilder: 2010. 359 S.
  • Seitenzahl: 359
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  • Deutsch
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Arno Strobel erzählt seine Handlung sowohl aus der Perspektive von Sibylle als auch aus der Sicht von Hans. Hans ist eine Person, die sich nur hin und wieder zu erkennen gibt und Sibylle stets auf der Spur ist. Stück für Stück entlarvt der Autor die Peiniger von Sibylle. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Verwirrung recht groß und man ist sich nicht sicher, wer zu den „Guten“ und wer zu „Bösen“ gehört. Auch wenn der Plot zur Auflösung hin etwas sciencefictionmäßiges an sich hat, ist er trotzdem in sich schlüssig.

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Ein solider deutscher Thriller mit viel Tempo, der sich in nur 2 Tagen abspielt. Die Einblicke in Sibylles Gedanken in der Ichform steigern die Spannung und machen die Zwiespälte, in denen sie sich befindet deutlich. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Kapitel sind recht kurz gehalten.
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Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen

Obige Kurzbeschreibung veranlasste mich, diesen Thriler zu kaufen. Ich hatte vorher schon einige Thriller gelesen (oder auch gehört) die mit Gedächtnisverlust zu tun hatten. Um so faszinierender fand ich es, dass jemand sein Gedächtnis nicht verloren hat, sich dafür aber ihre Umgebung (Ehemann, Freunde usw.) nicht an sie erinnern kann.
Die Story hat es in sich. "Aber hallo", "Wow", "Der absolute Oberhammer" sind die Ausdrücke die mir dazu als erstes einfallen.
Die Spannung wird fast unerträglich und die Auflösung der Geschichte ist schon mehr als gruselig.
Man fragt sich während und auch nach Beendigung der Lektüre unweigerlich ob so etwas heute schon möglich ist.

Für mich war es die erste Story aus der Feder von Arno Strobel. Ich bin allerdings derart fasziniert, das ich mir mit Sicherheit noch mehr von ihm zulegen werde.
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ausgezeichnet
Inhalt: Eine Frau wacht nach einem Traum in einem dunklen Raum auf. Sie ist an medizinische Geräte angeschlossen und kann sich nacht daran erinnern wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie kann sich nur an eins ganz sicher erinnern: Sie heißt Sybille Aurich und ihr Sohn Lukas wurde entführt. Nachdem ein Arzt bei ihr war, der ihr nichts über ihren Sohn sagen wollte, aber sie dazu zwingen will in dem Raum zu bleiben, überwältigt sie ihn und flieht aus dem Krankenhaus.
Nur in einem Op-Hemdchen bekleidet kann sie entkommen und trifft unerwartet auf eine Frau, Rosie, die sie zu ihrer gemeinsamen Wohnung mit ihrem Mann bringt. Dort angekommen, muss Sybille erkennen, dass ihr Mann behauptet sie nicht zu kennen. Auch ihren gemeinsamen Sohn verleugnet er. Sybille wundert sein gesamtes Verhalten und zu allem Überfluss ruft ihr Mann auch noch die Polizei. Sie versucht den Beamten ihre Situation klar zu machen und will sie zu dem Raum führen in dem sie festgehalten wurde. Jedoch sieht der Raum aus wie eine Abstellkammer und Sybille schafft es mir Müh und Not den Polizisten, die sie für verrückt halten zu entkommen.
Sybille hat nur noch eine Person an die sie sich wenden kann, die Frau die ihr zu Beginn geholfen hat, Rosie, denn sie muss herausfinden, welches Spiel mit ihr gespielt wird und vor allem was mit ihrem Sohn passiert ist.

Meinung: Die ganzen Gefühle von Sybille waren echt gut rüber gebracht und insbesondere auch ihre Erinnerungen, Erinnerungsfetzen und Erinnerungslücken waren richtig gut beschrieben und dargestellt. Zudem konnte man auch richtig gut mit ihr mitfühlen was ihre immer stärker werdende Verzweifelung anbelangt.
Auch ich hatte zwischendurch echt Zweifel, wer von den ganzen Leuten jetzt zu denen gehörte, denen sie wohl wirklich vertrauen könnte und welche genau die sind, denen man besser nicht vertraut und die zu den Bösen gehören.
Es war zwar ein wenig leicht zu erkennen, ob sie nun wirklich Sybille ist oder nicht, wie manche behaupteten. Da einfach gewisse Dinge zu offensichtlich waren, als das es anders sein könnte, aber durch die gute Arbeit des Autors in Bezug auf die Gefühlswelt des Opfers waren diese leichten Mankos gut zu übersehen. Außerdem war es so, dass ich den Roman einfach durch die Art, wie er geschrieben war ziemlich fesselnd fand und es mir echt schwer fiel zwischendurch kurz das Lesen zu unterbrechen.
Ein ehrlich ziemlich guter Psychothriller, da er sehr stark auf der Ebene der Gefühle und Psyche operiert und da eindeutig seine große Stärke liegt, die ihn verdammt spannend macht.
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Bewertung von sabatayn76 am 21.08.2011
*****
sehr gut
'Was ist das für ein Albtraum'

