Als Johann Friedrich Struensee, seines Zeichens Stadtphysikus von
Altona, vor dem Rathaus der Stadt auf fahrende Komödianten, einen
alten Freund und die Ballerina Rosina trifft, ahnt er nicht, dass
dies der Beginn einer mörderischen Geschichte sein wird. Kurz
darauf stirbt der Hamburger Dichter Billkamp, der die
Komödiantengesellschaft nach Hamburg gelockt hat. Rosina wird
neugierig, als sie von Billkamps Tod erfährt. Offenbar ist er nicht
auf natürliche Weise aus dem Leben geschieden. Und Billkamp ist in
diesem heißen Hamburger Juni des Jahres 1766 nicht der Einzige, der
dahinscheiden muss. Denn nachdem auf dem Gänsemarkt ein mysteriöser
Kometenbeschwörer vor nahendem Unheil gewarnt hat, sterben in
Hamburg und in Altona kurz nacheinander weitere wohlhabende Männer
unter seltsamen Umständen. Als Claes Herrmanns, Großkaufmann und
Mitglied der ehrbaren Commerzdeputation, sich bereit erklärt, bei
der Suche nach dem Mörder zu helfen, ahnt er nicht, in welch
düstere Geheimnisse er sich damit verstricken wird. Doch da ist ja
noch Rosina. Sie hat allerdings ihre ganz eigenen Motive, die Morde
aufzuklären
Fesselnder kann Geschichte kaum präsentiert werden Lebendiger und fesselnder kann Geschichte kaum präsentiert werden. Die unvorstellbaren Zustände im Pesthaus und den Armenvierteln der Stadt - die Autorin läßt sie so plastisch werden, daß der Leser sich versucht fühlt, selbst ein Taschentuch vor den Mund zu pressen, um den Brechreiz zu ersticken. Aber auch das heitere Treiben der Menschen, die Suche nach Erholung und Zerstreuung - es springt förmlich aus den Seiten dieses Buches. Fast möchte man loslaufen... Die richtige Würze erhält der Roman, wie schon der erste Band der Serie, durch die genaue Benennung der Straßen und Orte (die, zusammen mit den wichtigsten geschichtlichen Personen und Ereignissen, für den Unkundigen im Glossar am Ende erklärt werden). Fast möchte man loslaufen und sich einen Stadtplan von Hamburg kaufen, um das "damals" und "heute" zu vergleichen. Oder am besten direkt hinfahren. (Michaela Pelz, krimi-forum.de)
Petra Oelker, geboren 1947, arbeitete als Journalistin und Autorin von Sachbüchern und Biographien.
Videoclip zu "Der Sommer des Kometen"
Trailer lädt den Film
Kundenbewertungen zu "Der Sommer des Kometen" von "Petra Oelker"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
ausgezeichnet)
Bewertung von Thomas Kaufner aus Ginsheim-Gustavsburg am 07.01.2001
ausgezeichnet
Wer "Tod am Zollhaus" gelesen hat, sollte nicht zögern, auch dieses Buch zu verschlingen. Ein Wiedersehen mit allen Akteuren - und wieder eine Kriminalgeschichte, die erst auf den letzten Seiten aufgelöst wird. Ein Muss zudem für allem Hamburg-Fans und historisch Interessierten.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch