Der Tag, an dem Marilyn starb - Milner, Donna

Donna Milner 

Der Tag, an dem Marilyn starb

Roman

Übersetzung: Höfer, Sylvia
Gebundenes Buch
 
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Der Tag, an dem Marilyn starb

Nach dem internationalen Erfolg von »River« legt die Kanadierin Donna Milner ihren zweiten bewegenden Familienroman vor: Die junge Ethie und ihre zwei Brüder trauern um ihre Mutter. Und wie gelähmt vom Tod seiner Frau stellt sich ihr Mann Howard die Frage: Warum hat er ihr nie die Wahrheit gesagt?

Ethie horchte in die Stille des Hauses hinein. Der Duft des grünen Satinkleids ihrer Mutter erfüllte noch immer den Raum, Soir de Paris, so hieß ihr Parfüm. Ethie konnte nicht glauben, dass sie nun für immer fort sein sollte. Aber genau das hatte der junge Polizist gesagt, nachdem Dad ihm die Tür geöffnet hatte: Es habe einen Unfall gegeben, und es tue ihm leid, ihre Mutter sei für immer »heimgegangen«. Jetzt schliefen Ethies Brüder, und Dad saß allein in der Küche, man konnte im Dunkeln die Glut seiner Zigarette sehen. Sicher dachte er darüber nach, warum Mom tot auf einem Segelboot gefunden worden war. Und warum sie getrunken hatte. Hing das alles mit dem fremden Mädchen zusammen, das gestern Morgen dagewesen war? Oder mit seiner Vergangenheit, über die er so lange geschwiegen hatte?


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 391 S.
  • Seitenzahl: 391
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 139mm x 36mm
  • Gewicht: 557g
  • ISBN-13: 9783492053730
  • ISBN-10: 3492053734
  • Best.Nr.: 28025684
"Der Autorin, die zuvor mit River für Aufsehen sorgte, ist erneut eine spannende, trotz der Zeitsprünge dichte Familiengeschichte gelungen. ( ) Ausgehend von historischen Tatsachen erzählt Donna Milner, was der Krieg aus Menschen macht." (Ostthüringer Zeitung)

»Der Autorin, die zuvor mit River für Aufsehen sorgte, ist erneut eine spannende, trotz der Zeitsprünge dichte Familiengeschichte gelungen. (...) Ausgehend von historischen Tatsachen erzählt Donna Milner, was der Krieg aus Menschen macht.« Ostthüringer Zeitung

»Der Autorin, die zuvor mit River für Aufsehen sorgte, ist erneut eine spannende, trotz der Zeitsprünge dichte Familiengeschichte gelungen. (...) Ausgehend von historischen Tatsachen erzählt Donna Milner, was der Krieg aus Menschen macht.« Ostthüringer Zeitung
Donna Milner lebt mit ihrem Mann im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Nachdem ihr erster Roman "River" ein überwältigendes internationales Echo fand und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, widmete sie sich ganz dem Schreiben.

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Kundenbewertungen zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von "Donna Milner"