Inhalt:
Eine Frau erwacht verkabelt und orientierungslos in einem Krankenhauszimmer. Zwei Monate lag Sibylle im Koma, nachdem sie bei einem nächtlichen Spaziergang im Park niedergeschlagen und ausgeraubt wurde. Ihr gelingt die Flucht aus dem Krankenhaus, und sie macht sich (mit Hilfe der ihr bis dahin unbekannten Rosemarie Wengler) auf den Weg nach Hause. Doch ihr Ehemann erkennt sie nicht, das Hochzeitsfoto zeigt ihn mit einer anderen Frau. Den Sohn, an dessen Existenz sie bedingungslos festhält, scheint es nicht zu geben. Was ist die Realität, was ist Fiktion? Wer steht auf ihrer Seite und wer nicht? Kann sie überhaupt jemandem trauen?

Mein Eindruck:
Arno Strobel schreibt in einfacher, leicht verständlicher Sprache, die ein schnelles Lesen ermöglicht. 'Der Trakt' ist meiner Meinung nach sowohl sprachlich als auch inhaltlich deutlich anspruchsvoller als die Bücher von Sebastian Fitzek, mit dem der Autor gern verglichen wird, was ich keineswegs nachvollziehen kann. Die Geschichte, die Strobel erzählt, ist komplex, aber glaubwürdig erzählt und gut ausgearbeitet. Arno Strobel gelingt ein Versteckspiel, bei dem auch der Leser lange im Dunkeln tappt und nicht weiß, wer gut und wer böse ist, wem man trauen darf und wem nicht. Trotz des dramatischen Inhalts und der Verzweiflung von Sibylle habe ich mich allerdings emotional nicht mit ihr oder den anderen Protagonisten identifizieren können und Strobels Charaktere blieben mir eher fremd.

Mein Resümee:
Unterhaltsam, spannend und in sich konsistent.
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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011
*****
sehr gut
WEm kann sie noch trauen?
Sybille Aurich erwacht in einem Krankenzimmer und will zu ihrem Sohn. Doch angeblich hat sie keinen...

Eine dramatische Jagd beginnt. Der Plot ist relativ schnell klar wenn man viele Thriller liest, aber Herrn Strobel ist es gelungen, einen rasanten Thriller hinzulegen, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist.

Ein paar kleinere Längen und ein klein bisschen Übertriebenheit stören nicht weiter, man will einfach wissen, wie es ausgeht. Das Ende ist ein bisschen schnell, das hätte man ein bisschen mehr in die Länge ziehen können



Alles in allem ein sehr gelungenes Buch!
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Bewertung von Bücherwurmolli aus Nürnberg am 12.05.2011
*****
sehr gut
Chronisch schizophren

Schweißgebadet wact Sybille in einem Krankenhaus auf. Scho n nach ein paar Gedanken wird ihr klar, dass ihr Sohn entführt wurde und sie überfallen wurde. Als ein mysteriöser Arzt versucht sie festzuhalten, indem er die Polizei ruft, kann Sybille fliehen. Eine ältere Dame namens Rosie liest sie auf der Straße aufund wird zu ihrer Verbündeten. Gemeinsam versuchen sie das Verschwinden ihres Sohnes und die Tatsache, dass sie von ihrem Mann und besten Freunden nicht erkannt wird, zu erklären. Jedoch ahnen die beiden nicht, dass "Der Doktor" ihnen auf den Fersen ist. Eine spannende und dramatische Verfolgungsjagt durch Regensburg und München beginnt und endet da, wo alles begann. Im Trakt.

"Der Trakt" von Arno Strobel ist ein sehr gelungener Psychothriller, obwohl man ihn nicht mit anderen Psychothrillern vergleichen kann, da in diesem Buch zwar eine gewisse Grundspannung vorhanden ist, jedoch aber zu wenige richtig atemberaubende Szenen. Jedoch muss ich gestehen, dass auch ich manchmal äußerst unnatürlich angespannt im Bett lag :D. Dafür, dass dies das erste Buch des Autors ist, welches in die Richtung Psychothriller geht war es doch ein gelungener Einstieg in die Welt der Spannung und Kriminalistik.