15 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 15 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Mel.E aus L. am 08.10.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch beginnt aus der Sicht von Ethie (eigendlich heißt sie Ethel nach einer Fernsehserie, aber alle nennen sie nur Ethie). Ethie ist 11 und hat noch 2 Brüder. Frankie ist 20 und Christopher, genannt Kipper ist 14 und leidet am Down-Syndrom. Lucy, ihre Mutter ist tot aufgefunden worden und das ist natürlich erstmal ein großer Schock für alle. Howard, Ethies Vater ist Alkoholiker und erst einmal unfähig für seine Kinder zu sorgen. Beim Lesen begleiten wir Ethie durch ihre Gefühlswelt, den der Verlust der Mutter, die immer alles aufgefangen hat, bedeutet. Der Schmerz, die Trauer ........... Dann ist da noch Mildred, Lucys ältere Schwester, die sich in alles einmischt und Kipper am liebsten in ein Heim für Geistig Behinderte loswerden möchte. Sie meint es vielleicht gut, ist aber mit ihren Ratschlägen völlig fehl am Platz. Sie mischt sich in alles ein und auch wenn ihre Absicht gutgemeint ist, sehen wir in ihr doch eher ein Ekel, was der Familie keine Chance geben will zusammenzuwachsen. Sie schaftt es auch fast sie komplett auseinanderzureißen. Mildred hat reich geheiratet und will nun für alle Kosten auch für die Beerdigung aufkommen. da sie Howard für einen nutzlosen Säufer hält, kritisiert sie ihn ständig. Howard hat ein Geheimnis, was ihn schier auffrisst und was er auch zu Lebzeiten nicht mit Lucy teilen konnte, da es ihm schwerfiel darüber zu sprechen. Er versuchte seine Ängste und persönlichen Alpträume im Alkohol zu ertränken. Wir lesen also nicht nur von Ethie, sondern auch Howards Geschichte und diese handelt vom Krieg zwischen Kanada und Japan. Es ist schon harte Kost zu Lesen, wie Menschen um ihr Leben kämpfen und nur wenige es schaffen die sadistischen und seelische, körperliche Folter der Kriegsgefangenschaft zu überleben. Nach Kriegsende, ist Howard ein anderer Mensch und zieht sich oftmals zu endlosen Spaziergängen zurück um seine eigenen inneren Kämpfe zu kämpfen. Den Krieg er hat überlebt und kehrt zu Lucy und ihrem ersten Sohn Frankie zurück, aber er ist ein völlig anderer Mensch als zuvor, aber Lucy hält an ihrer Liebe fest. Nun ist Lucy aber nicht mehr da um die Familie zusammenzuhalten und es liegt an Howard persönliche Veränderungen an sich vorzunehmen, damit ihm die Kinder erhalten bleiben. Ob er es schafft und welch großes Geheimnis er verbirgt müsst ihr selbst Lesen!

Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Es ist sehr lebhaft geschrieben, zum einen durch Ethies / Ethel Sicht der Dinge die passieren in der Gegenwart und dem was geschehen ist in der Vergangenheit durch Howards Geschichte. Das Buch ist keineswegs langatmig, sondern wirklich fesselnd. Mir ist es an manchen Abenden wirklich schwergefallen es beiseite zu legen, weil ich wissen wollte wie es endet. Natürlich hat es gewissermassen ein Happy End, aber das braucht das Buch auch, denn schon alleine die schrecklichen Erinnerungen Howards laden einfach dazu ein, daß alles ein gutes Ende nimmt. Hier ist eine Familie die um das Überleben kämpfen muss, nachdem die Mutter nicht mehr da ist. Dazu steht dann auch noch Schuld im Raum und jede Menge Vorwürfe seitens Mildred. Wir lernen Kipper besser kennen, der ein wirklich begabtes Bürschchen ist und Bilder malt, die er dann in einer Galerie ausgestellt hat und auch verkauft. Kinder mit Down Syndrom sind wirklich besonders liebenswerte Menschen und so wird auch Kipper hier dargestellt. Wir müssen ihn einfach in unser Herz schließen. Frankie, der mit seinen 20 Jahren auch noch nicht reif genug ist um die Familie zusammenzuhalten und eben Ethie, neugierig und eben erst 11, ein Kind halt. Howard, der sich seine eigene Welt erschaffen hat, in die er sich immer wieder zurückzieht muss lernen ein Vater zu werden und für seine Kinder zu sorgen. Schlimm sind die Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft. Man spürt förmlich die Ängste und Schmerzen der Menschen um Howard herum und kann wirklich dankbar sein, daß wir dieses hoffendlich nie miterleben müssen. Echte Leseempfehlung!

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** sehr gut
Hatte nen Thriller erwartet
... und ne Familiengeschichte bekommen. Und wurde nicht enttäuscht.

Kanada 1962, Hongkong 1941

Nebeneinander entwickelt Donna Milner die Lebensgeschichte der Familie Coulter. Nach dem Unfalltod der Mutter 1962 kommen versteckte Geheimnisse des Vaters ans Licht.

Tief berührt hat mich die Erzählung des Vaters.

Parallel zur Gegenwart wird nämlich die Vergangenheit des Vaters erzählt, die ein großes Geheimnis enthüllt, das sich auf die gesamte Familie auswirkt.

Das Buch lebt von seinen Darstellern und den Zuständen im Kriegsgefangenenlager der Japaner, das sehr gut und eindringlich von Hunger und Krankheit, Leid und Trauer - aber auch von Liebe und Hoffnung erzählt.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Silke B. aus Köln am 25.08.2010 ***** sehr gut
"Der Tag, an dem Marilyn starb" hat mich sehr bewegt und gut unterhalten. Unterteilt ist das Buch in zwei unterschiedliche Erzählstränge. Aus der Perspektive der 11jährigen Ethie werden die Erlebnisse rund um den Tod ihrer Mutter Lucy geschildert. Wehmütig erinnert sie sich an schöne Zeiten, an Episoden die im Nachhinein ein Schmunzeln auslösen oder Erinnerungen an ihre Brüder. Doch der Tod hinterlässt eine große Lücke und so ist auch Ethies Einsamkeit in jeder Zeile spürbar, ihre Angst, dass ihre Familie nun zerbrechen wird. Die Sorge, dass ihre Tante ihren Bruder Kipper, der das Down Syndron hat, nun in ein Heim geben wird und ihr Vater sich vollkommen in sich zurückziehen wird. Um ihrer Familie zu helfen, muss Ethie lernen die Vergangenheit zu verstehen und so macht sie sich daran, einige Puzzleteilchen zusammen zu setzen. Parallel dazu wird die Vergangenheit von Howard Coulter, Ethies Vater, aufgerollt. Seine Erlebnisse im Krieg und in der Kriegsgefangenschaft, die ihn schließlich zu dem verschlossenen Menschen gemacht haben, der er heute ist. Dies ist ein Abschnitt seines Lebens, über den er stets vermieden hat zu sprechen. Doch hätte sich die Geschichte ebenso entwickelt, wenn er offen mit seiner Frau umgegangen wäre? Donna Milner schreibt hier von Menschen die zwar miteinander lebten, jedoch ihre Gedanken nicht teilten. Doch für eine Familie sollte es nie zu spät sein ihr Leben zu teilen. Dies spiegelt sich auch im Ende der Geschichte wieder, wofür es bei mir dann nicht die volle Punktzahl gibt. Denn so interessant "Der Tag, an dem Marilyn starb" auch war, schlussendlich war es mir doch zu vorhersehbar und klischeehaft.

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Bewertung von NiliBine70 aus Duisburg am 23.07.2010 ***** ausgezeichnet
Ein Buch der Erinnerungen
Marilyn Monroes Todestag wird auch zum Todestag von Lucy. Und damit beginnt eine Geschichte über eine Familie.

Lucy wird tot mit ihrer Freundin auf deren Boot gefunden und für ihre drei Kinder und ihren Mann bricht scheinbar alles zusammen.

Der Vater, Howard, war im zweiten Weltkrieg in Hongkong und hat seine dortigen Erlebnisse nie verwunden, hat sich ihnen aber auch nie wirklich gestellt, bzw. nie darüber gesprochen und hat sich all die Jahre in sich selbst zurückgezogen, sich mit Alkohol betäubt.

Seine Frau, Lucy, hat für die Kinder ein Familienleben inszeniert, damit diese nicht so sehr leiden mussten, dass der Vater nicht wirklich anwesend war.

Mit dem Tod der Mutter beginnen die Tochter und der Vater damit, ihre Erinnerungen sich aufeinander zubewegen zu lassen, bis sie sich finden, als "Kipper", der mit dem Downsyndrom geborene Bruder, aus einer Einrichtung entweicht und nachdem ein alles beherrschendes Missverständnis aufgedeckt wird.