Desshalb habe ich mir auch gleich danach den Nachfolger von "Der Trakt" gekauft. Der neue Psychothriller "Das "Wesen" sagt mir noch mehr zu als der Trakt. Es ist eine deutliche Steigerung zu erkennen .
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Bewertung von TheSilencer aus Berlin-Tempelhof am 25.04.2011
*****
gut
Völlig orientierungslos wacht Sybille Aurich in einem Krankenhauszimmer auf. In ihren Erinnerungen fehlen viele Tage.
Der behandelnde Arzt ist nicht wirklich zuvorkommend und so beschließt Sybille sich selbst auf die Suche nach ihrer fehlenden Zeit zu machen.
Panik erfasst sie, als sie zu Hause ankommt und ihr Ehemann es abstreitet, sie zu kennen. Auch ihr Sohn Lukas würde nicht existieren.
Für Sybille beginnt eine Odyssee. Während dieser ist Sybille sich nicht sicher, ob sie nicht schon dem Wahnsinn verfallen ist.

Leichte Krimikost a la Sebastian Fitzek. Einige Figuren überraschen, das war's dann aber schon. Der Schreibstil bleibt blass.
Einzig und allein die Rahmenhandlung zieht einen mit.

Etwas überstürzt wanderte auch "Das Wesen" von Strobel in meinen Bücherschrank. Würde mir jetzt nicht mehr passieren. Dann bleibe ich lieber bei Fitzek, dem Original des banalen Krimis.
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Bewertung von R.E.R. am 02.03.2011
*****
weniger gut
Sibylle Aurich erwacht in einem fensterlosen Krankenhauszimmer. Sie ist ans Bett fixiert, neben ihr diverse Monitore. Kopf und Brust sind verkabelt, ihre Hand zückt eine Infusion. Sie kann sich weder an einen Unfall noch an sonst ein Ereignis erinnern, das den Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig macht. Als sie den zuständigen Arzt bittet ihren Mann und ihren Sohn von ihrem Aufwachen zu benachrichtigen, trifft sie ein Schock. Der Doktor teilt ihr mit, das sie nie einen Sohn hatte. Sibylle gelingt es aus dem Krankenhaus zu fliehen. Nur mit Slip und Klinikhemd bekleidet, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Arno Strobels Trakt liest sich flüssig und schnell. Für das ganze Buch habe ich ca. fünf Stunden gebraucht. Also in etwa die Länge einer Zugfahrt von Hamburg nach München. Genau zu diesem Zweck eignet sich das Buch auch. Es ist eine belanglose Lektüre die man en passant konsumieren kann um sie gleich darauf wieder zu vergessen. Was vom Verlag großmundig als Psychothriller bezeichnet wird, ist allenfalls ein Thrillerchen. Von übermäßiger Spannung kann keine Rede sein. Es sei denn man findet es spannend mit Bösewichten zu tun zu haben, die sich dann als gut herausstellen um sich am Ende doch wieder als Schurken zu entpuppen. Oder umgekehrt. Man hat den Eindruck, dass Strobel es da nicht so genau nimmt.

Als die verwirrte Sibylle barfuss und im Höschen die Regensburger Klinik verlässt, wird sie an der nächsten Straßenecke sofort von einer hilfsbereiten älteren Frau aufgelesen. Diese Rosie, rothaarig, mollig und ausgeflippt hilft ohne zu Fragen weiter. Kleidet Sibylle ein und fährt sie nach Hause. Nimmt sie in ihrem eigenen Haus auf und hilft ihr bei der Suche nach ihrem Sohn, nachdem Sibylles eigener Mann Johannes sie nicht wiedererkannt und auch den Sohn abgestritten hat. Selbst als die Polizei hinter Sibylle her ist, weil sie nicht die Person sein kann, für die sie sich ausgibt, hält Rosie ihr die Stange. Ein bisschen viel Selbstlosigkeit für meinen Geschmack. Von Unglaubwürdigkeit gar nicht zu reden. Aber vielleicht meint der Autor ja, das exaltierte Frauen mit feuerroten Haaren in jeder Situation hilfsbereit und vertrauensselig sind, ohne etwas zu hinterfragen. Das war so eine der Plattheiten die mich geärgert haben.