Ein wunderschönes Buch, toll geschrieben, was mich sehr bewegt hat und der Schluss hat mir feuchte Augen beschert.

Und man kann sagen, dass der alte, zu Recht abgedroschen klingende Spruch "Reden ist Silber, schweigen ist Gold" in vielen Fällen keine Gültigkeit hat oder haben sollte!

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Bewertung von snuuuke aus München am 22.03.2010 ***** ausgezeichnet
"Der Tag an dem Marilyn starb" beginnt mit einem tragischen Ereignis: Dem überraschenden Tod der Ehefrau und Mutter Lucy. Neben ihrem seit dem Krieg in sich selbst zurückgezogenen Mann Howard hinterlässt Lucy den etwa zwanzigjährigen Frankie, den am Downsyndrom erkrankten Teenager Christopher "Kipper" und Ethie, aus deren Sicht die Geschichte in der Gegenwart erzählt wird.

Nach dem Tod ihrer Mutter ist für die Familie nichts mehr wie es einmal war und die Familie muss alte Gewohnheiten überwinden, um zurecht zu kommen. Immer wieder wird die Gegenwart von Rückblenden unterbrochen, die aus der Erzählperspektive von Howards Erlebnissen im Krieg und vor allem in Gefangenschaft erklären. Auch das wohl gehütete Familiengeheimnis kommt auf diese Weise zu Tage und findet letzlich seinen Weg in die Gegenwart (auch wenn man das Geheimnis ab der Mitte des Buches schon erahnen kann).

Besonders fasziniert hat mich, wie es Donna Milner schafft, die einzelnen Familienmitglieder so detailvoll und lebendig erscheinen zu lassen, dass man als Leser mitten dabei ist, als wäre es die eigene Familie. Jeder Charakter hat viele Schichten und macht bis zum Ende des Familiendramas einen Wandel durch, der realistisch und nicht aufgesetzt wirkt.

Zu guter Letzt ist der Schreibstil auch phänomenal: eine gute Mischung aus einfach und detailvoll, bei dem vor allem Emotionen sehr gut rüberkommen.

Wer Familiengeschichten mag und gerne tief in eine Geschichte eintaucht, kann mit "Der Tag an dem Marylin starb" nichts falsch machen - mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch von Donna Milner!

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Bewertung von MinnieMay aus Dortmund am 21.03.2010 ***** ausgezeichnet
Als ich das Buch "Der Tag an dem Marylin starb" bekam, wollte ich erstmal nur kurz 'reinschnuppern', denn ich hatte ja noch ein Buch zu Ende zu lesen. Dieses legte ich dann doch rasch beiseite, denn die Geschichte, der gefühlsbetonte Schreibstil und die Charaktere berühren und ziehen einen unwiderstehlich an.
Auf emotionale, aber keineswegs klischeehafte Weise lernen wir Familie Coulter kennen, gerade als sie zu zerreißen droht, denn ein Unfall kostete Mutter Lucy das Leben und der Tod dieser scheinbar wunderbaren und starken Persönlichkeit droht die Familie zu zerreißen.
Erst scheint es, als würde der Vater Howard nun vollends gegen seine innere Lethargie verloren haben, die ihn quält seit er nach 4jähriger Kriegsgefangenschaft im zweiten Weltkrieg heimkehrte. Er verfällt dem Alkohol vollends und merkt kaum noch etwas aus der Welt um ihn herum. Derweil versucht Tante Mildred das vermeintlich Beste für die Kinder zutun, auch wenn ihre Wege zweifelhaft sind.
Die Kinder gehen jeder für sich ganz eigen mit dem Geschehen um und zumeist erfahren wir die Geschichte aus der zurückblickenden Perspektive der Tochter Ethie.
Im zweiten Handlungsstrang, der sich durch die Geschichte zieht, erfahren wir mehr über das Geschehen und Erlebte während Howards Zeit in Hongkong im Laufe des Krieges. Unvorstellbares musste er erleben und es geht an die Nerven über Gräuel zu lesen, die mehr als nur Geschichte sind. Nie konnte er über diese Zeit reden, nicht mal mit seiner heißgeliebten Frau.
Was genau zu dem Tod Lucys führte, warum sie plötzlich trank (wo es doch nie ihre Art war) und was es mit dem geheimnisvollen asiatischen Mädchen auf sich hat, solltet ihr selber lesen, denn ich möchte nicht zuviel verraten.
Das war mein erstes Donna Milner Buch und ich bin positiv überrascht, denn sonst lese ich eher selten Dramen. In 2 Tagen hatte ich es durchgelesen und war oft sehr ergriffen. Ich gebe 5 Sterne für ein wunderschönes Buch, welches es verdient hat gelesen zu werden.

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Bewertung von Everett aus Barsinghausen am 09.03.2010 ***** ausgezeichnet
Der Roman beginnt am 5. August 1962. An diesem Tag stirb Lucy Coulter, zufällig am selben Tag, an dem auch Marilyn Monroe starb. Und das ist die einzige Verbindung vom deutschen Titel zum Inhalt des Buches. Da stellt der Originaltitel die Geschichte viel besser dar.
Aus der Sicht von Ethie, der Tochter von Lucy, wird beginnend mit dem Tod der Mutter die Geschichte der Familie Coulter erzählt.
Von den Erlebnissen von Ethies Vater Howard während des zweiten Weltkrieges erfährt der Leser zwischendurch in Rückblicken. Er meldete sich freiwillig Anfang der vierziger Jahre und wurde von Kanada aus in Hongkong stationiert, wo er in japanische Kriegsgefangenschaft geriet.
Howards Kriegserlebnisse überschatten das Familienleben, auch gerade weil er nicht darüber spricht. Durch den Tod seiner Frau wird es eher noch schlimmer. Erst einschneidende, ungewollte Veränderungen und das Auftauchen eines asiatischen Mädchens bringen Howard dazu über seiner Vergangenheit zu reden und zu seiner Familie zu finden.

Nachdem mir der Roman River von Donna Milner schon sehr gefallen hat, habe ich diesen mit Spannung erwartet und wurde nicht enttäuscht.
In einem sehr angenehmen Stil schreibt die Autorin über die ganz normalen Leute, ihre Ver-gangenheit, das Leben und die Umstände Anfang der sechziger Jahre in Nordamerika. Das Grauen des Krieges, der Gefangenschaft stellt sie mit ganzer eindringlicher Kraft dar, ohne zu dramatisieren. Die Orientierungslosigkeit von Howard nach Lucys Tod, ebenso wie das Ge-fühlschaos von Ethie. Gerade dieser Erzählstil, der nichts künstlich hochputscht ließ mich nicht mehr los und macht den ganzen Roman o eindrucksvoll. Das Ende musste nach allem einfach so sein wie geschildert, mit positivem Ausgang. Wichtig war, wie die ganze Familie mit dem Erfahren der Wahrheit und Vertrauen auf die Liebe wieder zusammen findet.

Das Coverbild finde ich gut, das könnte Luca zu ihrer Zeit sein. Einzig den deutschen Titel finde ich etwas unglücklich. Ich warte jetzt schon auf einen weiteren Roman der Autorin!

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Bewertung von Coco aus Bremen am 09.03.2010 ***** ausgezeichnet
Der plötzliche Tod von Lucy Coulter lässt nichts mehr so sein, wie es vorher war. Zurück bleiben ihr Ehemann, der mit traumatischen Kriegserlebnissen kämpft, von denen er selbst in 17 Ehejahren nichts seiner Frau anvertraut hat und nun auch damit zurechtkommen muss. Auch die drei Kinder versuchen jeder auf ihre Art mit dem Verlust der Mutter zurechtzukommen. Die 11-jährige Ethie, ihr älterer Bruder Frankie und der am Down-Syndrom leidende Kipper. Sie halten zusammen und versuchen, den Alltag zu bewältigen, was sich nicht immer als einfach erweist.