Gestört haben mich auch die offenkundigen Fehler. Sibylle, die ohnehin schon wenig einnehmende Heldin, schafft es zum Beispiel vier Tage lang praktisch ohne Essen und Trinken auszukommen. So lange dauert die Odyssee von der Krankenhausflucht bis zum Happy End. In dieser Zeit ernährt sie sich von einer Käsesemmel und einer Portion Rührei mit Speck. Sie trinkt ein Glas Weißwein und zwei Cola Cognac. Das war’s. Mehr gibt der Text nicht her. Selbst bei den besten körperlichen Voraussetzungen hätte sie vor dem Grande Finale von ganz alleine schlapp gemacht, ohne das man sie extra noch mit einer Pistole hätte bedrohen oder niederschlagen müssen. Hier und da mal eine Flasche Wasser hätten der Handlung nicht geschadet, ihr aber sicher mehr Sinn für Realität verliehen.

Ein dicker Hund ist auch die Hotelzimmerreservierung in München. Sibylle und der gute/böse Bulle/Schurke Christian/Robert fahren nach München um dort etwas nachzuforschen. Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass es sich um die “Wiesnzeit” handelt. Also die Zeit in der in München das Oktoberfest stattfindet. Dennoch finden die beiden auf Anhieb in einem guten Hotel in Hauptbahnhofnähe! zwei freie Einzelzimmer. Ihr Verfolger bekommt auch noch eines im selben Hotel und die gute Rosie ebenfalls, wenn auch im Hotel gegenüber. Wer jemals zur Oktoberfestzeit in München war oder irgendwie damit zu tun hatte, weiß dass die Hotelzimmer für diese Zeit sämtlich ein Jahr im voraus ausgebucht sind. Wenn nicht länger. Gut, ein Autor aus Trier und ein Verlag aus Frankfurt am Main können das nicht unbedingt wissen. Aber schlampige Recherche ist es allemal.
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011
*****
sehr gut
Sybille Aurich erwacht aus einem - angeblich - zwei Monate anhaltendem Koma. Sie glaubt dem Arzt diese Geschichte nicht und kann aus der Klinik fliehen. Sybille rettet sich zu ihrem Mann; nur um zu erfahren, dass er sie nicht kennt. Auch ihren Sohn scheint es in Wirklichkeit nicht zu geben. Auf ihrer Flucht und der Suche nach ihrem Leben wird sie von Rosie unterstützt, einer älteren Frau, die Sybille aus unerfindlichen Gründen helfen möchte. Ihre beste Freundin - kennt sie nicht. Ihr Arbeitgeber - kennt sie nicht. Von der Polizei gejagt, von Freunden verraten, von Fremden unterstütz beginnt eine spannende Jagd nach der Wahrheit.

Arno Strobel hat eine gut durchstrukturierten, rasanten Schreibstil. Die Handlung ist schlüssig und die Personen werden gut beschrieben, so dass man mit Sybille die ganze Zeit mit fiebert. Er erschafft ein Knotengebilde. Immer wenn man denkt, man hätte ein Rätsel gelöst, stößt man auf ein neues, bis zum Schluß alles wunderbar geklärt wird. Der Knoten wird gelöst und nicht mit einem Knall zerschlagen. Ich wurde förmlich mit in die Geschichte hineingesogen und konnte das Buch erst aus der Hand legen, als auch die letzte Seite verschlungen war!

Mein Fazit: Ein wirklich mitreißender Thriller, der unerwartete Wendungen nimmt, schlüssig ist und bis zum Finale durchweg spannend bleibt! Lesenswert!
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(c) bunkverlag

Während sich Sebastian Fitzek mit einem hanebüchenen Thriller nach dem anderen langsam ins Spannungsaus manövriert, beweist Arno Strobel, wie man einen unwahrscheinlichen Plot samt saftiger Auflösung auf Hochspannung hält. Sybille Aurich erwacht im Krankenhaus, aber alles dort kommt ihr falsch vor. Sie flieht zu ihrem Mann - der sie nicht erkennt und Fotos einer anderen Frau an der Wand hängen hat. Ein Komplott? Ist sie verrückt geworden? Wieso kann sich niemand an ihren Sohn erinnern, und wem von den Fremden, die wie aus dem Nichts auftauchen und ihr helfen wollen, kann sie trauen? Strobels Psychothriller ist eine atemlose Jagd, die sich zwar sprachlich nicht mit Ruhm bekleckert und zahllose Klischees abfeiert, aber gerade in der Hörbuchversion durch Tanja Gekes Vortrag fesselt und deutlich überm Mittelmaß liegt. (kab)

Autorenporträt zu "Arno Strobel"

Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

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