Lucy Coulter wurde mit ihrer Freundin Marlene tot auf deren Boot aufgefunden. Die Todesursache war eine Kohlenmonoxidvergiftung, jedoch war ihr Alkoholspiegel so hoch, dass sie wahrscheinlich vorher schon bewusstlos war. Lucy hat jedoch so gut wie nie Alkohol getrunken, da stellt sich die Frage, wie es dazu gekommen ist.

Und wer ist das fremde Mädchen, das jeden Tag gegenüber vom Haus steht? Gibt es eine Verbindung zu Lucy oder Howard?

In einem Teil des Buches erzählt Ethie aus ihrer Sicht die Geschehnisse, im anderen Teil wird von Howards Kriegserinnerungen berichtet, so dass sich nach und nach für den Leser die Dinge zusammenfügen.

Ein sehr gefühlvoll geschriebenes Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte. Die Schreibweise von Donna Milner ist fesselnd, sehr emotional und absolut spannend.

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Bewertung von Lesemaus04 aus Neuss am 06.03.2010 ***** sehr gut
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, obwohl er mich am Anfang nicht so fesselte. Doch dann konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch eine Liebes- und Kriegsgeschichte. Besonders beeindruckt hat mich Kipper, der an DownSyndrom leidende Bruder von Ethie. Er zeigte stets eine großartige Stärke und verstand mehr als man ihm zutrauen würde. Das war wohl auch z. T. seinen Eltern zu verdanken, die ihn “normal” behandelten. Sie begriffen, dass er etwas länger braucht um etwas zu begreifen, aber das richtige tun wird. Da er z. B. in der Anstalt nicht glücklich war und dort eigenartige Erziehungsmaßnahmen vorgenommen wurde, flüchtete er. Mir war klar, wohin. Doch Ethie kam nicht direkt auf den Gedanken, was mich sehr verwunderte.

Interessant fand ich die Kriegserlebnisse in Hongkong. Bestürzt hat mich hierbei, dass die Frauen zu Protestuierten deklariert wurden und die Krieger mit ihn machen durften was sie wollten. Natürlich fand ich auch das Töten grausam. Donna Milsner hat dies jedoch nur im Ansatz geschildert, was ich ihr zugute halte.

Die Liebesgeschichte zwischen Gordy und Shun-Ling fand ich sehr anrührend. Er hat sie gesehen und fand sie einfach hinreißend. Ich fand diese Liebesgeschichte nicht zu abgehoben, sondern sehr realistisch.

Alles in allem kann ich diesen Roman sehr empfehlen!

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Bewertung von Julz aus Hildesheim am 04.03.2010 ***** ausgezeichnet
Diese Geschichte hat Lust auf das Lesen gemacht, war jedoch die ganze Zeit über mit Trauer und Melancholie gefüllt. Diese wurde nicht direkt ausgesprochen, war aber bemerkbar.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Tocher erzählt. Sie verliert ihre Mutter als sie elf ist. Außerdem hat sie zwei Geschwister und einen Vater, der vom Krieg traumatisiert zu sein scheint, was den Kindern den Verlust der Mutter nicht leichter macht, sondern komplizierter. Sie kommen nicht an den Vater heran und der Vater möchte eigentlich auch nicht auf die Kinder eingehen, die gerade erst ihre Mutter, die sich sozusagen als einzige um die Kinder gekümmert hat, verloren haben.

Nach und nach werden die anderen Personen des Romans eingeführt, aber nicht so, dass die Charaktere der Personen klar ersichtlich werden. Nur langsam wird mal etwas über den einen, dann über den anderen Bruder erzählt.

Sprachlich ist der Roman sehr emotional geschrieben. Durch die Sprache vermittelt die Autorin die traurige Tatsache von dem Tod der Mutter, die drei Kinder zurücklässt.

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